Jubiläum und Abschied: Der Neue Deutsche Jazzpreis wird 15

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Kurator und Jazz-Bassist Lars Danielsson wählt die Finalist*innen des 15. Wettbewerbs

Neue Deutsche Jazzpreis
Jubiläum und Abschied: Der Neue Deutsche Jazzpreis wird 15

Am 1. und 2. April 2022 geht der Neue Deutsche Jazzpreis in Mannheim in die fünfzehnte und vorerst letzte Runde. Die Finalist*innen für die Wettbewerbskonzerte bestimmt Kurator, ACT-Künstler und Jazz-Bassist Lars Danielsson aus einer Vorauswahl von zehn Bands. Die Entscheidung über die Preisvergabe fällt das Publikum am Konzertabend. Die Veranstaltungen finden jeweils um 20 Uhr in der Alten Feuerwache Mannheim statt.

Bereits 2021 sollte der Neue Deutsche Jazzpreis sein 15-jähriges Bestehen feiern, musste jedoch pandemiebedingt abgesagt werden. Die Feierlichkeiten sollen nun im Frühjahr 2022 nachgeholt werden. Gleichzeitig gibt die ehrenamtlich geführte IG Jazz Rhein Neckar e.V. um die Vorstände Martin Simon und Juliana Blumenschein das vorläufige Ende der Preisvergabe bekannt. „Wir freuen uns, dass unser Jazz- Festivalwochenende sein 15-jähriges Bestehen feiert. Als die IG Jazz Rhein-Neckar e.V. den Preis ins Leben gerufen hat, hätten wir nie für möglich gehalten, welch große und positive Resonanz wir aus der Jazz-Szene erhalten würden. Wir konnten international renommierte Musiker*innen wie Renaud Garcia-Fons und Norma Winstone als Kurator*innen gewinnen. Die vorerst umstrittene Entscheidung, aus dem Neuen Deutschen Jazzpreis den ersten Publikumspreis Deutschlands zu machen, wurde später von weiteren Festivals aufgegriffen, die nun ebenfalls auf Mitbestimmung des Publikums setzen. Das bestätigt uns in unserer Arbeit. Dennoch haben wir uns entschieden, einen vorläufigen Schlussstrich unter die erfolgreiche Geschichte des Preises zu ziehen, um uns neuen Herausforderungen zu widmen.“ - so der Vorstandsvorsitzende Martin Simon.

Lars Danielsson & Gregory Privat
Lars Danielsson & Gregory Privat, Foto Roberto Cifarelli

Als Kurator für die vorerst letzte Ausgabe des Preises konnte der ACT-Künstler und schwedische Jazz-Bassist Lars Danielsson gewonnen werden. Gemeinsam mit dem Pianisten Gregory Privat, welchen Jazzkenner zu den „Rising Stars“ der Szene zählen, eröffnet Danielsson am Kontrabass und Cello das Festivalwochenende am 1.4.2022. Der Künstler selbst bezeichnet seine Musik als „Liberetto“ – ein Kunstwort, das sowohl Ausdruck und Stimmung der Musik beschreibt als auch seine eigene künstlerische Entwicklung. Den Abschluss des Festivalwochenendes bilden am 2.4.2022 die Wettbewerbskonzerte mit Abstimmung und Preisverleihung.

In den vergangenen Jahren zählte die IG Jazz Rhein Neckar e.V. im Durchschnitt rund 200 Bewerbungen auf die begehrte Auszeichnung. Eine jährlich wechselnde Fachjury aus Journalist*innen, Mitarbeitenden des Jazzinstituts Darmstadt, Veranstaltenden und Musiker*innen bestimmt in „Blind Auditions“ aus allen Bewerbungen eine Vorauswahl von zehn bis fünfzehn Finalist*innen, aus denen der Kurator die drei Bands für die Wettbewerbskonzerte wählt. Die Entscheidung über die Preisvergabe obliegt dem Publikum am Veranstaltungsabend.

Der Neue Deutsche Jazzpreis ist ein mit zehntausend Euro dotierter Bandpreis für professionelle Jazzmusiker*innen und deutschlandweit der einzige Publikumspreis. Er gilt als eine wichtige Auszeichnung im Jazz-Genre. Bisherige Preisträger*innen waren unter anderem Szenegrößen wie Michael Wollny, Johannes Enders und Tamara Lukasheva. Zusätzlich zum Hauptpreis wird ein mit tausend Euro dotierter Solist*innenpreis verliehen, über dessen Vergabe ebenfalls das Publikum entscheidet.

Die Ausschreibung für Bands und Solist*innen jeden Alters und jeder Stilrichtung beginnt am 27. Dezember
2021 und läuft bis einschließlich 31. Januar 2022. Weitere Informationen finden Interessierte auf
www.neuerdeutscherjazzpreis.de.

Weitere Infos:
IG Jazz Rhein Neckar e.V.
www.ig-jazz.de

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