Tom Berkmann - Journey

Tom Berkmann - Journey
Tom Berkmann - Journey

Tom Berkmann
Journey

Erscheinungstermin: 01.12.2023
Label: Whirlwind Recordings, 2023

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jazz-fun`s recap:

Ein solides, klares Album von fünf Musikern, die den Jazz genauso lieben wie wir ihn hören! Es sind die Details, die den farbigen Charakter dieser Musik ausmachen, die am meisten faszinieren, und die großartigen Soloparts, die dieses Album zu einem ununterbrochenen Hörvergnügen machen.

Ben Kraef - tenor saxophone
Carl Morgan - guitar
Simon Seidl - piano
Tom Berkmann - bass
Fabian Rösch - drums

Tom Berkmann hat einen langen Weg hinter sich. In seinem Elternhaus in den bayerischen Alpen, wo das Läuten der Kirchenglocken und das Muhen der Kühe die lautesten Geräusche waren, entdeckte er durch die Rockplattensammlung seiner Schwester die Kraft der Musik: Jimi Hendrix, The Red Hot Chili Peppers und Nirvana. Improvisierte Musik und Kontrabass waren die Offenbarungen, die seine nächsten Entdeckungsreisen beflügelten - zunächst ans Richard-Strauss-Konservatorium in München, dann in den Norden ans Jazz-Institut in Berlin und schließlich über den Ozean nach New York an die Manhattan School Of Music. Seit seiner Rückkehr nach Berlin hat er als Mitglied der Band SCOPES zwei viel beachtete Alben veröffentlicht. Nun sind wir eingeladen, ihn auf Journey, seinem Debütalbum als Leader und Komponist, zu begleiten. Begleitet von einer erlesenen Crew Gleichgesinnter, die zu den schillerndsten Jungstars der aufstrebenden Berliner Szene gehören - Ben Kraef am Tenorsaxophon, Carl Morgan an der Gitarre, Simon Seidl am Piano und Schlagzeuger Fabian Rösch - hat sich Tom auf eine faszinierende musikalische Entdeckungsreise begeben, auf der er all das, was er auf seinem Weg gelernt hat, zu einem grandiosen Höhepunkt zusammenführt und sich auf eine neue Ebene wagt.

Die Musik zieht den Zuhörer sofort in ihren Bann, getragen von Berkmanns resonantem Basssound, der in seiner ganzen Darmsaitenpracht wunderbar eingefangen ist. Seine Kompositionen sind komplex und doch zugänglich, wobei er die Raffinesse seines Eintauchens in die Jazzszene mit seiner Liebe zum Volkslied verbindet. "Vom Genre her würde ich es als modernen Jazz bezeichnen, aber ich passe nicht wirklich in diese Schublade des zeitgenössischen Jazz - manchmal zu melodisch, zu groovig. Ich habe nicht darüber nachgedacht, ob es experimentell genug ist - es ist einfach die Musik, die sich für mich natürlich anfühlte, als ich sie schrieb.

Cedar", geschrieben, um einen Lieblingsstrand in New York heraufzubeschwören, hat eine fröhliche, tanzende Melodie, die wunderschöne lyrische Soli über einem erhebenden Puls aufbaut, wobei die Einfachheit der Melodie über die harmonische Raffinesse darunter hinwegtäuscht. Two Lemons" wird von Fabian Röschs unwiderstehlich entspanntem Backbeat angetrieben - "Ich liebe es, mit Fabian zu spielen - super swingend, aber er weiß auch, wie man groovt" - während das nachdenkliche, dunkle "Torn" dem Schlagzeuger die Chance gibt, sein Können und seine Vielseitigkeit in einem atemberaubenden Solo zu zeigen. Good Question" hat eine verträumte, verschlungene melodische Kontur, inspiriert von den einzigartigen Kompositionen Tom Jobims, die Ben Kraef und Carl Morgan als Ausgangspunkt für einen inspirierten Dialog nutzen. Sowohl "Turnover" als auch "Smalls Special" führen uns zurück in die knisternde Energie New Yorks - ersteres ein charismatischer Funk, "wie ein Blues-Tune mit einem Twist", letzteres eine Hommage an die legendäre Jazz-Bar, die mit wildem Swing beschworen wird. Es gibt auch eine persönliche Dimension: Das majestätische "Letters" beschreibt einen elegisch-bitter-süßen Abschied, und "Leighton" entführt uns nach Westaustralien und beschwört die unvergessliche Weite und das Licht der Region. Im Gegensatz dazu hat "To Each Their Own" die Direktheit eines Popsongs: etwas, das man auf einer langen Autofahrt auf das Kassettendeck legen könnte, mit einem erhebenden, singenden Solo des Pianisten Simon Seidl: "Ich wollte schon immer mit Simon aufnehmen - er ist mein ältester musikalischer Freund und er ist einfach fantastisch". Strings Attached' schließlich - über eine Beziehung oder einen Kontrabass? - nutzt seine von den Beatles inspirierte Songform als Sprungbrett für einige herzliche Statements der gesamten Band.

Journeys musikalischer Reisebericht führt uns tief in die Welt des Bassisten und Komponisten, in der all seine Einflüsse zu einem vielfältigen und doch kohärenten Ganzen verschmelzen, in dem singbare Melodien von tiefer Harmonie getragen werden und sorgfältig konzipierte Ideen sich frei zu inspirierten Soli einer wunderbar ausgewogenen Band von Mitreisenden entwickeln können. "Für mich ist Musik etwas für den Zuhörer - ich versuche nicht, eine Botschaft zu vermitteln: Einfach die Platte auflegen, träumen und die eigene Erfahrung machen".

Text: Whirlwind Recordings

  1. Cedar
  2. Two Lemons
  3. Torn
  4. Good Question
  5. Turnover
  6. Troubled Sleep
  7. Leighton
  8. Smalls Special
  9. Letter
  10. To Each Their Own
  11. Strings Attached

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