Avishai Cohen (Trumpet) - Big Vicious

Avishai Cohen (Trumpet) - Big Vicious

Avishai Cohen (Trumpet)
Big Vicious

Erscheinungstermin: 27.03.2020
Label: ECM, 2019

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Big Vicious sind:
Avishai Cohen - Trompete, Effekte, Synthesizer
Uzi Ramirez - Gitarre
Jonathan Albalak - Gitarre, Bassgitarre
Aviv Cohen - Schlagzeug
Ziv Ravitz - Schlagzeug, live sampling

Der charismatische Trompeter Avishai Cohen gründete vor sechs Jahren seine mitreißende Band Big Vicious, nachdem er von den USA zurück in seine Heimat Israel gezogen war, um dort Mitspieler zusammenzutrommeln, mit ihnen eine von Grund auf neue Musik zu gestalten, und um gemeinsam das Material dafür zu verfassen. "This Time It's Different", der Titel eines der neuen Stücke, könnte als Motto für das Projekt dienen.

"Wir kommen alle vom Jazz, aber einige von uns haben ihn früher verlassen", fasst Avishai die stilistische Reichweite seiner Mitstreiter zusammen. "Jeder bringt seinen Hintergrund ein, und das wird Teil des Klangs der Band." Texturen aus Electronica, Ambient-Musik und Psychedelia sind Teil der Mischung, ebenso wie Grooves und Beats aus Rock, Pop, Trip-Hop und mehr. Ziv Ravitz: "In der Kombination von allem ist dies eine magische Gruppe. Sie ist etwas ganz Besonderes, denn man würde erwarten, dass sie explodiert, mit totaler Dramatik. Aber die Musik geht eher in die Tiefe und sehr melodisch."

Die Kompositionsarbeiten für das Album fanden im Studio des Tel Aviver Musiker-Produzenten Yuvi Havkin – auch bekannt als Rejoicer – statt, der an drei Stücken des Big Vicious-Debüts mitgewirkt hat. Dieser gemeinsame Kreativ-Ansatz war neu für Avishai Cohen, der zuvor noch nicht mit anderen Musikern zusammen komponiert hatte. "Es hat einen großen Unterschied gemacht, dass alle am Kompositionsprozess beteiligt waren. Es gab viele Diskussionen darüber, wie wir die Musik haben wollten und wie sie klingen sollte. Rejoicer war auch ein Teil des Prozesses, wenn jeder seine Ideen einbrachte. Die indische Tonleiter, die der Melodie ‘Fractals’ zugrunde liegt, stammt von ihm, und auch ‘Teno Neno’ geht auf einen Kommentar von ihm zurück. Er war in der ganzen Phase, in der wir schrieben, bei uns."

Eine weit reichende Offenheit für Coverversionen gehört ebenfalls zur Big Vicious-Vision. "Wir spielten zu Beginn einige Coverversionen. Vor allem Musik aus den 1990er Jahren, weil das bei unserer Generation nachklingt, die Dinge, die wir in der Schule gehört haben. Aber 'Teardrop' von Massive Attack ist eine Musik, von der wir nie müde werden. Es ist ein Stück, in dem man für immer bleiben kann - jedes Element darin ist so vollständig und gleichzeitig so einfach.” In der Big Vicious-Version übernimmt die Trompete die Rolle des Leadsängers. Dies ist Teil der stilistischen Identität der Gruppe, die auch in ihren eigenen Stücken erforscht wird. Avishai sagt: "In dieser Band geht es nicht wirklich um die Soli. Das ist hier nicht das Ziel oder die Ästhetik. Es geht wirklich darum, wie man einen Song erschafft, auch wenn niemand singt. Das ist der Unterschied zu meinen anderen musikalischen Aktivitäten."

Der Studioarbeit ging eine intensive Auswertung von Live-Aufnahmen voraus. Ziv Ravitz: "In Jazz-Bands macht man das nicht wirklich. Man spielt das Konzert, und was immer passiert ist, ist passiert. Aber wir setzten uns gemeinsam in den Bandbus und hörten uns jede Show mehrmals an. Wir sagten: ‘Lasst uns diesen Teil noch einmal verbessern, lasst uns das noch einmal anschauen...’. "Es war, als würde man jeden Abend Fußballspiele analysieren", sagt Avishai. "Es war großartig. Die Musik fein abstimmen, die Stücke heranzoomen, kleine Details finden, die verbessert werden können."

Wenn dies "eher eine Pop-Mentalität" widerspiegelt, wie Ziv Ravitz andeutet, dann war die Aufnahme in den Studios La Buissonne in Südfrankreich, bei der Manfred Eicher produzierte, wiederum eher charakteristisch für einen improvisatorischen Ansatz. Avishai: "Wir mögen zuvor monatelang an der Musik gearbeitet haben, aber schließlich ist die Stimmung auf dem Album unsere Stimmung an diesen drei Aufnahmetagen. Darum fühlt es sich immer noch wie Jazz an."

Jonathan Albalak: "Manfreds Beitrag hat viel verändert. Wenn er etwas sagte, konnte es das Wesen eines Stücks verändern, das wir zwei Jahre lang gespielt hatten, und wir konnten eine neue Atmosphäre darin entdecken. “

Avishai: "Wir haben ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis. Er vertraut mir, dass ich das Richtige einbringe, und ich vertraue darauf, dass er in unser Konzept mit eintaucht, und die einzige Frage ist: Was bringt die Musik zum Klingen?”

Text: ECM

  1. Honey Fountain
  2. Hidden Chamber
  3. King Kutner
  4. Moonlight Sonata
  5. Fractals
  6. Teardrop
  7. The Things You Tell Me
  8. This Time It's Different
  9. Teno Neno
  10. The Cow & The Calf
  11. Intent

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