Michał Barański - Masovian Mantra

Michał Barański - Masovian Mantra

Michał Barański
Masovian Mantra

Erscheinungstermin: 16.09.2022
Label: Warner Music/Polskie Nagrania, 2022

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Michał Barański - double bass, electricbass, konnakol vocal percussion (1, 4, 7), voice (3, 7), beatbox (6), additionalkeyboards (1-4,6,8)
Shachar Elnatan - guitar (1-3,5,7), voice(3)
Michał Tokaj - piano, Fender-Rhodes, synth solo (3), Hammond organ (7), additional keyboards (7)
Łukasz Żyta - drums
Bodek Janke - tabla (1)
Kuba Więcek - OP-1 synth (1,6) alto sax (8)
Kacper Malisz - violin (1,6)
Joachim Mencel - hurdy-gurdy (1,5)
Olga Stopińska - voice (4)
Jan Smoczyński - accordion (2)
Dziadek Tadek - recitation (1)

Auf dem Album "Masovian Mantra" gibt es viel zu hören und zu entschlüsseln. Das Album erscheint in der Reihe Polnischer Jazz, die 1965 durch eine Platte der Warsaw Stompers mit u.a. Bearbeitungen einheimischer Volksthemen eingeleitet wurde. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang gab es viele weitere ähnliche Alben, und Michał Barański bezieht sich bewusst auf diese Tradition. Es ist ein durch und durch moderner Ansatz, der sich einer bisweilen komplexen, aber gleichzeitig universellen und äußerst inspirierenden Sprache bedient.

"Masovian Mantra" ist eine Auswahl von mindestens drei Motiven, die die von Michał Barański geleiteten Musiker Shachar Elnatan (Gitarre), Michał Tokaj (Klavier), Łukasz Żyta (Schlagzeug), Bodek Janke (Tabla), Kuba Więcek (Saxophon), Kacper Malisz (Violine), Joachim Mencel (Drehleier), Olga Stopińska (Gesang), Jan Smoczyński (Akkordeon) und Dziadek Tadek (Rezitation) versuchen, sich in einem Raum zu vereinen. Es handelt sich um das musikalische Indien, die polnische Volkstradition (mit ihrem symbolischen Mazurka-Dreiklang) und den Klang des zeitgenössischen Jazz mit seinen Mustern aus den 1970er Jahren. Erinnert sei hier einerseits an den legendären Ravi Shankar oder die Gruppe Shakti mit John McLaughlin, an die Praxis des indischen Konnakol-Rhythmusgesangs, andererseits aber auch an die Werke polnischer Musiker, allen voran Zbigniew Namysłowski (mit dem Michał Barański das Album "Assymetry" aufnahm), Tomasz Stańko (die berühmte Reise zum Taj Mahal), die Gruppe Osjan oder die Experimente von Sławomir Kulpowicz mit dem Sitar-Virtuosen Shujaat Khan.

Die einheimischen ethnischen Motive sind hier mit der Region Süd-Masowien verbunden, wobei ein Mazurka-ähnliches Dreiermetrum dominiert. Ein aufmerksames Ohr wird auch Klänge entdecken, die vor allem von der Jazz-Fusion- oder Ethno-Fusion-Szene (Weather Report, Pat Metheny, Joe Zawinul Syndicate u.a.) inspiriert sind, sowie den Stil zeitgenössischer Künstler, die von Hörern und Kritikern zunehmend geschätzt werden, wie der armenische Pianist Tigran Hamasyan (auf den Michał Barański hinweist). Wenn man die Liste der Inspirationen fortsetzt, muss man die Elite der Kontrabassisten und Schöpfer der modernen Bassgitarrenschule hinzufügen, wie den legendären Jaco Pastorius oder die Zeitgenossen Avisha und Cohen und Hadrien Feraud.

Michał Barański - Gitarrist und Kontrabassist, einer der kreativsten, suchendsten und wagemutigsten Künstler der zeitgenössischen polnischen Jazzszene. Sein Werk umfasst neben seinen Club-, Bühnen- und pädagogischen Aktivitäten mehrere Dutzend Platten, die er zusammen mit führenden Vertretern verschiedener, manchmal extremer Bereiche der Musikszene aufgenommen hat. Zu den Alben, die Michał Barańskis musikalisches Porträt ausmachen, könnte man kurz solche Alben wie "Presence" des Triology-Trios mit seinem Mentor Brad Terry (2000) zählen, an dem Mateusz Kołakowski und Tomasz Torres beteiligt waren. "Assymetry" mit dem Zbigniew Namysłowski Ensemble (2006), Aga Zaryans "Dying Beauty" (2007), "Early Reflections" mit dem Bennie Maupin Quartett (2008) und "Sacrum Profanum" mit dem Adam Bałdych Quartett. In Michał Barańskis Biografie kommen fast alle wichtigen Namen des polnischen Jazz vor, darunter neben dem bereits erwähnten Zbigniew Namysłowski auch Tomasz Stanko und Michał Urbaniak. Seit kurzem studiert er indische karnatische Musik und demonstriert die indische Vokalperkussion (konnakol) in der Praxis.

Text: Warner Music/Polskie Nagrania

jazz-fun.de meint:
Musik, die durch ihre Schönheit und Kunstfertigkeit besticht. Mit diesem Album bestätigt Michał Barański, dass er ein kompletter Künstler ist, der hervorragend Form und Spannung aufbaut. Die Kompositionen und Darbietungen auf "Masovian Mantra" sind bisweilen innovativ, und die mehrdimensionale Klangwelt, die der Leader und seine musikalischen Begleiter voller überraschender Einfälle erschaffen, weckt größte Bewunderung.

  1. Masovian Mantra
  2. Fifth Rye
  3. Itzhak of Opoczno (feat. Shachar Elnatan)
  4. Leciały Zurazie (feat. Olga Stopińska)
  5. Pilica (feat. Joachim Mencel)
  6. Gaca (feat. Kacper Malisz)
  7. 13 Lakes
  8. My Mazurka (feat. Kuba Więcek)

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