Thibault Florent - So-lo-lo #3 : Basa-basi

Thibault Florent - So-lo-lo #3 : Basa-basi

Thibault Florent
So-lo-lo #3 : Basa-basi

Erscheinungstermin: 11.10.2022
Label: Capsul Records, 2022

Thibault Florent - So-lo-lo #3 : Basa-basi - bei bandcamp kaufen

Thibault Florent - Präparierte und verstärkte 12-saitige Gitarre, verstärkte Percussions, Komposition

Basa-basi bedeutet in der indonesischen Sprache "Freundlichkeit" und "kleiner täglicher Austausch" und könnte mit "Plauderei" übersetzt werden.

Zwei Jahre nach So-lo-lo #2, das von den Klängen des Gamelan heimgesucht wurde, ist Thibault Florent wieder an der Arbeit, um 2020 ein neues Repertoire zu veröffentlichen, das ebenso zart und hypnotisierend ist.

Fernab von Palästen, Prozessionen und Zeremonien phantasiert Thibault Florent über eine alltägliche Musik, betörend und profan, ein einsames Kunsthandwerk und dennoch spirituell.
Eine Geste, ein Klang.

Wir werden uns die Augen reiben über diesen einsamen Kerl mit orchestralem Klang, der von Kopf bis Fuß damit beschäftigt ist, die Zwölfsaitige zu stricken, umgeben von der langen Resonanz der DIY-Gongs.

Oder wir schließen die Augen und lassen uns von einem Klangraum von unvergleichlicher Dichte gefangen nehmen, der zwischen ruhigem Plätschern und plötzlichen Flutwellen oszilliert.

Thibault Florent, geboren 1984 in Senlis (F), lernte zunächst klassisches Klavier, bevor er als Teenager begann, elektrische Gitarre zu spielen. Er schloss 2007 sein Studium der Jazzgitarre an der Nationalen Musikschule von Villeurbanne ab und begann eine Musikerkarriere in der Stadt Lyon (F).

Als junger Profi spielte Thibault in lokalen Bands wie The Very Big Experimental Toubifri Orchestra, wo er zum ersten Mal das Orchesterspiel entdeckte, sowie in der balinesischen Vokalgruppe Kecak. Er gründete und komponierte für Singe, ein Trio mit Elodie Pasquier (Klarinette) und Arnaud Laprêt (Schlagzeug).


Im Jahr 2011 begann Thibault mit seinem Soloprojekt So-lo-lo. Sein Interesse für Improvisation und präparierte Instrumente führte ihn nach Berlin (D), wo er Solokonzerte gab und mit lokalen Improvisatoren zusammenarbeitete. Sein erstes So-lo-lo-Album erschien 201 4 (Alambik Musik) und So-lo-lo #2 201 8 (Capsul Records).

Thibault ließ sich in Tours (F) nieder und trat dem Capsul Collectif bei, einem von der AACM in Chicago beeinflussten Musikerkollektiv.
Seit 201 5 spielt Thibault mit Mange Ferraille, einem kompromisslosen hypnotischen Noise-Rock-Trio. Die Musik wird gemeinsam mit Etienne Ziemniak (Schlagzeug) und Anthony Fleury (Bass) komponiert. Sie veröffentlichten ihr erstes Album 201 7 und das zweite, Erba Spontanea (A tant rêver du roi, Dur et Doux, Poutrage, Tendresse, Kerviniou Records) im Jahr 2020.
Im selben Jahr lernte er die französische Harfenistin und Sängerin Laura Perrudin kennen, mit der er zunächst im Duo und dann als Teil von Lauras Quintett Doksha auftrat, wobei er Lauras Lieder für präparierte Instrumente arrangierte.

Begeistert von hypnotischer Musik, Zyklen und metallischen Perkussionen, wächst Thibaults Interesse für das javanische und balinesische Gamelan von Jahr zu Jahr. Zum ersten Mal spielte er traditionelle javanische Stücke unter der Leitung von Dominique Billaud im Jahr 201 6. Im Winter 201 8-201 9 reiste er nach Indonesien und kam mit stundenlangen Feldaufnahmen zurück. Im Jahr 2020 schloss er sich Will Guthrie und dem Ensemble Nist-Nah an und tourte durch Westeuropa. Im selben Jahr wurde er Mitglied des balinesischen Gamelan Puspawarna (Nanterre, F) und spielte sowohl Kompositionen von Krishna Sutedja als auch Melodien aus dem Repertoire.

Auf der Suche nach den Verbindungen zwischen Gamelan und seinem Instrument schuf Thibault 2020 sein neues Solo-Repertoire mit dem Titel So- lo-lo #3 : Basa-basi.

Text: Capsul Records

jazz-fun.de meint:
Für mich ist dieses Album eine bedeutende Errungenschaft, die die stilistischen Grenzen nicht nur der improvisierten Musik erweitert. Das Klangmaterial des Albums ist kohärent, fast homogen. Klänge werden durch Stille getrennt und Stille wird durch Klänge unterbrochen. Die scheinbare Monotonie nimmt subtile Farben an und entfaltet vor uns Landschaften und Szenerien einer bizarren musikalischen Landschaft.

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