Connie Han - Iron Starlet

Connie Han - Iron Starlet

Connie Han
Iron Starlet

Erscheinungstermin: 12.06.2020
Label: Mack Avenue, 2019

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Connie Han – piano
Ivan Taylor – bass
Bill Wysaske – drums
Walter Smith III – sax
Jeremy Pelt – trumpet

Einige Titel im Detail:

Somewhere Over the Rainbow zwischen Swing & Walking Bass

Dark Chambers
Ein Quintett mit Sax und Trompete vervollständigt das Piano-Trio. Markante Bläsersätze legen vor, ein swingendes Piano legt nach. Die treibende Spielweise der Rhythmusgruppe tut ihr Übriges: agil, bewegt, vorpreschend, antreibend. Wilde Anschläge des Pianos fetzen, dann übernimmt die Trompete solistisch, kurz darauf bindet das Sax solistische Schleifen in guter Bebop-Manier ins Thema. Dann beenden die Bläser unisono den dramatischen Titel.

Boy Toy
Das Altsaxofon legt sogleich los: spritzig, agil, packend. Derart entströmen die Sequenzen dem Instrument. Nicht für lange, denn die Lady am Piano setzt ihre eigenen Akzente. Auch hier gibt es nur kurze Tonfolgen, weil bald der Stab des Solo-Spielens wieder dem Man am Alt gehört. Derweilen liefern die Jungs von Bass und Drums präzises Timing, vermitteln souverän zwischen Rhythmus und Harmoniegestaltung.

Klassischer Swing

Mr. Dominator
Auch hier ist Swing der vorherrschende Stil. Ein klassisches Piano-Trio erobert souverän den Raum. Ein Thema, das sich zum Glänzen für das Solo-Piano trefflich eignet. Betonte mit unbetonten Takten ausgeglichen kombinierend schaffen Bass und Drums die Vorlage für die Pianistin, die dies gut zu nutzen weiß. Lässig gesetzte Akkorde und perlende, akzentuierte Läufe machen den Titel rund – unkomplizierte swingende Musik, die es leicht hat zu gefallen.

Balladen
The Forsaken
Das Piano führt ein ins Thema. Verhaltener Auftakt, der Titel entwickelt sich zur Ballade. Stimmführung und das unbedingt erforderliche Geschichtenerzählen obliegen hier den Figuren und Handlungen des Pianos. Lyrische Klänge gehen Hand in Hand mit stärker akzentuierten Anschlägen. Wie auch immer, das Spiel von Connie Han beinhaltet einen packenden Groove. Gleichermaßen tönt auch das nachfolgende Solo des Basses.

Auch der Captain Song´s kann als wohltönende Ballade eines Quartetts überzeugen. Das Erzählen der Story übernimmt die Trompete, die in ruhige Landschaften entführt. Das musikalisch souverän gewandert werden kann, ist dem virtuosen Zusammenspiel zwischen Bass, Drums und Piano geschuldet.

E-Sound, Fusion, Funk

Nova
Schon vom ersten Ton sind alle voll da: die Pianistin bearbeitet leicht stakkatohaft ihr E-Piano, der Drummer schlägt akzentuiert mit federndem Beat, die Bläser schmücken das raffinierte Arrangement unisono aus. Den Rest erledigt der singende Bass von Ivan Taylor im Handumdrehen. Eine leichte Brise Funk weht durchs Thema.

Die Trompete von Jeremy Pelt macht weiter, führt das Thema dezent ins Balladeske mit warmtönenden Sequenzen. Analog bläst das Alt seine luftigen Schleifen in die Komposition. Jetzt ist es das Keyboard von Connie Han, das den Faden der Geschichte weiterspinnt. Perlende Kaskaden in den Klangfarben eines Elektro-Sounds in der Tradition von Herbie Hancock und Chick Corea lassen sich nicht verbergen, wollen das wohl auch nicht. Unisono überlassen dann Holz und Blech die schöne Melodie der Luft, die diese Ballade verweht ...

Hello to the Wind
Ein Elektro-Sound des Keyboards legt die Basis für den Klangteppich, der mit dem Wind reisen soll. Die Melodie zum Starten darf dann das Saxofon von Walter Smith III kundtun. Dann gesellt sich zum Sax das Blech der Trompete, um sanft, aber kraftvoll den Klangteppich zum Fliegen zu bringen. Das Thema wiederholt sich, variiert, der „Teppich“ kommt zum Fliegen. Als Steuerfrau hat Connie Han das Ruder fest im Griff ihrer Tasten. Das Sax tritt in einen Wettstreit mit dem E-Piano, wessen Soli schöner durch die Landschaft fliegen kann. Die Mitwirkenden von Bass und Drums erzeugen diesen rhythmisch dynamischen Sound, so dass die Reise unbeschwert gelingt – Magic Carpet Raid.

Text: Cosmo Scharmer

  1. Iron Starlet
  2. Nova
  3. Mr. Dominator
  4. For the O.G.
  5. Hello to the Wind
  6. Detour Ahead
  7. Captain’s Song
  8. Boy Toy
  9. The Forsaken
  10. Dark Chambers

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