Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Sich mit dem Programm eines Festivals zu beschäftigen hat den Vorteil, dass die auftretenden Aktivisten gut bekannt sind. Dadurch gibt es eine gewisse – dank guter Programminformationen – Ahnung, wie das Konzert verlaufen könnte. Der Nachteil liegt darin, dass mit diesen Vorab-Informationen eine bestimmte Erwartung geweckt wird, die bestätigt oder enttäuscht werden kann. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer
Der in Barcelona geborene Gianni Gagliardi bringt sein drittes Album als Leader nach Jahren des nomadischen Lebensstils und der musikalischen Auseinandersetzung heraus. Sein einzigartiger Klang, seine Originalität und seine künstlerische Integrität haben es ihm ermöglicht, auf der ganzen Welt in den unterschiedlichsten Stilrichtungen von Jazz bis Flamenco zu spielen.
Die Musik der Posaunistin Karin Hammar hat es nicht schwer zu gefallen. Es sind unkomplizierte wie gefällige Themen, die gleich ins Ohr gehen. Oft mit einem ordentlichen Anteil an latinischen und brasilianischen Spielweisen. Das Quartett verfügt neben den Klangfarben von Drums und Bass über die der Gitarre, die oft – unisono mit der Posaune – in die Themen einführt, diese vorstellt, erweitert. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer
Auf der Hauptbühne war dies das Auftaktkonzert. Swingende Standards mit einer großen Stimme als führende Farbe. Wer Standards mag, eine Vorliebe für Gesang, für voluminöse Stimmen mit klassischer Jazzintonation hat, der war hier genau richtig und der sollte voll auf seine (Genuss-)Kosten kommen. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer
„The rocket“ (SKP 9167) heißt das neue Album, auf dem der Pianist seine Zuhörer mit einem ganz eigenen Genre verzaubert und sie auf eine Reise in neue Sphären mitnimmt. Aber von raketenartiger Schnelligkeit kann nicht die Rede sein. Ruhig lässt Tingvall es angehen auf diesem Album und diese Ruhe behält er auch bei.
Berlin 27.06.2019 – Zum dritten Mal öffnet das EU geförderte Talent-Programm INES seinen Bewerbungszeitraum. Diesmal für die Festival-Saison 2020. Bis zum 27. August 2019 können sich Live-Acts als INES#talent bewerben, um auf europäischen Showcases aufzutreten und einen Grundstein für die internationale Karriere zu legen.
Smile with your heart Heart: The Best of Bill Evans on Resonance ist eine Reise quer durch die 4 Bill Evans-Alben im Labelkatalog: Live at Art D’Lugoff’s Top of the Gate (2012), Some Other Time: The Lost Session from the Black Forest (2016), Another Time: The Hilversum Concert (2017) und Evans In England (2019).
Dieses äußerst unterhaltsame und höchst erfindungsreiche Album ist dem verstorbenen Umberto Eco gewidmet, einem lebenslangen Freund des Akkordeonisten Gianni Coscia und leidenschaftlichen Unterstützer dieses besonderen Duos. Ecos "The Mysterious Flame of Queen Loana", eine Meditation über die Natur der Erinnerung, inspiriert Trovesi und Coscia auf ihrer eigenen nostalgischen musikalischen Forschungsreise, die auf die im Roman erwähnte Musik verweist und sich frei auf seine philosophischen Themen bezieht.
Die Stimme kenn' ich doch... ? Aber sicher! Philip Bailey besitzt eine der einprägsamsten Stimmen der Black Music. Man kennt sie von den Hits der Band Earth Wind & Fire, von Kollaborationen mit Stevie Wonder, Stanley Clarke, Kenny Loggins und Chante Moore sowie natürlich von seinem Mega-Hit »Easy Lover« mit Phil Collins.
Der Albumtitel ist wahrhaft Programm bei diesem Treffen bemerkenswerter Musiker, die traditionelle Musik aus Griechenland, der Türkei, dem Libanon und Armenien interpretieren und Eigenkompositionen des anatolischen Saz-Spielers Cihan Türkoglu und des Texters Agathi Dimitroukas spielen.
Fast alle der zehn Kompositionen zu "Universe In A Shoebox" stammen von Kiki Manders und basieren auf Fragen zu unserem Konzept von Zeit und Raum. Und auch über unsere unterschiedlichen Wahrnehmungen der Realität: "Wenn das Universum in einen Schuhkarton passen würde, wie unglaublich klein wären wir Menschen dann?" Manders wundert sich, und mit absoluter Gewissheit findet sie die perfekte Balance zwischen einer melodisch poetischen Welt und einem Fluss von Abstraktheit.
Die Pianistin und Sängerin Judith Nordbrock tourt bereits seit einigen Jahren international unter ihrem Projektnamen Junodori. Ihre Songs, die die gelernte Toningenieurin als Singer-Songwriterin schreibt, bilden eine reizvolle Melange aus Pop und Jazz, deren Bandbreite emotionale Balladen und Chansons ebenso wie Funk mit einschließt. Bei der CD „I Won't Wait“, deren insgesamt sechs Tracks Judith Nordbrock mit einer großen Besetzung an renommierten Musikern in den Tinitus- Studios Los Angeles einspielte, handelt es sich um die erste Studio-Produktion der in Bonn geborenen Musikerin.
In der Nacht am 01/02. Juni ging das ELBJAZZ erfolgreich zu Ende. Insgesamt wurden für die neunte Ausgabe eines der größten deutschen Jazzfestivals 20.000 Tages- und Zweitagestickets verkauft. An beiden Festivaltagen (31. Mai und 1. Juni) besuchten jeweils 15.000 Besucher die zwei Festivalzentren in der HafenCity und auf dem Werftgelände von Blohm+Voss. Ich war dabei und habe einige Fotos gemacht.
Bert Jansma (Jazzjournalist): "So ein Unsinn, diese Diskussionen über Jazz damals, Jazz heute, Jazz der Zukunft und wie man Jazz macht! Das waren meine ersten Gedanken, als ich ›Rise and Shine‹ des niederländischen Ruud Breuls / Simon Rigter Quintets hörte. Weil ich reinen Jazz hörte, Jazz aller Epochen. Nicht prätentiös, nicht affektiert, keine heimlichen Absichten, sondern Jazz von fünf Musikern, die zusammengekommen sind, ›nur‹ um schöne Musik zu machen, jeder von ihnen äußerst versiert und stets des emotionalen Inhalts seines Klanges bewusst. "
Mit Elevate veröffentlicht die amerikanische Funk-Band Lettuce zum ersten Mal ein Album in Europa! Genre-abhängig funk-jazz-soul-hip-hop-psychedelische Jam-art-rock-experimentelle-avantgardistische Musik-Titane, haben Lettuce ihr aktuelles Studioalbum Elevate heute über ihre eigenen Lettuce Records veröffentlicht. Das 11-Track-Album enthält die zuvor veröffentlichten und von der Kritik gefeierten Songs "Krewe" und "Everybody Wants To Rule The World", letztere ihre jazzige Interpretation des Erfolgs von Tears For Fears
Sphärisch – atmosphärisch. Komplex und federleicht rollt, gleitet, hüpft und tanzt ihre Musik durch die Takte, schwingt sich auf in luftige Höhen und gleitet nieder in erdige Sphären, wo sie mit rollenden Bässen und messerscharfen Beats Anlauf für den nächsten Wachtraum nimmt. Die Band um den Schlagzeuger Manuel Pasquinelli vereint Elemente aus Jazz, Minimal Music und Rock/Pop zu einem eigenständigen Bandsound.
„Aus Anlass ihres 90. Geburtstages und 20 Jahre nach ihrem Tod erscheint zur Erinnerung an Inge Brandenburg ein Album mit bisher unveröffentlichten Gesangsaufnahmen der First Lady des deutschen Jazz.“ So lautet die Presse-Info des Produzenten-Teams der CD Marc Boettcher und Patrick Römer. Das ist der Anlass für Jazz-Fun.de und Cosmo Scharmer, die Sängerin zu würdigen und ihre CD "I love Jazz" zu besprechen.
Für sein 25. Album als Leader wollte der legendäre Pianist, Komponist und Bandleader Michel Camilo etwas ganz Besonderes tun. Das sagt etwas aus, denn jede Veröffentlichung der GRAMMY®, Latin GRAMMY® und Emmy-Gewinner Camilo ist ein Ereignis. Der in Dominikana geborene Pianist machte sich auf den Weg, um im großen Stil zu feiern: nämlich, indem er seine All-Star-Bigband zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert wieder einberuft, um die ganze Bandbreite und Breite seiner bemerkenswerten Karriere zu erforschen.
Vesna Pisarović arbeitet seit fünf Jahren an ihrem Projekt Petit Standard, feilt am Programm, an der Auswahl der Songs und an der Besetzung. Denn es ist eine große künstlerische Herausforderung, insbesondere für den Gesangspart, ohne Melodieinstrument auszukommen. Vesna hat sich dieser Herausforderung gestellt, mit Bravour. Stabil und souverän treten ihre Musikerkollegen auf, Joe Fonda am Bass und, von Anfang an dabei, John Betsch am Drumset.
Einer der einflussreichsten Jazzpianisten und Komponisten seiner Generation - eine "lebende Legende" des New Yorkers - Fred Hersch hat in seiner vier Jahrzehnte währenden Karriere ein breites Spektrum an Werken geboten. Dieser 14-fache Grammy-Nominierte hat zeitgemäße Klaviertrios geleitet, wie die Einheit, die er zusammen mit dem Bassisten Drew Gress und dem Schlagzeuger Tom Rainey leitete, die auf der letztjährigen renommierten Archivveröffentlichung Fred Hersch Trio '97 @ the Village Vanguard zu hören ist.
Nur wenige musikalische Reisen folgen einer so abenteuerlichen wie unvorhersehbaren Fährte wie jene, die Avishai Cohen seit mehr als 20 Jahren beschreitet. Spätestens seitdem der vielgefeierte Bassist und Komponist zum Bandleader wurde, weisen seine Aufnahmen eine konstante Weiterentwicklung auf. Cohens jüngstes Album, „1970“, wurde zu seinem bislang meistverkauften und brachte ihn einem Pop-Publikum nahe, das zum Großteil keinen Schimmer hatte von seinem enormen Katalog und seinen bisherigen Arbeiten.
Seit meiner Kindheit liebe ich die Natur, und ich habe mich in die weite Wildnis Alaskas und Islands verliebt. 2000 habe ich Island zum ersten Mal besucht und die meisten Songs für meine CD für Klavier solo Ultreya geschrieben, die 2001 auf Jazzline Records veröffentlicht wurde. Erst 2002 besuchte ich Alaska, Valdez und die Kenai-Halbinsel. Die Schönheit Alaskas und die Einzigartigkeit der Leute, die dort leben, haben mich umgehauen... (Markus Burger)
Manu Katché im Quasimodo, Berlin am 31.05.2019. Ausverkauft, dies entspricht 350 Besuchern. Voller geht es nicht. Vielleicht noch ein halbes Dutzend in der dritten Reihe vor dem Tresen. Vermutlich hätte das Quasimodo erheblich mehr Tickets verkaufen können. Die Chefin des Clubs stellt mit Freude und sichtbarem Stolz ihren Gast vor, erzählt ein wenig aus seinem Leben und erklärt, warum er gleichermaßen Kraft mit Eleganz beim Spielen verbinden kann. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer
Karim Maurice, Will Galison und das Streichorchester La Camerata präsentieren Odysseus Fantasy, ein von der French American Jazz Exchange (FAJE) unterstütztes Album. Inspiriert wurde diese faszinierende Zusammenarbeit von einem der berühmtesten literarischen Werke, Homers Odyssee. Die traumhaften Eigenkompositionen des musikalischen Universalgelehrten Karim Maurice basieren auf der epischen Erzählung von Ulysses, die zu einer Klangwelt von Frische und Tiefe führt.
Lyrische Anschläge des Pianos läuten den Konzertbeginn ein. Vorsichtig bahnt sich das Thema an, welches dann unisono mit dem Bass vorgetragen wird. Das Thema nimmt langsam Gestalt und Fahrt auf. Jetzt klirren die Becken. Matan Assayag, der Man an den Drums, spielt mit, greift zu den Besen. Markant melodische Basslinien von David Michaeli, die sich mit den Tonfolgen des Pianos verstärken und ergänzen, schaffen einen balladenhaften Sound. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer
"Beim Jazzahead Network Event 2013 in Bremen traf ich Michele Ito von BFM Records; der wiederum stellte mich Bob Sheppard vor. Shep und ich führten ein wunderbares, langes Gespräch. Wir tauschten Musik aus, unsere Alben, und diskutierte die Möglichkeiten, zusammenzuspielen. Als ich zurück nach Hause in die Niederlande fuhr, hörte ich Bobs Album Close Your Eyes. Ich verliebte mich in die Musik und sein Spiel." (Jasper Somsen)
Dock In Absolute ist ein herausragendes Trio aus Luxemburg und Belgien, bestehend aus Jean- Philippe Koch am Klavier, David Kintziger am Bass und Michel Mootz am Schlagzeug, jungen Musikern, die der Musikszene neues Leben einhauchten und am Berklee College of Music Boston, der Codarts University of Arts Rotterdam, der Hochschule für Musik Saarbrücken und dem Royal Conservatoire of Liège studierten.
Das Songbook der Anna Margolina – Überraschungen, Tempations. Der Gesang von Anna Margolina schafft sich mehr durch zarte und differenzierende Intonation Gehör, als durch wuchtiges Volumen, Lautstärke oder artistische Technik. Wer ihren Interpretationen der Songs folgen will, ihre Phrasierungen entdecken möchte, der muss schon genau hinhören, um die Tonverfärbungen ihrer Stimme, die harmonisch-melodischen Schleifen und stilistischen Akzente zu entdecken. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer
Die Mandoki Soulmates spielten 2017/18 eine international ausgezeichnete Konzertreihe mit dem Titel „Wings Of Freedom - A Story Of Mother Europe“ mit standing ovations in den schönsten Konzerthäusern europäischer Hauptstädte Paris (L’Olympia), London (Hammersmith Eventim Apollo), Budapest (Budapest Park) und Berlin (Konzerthaus am Gendarmenmarkt) sowie zum Abschluß im Beacon Theatre in New York City.
"Personality Standards Vol. 1" ist der erste Meilenstein von Michael Gudenkaufs und Eike Wulfmeiers Gemeinschaftsprojekt, das dem Finden und Erforschen der eigenen musikalischen Persönlichkeit gewidmet ist. Auf ihrem Weg werden sie den renommiertesten europäischen Jazzmusikern begegnen. Ihre erste Reise führt sie zum niederländischen Ausnahmegitarristen Jesse van Ruller, der u. a. der erste europäische Träger des Thelonious Monk Awards ist. Die Band wird komplettiert durch den Schlagzeuger Christian Schoenefeldt. Das erste Etappenziel, das Album "Personality Standards Vol. 1", wird jetzt vorgestellt.
Berlin, 27.05.2019 | Die Interessenvertretung der Jazzmusiker*innen in Deutschland hat einen neuen Namen. Die Mitglieder des 1973 gegründeten Verbands beschlossen auf ihrer Mitgliederversammlung in Bremen, den Namen „Union Deutscher Jazzmusiker“ in „Deutsche Jazzunion“ zu ändern. Mit der Namensänderung trägt der Verband als Sprachrohr der Jazzmusiker*innen in Deutschland der großen Vielfalt von Jazzschaffenden in Deutschland Rechnung.
Die originelle Besetzung der Band besteht aus Folgendem: Zwei, jawohl 2 Schlagzeuger, einem Bass- sowie Elektrogitarristen und dem Mann mit der Trompete. Gitarre uns Trompete starten sogleich mit unisono gespielten Melodielinien. Ein Bass unterlegt dies mit dezenten rockigen Figuren, und die beiden Jungs von der Schlagabteilung legen einen durchlaufenden Beat auf. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer