Beste Jazz-Alben 2023
2023 zeigte einmal mehr, wie grenzenlos Jazz gedacht werden kann. Zwischen kammermusikalischer Reduktion, globalen Einflüssen und experimentellen Klangkonzepten entstanden Alben, die weit über Genredefinitionen hinausweisen.
In dieser Jahresliste finden sich die Veröffentlichungen, die uns nachhaltig beeindruckt haben – sei es durch kompositorische Tiefe, improvisatorische Kraft oder eine besondere klangliche Atmosphäre. Eine Momentaufnahme eines facettenreichen Jazzjahres.
Hyperreal ist das hypnotisierende neue Album und Projekt des gefeierten finnischen Pianisten, das fesselnde und komplexe Klanglandschaften mit Verneri Pohjolas schillernden, gefühlvollen und ergreifenden Trompetenmelodien und Robert Ikiz' tiefem Drive und unwiderstehlichen Grooves verbindet.
Mit jedem Ton, mit jeder Phrase steht der Instrumentalist vor der Wahl: Wird der Klang zum Gebet oder zum Schlachtruf? Wird er beruhigen oder erschrecken oder beides zugleich? Oder, wie es heißt: “Wird der Klang eine Umarmung? Oder eine scharfe Klinge?”
Das dänische Quintett "Andorra" verkörpert den Schmelztiegel des Jazz - vom melancholischen Sound des skandinavischen Jazz bis hin zu cineastischen Synthesizer-Texturen und treibenden programmierten Drumcomputern.
In diesem Album verarbeitet Jazzsängerin Anna Margolina ihre Ankunft in Berlin vor 30 Jahren - es geht um Ausgrenzung und die Suche nach Identität, Einsamkeit und Menschlichkeit, die Beziehung zu ihrer Vergangenheit in Minsk und die Liebe zu Berlin.
Mit Oracle legt der Saxophonist Anton Mangold sein nun viertes Album vor. Sein schon länger bestehendes Quartett (mit Bastian Jütte - Drums, Theodor Spannagel - Bass und Felix Schneider - Piano) hat er für dieses Projekt mit Roland Neffe (Vibraphon), Yumi Ito (Vocals) und Zhihan Xu (Gitarre) zum Septett erweitert.
Der Duft der Kindheit. Das tröstliche Gutenachtlied der Eltern. Der erste Kuss. Wie großartig wäre es, könnte man die magischen Eindrücke des noch jungen Lebens für immer konservieren! Nicht in Form eines entfärbten Schnappschusses, sondern in seiner ganzen emotionalen Essenz. Gewissermaßen als „Explosion im Herzen“, wie es im Text des DireStraits-Songs „Romeo & Juliet“ heißt.
Der in Kapstadt, Südafrika, lebende Schlagzeuger Asher Gamedze lotet auf seinem neuen Album Turbulence and Pulse die Verbindungen der Zeit zwischen Musik und Geschichte aus.
Es ist das zwanzigste Album des in Israel lebenden Komponisten und Interpreten Cohen, aber erst das dritte Projekt von Rodriguez, der sich selbst als Nuyoricaner, Santeria-Kenner und Doowop-Batarumba-König bezeichnet, obwohl er seit Jahrzehnten seine Geheimsoße zu den besten Latin-New-York-Aufnahmen beisteuert.
Für seine dritte Veröffentlichung bei Mack Avenue Records versammelt der 5-fache GRAMMY® Award Gewinner Billy Childs ein All-Star-Quartett.
Tyler Gilmore alias BlankFor.ms ist ein hoch angesehener und einzigartiger Künstler, der für seine reich strukturierte, gefühlsbetonte Musik bekannt ist, die er aus seiner seltenen Sammlung von Tonbändern, analogen Synthesizern und einem alten Spinett-Klavier kreiert.
„Your Mother Should Know: Brad Mehldau Plays The Beatles“, Brad Mehldaus neues Live-Soloalbum umfasst neun Interpretationen von John Lennon & Paul McCartney-Songs, sowie seine Neudeutung eines Stücks von George Harrison. Obschon eine Auswahl an Beatles-Songs bereits seit Jahren zum Programm von Mehldau-Solo- und Trio-Konzerten zählt, spielte er bislang keins der „Your Mother Should Know“-Stücke ein.
Mit der Veröffentlichung ihres berauschenden zweiten Albums Prime und sieben Jahren Bandgeschichte sind Christian McBrides New Jawn gar nicht mehr so neu. Doch das würde man bei den spannungsgeladenen Klängen, die sie gemeinsam kreieren, nicht vermuten, und so passt der Name immer noch.
Der Sound von Daniel Stelters sechstem Album Pocket Full of Tales vereint Elektrik und Akustik zu vielschichtigen Soundwelten. Dabei rekurriert der Titel selbst auf eine Textzeile des souligen Features Laith Al Deens auf Stelters vorangegangenem Album Begegnungen.
Donny McCaslin ist ein visionärer Künstler, Saxophonist und Komponist, der mit seinem neuen Album I Want More die Grenzen der Jazzmusik erweitert. Diese Sammlung von Instrumentalstücken entfernt sich vom konventionellen Klang eines Jazzalbums und sprengt die Erwartungen an den Klang des Saxophons.
Vor einigen Jahren begann sich eine sehr interessante Beziehung zu entwickeln. Aus den Veröffentlichungen von Jaubi bei Astigmatic Records und der immer häufigeren Zusammenarbeit zwischen Musikern aus Europa und Asien wurde eine Brücke geschlagen – aus Latarniks Reise nach Pakistan, aus der das viel gelobte Album Nafs at Peace entstand, und Zohaibs, Dhanis und Alis erneuter Reise nach Polen, die schließlich in dem Album In Search of a Better Tomorrow münden sollte.
Efrat Alony, die vielfach ausgezeichnete Sängerin, Komponistin und Produzentin (2022 „Deutscher Jazzpreis“ für das beste Vokalalbum), veröffentlicht bei dem renommierten New Yorker Label DOT TIME RECORDS, koproduziert vom Schweizer Radio ihr neues, spektakuläres Album „Händel Fast Forward“. Dem Jazz verfallen, war Efrat Alony von jeher eingenommen und fasziniert von Georg Friedrich Händels tänzerischem Rhythmus seines „baroque drum“.
Keine Frage: Mit gerade einmal 21 Jahren ist die Saxofonistin Emma Rawicz aktuell „talk of the town“ der britischen Jazz-Szene, die aktuell zu den interessantesten der Welt gehört. Im Alleingang buchte sie eine knapp 20 Städte umfassende UK-Tour, spielte auf zahlreichen britischen und internationalen Festivals, war Headliner im Londoner „Ronnie Scott’s“ und gründete ihre eigene Bigband.
Klassik/Pop, Rock/Klassik, Klassik/Jazz, Fusion: Die Liste der möglichen Kreuzungen kann sehr lang werden. Allen diesen Verbindungen gemeinsam ist der Wunsch, zwei oder mehr verschiedene Sprachen zu vermischen. Es ist ein bisschen so, als würde man eine chemische Reaktion auslösen, deren Ergebnis nichts mehr mit den ursprünglichen Bestandteilen der Reaktion selbst zu tun hat.
Das Quartett um den Gitarristen und Komponisten Andreas Brunn hat für sein neues Album „The Passing on of the Fire“ die Besetzung erweitert - und mit Zouiten einen Gastmusiker ins Studio eingeladen, mit dem die Band seit Jahren freundschaftlich verbunden ist.
Lilac for People sind ein Oktett unter der Leitung der Sängerin und Komponistin Francesca Gaza. Das 2016 gegründete Ensemble mit Jacopo Fagioli an der Trompete, Francesco Panconesi am Tenorsaxophon, Federico D’Angelo am Baritonsaxophon, Luca Sguera am Klavier, Lorenzo Pellegrini an der Gitarre, Alessandro Mazzieri am E-Bass und Mattia Galeotti am Schlagzeug ist.
Seit 10 Jahren spielt Frederik Kösters Band Die Verwandlung zusammen, mit jedem Album überraschen die vielfach ausgezeichneten Musiker (diverse Jazz-Echos, Neuer Deutscher Jazzpreis, WDR-Jazzpreis) durch neue Klangvariationen. 2018 verblüffte das Quartett mit der spektakulären Orchester-Produktion Homeward Bound Suite, 2020 präsentierte es auf Golden Age individuelle Fusionen von akustischer Virtuosität und kluger Elektro-Ästhetik.
Fredi Gebhardt ist zweifelsohne eines der aufstrebenden jungen Talente des Gypsyswings. Mit seinem neuen Album Onset veröffentlicht er erstmalig unter seinem Namen ein Soloalbum und bringt damit frischen Wind in die Szene.
Kurt Rosenwinkel & Geri Allen haben hier eine erstaunliche Atmosphäre geschaffen - subtil, voller Farben und musikalischem Raum. Ein Duo-Album für Klavier und Gitarre ist nicht alltäglich. Umso bemerkenswerter ist es, dass es hier von zwei wunderbaren Instrumentalisten, Komponisten und Improvisatoren gespielt wird. Man sollte es sich anhören und am besten in die eigene Bibliothek stellen.
Als die Saxophonistin und Komponistin Ingrid Laubrock ihr beeindruckendes neues Album The Last Quiet Place nannte, war sie sich bewusst, dass es diesen Ort vielleicht gar nicht gibt.
Benannt nach dem Grateful Dead-Song, der dieses Doppelalbum beschließt, zeigt Uncle John's Band den Meistergitarristen John Scofield in seiner freiesten Form. Sein Trio mit Vicente Archer und Bill Stewart verfügt über ein breites Repertoire, das von Dylans "Mr. Tambourine Man" bis zu Neil Youngs "Old Man", von Leonard Bernsteins "Somewhere" bis zu Miles Davis' "Birth of the Cool"-Klassiker "Budo" reicht.
1984 war ich mit John McLaughlin auf Tournee, zuerst mit Mahavishnu, wir hatten eine Show in New York, wo ich von Michael Shrieve dem Produzenten Bill Laswell vorgestellt wurde. Er (Bill) spielte mir eine Aufnahme vor, die er gerade mit Ginger Baker gemacht hatte. Ich war fasziniert und beeindruckt von dem Schlagzeugspiel und fragte Bill, ob ich Gingers Kontaktinformationen haben könnte.
Vom ersten Ton an spürt man Pietrzkos unbändigen Mitteilungsdrang. Sie braucht kein langes Intro, um sich vorzustellen oder ihre Aussagen anzubahnen. Spielerischer Minimalismus ist nicht ihr Ding. Und doch ist kein einziger Ton, den sie zu Gehör bringt, verschenkt.
Der griechische Bassist Kostas Patsiotis, der auf über 100 Veröffentlichungen in verschiedenen Musikstilen zurückblicken kann, für Film und Fernsehen aufgenommen hat und mit Künstlern wie Chris Cornell (Soundgarden, Audioslave), der algerischen Pianistenlegende Maurice El Medioni und der New Yorker Stepptänzerin Heather Cornell auf der Bühne stand, hat sich in den letzten zehn Jahren in Athen als aktives Mitglied der Jazzszene und leidenschaftlicher Pädagoge etabliert.
Die Lazarev Project Group meldet sich mit einem fantastischen Studioalbum zurück: Auf GROOVE JOURNEY spielen 14 Musikerinnen und Musiker die Instrumentalsongs des virtuosen Gitarristen Igor Lazarev - wunderschön eingespielter, clever arrangierter, rhythmisch ansteckender FunkLatinJazzRockPop!
Ist es nicht die Dunkelheit, die das Licht heller macht? Kontraste, nebeneinander gestellt, eröffnen neue Sichtweisen auf die Dinge, eine Idee, der LILAMORS auf ihrem Debütalbum nachgehen, indem sie Konzepte von Vergangenheit und Zukunft, Realem und Unwirklichem, Diesseits und Jenseits überlagern.
Seit mindestens 4.000 Jahren dienen Schlaflieder in der einen oder anderen Form dazu, ein Kind zu beruhigen, zu beschwichtigen oder (vor langer Zeit) sogar zu bedrohen, damit es einschläft. Lullabies From An Unknown Time greift dieses Konzept der nachdenklichen, reflektierenden Lieder aus allen Epochen auf und verwandelt sie in eine funkelnde Sammlung neuer Musik.
Max Andrzejewski, Jahrgang 1986, gehört zu den wichtigsten Protagonisten der jungen deutschen Experimentalmusikszene. Ob als Schlagzeuger oder Komponist - gerne auch beides gleichzeitig in einem Ensemble - lotet er seit Jahren die Welten zwischen Neuer Musik und Jazz, zwischen Experimentalrock und Minimalismus aus.
Nach Mette Henriettes von der Kritik hochgelobtem, selbstbetitelten Erstlingswerk folgt nun Drifting - ein Album, das von Trio-Gesprächen mit eigenwilligem und originellem Ausdruck durchdrungen ist. Mette: "Drifting fängt einen Moment in der Zeit ein. Ich kann auf der Platte hören, wie alles noch wächst - in Bewegung - und wie präsent meine Fantasie ist.
„Die Schönheit kultureller Offenheit und Vielfalt besingen“, das ist Anliegen und Wesen des neuen Album „Tales & Tongues“, das Jazzsängerin und Komponistin Miriam Ast am 19. Mai beim Schweizer Label Unit Records veröffentlicht hat.
"The House That Bobby Built" ist ein außergewöhnliches Album des Bassisten und Komponisten Nathan Francis, das aus einer tief verwurzelten Leidenschaft für die reiche Tradition der Jazzmusik entstanden ist. Mit akribischer Hingabe hat sich Francis auf eine kompositorische Reise begeben, die von den Werken seiner Vorgänger inspiriert ist und zu einer Sammlung wahrhaft einzigartiger Originale geführt hat.
Musik ist eine Sprache, die keiner Worte bedarf und desto mehr Übersetzungen findet. Der israelische, in Frankfurt am Main lebende Omer Klein weiß sich dieser Sprache als Komponist, Improvisator und Pianist vortrefflich zu bedienen und überrascht auf jedem neuen Album mit einem Vokabular, das keines Wörterbuches bedarf, um Türen zu öffnen und Brücken zu bauen.
„Food“, das dritte Projekt von Paolo Fresu und Omar Sosa vervollständigt und beschließt die Trilogie der beiden Ausnahmekünstler, einschließlich der früheren Veröffentlichungen des Duos, ALMA (2012) und EROS (2016). Mit dabei sind von Rapper Kokayi aus Washington DC, Cristiano de André (Sohn des berühmten Fabrizio), der brasilianische Cellist Jaques Morelenbaum, die südafrikanische Sängerin Indwe und der amerikanische Pantrommelmeister Andy Narrell.
Auf dem neuen Album Tora Collective des Bassisten und Komponisten Petros Klampanis trifft Vergangenheit auf Zukunft, traditionelle griechische Musik auf Modern Jazz. Die ungewöhnliche Instrumentierung baut Brücken zwischen vermeintlich unterschiedlichen Musikkulturen. Neben Petros Klampanis am Bass, der auch die künstlerische Leitung des Projekts innehat, besteht die Besetzung unter anderen aus der Sängerin Areti Ketime, Thomas Konstantinou (Oud, Laouto), Giorgos Kotsinis (Klarinette), Kristjan Randalu (Klavier) sowie Ko-Produzent Ziv Ravitz (Schlagzeug, Elektronik).
Es ist, als würden in diesen Sextettaufnahmen all die Qualitäten zusammenkommen und zum Blühen gebracht, für die der in Köln lebende Ravensburger Pianist und Komponist Rainer Böhm immer wieder gelobt wird: seine stupende Technik, sein melodischer Einfallsreichtum, seine melancholische Grundierung...
Renaud Garcia Fons ist zweifellos einer der größten Virtuosen auf dem Kontrabass. Sein Spiel zeichnet sich durch eine hohe Klangkultur und den Mut zu originellen klanglichen und kompositorischen Möglichkeiten aus. Mit diesem Album erweitert er einmal mehr die musikalischen Perspektiven in ungeahnte Dimensionen. Ein weiteres Album dieses Ausnahmekünstlers, das man unbedingt hören muss!
Nach ihren bisherigen Ausflügen in den äußeren Kosmos - den hochgelobten Studioalben "Reflections and Odysseys", "Space Sailors" und dem kraftvollen Live-Album "RYMDEN+KORK" - sind RYMDEN mit ihrem neuen Album "Valleys and Mountains" auf die Erde zurückgekehrt. Doch wie es sich für das Trio Bugge Wesseltoft, Magnus Öström und Dan Berglund gehört, ist die Musik nicht streng erdverbunden - der innere Kosmos, Träume und Visionen bieten neben bukolischen Streifzügen und Wanderungen neue Räume zum Erkunden.
Seit über zehn Jahren bereichert Sarah Chaksad die europäische Jazzszene mit größeren bis großen Formationen. Für ihre Produktionen und Konzerte wird die Schweizer Alt- und Sopransaxophonistin und Komponistin international gefeiert. „Das Konzert war ein wahrer Triumph. Chaksad’s writing and arranging is first class and the enthusiasm shown by the band was very evident“, notierte Jazzwise im Januar 2023 über ein Konzert in Island.
Dieses Album ist ein Aushängeschild der zeitgenössischen Berliner Szene und gleichzeitig ein Beweis dafür, dass sich in der Musik alles ständig weiterentwickelt. Jeder Klang ist unverkennbar zur richtigen Zeit am richtigen Ort, und die drei exzellenten Instrumentalisten, Improvisatoren und Komponisten lassen uns keinen Moment allein, indem sie immer wieder neue Ideen vorschlagen und neue Wege in der improvisierten Musik entdecken.
Das deutsch-japanische Trio SCHUBERT-UCHIHASHI-KUGEL wurde 2020 auf Initiative von Klaus Kugel gegründet, nachdem dieser Uchihashi 2019 auf dem MUSIC UNLIMITED FESTIVAL in Wels/Österreich, und Schubert im gleichen Jahr auf dem FreeJazzSaar-Festival/Saarbrücken kennengelernt hatte.
Es begann mit der Idee des Pianisten und ‘Investigators’ Pablo Held: drei Bands spielen eine Woche lang jeden Abend ein Set ihrer Lieblingsstandards im Loft Köln. Ich war zunächst skeptisch, da das Quartett lange daran gearbeitet hat, seinen eigenen Sound im Rahmen meiner Originalkompositionen zu etablieren. Aber mir wurde schnell klar, dass dies eine großartige Gelegenheit sein könnte, die Musik, die ursprünglich mein Interesse an der Improvisation geweckt hat, zu würdigen und neu zu gestalten. Also wählte ich Stücke aus, dir mir zum einen etwas bedeuten und die zum anderen dem offenen und freien Spielgefühl der Band entgegen kommen würden.
Angeblich hören wir täglich drei Stunden am Tag Musik - doch hören wir wirklich zu, oder dudelt da nur was nebenbei? Auf Plattformen wie Spotify werden täglich 100.000 Songs hochgeladen. Doch haben wir bei der Vielzahl noch ein Ohr für für Künstler, die im DIY- Verfahren ihre eigene Musik erschaffen, die abseits von Mainstream-Melodien ist?
Stephan-Max Wirth und seine Kollegen bedienen sich der Tradition des Jazz-Mainstreams, gleichzeitig handelt es sich aber auch um durch und durch moderne Musik. Die attraktiven Kompositionen pulsieren im Rhythmus. Die Musik ist erhaben, aber gleichzeitig auch freundlich und kommunikativ.
Tania Giannoulis fünftes Album für Rattle ist zweifellos ihr bisher wichtigstes, eine wunderschön konzipierte Sammlung von Klavierimprovisationen, die von pastoralen und lyrischen bis hin zu sehr suchenden und trostlosen Stücken reichen.
Eine Mischung aus Progressive Rock, Jazz-Rock und Jazz zugleich, ist dieses Album ein komplettes, stilistisch abgerundetes und erfülltes Ganzes. Musik voller außergewöhnlicher Emotionen, gespielt mit viel Schwung, Eloquenz und Fantasie. Alles wird mit kraftvoller Energie und Spielfreude serviert. Da ist dieser Funke, eine Art geniales und mystisches Sacrum, das einen immer mehr in seinen Bann zieht, je länger man es hört.
Tony Lakatos ist zweifellos die Lichtgestalt des Saxofons in der deutschen Jazzszene. Wie nur ganz wenige deutsche Jazzmusiker vor ihm hat er sich weltweite Anerkennung erspielt und ist pausenlos in Konzerten unterwegs, um das Erbe der Jazzgeschichte wach zu halten, dabei auch aktuelle Tendenzen mit einbeziehend, so war er zuletzt viel als überragender Solist des Ensembles Web Web mit Max Herre zu sehen.
Wolfgang Muthspiel ist ein Gitarrist, der neben traditionellen Interpretationsmethoden seine innovativen Spielkonzepte präsentiert. Sein Spiel ist rhythmisch, melodisch, harmonisch und artikulatorisch äußerst anspruchsvoll und beinhaltet alle Arten von Strukturtechniken. Das Album "Dance Of The Elders" macht da keine Ausnahme.
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Kommentar von can tylenol be taken with augmentin |
<a href=https://augmentin.top/>diarrhea with augmentin</a> 8, Nov Dec 2019