Tobie Medland’s The Aviary - The Aviary

Tobie Medland’s The Aviary - The Aviary
Tobie Medland’s The Aviary - The Aviary

Tobie Medland’s The Aviary
The Aviary

Erscheinungstermin: 07.07.2023
Label: Future Fable Records, 2023

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Tobie Medland - Violin, composition
Tom Smith - Clarinet
Sam Leak - Piano
Kit Massey - Violin
Helen Sanders-Hewitt - Viola
Shirley Smart - Cello
Bim Williams - Archtop guitar
Sol Grimshaw - Rhythm guitar
Marcus Penrose - Double Bass

Hätten sich Django Reinhardt, Dmitri Schostakowitsch und Claude Debussy zusammengetan, um ein Album zu schreiben, wäre das Ergebnis vielleicht nicht allzu weit von der Vision des Geigers Tobie Medland für The Aviary entfernt.

Bekannt für seine Arbeit in der Gypsy-Jazz-Szene - unter anderem als Gründer des Gypsy Jazz Festival of London - präsentiert Medland eine raffinierte, moderne, avantgardistische und genreübergreifende Interpretation eines Stils, der vor fast 100 Jahren zu großer Popularität gelangte.

Ursprünglich als Quartett gegründet, hat sich die Gruppe nach dem Erfolg ihres Debütalbums "Apparitions" zu einem der führenden Ensembles der britischen Jazzszene entwickelt. Mit Sam Leak am Klavier, Tom Smith an der Klarinette und einer Streichergruppe mit Kit Massey, Helen Sanders-Hewett und Shirley Smart ist der neue Sound des Ensembles reich, komplex und voller Wendungen.

Die Wurzeln des Ensembles liegen in einer zeitgenössischen Interpretation des Gypsy Jazz, die von klassischen Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Schostakowitsch, Debussy und Bartok sowie von Joe Pass, Django Rheinhardt und Joe Henderson beeinflusst ist. Atonalität, freie Improvisation und Düsternis mischen sich mit fröhlichen Melodien, treibenden Swing-Grooves und hellen Harmonien und bieten eine unbestreitbar frische Perspektive auf ein unterschätztes Genre.

Oberflächlich betrachtet ist das Projekt - wie das Artwork vermuten lässt - von einer fantastischen und farbenfrohen Welt seltener Vögel und den Persönlichkeiten und individuellen Geschichten dieser schrägen Vögel inspiriert. Wenn man jedoch tiefer eintaucht, entdeckt man einen willkommenen Hauch von Eskapismus, der aus einer wiederentdeckten Liebe zu abenteuerlichen Fahrradtouren aus der Covido-Ära und zur Vogelbeobachtung entstand und zur treibenden Kraft bei der Bewältigung der jüngsten Trauerfälle wurde.

The Aviary sind eine seltene Stimme im Vereinigten Königreich: Eigenwillige, schlagzeuglose Arrangements, treibende Rhythmen, schwebende Melodien und atonale Klanglandschaften unterstützen virtuose, aber geschmackvolle Gruppenimprovisationen und charaktervolle Auftritte. Das Quartett ist stets zukunftsorientiert und bietet einen frischen, unverwechselbaren, dunklen und unverkennbar modernen Sound.

Text: Future Fable Records

jazz-fun.de meint:
Das Album ist nicht so sehr eklektisch als vielmehr extrem gemischt, bunt könnte man sagen. Tobie Medland zeigt, dass hier nichts so einfach und eindeutig ist, wie es scheint, und dass jede der künstlerischen Haltungen, die er hier präsentiert, ihre ganz eigenen Punkte hat, an denen sie sich treffen können. Was hier verblüfft und fasziniert, ist die Art und Weise, wie der Künstler selbst wahrnimmt und komponiert. Ein großartiges, hörenswertes Album.

  1. The Aviary Part 1
  2. Murmuration
  3. Del Sasser
  4. Django
  5. The Aviary Parts 2 & 3

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