Trio Ivoire - Resurrection

Trio Ivoire - Resurrection - Album cover
Trio Ivoire - Resurrection

Trio Ivoire
Resurrection

Erscheinungstermin: 10.10.2025
Label: Intuition, 2025

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jazz-fun`s recap:

Ein magisches Zusammenspiel dreier Musiker, die sich blind verstehen. Aly Keïta, Hans Lüdemann und Christian Thomé bilden seit Jahren eines der faszinierendsten Trios der europäischen Jazzszene – und auf Resurrection zeigen sie einmal mehr, wie virtuos, fantasievoll und lebendig ihre Musik ist.

Jeder der drei ist ein Meister seines Instruments: Keïta entfacht auf dem Balafon ein rhythmisches Feuerwerk voller Leichtigkeit und Energie, Lüdemann lässt mit seinem charakteristischen, tranceartigen Klavierspiel ganze Klanglandschaften entstehen, und Thomé reagiert mit feinem Gespür, hält das Trio zusammen und treibt es zugleich immer wieder an.

Hier wird nichts vereinfacht, nichts dem Zufall überlassen – und doch klingt alles natürlich, offen und voller Spielfreude. Die Musik tanzt, atmet und erzählt Geschichten, in denen afrikanische Polyrhythmik, europäische Harmonik und improvisatorische Freiheit zu einem faszinierenden Ganzen verschmelzen.

Resurrection ist ein Album, das von der ersten Note an mitreißt – ein rauschendes Fest der Klangfarben, der Virtuosität und des gegenseitigen Verstehens.

(Jacek Brun, 14.10.2025)

Besetzung

Hans Lüdemann - piano, virtual piano
Aly Keïta - balaphon
Christian Thomé - drums, percussion

Trio Ivoire – Virtuosität und pure Lebensfreude

Ein Ensemble ohne Vorbild: Seit seiner Gründung im Jahr 1999 ist TRIO IVOIRE mit seiner einzigartigen Besetzung ein musikalisches Unikat. Die Verbindung aus europäischem Jazz, westafrikanischen Klangfarben und der Freiheit der Improvisation hat das Trio zu einer festen Größe auf internationalen Bühnen gemacht. Der Pianist Hans Lüdemann, der Balafon-Meister Aly Keita und der Schlagzeuger Christian Thomé schaffen eine Klangsprache, die sich frei über Traditionen und Kontinente erstreckt und eine unmittelbare, grenzenlose Kommunikation ermöglicht.

Nicht nur die Besetzung des Trios ist einzigartig, sondern auch die Musik, die ihre Spannung aus den Gegensätzen und weiten Entfernungen zwischen den persönlichen Wurzeln der Musiker zieht. Dies sind wohl auch die Gründe, warum das TRIO IVOIRE so einen langen Atem hat und die Zusammenarbeit bis heute spannend geblieben ist. Passend dazu präsentiert das Trio zum Jubiläum ein komplett neues Programm auf dem Album „Resurrection“, das im Oktober bei INTUITION erscheint.

Der Anfang: Musik als gemeinsame Sprache – das Trio Ivoire gibt es seit 25 Jahren! Wer hätte das kommen sehen, als der Pianist während einer Solo-Tournee des Goethe-Instituts durch Westafrika im Jahr 1999 in Abidjan (Elfenbeinküste) erstmals auf den Balafon-Virtuosen Aly Keita traf? Damals hat es gleich „gefunkt” und kurze Zeit danach gründeten sie das perkussive Trio, das ursprünglich mit Steve Argüelles am Schlagzeug spielte. Von 2007 bis 2012 war Chander Sardjoe der Schlagzeuger und seit 2013 ist es Christian Thomé.

Im TRIO IVOIRE treffen persönliche Wurzeln aus den Traditionen von Jazz, europäischer und afrikanischer Musik aufeinander. Diese können Gegensätze schaffen und Spannung erzeugen, aber auch miteinander verschmelzen. Die Verbindung des afrikanischen Balafons mit Klavier, Schlagzeug und Elektronik erzeugt einen einzigartigen, zeitgenössischen Sound. Dies hat weniger mit traditioneller Musik zu tun, sondern vielmehr damit, künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten in einer globalisierten Welt zu finden. So entsteht gemeinsam eine eigene Art von Musik jenseits der Klischees – ein lustvolles Spiel dreier außergewöhnlicher Musikerpersönlichkeiten zwischen Traditionen, Visionen und Experimenten.

In den folgenden Jahren entwickelte das Ensemble eine beeindruckende Bandbreite an Formationen und Kollaborationen, aus denen insgesamt sechs Alben hervorgingen. Zuletzt erschien im Jahr 2020 „Enchanted Forest”, bei dem das instrumentale Trio mit einem Gesangstrio bestehend aus den Sängerinnen Tamara Lukasheva, Simin Tander und Amanda Becker sowie den Musikerinnen Alexandra Grimal (Saxophon) und Lisa Wulff (Kontrabass) zusammenarbeitete. Im Laufe seiner Geschichte arbeitete TRIO IVOIRE mit zahlreichen hochkarätigen Gästen zusammen, darunter zu Beginn der gambische Koraspieler Tata Dindin, später die simbabwische Sängerin und Mbira-Spielerin Chiwoniso sowie die ivorische Sängerin Dobet Gnahoré. Im Jahr 2008 entstand im Auftrag des Institut Français in Djibouti das Projekt Tagra mit Musikerinnen und Musikern aus Ostafrika sowie dem kamerunischen Schlagzeuger Brice Wassy. Weitere prägende Begegnungen gab es unter anderem mit dem marokkanischen Perkussionisten Rhani Krija, dem malischen Koraspieler Ballaké Sissoko und dem deutschen Trompeter Reiner Winterschladen.

Mit „Resurrection“ kehrt das Trio Ivoire nun bewusst zur ursprünglichen Trio-Besetzung zurück. Nach 25 Jahren gemeinsamer Reise ist dieser Schritt ein künstlerischer Neuanfang, der von der Freiheit getragen ist, auf die unerschöpflichen Quellen der eigenen musikalischen Erfahrungen zurückzugreifen. Die neuen Kompositionen vereinen lyrische Tiefe, rhythmische Raffinesse und eine besondere Intensität, die nur aus langjähriger Vertrautheit entstehen kann. „Resurrection” ist jedoch kein nostalgischer Rückblick, sondern ein kraftvoller Blick nach vorn – eine Wiedergeburt, die die Essenz von Trio Ivoire in Reinform zeigt.

Auch nach einem Vierteljahrhundert bleibt das zentrale Geheimnis von Trio Ivoire unverändert: ein einzigartiges Klangbild, das sofort erkennbar ist, ein unerschöpfliches Reservoir diverser musikalischer Quellen und eine unmittelbar kommunikative Musizierweise. Eine Musizierweise, die ohne Worte auskommt und trotzdem Geschichten erzählt, die Menschen überall auf der Welt verstehen.

Text: Intuition

Titelliste

  1. Resurrection
  2. Wüsten-Maus
  3. Simple Song
  4. The Desire
  5. Turbulenzen
  6. Hommage A Ligeti
  7. Taumeln
  8. The Promise
  9. Flaschenpost
  10. Birthday With Oliver
  11. Vol Legér

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