Resolution 88 - Revolutions

Resolution 88 - Revolutions

Resolution 88
Revolutions

Erscheinungstermin: 20.09.2019
Label: Légère Recordings, 2019

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Mit ihren beiden ersten Alben und unzähligen Live-Shows als Support von Snarky Puppy, Roy Ayers, Marcus Miller, Larry Mizell & The Blackbyrds, Butcher Brown oder den Yellowjackets, haben sich Resolution 88 als eine der führenden britischen Funk-Jazz-Bands etabliert. Das Fender Rhodes ist zwar das zentrale Instrument, doch Resolution 88 geht es um das Kollektiv, sie kennen sich seit vielen Jahren und arbeiten an ihrem eigenen Sound. Mit „Revolutions“ gehen sie nun einen entscheidenden Schritt. Sie haben erstmals auf Multitrack-Tapes aufgenommen, es sind erstmals sind Streicher dabei, zum ersten begrüßen sie Gäste auf einem ihrer Alben und es ist das erste Album von Resolution 88, das auf Vinyl erscheint.

Man stelle sich einfach ein bislang unentdecktes Album von Herbie Hancock aus der Mitte der siebziger Jahre, dazu ein paar Rare-Groove-Tracks die es als Sample auf die Alben von A Tribe Called Quest oder Pharcyde schafften, sowie den neuen jungen Londoner Sound von Bands wie Yussef Kamaal vor, und man hat eine Ahnung wohin die Reise für Resolution 88 gehen soll.

Das Thema von ‘Revolutions’ sind die unterschiedlichen Aspekte von Musik, die auf Vinyl gepresst wird. Der Opener „Pitching Up“ beobachtet den DJ, wie er die Geschwindigkeit von 33rpm auf 45rpm ändert. ‘Out Of Sync’ simuliert den ungeschickten Versuch, auf den Beat zu mixen. Das hypnotische, zirkulierende Saxophon, das den Titeltrack „Revolutions“ eröffnet (und am Ende von den Streichern wieder aufgenommen wird), erinnert an das Label-Artwork, wie es sich auf dem Plattenteller dreht und man versucht, dabei die Titel zu entziffern. Der Schlagzeug-Beat von „Runout Groove“ imitiert den eintönigen, immer wieder kehrenden Rhythmus der entsteht, wenn die Nadel die Auslaufrille erreicht hat. „Sample Hunter“ gleitet unerwartet mitten im Track in Rhodes-Interludes ab und projiziert den Moment, in dem der Produzent den magischen Moment sucht, in dem das Sample passt, wie in der goldenen Ära des HipHop. Marcus Tenney (Butcher Brown) singt in „Dig Deep“ über die Freude, tief in Plattenkisten zu wühlen und „Matrix“ berichtet von den versteckten Botschaften, die manchmal beim Pressen auf das Vinyl graviert werden. Auf „Tracking Force“ kann man hören, wie der Beat verrückt wird und die Nadel quer über die Platte gleitet. „Warped Memories“ schließlich beendet das Album mit einer wehmütigen, melancholischen Melodie, fast wie auf alten Schellack-Platten.

Lehnt Euch also mit einem Glas japanischen Whiskey und einer kubanischen Zigarre zurück und genießt „Revolutions“, Nun gut, wenn es auf Vinyl läuft, muss man zwischendurch einmal aufstehen, um die Platte umzudrehen...

  1. Pitching Up
  2. Out Of Sync
  3. Revolutions
  4. Runout Groove
  5. Sample Hunter
  6. Dig Deep
  7. Matrix
  8. Tracking Force
  9. Warped Memories

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