Joe Chambers

Joe Chambers
Joe Chambers, Foto: Milik Kashad

Biographie

Joseph Arthur (Joe) Chambers (* 25. Juni 1942 in Stoneacre, Virginia) ist ein US-amerikanischer Jazzmusiker.

Joe Chambers wurde in Stoneacre, Virginia, geboren, wuchs aber hauptsächlich in Chester, Pennsylvania, auf. Seine frühesten musikalischen Bestrebungen konzentrierten sich stark auf das Komponieren, auch während er Schlagzeug spielte. Nach der High School studierte er Komposition am Philadelphia Conservatory und an der American University in Washington, D.C. Seine ersten professionellen Auftritte hatte er im Alter von 18 Jahren; er begann mit dem R&B-Künstler Bobby Lewis zu spielen und zu touren. Während er in D.C. lebte, begann er mit dem JFK Quintet, zu dem auch der Saxophonist Andrew White und der Bassist Walter Booker gehörten, sechs Abende pro Woche in den Bohemian Caverns zu spielen.

Freddie Hubbard hörte Chambers eines Abends im Bohemian Caverns und ermutigte ihn, nach New York City zu ziehen. Chambers zog 1963 dorthin und spielte viel mit dem Trompeter Hugh Masekela. Ein Jahr später hatte Chambers seinen ersten Auftritt bei Blue Note, wo er auf Hubbards "Breaking Point" spielte, das Chambers' klassische Komposition "Mirrors" enthielt.

Joe Chambers nahm weiterhin als Sideman und Komponist für viele Blue-Note-Künstler auf, aber sein wichtigster Partner wurde Hutcherson, auf dessen ersten beiden LPs - "Dialogue" (1965) und "Components" (1966) - Chambers' abstraktere Kompositionen im Vordergrund standen. Die Partnerschaft zwischen Chambers und Hutcherson hielt bis in die frühen 70er Jahre an.

1970 nahm Chambers eine einjährige Auszeit, um mit Max Roach's M'Boom Ensemble zu proben. Joe Chambers' erste Aufnahme als Leader, "The Almoravid" (Muse), erschien erst 1974. Nach ein paar weiteren Alben veröffentlichte Denon Records 1979 "Punjab", ein gewagtes Solo-Piano-Album.

Chambers arbeitete weiterhin als Sideman für Chet Baker, David Murray, Steve Grossman und spielte sogar auf dem Soundtrack für Spike Lees 1986 erschienenen Film "She's Gotta Have It". 1990 begann er eine lange Karriere als Pädagoge, zunächst an der New School of Jazz and Contemporary Music in New York City und später an der University of North Carolina Wilmington. An letzterer wurde er 2008 der erste Thomas S. Kenan Distinguished Professor of Jazz.

Heute unterrichtet Joe Chambers nicht mehr, sondern konzentriert sich auf seine Karriere als Jazz-Instrumentalist, Komponist und Bandleader und hat sogar das Percussion-Ensemble M'Boom für ein paar Live-Auftritte wieder zusammengebracht.

Diskografie

Joe Chambers als Leader:

  • Samba De Maracatu, 2021
  • Horace to Max, 2010
  • The Outlaw, 2006
  • Mirrors, 1998
  • Phantom of the City, 1991
  • New York Concerto, 1981
  • Double Exposure, Muse, 1977
  • New World, Finite, 1976
  • Almoravid, Muse, 1973
  • The Almoravid, 1971

Links

Joe Chambers bei Blue Note Records:
https://www.bluenote.com/artist/joe-chambers/

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