Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Die Amazing Keystone Big Band, Gewinner des „Victoires du Jazz“ 2018 in den Kategorien „Rising Artist“ und „Group of the Year“ interpretiert auf ihrem neuen Album Songs der US-Jazzlegende Ella Fitzgerald. Unter der Leitung der französischen Musiker und Komponisten David Enhco, Fred Nardin, Bastien Ballaz und Jon Boutellier widmet sich die 17-köpfige Big Band seit ihrer Gründung 2010 der Adaption altbekannter und geschätzter Werke.
Benny Lackner kennt das Leben auf Achse nur zu gut. Einmal absolvierte der rastlose Pianist gar 21 Konzerte an 21 aufeinanderfolgenden Tagen. Irgendwann aber wollte er einfach nur noch ankommen. Von dieser Sehnsucht nach einem Zuhause und sicheren Hafen handelt „Drake“, das mittlerweile sechste Album seines Trios.
Mit dem Album „Immersion“ geht die koreanische Sängerin Youn Sun Nah neue Wege und verbindet die Intensität des Gesangs mit der Ausdruckskraft von Jazz, Rock, Folk und dem Anspruch großer Songs.
Berlin, 08.03.2019 | Gleichstellung von Frauen im Jazz ist aktuell eines der wichtigsten Themen, für die sich die Union Deutscher Jazzmusiker e.V. (UDJ) als „Sprachrohr der Jazzmusiker*innen in Deutschland“ einsetzt. Zum Jahresbeginn 2019 hat das Team der Geschäftsstelle in Berlin nun Verstärkung bekommen: Die promovierte Sozialwissenschaftlerin Laura Block ist seit Januar bei der UDJ als Projektleiterin für den Themenbereich Gleichstellung zuständig.
Der junge Kubaner Harold López-Nussa ist ein begnadeter Pianist, der mit seinen immensen Fähigkeiten anspruchsvollen Post-Bop und kubanische und afro-lateinische Rhythmen spielt. Harold López-Nussa - piano, Yasser Pino - bass, Ruy Adrián López-Nussa - drums & percussion.
Die Lehrer-Bigband Niedersachsen mit Mitgliedern von Rhauderfehn bis Braunschweig und von Diepholz bis Lüneburg kam am Wochenende 2./3. März zu ihrem 36. Musikwochenende seit Gründung im Jahre 2002 zusammen. Auf Einladung bei beiden Celler Musiklehrer*innen Mareike Albs und Rudolf Markfort arbeiteten die 18 Pädagog*innen am Thema "Bob Mintzers Werk: vom swingenden Basie-Tribute bis zum Techno-Jazz“.
Daniel Scholz hat schon so gut wie sein ganzes Leben lang Sticks in der Hand und trotz seines jungen Alters schon auf vielen Bühnen gestanden. Ein Grund hierfür ist auch seine musikalische Offenheit. Mit Euphoria präsentiert Daniel Scholz das zweite Album nach seinem Debut „No1“. Euphoria hat alles was gute Musik braucht: Tiefgehende Sounds, großartige Soli und vermittelt das Gefühl Live in der Musik zu sein. Die komplette Produktion hat Scholz selbst in die Hand genommen um nur das Beste abzuliefern.
Jazzmusiker, die mit Anfang Zwanzig schon einen so beeindruckenden Lebenslauf vorweisen können wie Andrea Motis, kann man an einer Hand abzählen. Die Katalanin singt und glänzt als Trompeterin als wäre sie schon seit Jahrzehnten im Geschäft. Nach dem erfolgreichen Albumvorgänger "Emotional Dance" legt sie jetzt ein Album nach, auf dem sie ganz besonders mit südamerikanisch geprägten Nummern glänzt.
Randy Brecker ist eine lebende Legende. Seit mehr als 40 Jahren zählt er zu den einflussreichsten Jazzmusikern. Zusammen mit seinem Bruder Michael Brecker und ihrer Band Brecker Brothers war Randy stilbildend in den 70er Jahren, der Epoche der Fusionmusik, des Jazzrock. Noch immer versprüht der US-Amerikaner die reinste Spielfreude.
Das Trio um den israelischen Pianisten feiert dieser Tage sein fünfjähriges Jubiläum – und es gäbe keinen besseren Beweis als dieses, ihr drittes gemeinsames Werk, um zu bezeugen, dass sich Haggai Cohen-Milo (Bass), Amir Bresler (Schlagzeug) und Omer Klein verbundener denn je fühlen.
Was tun, wenn der eigene Big Band heute nicht greifbar ist, aber der Wunsch zu spielen unbändig? Aus der Not eine Tugend machen, sich auf die eigenen Stärken besinnen und so spielen, als ob da noch weitere 14 Kollegen auf der Bühne wären. Einfacher gesagt: Maria Baptist, Pianisten und Leiterin ihrer Big Band lädt ihren Gast aus der Reykjavik-Big Band, den Alt-Saxofonisten Sigurdur Flosason, ins Schlot zum Musizieren ein. Noch einfacher: die Kunst des Duos. Ein Bericht von Cosmo Scharmer
Der Auswahlworkshop für das Jugendjazzorchester Niedersachsen „Wind Machine“ am 19./20. Januar 2019 in der Landesmusikakademie Niedersachsen in Wolfenbüttel wurde von einem Fernsehteam des NDR besucht. Die daraus entstandene Reportage wird nun im Rahmen der Sendung „DAS! - Gäste auf dem Roten Sofa“ ausgestrahlt. Der Sendetermin im NDR Fernsehen ist (ohne Gewähr!) am Mittwoch, 20. März 2019, 18:45 bis 19:30 Uhr, mit Wiederholung tags darauf, Donnerstag, 21. März 2019, 05:15 bis 06:00 Uhr. Voraussichtlich wird zu diesem Termin ein „musikalischer“ Gast auf dem Roten Sofa erwartet.
Der renommierte Komponist und Essayist Wolfgang Rihm wird mit dem Deutschen Musikauto-renpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Wolfgang Rihm hat seinen eigenen, expressiven Stil stets konsequent weiterentwickelt und dabei Gattungsgrenzen überschritten. Er blickt auf ein Werk von über 500 Kompositionen und ist der meistgespielte deutsche Komponist der Gegenwart. Die GEMA ehrt alle diesjährigen Preisträger bei einer Gala am 14. März in Berlin.
Diese CD ist zugleich Höhepunkt und Abschluss einer 26-jährigen Geschichte mit 7 CD Veröffentlichungen. Gebhard Ullmann, Weltbürger und Träger des Jazzpreises der Stadt Berlin 2017, zelebriert seine Impromptus in einer fokussierten Ästhetik, bei der jedes der kurzen Stücke anderswo ansetzt, um sich in einem kollektiven Bandsound zu entfalten. Gospel, Anklänge an Albert Ayler, Archie Shepp oder Charles Lloyd, Widmungen, verschränkte Improvisationen und immer neue Wendungen. Musik ist das, die immer wieder auf den Punkt kommt, um von dort abzuspringen.
Das Erfindergeist von Stephen Sondheim resultiert aus der Fähigkeit des verehrten Komponisten, universelle menschliche Emotionen auch in Form der ungewöhnlichsten Charaktere auszuloten - seien es kannibalistische Barbiere, Präsidentenmörder oder Märchenhexen. Die gefeierte Sängerin Cyrille Aimée erkannte dieses Geschenk aus erster Hand, als sie einen tiefen Einblick in das Sondheim Liederbuch für ihr brillantes neues Album Move On: Ein Sondheim-Adventure nahm. Was als Feierstunde für einen legendären Broadway-Songwriter begann, wurde zu einem Werk kathartischer Autobiographie, da ein Lied nach dem anderen ihre tiefsten persönlichen Gefühle widerspiegelte.
Seine Alben sind nicht nur für Kenner wahre Schatzkisten: sie sind so vielschichtig wie der Jazz selbst. Seit mehr als fünfzehn Jahren ist David Laborier in der Jazz-Szene Luxemburgs eine maßgebende Figur – und hat darüber hinaus für Aufsehen gesorgt. Stets dem luxemburgischen Label WPR Jazz treu hat er 2 Alben für das Orchestre National de Jazz Luxembourg komponiert und arrangiert. Seine Komposition „Fast and Furious“ aus dem Album „Who’s Afraid of the Big Bad Band“ gewann 2010 die International Songwriting Competition in der Jazz Kategorie.
HANNOVER. Mit fünf neuen frischen und jungen Vorstandsmitgliedern geht die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jazz Niedersachsen in die Zukunft. Die gut besuchte Mitgliederversammlung am Sonntag in Hannovers Kulturzentrum „Tonhalle“ entschied nach dem Motto „Neue Besen kehren gut“ und berief den 38jährigen international tätigen und vielfach preisgekrönten Kontrabassisten und Bandleader Peter Schwebs aus Seelze zum neuen 1. Vorsitzenden.
Joachim Kühn ist schon zu Lebzeiten eine Jazzlegende. Auf seinen Reputationen und dem internationalen Erfolg ruht sich der Pianist aber keineswegs aus, er ist immer noch ungemein produktiv und aktiv. Ob mit seinem New Trio mit Eric Schaefer und Chris Jennings, ob bei diversen Begegnungen und Gastspielen (mit Archie Shepp, Pharoah Sanders, Michel Portal, Daniel Humair und seinem Bruder Rolf) oder als Mitglied in Emile Parisiens Quintett: Kühn steht nach wie vor in vorderster Front des aktuellen Jazzlebens.
Nguyên Lês Musik ist im ständigen Wandel. Der französische Gitarrist mit vietnamesischen Wurzeln gilt als herausragender Musiker, der auf spannende und bahnbrechende Weise den Jazz mit weltmusikalischen (insbesondere asiatischen) Einflüssen kombiniert. Seine neueste Veröffentlichung „Streams“ setzt diese Tradition fort, ist aber radikaler als zahlreiche seiner „Weltjazz“-Projekte zuvor.
Zurück zum Trio! Der in Tel Aviv geborene Pianist gehört zur Spitzenklasse der neuen Jazz-Generation. Sein demnächst erscheinendes neues Album wird eine Rückkehr zum klassischen Trio-Format. "Trio, das ist Freiheit mit Einschränkungen!", meint Yaron Herman. Für ihn stellt es ein paradoxes Vergnügen dar, nach acht Jahren wieder zu dem von so vielen Jazz-Pianisten favorisierten klassischen Trio-Format zurückzukehren. Nach zwei Blue-Note-Alben, auf denen der Pianist Ambient-Elemente, Vocals und moderne Songstrukturen in seine Musik integriert hat, kehrt er nun zu seinen Wurzeln zurück.
"Colors" Yelena Eckemoff’s drittes Album in etwas mehr als 12 Monaten. Die Aufnahmen, die auf ihrem eigenen Label L & H Production veröffentlicht wurden, spiegeln nicht nur den kreativen Ehrgeiz der in Russland geborenen Pianistin und Komponistin wider, sondern auch ihre scheinbar grenzenlose Fantasie. Warum Farben? "Ich fordere mich gerne heraus, die Dinge musikalisch auszudrücken", sagt sie. "Ich habe einmal über Gerüche geschrieben ("Blooming Tall Phlox", 2016). Ich dachte mir, warum nicht danach malen?"
Das brandneue Album von Wadada Leo Smith ist als Oratorium zu Ehren der ikonischen US-Bürgerrechtlerin Rosa Parks (1913 – 2005) angelegt. Grundlage sind die von ihr mit angestoßenen wesentlichen Vorstellungen von Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit, die durch Komposition und Lied in eine philosophische und spirituelle Erzählung münden.
Atmosphäre, Spannung, hymnische Melodien und viel Gefühl. Das alles steckt in den Liedern der Band TRIAZ. Das musikalische Spektrum der Band setzt sich dabei aus Elementen von Pop und Jazz sowie klassischen Einflüssen zusammen, was die Zuhörer in eine musikalische Welt versetzt, die man so bisher noch nicht gehört hat. Die Band aus Freiburg erzeugt durch ihre innovativen Songs eine packende Stimmung, die sowohl mächtig als auch sanft erscheint.
In der Nacht vom 10. auf den 11. Februar im Staplem Center in Los Angeles fand die Gala der diesjährigen GRAMMY Awards statt. Der Gastgeber war Alicia Keys.
Der Piano Salon kämpft zwischen dem Erscheinungsbild eines verstaubten, vergessenen Museums, einem Trödel für altgediente Piano-Teile, einer industriellen Mehrzweckhalle und einer abgefahrenen Galerie für zeitgenössische Kultur jeglicher Art. Um es einfach zu machen: Das Ambiente hat von allen diesen Dingen etwas. Die erhöht den Reiz des Veranstaltungsortes ungemein. So richtig verrückt berlinerisch. Ein Bericht von Cosmo Scharmer
Izabella Effenberg ist eine der wenigen Vibrafonistinnen in Europa und die erste aus Polen. Auf ihrer neuen CD Crystal Silence - Music for Array Mbira präsentiert sie das sehr seltene Instrument Array Mbira. Einzigartig, originell und authentisch zeichnet das Album "Crystal Silence" in einem Kaleidoskop voller bunter Farben. Den Kern aber bildet die Finesse des Spiels, das in seiner Klangschönheit und natürlichen Ästhetik des harmonischen Musikempfindens aus dem Rahmen fällt.
Zehn Jahre nach dem Tod von Svensson haben sich die verbleibenden e.s.t.-Mitglieder Magnus Öström (Drums) und Dan Berglund (Bass) nun mit Wesseltoft zu einer skandinavischen Supergroup zusammengeschlossen: Rymden. Die Musik dieses Trios, dessen Name zu Deutsch „Raum“ bedeutet, basiert auf drei Komponenten: treibenden Rhythmen, melancholisch-atmosphärischem Songwriting und virtuos gespieltem Jazz.
Ben Sluijs gilt nicht nur in Belgien als eines der größten Saxophon-Talente, nach seiner klassischen fünfjährigen Ausbildung studierte der 1967 in Antwerpen geborene Musiker vier Jahre bei John Ruocco im Jazz-Studio Antwerpen und am Konservatorium Brüssel bei Steve Houben.
Mit bislang zwei Alben (Lifelover und Tell Her) hat das Duo Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt seit 2014 Presse und Publikum begeistert. „Harcsa is an amazingly versatile musician, a brilliant vocalist and gifted entertainer in the best sense”, konstatierte allaboutjazz.com. Der MDR befand: „Harcsas Stimme oszilliert in ganz unterschiedlichen Farben. [...] Einmal klingt sie, wie die jazzige Schwester von Alanis Morissette und im nächsten Moment wird sie zu einer sphärischen Sirene.“
Im November letzten Jahres verstarb die deutsche Jazzikone Wolfgang Schlüter. Zuletzt nahm der virtuose Vibraphonist und Perkussionist jedoch noch ein ganz besonderes Album auf, das am 01.02.2019 etschienen ist. "For You" heißt das karriereumspannende Best-of, an dem auch ein paar besondere Gäste mitgewirkt haben.
Manu Katché besuchte das Konservatorium, aber seine musikalischen Wurzeln liegen in der Rockmusik. Obwohl der Ausnahmeschlagzeuger viel Jazzmusik gehört hat, hat er nicht so viel Jazzmusik in seiner Karriere gespielt. Der Fall wird noch schwieriger zu knacken, wenn man Katchés zehntes Album The ScOpe hört, auf dem er tief in die Wurzeln der Groove-Musik eindringt und gleichzeitig die modernen Sounds von Maschinen integriert.
Die Grammy nominierten Künstler Alfredo Rodriguez und Pedrito Martinez haben erstmals 2012 auf dem Album "The Invasion Parade" zusammengearbeitet. Seither hatten sie selten Gelegenheit, als Duo zusammen aufzutreten, doch bei diesen seltenen Konzerten war das Publikum fasziniert von ihrem virtuosen Spiel.