Céline Bonacina

Céline Bonacina, Photo: Nathalie-Lady Millions
Céline Bonacina, Photo: Nathalie-Lady Millions

Biographie

Celine Bonacina ist eine französische Baritonsaxofonistin.

Studiert hat Celine Bonacina in Belfort, Besancon und Paris. Schon früh gewann sie zahlreiche Preise für klassisches Saxofon. In Pariser Big Bands sammelte sie erste, wichtige Erfahrungen im Jazz. Sie spielte mit Künstlern wie dem kubanischen Pianisten Omar Sosa und dem Saxofonisten Andy Sheppard. Ihr Debütalbum Vue d’en Haut wurde von der französischen Jazzpresse begeistert aufgenommen. So schrieb das Jazz Magazine : „Celine Bonacinas Spiel weckt Assoziationen zu Musikern wie Steve Lacy oder Wayne Shorter. “ Der Erfolg des Albums brachte Celine Bonacina auf zahlreiche namhafte französische Jazzfestivals. Eines der renommiertesten davon, Jazz a Vienne, wählte sie im Jahr 2009 zum Sieger der festivaleigenen Jazz Competition - Festivalauftritt im Jahr 2010 und Produktion des neuen Albums Way of Life inklusive.

"Ich konnte nicht aufhören, die Vitalität und Schönheit ihrer Musik zu bewundern und in ihr immer wieder neue Vielfalt und außergewöhnlichen Ausdruck zu entdecken“, sagt Nguyen Le begeistert von Celine Bonacina. „In dieser jungen Frau stecken der Wille und der Drang, Grenzen zu durchbrechen und sich von der Masse abzuheben. Dies brachte sie auch dazu, sich für ein solch gewaltiges Instrument wie das Baritonsaxofon zu entscheiden, mit dem sie die meisten Stücke auf dem Album spielt. Während unserer Arbeit lernte ich immer neue Facetten ihrer künstlerischen Persönlichkeit kennen. Was für ein Kontrast zwischen Celines graziler Erscheinung, ihrer sanftmütigen, spirituellen und zugleich schelmischen Art und dem Feuer, das in jeder ihrer Töne brennt.“

Mit enormer Komplexität zu spielen, aber gleichzeitig stets die "Erdung" in einem starken Groove mit packenden, fast tanzbaren Rhythmen zu behalten – das macht die Anziehungskraft und Emotionalität der Musik auf Way of Life aus. Diese musikalische Fähigkeit erlangte Céline Bonacina besonders während ihres siebenjährigen Aufenthalts auf dem zu Frankreich gehörenden, im Indischen Ozean liegenden „Reunion Island“ und dem Kontakt mit der Musik dieser Region. Treibender Funk in "Wake Up", Afrobeat-Anklänge in "Ekena" und federnder Dub und Reggae auf "Course pour Suite" geben die Gangart des Albums vor. Dazu gesellen sich unbändige Spielfreude und Energie - eine in Zeiten schleichender Melancholisierung des Jazz erfrischende Entsagung von falsch verstandenem Understatement.

Starke musikalische Charaktere komplementieren Celine Bonacinas Trio : Der aus Madagaskar stammende Schlagzeuger Hary Ratsimbazafy liefert einen unwiderstehlichen Puls, mal elegant, mal kraftvoll. Dieser verbindet sich nahtlos mit dem E-Bass von Nicolas Garnier, der der Musik einen Touch von klassischem Rock und Fusion verleiht. Auf vier Stücken wird das Power-Trio durch Nguyen Le an der E-Gitarre verstärkt, der sich hier, nach eher leisen, weltmusikalischen Klängen auf seinem letzten Album Saiyuki (ACT 9483-2), wieder von seiner kraftvollen Seite zeigt, aber zugleich immer wieder feine und unerwartete, schillernde Nuancen in die Musik einbringt.

Ausgewählte Diskographie

Links

Céline Bonacina Internetseite:
http://www.celine-bonacina.com/

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