Jeremy Pelt - Jeremy Pelt The Artist

Jeremy Pelt - Jeremy Pelt The Artist

Jeremy Pelt
Jeremy Pelt The Artist

Erscheinungstermin: 22.02.2019
Label: HighNote, 2019

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Jeremy Pelt - trumpet
Chien Chien Lu - vibraphone, marimba
Victor Gould - piano
Frank LoCrasto - fender rhodes, effects
Vicente Archer - bass
Allan Mednard - drums
Alex Wintz - guitar
Ismel Wignall - percussion

Das Komponieren von Musik, die von der Malerei inspiriert ist, reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück (Hildegard von Bingen), und im Jazz denkt man an Duke Ellingtons "Degas Suite" und Branford Marsalis "Romare Bearden Revealed". Aber auf seinem neuen Album ist Jeremy Pelt vielleicht der erste Jazzkünstler, der die Beziehung zwischen Musik und Skulptur untersucht.

Seit fast zwei Jahrzehnten macht Pelt durch sein Trompetenspiel und gelegentlich in Interviews deutlich, dass er auf das eingestimmt ist, was andere Künstler in ihrer Arbeit leisten. Diese Sensibilität reicht weit über den Jazz, über die Musik hinaus. Für dieses Album ließ er sich in erster Linie von dem französischen Bildhauer Auguste Rodin aus dem 19 Jahrhundert. Die fünfteilige "Rodin Suite" befasst sich nicht nur mit den Werken, die uns der französische Künstler hinterlassen hat, sondern auch mit der Frage, wie sich seine Kunst hätte entwickeln können, wenn er heute noch unter uns wäre.

Er weist darauf hin, dass es "Würde und Verzweiflung" bei den Bürgern von Calais und den Kampf der moralischen Gegensätze gibt, der von L'Appel Aux Armes (Der Aufruf zu den Waffen) beschworen wird. Pelts Pforten der Hölle, wurde für Rodin durch eine Vision in Dantes Göttlicher Komödie inspiriert. Es zeigt Pelt, wie er in einen stummen Kelch spielt und durch Wiederholungen Intensität erzeugt, ergänzt durch ein wenig umsichtige elektronische Manipulation und in einem Schlüsselmoment, einen kurzen Schrei aus dem offenen Horn.

Wie immer in seinen Alben umgibt sich Jeremy Pelt mit Kollegen, die auf seine musikalischen, künstlerischen und intellektuellen Wellenlängen eingestimmt sind. Im Fall der Rodin-Suite sind dies Victor Gould (Klavier), Vicente Archer (Bass), Allan Menard (Schlagzeug), Alex Wintz (Gitarre), Chien Chien Lu (Vibraphon und Marimba) und Frank Locrasto (Fender-Rhodes).

Eine durchdachte und zum Nachdenken anregende Aufnahme des Künstlers Jeremy Pelt. Seine Bläser glänzen klar auf diesem weiteren starken Album in seinem beeindruckenden Werkkatalog.

  1. Part one: L'appel aux armes
  2. Part two: Dignity and despair (burghers of calais)
  3. Part three: I sol tace (gates of hell)
  4. Part four: Camille claudel (l'eternel printemps)
  5. Part five: Epilogue
  6. Ceramic
  7. Feito
  8. Watercolors
  9. As of now

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