Zwitschermaschine - System For Us

Zwitschermaschine - System For Us

Zwitschermaschine
System For Us

Erscheinungstermin: 30.09.2019
Label: WhyPlayJazz, 2019

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Mark Weschenfelder - alto saxophone, clarinet
Paul Berberich - flute
Vincent Bababoutilabo - flute, alto flute
Adrian Kleinlosen - trombone
Joachim Wespel - guitar
Andris Meinig - double bass
Florian Lauer - drums

Das Debütalbum von Mark Weschenfelders Zwitschermaschine hat einen vollkommen eigenständigen Charakter. Krautrock, Psychedelisches, Ambient, Groove und Post-M-Base schimmern durch. Doch es bleibt etwas unverwechselbar Eigenes im losgehenden Fluss der Ereignisse. Man hört etwas Fremdes, doch während man das tut, wird es immer vertrauter.

Auch die frei improvisierte Musik hat ihre Klischees, doch Mark Weschenfelder umgeht sie. Seine Septettmusik besticht mit Drive und geheimnisvollen Klangarchitekturen, die sich beim Hörer einfräsen. Weschenfelders Zwitschermaschine hat etwas Treibendes. Das meiste an dieser vertrackt eingängigen Musik ist notiert. Für ihre Entfaltung braucht dieser Melange aus Jazz, Progressivem Rock und Neuer Musik mit ihren Differentialtönen immense interpretatorische Genauigkeit. Doch bewahren die Stücke bei aller Disziplin Spontaneität und Frische. Viele kleine Reibeflächen sorgen dafür, dass diese Musik nichts Steriles hat.

„System for Us“ bündelt sieben Individualisten in einem großen, kompakten und gemeinsamen Klang, kleine Solos inklusive. Anklänge an Steve Lehman, Henry Threadgill oder Steve Coleman scheinen auf, doch haben Weschenfelders Stücke nichts Epigonales. Der Titel mischt die Buchstaben der Komposition „Four Systems“ des Amerikaners Earle Brown anders und illustriert die Nähe zur Neuen Ernsten Musik. Doch bleiben Sinnlichkeit und Emotionalität des Jazz, wenn der Komponist hier Sprache vermittels des internationalen Morsealphabets auf Musik überträgt und Taktstrukturen aus kurzen und langen Morsetönen entstehen lässt. Das Resultat ist etwas verblüffend Neues, ist intensiv, druckvoll und nicht nur der originellen Instrumentierung wegen so innovativ. Diese Musik fasziniert, weil sie sich so wohltuend unverkopft und ungeschwätzig entfaltet.

Text: WhyPlayJazz

Konzerte 2019:

  • 07.11.2019 - Berlin, DE @ Donau 115
  • 08.11.2019 - Leipzig, DE @ LeipJAZZig Festival/Theaterhaus Schille
  • 09.11.2019 - Stralsund, DE @ Spielkartenfabrik

Konzerte 2020:

  • 27.02.2020 - Leipzig, DE @ naTo
  • 28.02.2020 - Pohrsdorf, DE @ Saxstall
  • 29.02.2020 - Neukirchen-Vluyn, DE @ Biobäckerei Schomaker
  • 01.03.2020 - Moers-Meerbeck, DE @ Barbara Kirche
  • 02.03.2020 - Duisburg, DE @ Lokal Harmonie
  • 03.03.2020 - Weeze, DE @ Atelier Hachmann
  1. Miniatur
  2. Zustaende
  3. Unisono I, II, III
  4. kein unisono (Intro)
  5. kein unisono
  6. the daX
  7. Hocket

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