Enrico Pieranunzi Trio Blues & Bach - The Music of John Lewis

Enrico Pieranunzi Trio Blues & Bach - The Music of John Lewis

Enrico Pieranunzi Trio
Blues & Bach - The Music of John Lewis

Erscheinungstermin: 13.01.2023
Label: Challenge Records, 2021

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Mauro Beggio - Drums
Enrico Pieranunzi - Piano
Luca Bulgarelli - Double bass

Orchestra Filarmonica Italiana
Arrangiert und dirigiert von Michele Corcella

Klassik/Pop, Rock/Klassik, Klassik/Jazz, Fusion: Die Liste der möglichen Kreuzungen kann sehr lang werden. Allen diesen Verbindungen gemeinsam ist der Wunsch, zwei oder mehr verschiedene Sprachen zu vermischen. Es ist ein bisschen so, als würde man eine chemische Reaktion auslösen, deren Ergebnis nichts mehr mit den ursprünglichen Bestandteilen der Reaktion selbst zu tun hat. Auf dem speziellen Gebiet des Crossover zwischen Jazz und klassischer Musik waren die 1920er Jahre entscheidend. Sie haben uns eines der ersten, absolut außergewöhnlichen Werke dieses Genres beschert: die berühmte "Rhapsody in Blue". In diesem Meisterwerk erzielte Gershwin außergewöhnliche Ergebnisse, da er Elemente der amerikanischen Populärmusik, insbesondere des Blues, mit anderen, für die europäische klassische Tradition typischen Elementen verschmolz.

John Lewis bewegte sich in dieselbe Richtung wie Gershwin, jedoch mit einer ganz anderen Vision und Erfahrung. Lewis war in der Tat ein hervorragender Jazzpianist (man denke nur an seine Zusammenarbeit mit Charlie Parker und Miles Davis), während Gershwin, der ebenfalls ein phänomenaler Pianist war und den Jazz seiner Zeit sehr gut kannte, streng genommen nie ein Vollzeit-Jazzpianist war. Vor allem aber war Lewis nicht nur ein großartiger Jazzer, sondern auch tief in die Musik Bachs verliebt und machte von den ersten Jahren seiner Karriere an die Verbindung von Blues und Bach zum Banner seines künstlerischen Lebens. Das Modern Jazz Quartet, das er 1952 gründete und das fast ein halbes Jahrhundert lang zu den gefeiertsten Gruppen der internationalen Jazzszene gehörte, war das unverwechselbare Vehikel seiner musikalischen Konzeption und die eigentliche Werkstatt seines höchst originellen Crossovers.

Diesem musikalischen Konzept und der kompositorischen Kunst von John Lewis möchte "Blues and Bach" nun, etwas mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem Tod, Tribut zollen. Seine Stücke wurden für diesen Anlass überarbeitet und mit einem Ensemble instrumentiert, das in gewisser Weise selbst ein Crossover innerhalb eines Crossovers ist (Jazztrio plus Streichquintett und Holzbläserquintett).

Abschließend möchten wir anmerken, dass "Blues und Bach" eine Art musikalische Dokumentation unserer beiden musikalischen Biografien ist. Denn die Begegnung mit Blues und Bach war für uns beide eine grundlegende Erfahrung, und es ist gerade John Lewis' Traum, zwei so weit voneinander entfernte musikalische Welten miteinander zu verschmelzen, zu verdanken, dass diese Erfahrungen hier glücklich zusammengeführt werden konnten.

Text: Enrico Pieranunzi & Michele Corcella

jazz-fun.de meint:
Die Leistungen sind sensationell. Enrico Pieranunzis hervorragendes Spiel ist nicht nur von John Lewis' Klavierspiel inspiriert, sondern vor allem von ihm selbst. Michele Corcellas Arrangements bestechen durch ihre Bescheidenheit, ihren Einfallsreichtum und ihre Sensibilität für die Bedeutung von Rhythmus und Melodie. Ein schönes und bewegendes Album.

  1. Skating in Central Park
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  3. Vendome
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