Max Andrzejewski's Hütte - Hütte & Guests Play the Music of Robert Wyatt

Max Andrzejewski's Hütte - Hütte & Guests Play the Music of Robert Wyatt

Max Andrzejewski's Hütte
Hütte & Guests Play the Music of Robert Wyatt

Erscheinungstermin: 04.10.2019
Label: WhyPlayJazz, 2019

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Johannes Schleiermacher - saxophone, flute, synth
Tobias Hoffmann - guitar
Andreas Lang - double bass
Max Andrzejewski - drums, vocals, arrangements
Cansu Tanrıkulu - vocals, fx
Jörg Hochapfel - organs, guitars, vocals

„This project is great for my sense of still being alive, knowing that these brillant young musicians look my way for a moment […] They have my profound gratitude.“ Robert Wyatt, eine der lebenden Ikonen alternativer Musik und Schöpfer „wärmender Outsider-Balladen“, freute sich über diese Auseinandersetzung mit seinem Werk. Eine überraschende und stimmige Annäherung an einen Antihelden.

Nun widmet sich Max Andrzejewski zum ersten Mal einem anderen Künstler: Robert Wyatt, Schlagzeuger und Gründungsmitglied von Soft Machine und Matching Mole, Vertreter der sogenannten Canterbury-Szene in den 60er und 70er Jahren. Seit seinem Fenstersturz 1973 ist er querschnittsgelähmt und danach von links wegen mit anrührender Stimme und einer wieder und immer wieder anderen Musik unterwegs. Ein Exzentriker, der bei aller gnadenlosen Analyse der Gesellschaft Humor und Ironie nicht vergisst. „Als ich das zum ersten Mal gehört habe“, erinnert sich Max Andrzejewski, „hat mich das sehr berührt.“ Zerbrechlicher Gesang, schrullige Arrangements und eine stets ein bisschen verwirrende Mischung der Instrumente. Da kam die Einladung der 42. Leipziger Jazztage zu einem britischen Tribute-Programm gerade recht.

Andrzejewski entschied sich für Robert Wyatt, wohl auch weil er Parallelen zu seinen Hütte-Alben hörte und einen integren Bruder im Geiste. Dessen schnelle Brüche und harte Stilwechsel übertrug er in seine Sprache, und das zum Anlass komponierte Sextett blieb stabil über den Festivalauftritt hinaus. In neun Songs werden große Bögen gespannt, Ein Sound wird kreiert, der zurückverweist auf den Miles Davis von Bitches Brew. Farbenreich, detailscharf und fern des Epigonalen erkennt man die Musik der Originale wieder und hört sie doch vollständig neu. Die ausdrucksstarke Stimme Cansu Tanrıkulus raut die Songs weit jenseits des Cleanen auf, diese „revolutionären Lullabies“, die nicht funktionieren, wenn sie zu schön gesungen werden. Dazu erdiges Saxofon oder schwelgerische Flöten, ein stoischer Bass, Keyboardschwaden, punktgenaues Schlagzeug und Gitarrenlinien, wie man sie im Rock noch nicht gehört hat. Eine Mischung, die das Abgründige einfängt. Eine in vielen Farben schillernde Hommage.

Text: WhyPlayJazz

  1. The duchess
  2. Little red riding hood hits the road
  3. You you
  4. Little red Robin Hood hits the road
  5. Cuckoo Madam
  6. Grass
  7. N.I.O.
  8. Instant kitten
  9. Starting in the middle of the day we can drink our politics away

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