Sebastian Gahler - Electric Stories

Sebastian Gahler - Electric Stories - Albumcover
Sebastian Gahler - Electric Stories

Sebastian Gahler
Electric Stories

Erscheinungstermin: 25.10.2024
Label: Jazz Kitchen records, 2024

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jazz-fun`s recap:

Sebastian Gahler verwöhnt uns mit einem Arsenal an Techniken, Ideen und Sounds. Die Kombination aus kraftvoller, groovender Elektronik und lebendiger, in der Jazztradition verwurzelter Musik voller kreativer Soloparts wirkt elektrisierend. Rhythmischer und klanglicher Reichtum, wunderbare Kompositionen und Arrangements. Ein großartiges Album, wir sind begeistert! (Jacek Brun, 16.11.2024)

Besetzung

Sebastian Gahler - keys & composition
Andy Hunter – trombone
Denis Gäbel – sax
Martin Feske – guitar
Nico Brandenburg – bass
Niklas Schneider – drums

Über das Jazz Album von Sebastian Gahler - Electric Stories

Nach dem großen Erfolg seines von Haruki Murakami inspirierten Albums „Two Moons“ (2022) - mit über 8 Millionen Streams - legt der Düsseldorfer Jazzpianist Sebastian Gahler nur zwei Jahre später sein nächstes Album vor. Die am 25.10.2024 erscheinenden Electric Stories" bieten groovebasierten High-Energy-Jazz mit Tiefgang und unterstreichen Gahlers Selbstverständnis als vielseitiger musikalischer Geschichtenerzähler.

Das klangliche Setting orientiert sich am Elektro-, Funk- und Fusion-Jazz der 1960er und 70er Jahre, in dem Gahler seine musikalischen Wurzeln verortet, und spürt Vorbildern wie Herbie Hancocks wegweisendem Album „Head Hunters“ (1973) nach. Dafür wechselt Gahler vom klassischen Jazzflügel hinter ein Schloss aus Vintage-Keyboards. Er kombiniert die glockigen Tines eines Fender Rhodes mit dem knackigen Punch eines Wurlitzer E-Pianos, mischt das schwebende Vibrato einer Hammond B-3 Orgel mit den warmen Leadsounds eines Moog Synthesizers und setzt mit dem silbrigen Klang eines Hohner String Performers das i-Tüpfelchen.

Komplettiert wird das elektromechanische Tastenquintett durch ein hochkarätiges Quintett von Ausnahmemusikern: Niklas Schneider am Schlagzeug, Nico Brandenburg am E-Bass, Martin Feske an der E-Gitarre und - als Gast auf fünf Stücken - Denis Gäbel von der HR-Bigband am Tenorsaxophon. Besonderes Highlight: Als featured artist konnte Gahler den renommierten New Yorker Jazz-Posaunisten Andy Hunter für sein Electric Project gewinnen. Hunter, der bereits mit Snarky Puppy, Richard Bona und der Mingus Big Band um die Welt tourte, ist derzeit festes Ensemblemitglied der WDR-Bigband in Köln. Da war der Weg in die Kölner Maarweg-Studios nicht weit, die mit ihrem Vintage-Equipment den perfekten Resonanzraum für die elf live eingespielten Tracks von „Electric Stories“ boten.

as innovative Potenzial des neuen Ensembles zeigt sich gleich im ersten Stück „0816“: Posaune und Moog-Synthesizer spielen das Thema unisono und erzeugen so eine bislang „unerhörte“ Schwebe. 0816 entstand im August 2016 und ist auch klanglich alles andere als 0-8-15. Cruisender Smooth Jazz at its best.

Mit „Song for B.M.“ erweist Gahler am Wurlitzer E-Piano einem der wichtigsten Jazzpianisten des letzten Jahrzehnts - Brad Mehldau - seine crunchig-frische Reverenz. Während „Meditation“ eine leichtfüßige Erinnerung an die eigenen Anfänge ist: Der Titelsong von Gahlers gleichnamigem Debütalbum (2009), ursprünglich als Jazz-Waltz im 3/4-Takt komponiert, erwacht 15 Jahre später im entspannten 4/4-Takt mit erweiterten Harmonien zu neuem Leben.

„Rest“, entstanden im Sommer 2020, spürt der ambivalenten Ruhe des ersten Corona-Lockdowns nach: In die völlige Verlangsamung, ja beinahe Stilllegung des (Künstler-)Lebens mischen sich zunehmend dissonante Verzweiflungstöne bis hin zum perkussiven Aufbegehren am Ende des Stücks.

„Casino“ ist eine groovebetonte Widmung an Gahlers ehemaligen Klavierlehrer und Jazzmentor der späten 90er Jahre, Buddy Casino, der vielen Hörern durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Helge Schneider bekannt sein dürfte: Fender Rhodes, Wurlitzer und Hammondorgel geben sich hier jamsessionmäßig die Tasten in die Hand, dass die Füße kaum stillstehen können.

Last but not least enthält jedes Gahler-Album genau einen Cover-Song: In der Neubearbeitung von Stevie Wonders Creepin‘ aus dem Jahr 1974 übernehmen Gahlers Keyboards und Hunters Posaune abwechselnd die Gesangsparts. Eine chillige Hommage an einen der wichtigsten Musiker der letzten 50 Jahre.

Mit „Electric Stories“ schließt sich nicht nur der Kreis zum Elektro-Jazz der 70er Jahre, sondern auch zu Sebastian Gahlers eigenem musikalischen Schaffen: Was mit der Konzertreihe „Funky Vibes“ im Düsseldorfer KIT seit über acht Jahren immer wieder live und in wechselnden Besetzungen erprobt wurde, wird im kommenden Herbst als perfekt abgemischtes und gemastertes Studioalbum (Vinyl / CD / Digital) in Gahlers Traumbesetzung erhältlich sein. Es ist die erste physische Veröffentlichung auf Gahlers eigenem Label „Jazz Kitchen Records“.

Text: Jazz Kitchen records

Titelliste

  1. Cruisin' (0816)
  2. Song For B.M.
  3. Finger Snap
  4. Moonwalker
  5. Meditation
  6. Face To Face
  7. Casino
  8. Rest
  9. Atlantis
  10. Say What?
  11. Creepin'

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