Philip Zoubek Solo - Air

Philip Zoubek Solo - Air

Philip Zoubek Solo
Air

Erscheinungstermin: 05.12.2015
Label: WhyPlayJazz, 2015

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Ausnahmepianist Philip Zoubek (* 1978) lotet seit Jahren wie kaum ein anderer die Klangvielfalt des Klaviers aus. Vom Geräuschhaften und perkussiven bis zu elektronisch anmutenden Sounds dokumentiert er auf »Air« erstmals seinen aktuellen Klangforschungsprozess.

Vor 15 Jahren, als Philip Zoubek an der Kölner Hochschule sein Jazz-Studium begann, faszinierte ihn am meisten die freie Improvisation, im Besonderen eine Musik, die mit der traditionellen Rollenverteilung und Funktion der Instrumente brach und in der Tongestaltung erweiterte Spieltechniken einbezog. Zoubek hatte bereits damals Erfahrungen mit verschiedenen Formen von freier Musik, insbesondere dem Free Jazz, gemacht. Dabei stellte er jedoch fest, dass das Klavier mit seiner quantisierten Stimmung im Kontext avancierterer Spielarten anderer Instrumente oft wie ein Fremdkörper wirkte. Also begann er möglichst unbedarft den Klavierinnenraum mit unterschiedlichsten Materialien zu manipulieren, indem er entweder direkt die Saiten mittels verschiedener Objekte anregte oder diese – quasi à la Cage – zwischen den Saiten platzierte. In diesem Klangforschungsprozess wurde er sich der orchestralen Möglichkeiten des präparierten Klaviers bewusst: es konnte z.B. wie ein Gamelan Orchester klingen, wie ein Synthesizer, ein Percussion Ensemble oder an Xenakis erinnernde Glissandi. Und noch etwas wurde ihm im Zuge dieser Entwicklung klar:

„[…] dass ich mir damit ein offenes Feld geschaffen hatte, in dem ich alles, was ich über Musik wusste, auf den Klangraum des präparierten Klaviers projizieren und letzten Endes eine eigene Stimme finden konnte. Aber die Verinnerlichung von musikalischen Material ist, wie eigentlich meistens in der Musik, nur ein Vehikel für das, was mich wirklich interessiert: eine selbst entdeckte emotionale Klarheit auf die Hörer zu übertragen, Kommunikation und Transzendenz.“

Im Laufe der Jahre hat sich sein Präparations-Setup fortlaufend verändert – und damit auch die Musik. So ist auch »Air« nur ein Ausschnitt dieser Entwicklung. Für diese Aufnahme hat sich Philip Zoubek, im Gegensatz zu seiner Gewohnheit, bei live Konzerten ein oder zwei längere Stücke mit Entwicklungscharakter zu improvisieren, für kürzere und konzentriertere Formen entschieden.

Philip Zoubek, prepared piano

  1. Aperion
  2. Grimace
  3. Humans, Resonating
  4. Insecting
  5. FER
  6. Odd Beats
  7. The Quiet Gardens
  8. Off Distance

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