Oli Bott Trio - Chronicles of Jazz

Oli Bott Trio - Chronicles of Jazz - Albumcover
Oli Bott Trio - Chronicles of Jazzy

Oli Bott Trio
Chronicles of Jazz

Erscheinungstermin: 01.11.2024
Label: O-Tone, 2024

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jazz-fun`s recap:

Oli Bott ist nicht nur ein Vibraphonvirtuose ersten Ranges, sondern auch ein Mann, der sich in den verschiedensten Musikstilen zu Hause fühlt, sie auf seine Weise kombiniert und frei zwischen ihnen balanciert. Das Ergebnis ist, dass man ihm mit der Überzeugung zuhört, dass es keinen Platz für Zufälle gibt. Auch die anderen Musiker haben viel Raum, was das Album sehr interessant macht. (Jacek Brun, 26.11.2024)

Besetzung

Oli Bott – Vibraphon
Arnulf Ballhorn – Bass
Kay Lübke – Schlagzeug

Über das Album von Oli Bott Trio "Chronicles of Jazz"

Chronicles of Jazz sind imaginäre Geschichten, in denen sich kompositorische Giganten aus Klassik, Jazz und mehr in einer Jazzsession begegnen.

Das Trio um den Vibraphonisten Oli Bott, den Bassisten Arnulf Ballhorn und den Schlagzeuger Kay Lübke sprengt die Grenzen zwischen den Genres und mischt Maurice Ravels Bolero mit Duke Ellingtons Caravan, Johann Sebastian Bachs Allemande aus der d-Moll-Violinsonate mit Metallicas Nothing Else Matters oder Erik Saties Première Gnossienne mit Milt Jacksons Bags’ Groove. Die Kompositionen gehen ineinander über und werden von den Musikern in einem Jazz-Jam mit viel spontaner Spielfreude zu einem Stück zusammengefügt. Dabei erzählt Oli Bott mit seinem Trio Geschichten, in denen auch Autobiographisches steckt. Er wuchs mit klassischer Musik auf, lernte als Jugendlicher Schlagzeug, hörte Rockmusik und begann später eine Jazzausbildung. Am Berklee College of Music studierte er bei Gary Burton, dem großen Lyriker unter den Jazz-Vibrafonisten. Doch Oli Bott ist kein konventioneller Jazzmusiker geworden. Er spielt konsequent seine eigene Musik, die sich in die unterschiedlichsten Musiksprachen, Epochen und Kulturen einfühlt und dabei wie ein Bildhauer eindrucksvolle Stimmungen aus den Metallplatten herausarbeitet.

Oli Bott studierte Vibraphon und Komposition am Berklee College of Music in Boston bei Gary Burton und Bob Brookmeyer und schloss sein Studium mit summa cum laude ab. Seitdem ist er freischaffender Musiker in Berlin, erhielt mehrere Stipendien des Berliner Senats, Kompositionsaufträge für sein eigenes Jazzorchester, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen zahlreicher Konzerte im In- und Ausland, Preisträger internationaler Wettbewerbe wie NDR-Musikpreis für Jazzdirigenten, 1. Preis Leipziger Improvisationswettbewerb, Europe Jazz Contest und Wayne Shorter Award, USA.

Oli liebt es, gute Musik aller Stilrichtungen zu interpretieren und seine eigenen Geschichten über Werke aus Klassik, Jazz, Rock und Weltmusik zu improvisieren. So reicht sein Portfolio von der rumänischen Rockband ZMEI3 über die Arbeit mit der Cellistin Anna Carewe und dem Sheridan Ensemble (genreübergreifendes Ensemble von Barock und Klassik bis Jazz, Rock und Improvisation) bis hin zu seinem Jazz Trio mit den Fantasiegeschichten CHRONICLES OF JAZZ, in denen kompositorische Giganten aus Klassik, Jazz und mehr aufeinandertreffen, und seinem Jazz Quartett mit seinen Miniaturen CONTENT, aus denen in großen Improvisationen Geschichten gestrickt werden. Er spielte auf Festivals wie WOMAD Festival, Electric Castle Festival, Schwetzinger SWR Festspiele, Schleswig Holstein Musik Festival, Niedersächsische Musiktage, Beethovenfest Bonn, WDR Jazz Festival Köln, Händel Festspiele Halle, Musikfest Stuttgart und Kurt Weill Fest Dessau. Seit 2001 unterrichtet Oli Improvisation für klassisch ausgebildete Musikerinnen und Musiker in Berlin und gibt Workshops für das Education-Programm der Berliner Philharmoniker, die Hochschule der populären Künste Berlin, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus und die Landesmusikakademie Berlin. Im Jahr 2022 erhielt er vom Deutschen Bundestag den Auftrag, anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der deutschen Nationalhymne eine 60-minütige Hommage an Haydn zu komponieren, die er gemeinsam mit Anna Carewe, Markus Stockhausen, Oliver Potratz und Eric Schaefer produzierte und auf www.dasdeutschlandlied.de veröffentlichte.

Arnulf Ballhorn ist seit über 20 Jahren Kontrabassist im Orchester der Komischen Oper Berlin, wo er auch in Kammermusikproduktionen und interkulturellen Projekten mitwirkt. Sein Kontrabassstudium absolvierte er bei Prof. Rainer Zepperitz, dem langjährigen Solobassisten der Berliner Philharmoniker. Seine musikalischen Vorlieben lassen sich nur schwer eingrenzen: Neben der Orchesterarbeit gehören zeitgenössische Musik, klassische Kammermusik, Jazz und Tango sowie die intensive Beschäftigung mit dem E-Bass zu seinen musikalischen Grundbedürfnissen.

Inspirationen holte er sich bei Bassisten wie Miroslav Vitous, Gary Willis und Jonas Hellborg, aber auch die rumänisch-deutsche Gruppe Zmei3, das Glorvigen Trio und die Arbeit mit der Schauspielerin und Sängerin Dagmar Manzel bieten immer wieder neue Herausforderungen. Arnulf Ballhorn betreibt sein eigenes Label und Studio.

Kay Lübke kam Ende der 90er Jahre über Frankfurt und Mainz nach Berlin, um an der HfM Hans Eisler zu studieren. Während des Studiums entstanden zahlreiche Kontakte und Verbindungen, die bis heute Bestand haben. Auch außerhalb der Hochschule, in der Berliner Musikszene, wurde der gebürtige Karlsruher sehr gut aufgenommen. Es entstanden zahlreiche Projekte und Gruppen, die im Laufe der Jahre zu diversen CD-Aufnahmen mit u.a. Silke Eberhard, E.-L. Petrowsky, Uschi Brüning, Uli Gumpert, David Liebmann, Majid Bekkas, Henrik Walsdorf, Christof Sänger, Georg Boeßner und Uli Kempendorff führten. Es folgten Konzertreisen und Festivalengagements im europäischen Ausland, in Israel, Marokko, Ägypten, Aserbaidschan, China, Kanada und den USA. Er stand u.a. mit John Schröder, Demba Nabe, Till Brönner, Shabaka Hutchings, Richie Cole, Kris Davis, Lyambiko, Lychi Lassie und Gitte Henning auf der Bühne.

Geprägt durch eine große elterliche Plattensammlung kennt K.L. keine Schubladen und Berührungsängste. Er spielt Bluesrock mit der gleichen Selbstverständlichkeit und Leidenschaft wie frei improvisierte Musik oder Big Band Jazz. K.L. ist nicht nur in Clubs aktiv, sondern auch auf verschiedenen Berliner Bühnen. An der Volksbühne mit Sir Henry, davor an der Schaubühne, beim Festival Spielzeit Europa, am BE und bei Tanzplan Dresden.

2008 gewann er den Studiopreis des Berliner Senats mit der Band Croomp, 2009 mit Stephen Brandon und 2013 mit seinem eigenen Projekt Slowboy (mit Jan von Klewitz und Wolfgang Roggenkamp). Von 2010 bis 2018 war er Mitglied der Hausband „The Lonely Hearts“ im Palazzo Varieté mit ca. 100 Auftritten pro Jahr. Von 2018 bis 2020 ist er am Hans-Otto-Theater in Potsdam engagiert und erhält 2020 erneut ein Stipendium des Berliner Senats für sein Projekt Süden.

Text: O-Tone

Titelliste

  1. Bolero
  2. Caravan
  3. Equinox
  4. In der Halle des Bergkönigs
  5. Mr. P.C
  6. Sonata Iv Allemande
  7. Nothing Else Matters
  8. Premiere Gnossienne
  9. Bag’s Groove
  10. Bye Bye Blackbird
  11. Habanera
  12. Bei mir bist Du schön
  13. Inges Lied
  14. Wiegenlied

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