Sternstunde im Münchner Jazzclub Unterfahrt: Das Philipp Schiepek Trio am 5. September 2025

Philipp Schiepek Trio
Philipp Schiepek Trio, Foto: Robert Fischer

Von Robert Fischer.

Ob legendäre Größen ihres Fachs wie Julian Lage und Wolfgang Muthspiel, um nur diese beiden zu nennen, oder junge Gipfelstürmer wie Teis Semey, Rob Luft, Ant Law & Co.: dass der 1994 in Dinkelsbühl geborene Gitarrist und Komponist Philipp Schiepek unbedingt in diese Liga gehört, zeigte sich bei seinem gestrigen Auftritt im Münchner Jazzclub Unterfahrt.

Wunderbar auf Augenhöhe mit ihm auf der Bühne: Henning Sieverts am Bass und Valentin Renner am Schlagzeug. Gespielt wurden vornehmlich Stücke der letzten beiden Alben Schiepeks, „Meadows and Mirrors“ und „Versuch zu träumen“, aber auch auf das 2019 erschienene Debütalbum des Komponisten, „Golem Dance“, wurde zurückgegriffen. Hinzu kamen teils weniger bekannte Standards, die den Gitarristen bei seiner musikalischen „Traumreise“ inspirierten, auch mal vermittelt durch eine Version von Nels Cline, der als kreativer Grenzgänger seinerseits in einer eigenen Liga spielt.

Was Philipp Schiepek angeht: Wenn es mit rechten Dingen zuginge, müsste der längst beispielsweise bei ecm unter Vertrag sein – so meisterlich wie er beherrschen die akustische und elektrische Gitarre gleichermaßen nur wenige, und so eigenständig-individuell wie der zudem ungemein vielseitige Musiker komponieren auch nur wenige. Im faszinierend intim kommunizierenden und agierenden Trio mit Renner und Sieverts bescherte seine Kunst dem begeisterten Publikum in der Münchner Unterfahrt: eine Sternstunde.

Text und Fotos: Robert Fischer

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Henning Sieverts |

Lieber Robert Fischer!
Danke für den schönen Artikel und die schönen Fotos - wäre es möglich, das eine oder andere Bild weiterzuverwenden (natürlich unter Nennung des Fotografen)?
Herzliche Grüße
Henning (Sieverts)

Bitte rechnen Sie 2 plus 7.