Rhiannon Giddens - Tomorrow Is My Turn

Rhiannon Giddens - Tomorrow Is My Turn

Rhiannon Giddens
Tomorrow Is My Turn

Erscheinungstermin: 27.02.2015
Label: Nonesuch, 2015

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Mit „Tomorrow Is My Turn“ legt die Singer/ Songwriterin, Multiinstrumentalistin und Gründungsmitglied der Grammy-ausgezeichneten Carolina Chocolate Drops nun ihr ungeduldig erwartetes Solodebüt auf Nonesuch Records vor. Produziert wurde das Material von T Bone Burnett.

Die Idee zu einer Zusammenarbeit mit Rhiannon Giddens kam Producer T Bone Burnett (Elvis Costello, John Mellencamp, B.B. King) im vergangenen Herbst während des von ihm kuratierten „Another Day, Another Time: Celebrating The Music Of Inside Llewyn Davis“-Konzertes in der Town Hall zu New York City, bei dem auch Giddens auftrat und „allen anderen Künstlern“ laut der renommierten New York Times „die Show stahl“. Schon nach kurzer Zeit fragte er sie Backstage, ob er ein Album mit ihr produzieren dürfte. „Schon, als ich sie zum ersten Mal bei den Proben hörte, war mir sofort klar, dass Rhiannon in einer Reihe mit großen Sängerinnen wie Marian Anderson, Odetta, Mahalia Jackson oder Rosetta Tharpe steht“, erinnert sich Burnett. „Genau diese Persönlichkeit brauchen wir auch heute wieder in unserer Kultur.“

Auf ihrem ersten Soloalbum bedient sich Giddens heute einer breiten Spannweite verschiedenster Genres und Stile wie Gospel, Jazz, Blues und Country. Neben einem Remake des Traditionals „Black Is The Color“ sind noch weitere Coverversionen wie Hank Cochrans „She`s Got You“ (das durch Patsy Cline seine Popularität erlangte), Dolly Partons „Don`t Let It Trouble Your Mind“, das durch die aus Kentucky stammende „Mother Of Folk“ Jean Ritchie berühmt gewordene „O Love Is Teasin`“ sowie Elizabeth Cottons „Shake Sugaree“ zu finden.

„Ich hatte schon lange vorher begonnen, eine Liste von Songs zusammen zu stellen, die nicht so wirklich in die Welt der Chocolate Drops passten“, so Giddens. „Ganz oben stand `Tomorrow Is My Turn` in der unsterblichen Version von Nina Simone. Als ich ihre Fassung auf YouTube sah, öffneten sich mir die Augen. Mir war bewusst, dass sie eine wirklich harte Zeit durchmachen musste, wie so viele Menschen in diesen Tagen damals. Als ich sah, wie sie die Zeilen `tomorrow is my turn` sang, musste ich an all die Mühen denken, mit denen sie und Frauen wie sie damals zu kämpfen hatten“ – für Giddens ein besonderer Stellenwert, der sie dazu bewegte, das ganze Album nach diesem Titel zu benennen. „Danach kamen noch zahlreiche andere Stücke auf die Liste, die ausnahmslos von Frauen geschrieben oder zumindest von Frauen interpretiert wurden.“

„Tomorrow Is My Turn“ wurde in Studios in Los Angeles und Nashville zusammen mit einem generationsübergreifenden Ensemble von Burnett höchstpersönlich zusammen gestellter Gastmusiker eingespielt. Darunter der Stargeiger Gabe Witcher und Bassist Paul Kowert von Giddens Labelkollegen, den Punch Brothers, Perkussionist Jack Ashford von den berühmten Funk Brothers, Drummer Jay Bellerose, Gitarrist Colin Linden, die Backgroundgesangslegende Tata Vega, der altgediente Nashville Session-Bassist Dennis Crouch und nicht zuletzt Giddens Chocolate Drops-Tourbandmembers Hubby Jenkins und Beatboxer Adam Matta.

Nachdem sie auf dem im vergangenen November erschienenen und hoch gelobten „Lost On The River: The New Basement Tapes“ mit Größen wie Elvis Costelloe, Taylor Goldsmith, Jim James und Marcus Mumford zusammen arbeitete, legt Giddens nun mit „Tomorrow Is My Turn“ ihr Solodebüt vor.

Immatrikuliert am Conservatory Of Music in Oberlin, Ohio, begann Giddens sich an den Wochenenden für den zeitgenössischen Contra Dance zu begeistern. Was sich anfangs als verspielter musikalischer Umweg in ihrer Laufbahn darstellte, das sollte sich schon wenig später als charakteristisch für ihre gesamte Karriere erweisen. Schon seit Beginn standen das Wiederbeleben, die Neuinterpretation und die Umgestaltung traditioneller Stücke der verschiedensten Quellen im Fokus ihres künstlerischen Werkes; insbesondere während ihrer bahnbrechenden Arbeit mit den Carolina Chocolate Drops (CCDs). Mit ihren beiden Nonesuch-Releases, dem 2010er Grammy-ausgezeichneten „Genuine Negro Jig“ und dem zwei Jahre später folgenden „Leaving Eden“ führte die Formation die Folk-Traditionen afroamerikanischer Performer und Songwriter auf eine neue und lebendige Weise fort.

Doch Giddens künstlerische Reise begann schon viel früher: In der Piedmont-Region von North Carolina, in der sie aufwuchs. Eine Region, die auf eine lange Old Time Music-Tradition zurückblickt, mit der sich Giddens nach ihrer Collegezeit näher beschäftigte. 2005 traf sie erstmals auf dem Black Banjo Gathering in Boone ihre späteren CCDs-Mitstreiter und ließ sich von Joe Thompson in traditioneller Piedmonts Musik unterrichten. Thompson, ein afroamerikanischer Geigespieler, war es auch, der Giddens und ihren Bandmembers eine Vielzahl der Stücke vorstellte, die kurze Zeit später das frühe CCDs-Repertoire ausmachten. Heute verkörpert Rhiannon Giddens ein echt amerikanisches Original – eine Künstlerin mit einer unvergesslichen Stimme, die Amerikas musikalische Vergangenheit in die Zukunft transportiert. In eine Zukunft, in der ihr Name schon jetzt einen festen Platz hat.

  1. Last Kind Words
  2. Don't Let It Trouble Your Mind
  3. Waterboy
  4. She's Got You
  5. Up Above My Head
  6. Tomorrow Is My Turn
  7. Black Is The Color
  8. Round About The Mountain
  9. Shake Sugaree
  10. O Love Is Teasin'
  11. Angel City

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