Viktoria Søndergaard - Music of Secrets
Viktoria Søndergaard
Music of Secrets
Erscheinungstermin: 17.10.2025
Label: April Records, 2025
Was für ein außergewöhnliches, beinahe visionäres Album! Die dänische Vibrafonistin und Komponistin Viktoria Søndergaard erschafft auf Music of Secrets eine Klangwelt, die sich jeder herkömmlichen Einordnung entzieht. Statt in den vertrauten Bahnen von Jazz oder klassischer Musik zu bleiben, öffnet sie neue Räume, in denen Klang, Rhythmus und Stimme miteinander verschmelzen – zu etwas ganz Eigenem, Ungehörtem.
Diese Musik ist zugleich modern, poetisch und von faszinierender Transparenz. Das Vibrafon steht im Zentrum, doch die Stimmen der Musiker:innen – allen voran Elvira Skovsang – verweben sich mit den Instrumenten zu einer atmenden, lebendigen Textur. Hier ist der Rhythmus Teil der Melodie, das Klangbild schwebend und voller feiner Überraschungen.
Søndergaards Ensemble agiert mit intensiver Energie und einem fast kammermusikalischen Feingefühl füreinander. Alles greift ineinander: Song, Ballade, gesprochene Poesie und improvisierte Klangkunst bilden eine Einheit, die berührt und staunen lässt.
Music of Secrets ist ein mutiges, vielschichtiges Werk, das zeigt, wie grenzenlos Jazz im 21. Jahrhundert sein kann. Eine Entdeckung, die man sich nicht entgehen lassen sollte!
(Jacek Brun, 01.11.2025)
Besetzung
Viktoria Søndergaard - Vibraphone, Choir & Rap
Elvira Skovsang - Lead Vocals, Choir & Rap
Frederik Blæsild Vuust - Piano, Choir, Rap and Lead Vocals on “Her Absence”
Ida Duelund - Double Bass, Choir & Rap
Siv Øyunn - Drums, Choir & Rap
Wo Stimme und Vibrafon eins werden – Viktoria Søndergaards Klangpoesie
Das dänische Label April Records, führend in der Szene für frischen, zukunftsweisenden Jazz, präsentiert stolz das Debütalbum der preisgekrönten dänischen Vibraphonistin Viktoria Søndergaard.
Ihre Musik ist von vielfältigen Einflüssen aus Jazz, Kammermusik, Kabarett, Pop, Rap und Sukuma-inspirierten Grooves sowie den Hymnen und Melodien des traditionellen dänischen Liederbuchs Højskolesangbog geprägt. Sie basiert auf kollektivem Ausdruck und Verantwortung.
Der kühne, Grenzen überschreitende Sound des Albums basiert auf einem starken Gefühl der musikalischen Gemeinschaft sowie auf Søndergaards Wunsch, Spoken Word und Texte in ihre Musik zu integrieren, um ihre Gedanken und Gefühle über die Welt um sie herum auf einer tieferen, persönlicheren Ebene zu vermitteln.
Søndergaard komponierte mit Blick auf ihre vier Mitstreiter:innen und stellte sich vor, wie ihr Quintett jede Note spielte, während sie komponierte, sodass die Musik untrennbar mit ihrer Präsenz verbunden ist. Das Album vereint Spoken Word, Rap, Gesang, Schreie und Flüstern – ein gemeinsames Klanggewebe, das Freude, Staunen, Hinterfragen und Feiern zum Ausdruck bringt.
„Es ist eine Band, die auf Inspiration, Freude, Träumen und Liebe basiert”, sagt Viktoria. „Für mich ist eines der schönsten Dinge an der Kunst, dass wir eine Plattform haben, um etwas über die Gesellschaft und die Welt um uns herum zu sagen. Dieses Album ist ein Versuch, genau das zu tun.“
Die Musik schafft ein Gleichgewicht zwischen Wärme und Intimität einerseits sowie Spannung und Entdeckungslust andererseits. Reichhaltige instrumentale Texturen und weitläufige Klanglandschaften werden mit komplexen Gesangsarrangements verwoben: Ineinander verschlungene Stimmen bewegen sich zwischen beruhigenden, folkigen Harmonien und kantigen, avantgardistischen Ausdrucksformen. Das aufmerksame Zuhören und das intuitive Zusammenspiel des Quartetts sind durchweg spürbar. Es wechselt fließend von offenen, explorativen Passagen zu fest verschlossenen Grooves. Das Ergebnis ist ein Klang, der sich sowohl geerdet als auch suchend anfühlt – ein akustisches Gespräch, das die Zuhörer:innen in einen Raum der Verletzlichkeit, Neugier und Verbundenheit einlädt.
Mit ihrem funkelnden Ton, ihrer emotionalen Improvisation und ihrer raffinierten Beherrschung ihres Instruments gilt Viktoria als furchtlose Entdeckerin und mutige musikalische Stimme. Als Preisträgerin des Aarhus Jazz Talent Prize, des Tivoli Jazz Prize und des 2025 Carl Prize Honorary Award, der von Marilyn Mazur verliehen wird, schafft sie eine Balance zwischen abenteuerlichem Komponieren und kollektiver Kreativität einerseits sowie melodischer Unmittelbarkeit und emotionaler Kraft andererseits.
Titelliste
- Mor, Mor
- The Human Noise
- I Thought it was the Moon
- Benitez
- Her Absence
- Vi legede i marken
- Le Soleil le Pain et L’Âme
- It’s So Nice
- As Dots
- To Marilyn
jazz-fun`s recap:
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