Pulsar Trio - We Smell In Stereo

Pulsar Trio - We Smell In Stereo

Pulsar Trio
We Smell In Stereo

Erscheinungstermin: 03.03.2023
Label: Musszo Records, 2022

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Beate Wein - Klavier, Synths, FX
Matyas Wolter - Sitar, Surbahar, FX
Aaron Christ - Schlagzeug, Percussion, FX

An „sinnliche Schwebezustände, den Rausch des freien Falls und das Dahingleiten über weite Flächen“ erinnert Deutschlandfunk Kultur die Musik des Pulsar Trios, eine auch auf das am 03.03.2023 erscheinende vierte Studioalbum We Smell in Stereo äußerst gut passende Beschreibung. Sein Cover zieren Haie, denn Haie riechen nicht in Mono, ihr Geruchssinn funktioniert in Stereo.

Auf der Jagd nach dem perfekten musikalischen Moment agiert das Trio instinktiv wie ein einziger Organismus und mit einem über die Jahre entwickelten, gemeinsamen und untrüglichen Gespür für den ureigenen Klangkosmos in 7.1. Die Thüringer Allgemeine schrieb über ein Konzert: „Die Grenzen zwischen Komposition und freier Interpretation schienen ebenso fließend wie die zwischen Okzident und Orient. Der scheinbare Gegensatz der Instrumente wurde zum perfekten Zusammenspiel.“

Die außergewöhnliche und wohl einzigartige Besetzung aus Aaron Christ (Schlagzeug, Percussion, FX), Beate Wein (Klavier, Synths, FX) und Matyas Wolter (Sitar, Surbahar, FX) ermöglicht es dem Trio, beständig auf eigentlich schmalem Grat musikalisches Neuland auszuloten. Das kann in Gestalt einer komplexen, altindischen Kompositionsform namens Dhrupad daherkommen, die dem Titelsong zugrunde liegt, und in der Bearbeitung der drei ein komplett anderes Antlitz bekommt – oder der Einsatz einer Bass-Sitar namens Surbahar statt eines Kontrabasses, mehr Elektronik als zuvor und mehr direkte Entlehnungen aus dem klassischen Raga-Repertoire.

Immer ist das Resultat verspielt und virtuos, zwischen instrumentaler Ekstase, intimer Introspektion und feinfühligen Klangexperimenten, eine Fusion dreier individueller musikalischer Charaktere mit ganz unterschiedlichen Prägungen, die vom Pop mit großer Geste, über DDR-Punk und Noise, Jazz, Bach, Minimal Music bis zur klassischen Sitar-Tradition aus Indien reichen.

Aus den unterschiedlich großen und kleinen Puzzlestücken, die alle drei mit ins Studio bringen, erarbeitet das Trio gemeinsam die Stücke. Manchmal stehen nur kleine rhythmische Fetzen am Anfang, manchmal schon ausgearbeitete Arrangements, manchmal dauert der gemeinsame kreative Prozess im Studio nur kurz („Glaciers“), manchmal zieht er sich über eine lange Zeit („My Sleeping Deer“). Für das Album gab es keinen externen Produzenten. Aufgenommen, gemischt und gemastert wurde es in den Castle Studio Röhrsdorf bei Dresden von Arno Jordan und Peter Junge.

Ihre Live-Qualitäten konnten die Creole-Preisträger*innen bereits auf zahllosen Konzerten unter Beweis stellen. So gastierten sie u.a. auf den Leverkusener Jazztagen, dem Fusion Festival, in Glastonbury, Rudolstadt und dem Delhi International Jazz Festival, in der Kulturarena Jena sowie dem İzmir European Jazz Festival. Auch 2023 wird das Trio wieder viele Auftritte absolvieren.

Text: Musszo Records

jazz-fun.de meint:
Trotz der ungewöhnlichen Instrumentierung und des Eklektizismus bilden die Klänge des Albums ein kohärentes Amalgam, und der Ausdruck der Band ist erstaunlich strukturiert. Bei aller Mitteilsamkeit und Zugänglichkeit gibt es in dieser Musik keine offensichtlichen Konzepte. Die Leichtigkeit des Klangs gleicht die entsprechende Schwere der Kompositionen aus. Die Sanftheit artet nie in Süße aus. Ein weiteres großartiges Album dieses außergewöhnlichen Trios.

  1. Flotjet
  2. Winewalking paradise
  3. We smell in stereo
  4. Böig
  5. Glaciers
  6. Susan
  7. My sleeping deer
  8. Kestrel
  9. Bacheweich
  10. Schlendryan

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