Nico van Wersch - Psychose

Nico van Wersch - Psychose - Albumcover
Nico van Wersch - Psychose

Nico van Wersch
Psychose

Erscheinungstermin: 20.09.2024
Label: Naked Records, 2024

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jazz-fun`s recap:

Am besten hört man diese Musik zum ersten Mal in ihrer Gesamtheit, von Anfang bis Ende. Spüren Sie ihre Botschaft, spüren Sie die Fragmente, die (wahrscheinlich für jeden anders) am faszinierendsten sind. Eigentlich ist hier alles faszinierend. Die rhythmischen Wiederholungen, die Pausen dazwischen, die von einem einzigen Klang getragen werden, oder alles auf einmal. Ein Rhythmus, der einen in Atem hält und nicht loslässt. Ein absolutes Must-Listen-Album! (Jacek Brun, 11.10.2024)

Nico van Wersch - Composition
Katelyn Rose King, Spela Maŝtnak - Percussion
Carsten Brocker, Christopher Lübeck - Synthesizer
Thomsen Merkel - Bass

Wie erkläre ich etwas, das ich nicht ganz verstehe? Wie präsentiere ich ein Musiktheaterstück, das mich überwältigt, mir aber Rätsel aufgibt?

Van Werschs Partitur ist Teil der wundersamen und beängstigenden Maschinerie dieser Produktion am Deutschen Theater Berlin. Wie die Tretmühlen selbst ist die Musik etwas, gegen das die Schauspieler ankämpfen und das sie doch unwiderstehlich vorantreibt.

Sie ist der Puls, der Herzschlag, der Atem, die Elektrizität, die durch die Körper von Schauspielern, Musikern und Publikum gleichermaßen fließt. Es ist der schwankende Boden unter unseren Füßen.

In „Diese Psychose“ geht es nicht um Wahnsinn oder Selbstmord, sondern um den grundlegenden Prozess des Bewusstseins selbst, der nie einfach, sondern immer vielschichtig ist - es gibt immer ein inneres Gespräch, das durch unser Gehirn fließt. Kürzlich habe ich etwas über Trance-Musik in Indien gelesen und darüber, wie sie diesen inneren Dialog beruhigt, was auch in den Clubs passiert, mit den anhaltenden Beats und den tiefen, pulsierenden Bässen, die einen zu vereinnahmen scheinen. Die Körper vibrieren, pulsieren, tanzen im flackernden Halbdunkel und Nebel. Wir werden entführt.

Ohne die Inszenierung führt uns Werschs schillernde Musik an einen noch magischeren Ort. Mit Polyrhythmen, Drones und mikrotonalen Akkorden verändert sie unseren Körper und unsere Umgebung. Die Welt wird flüssiger, die Zeit vergeht langsamer (oder schneller), Bedeutungen verändern sich. Unsere Ohren sehen, unsere Augen hören.

Als ich in den 1970er Jahren „Einstein am Strand“ sah, wusste ich, dass dies eine neue Art von Musiktheater ankündigte. Heute ist die Welt eine andere, aber ich sehe und höre die Zukunft in „4.48 Psychose“: „Bitte öffnen Sie den Vorhang“.

Text: David Savran, 2023
Distinguished Professor of Theatre and Performance City University of New York

  1. Psychose 22
  2. Psychose 9
  3. Psychose 3
  4. Psychose 12
  5. Psychose 10
  6. Psychose 5

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