Pericopes+1 - Up

Pericopes+1 - Up

Pericopes+1
Up

Erscheinungstermin: 27.03.2020
Label: Losen Records, 2019

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Alessandro Sgobbio - piano
Emiliano Vernizzi - sax
Nick Wight – drums

Als die Band im Jahr 2007 von Emiliano Vernizzi und Alessandro Sgobbio gegründet wurde, bestand sie nur aus Saxophon und Klavier. Nachdem das Duo schließlich zehn Jahre später den US-amerikanischen Drummer Nick Wight aufnahm, waren sie Pericopes „+ 1“ und zählten mit ihrem ersten gemeinsam produzierten Album „These Human Beings“ plötzlich zu den „upcoming stars“ der internationalen Szene. Die Band bedient sich einer breiten, von der Popmusik der vergangenen vier Jahrzehnte inspirierten, musikalischen Palette: Dynamische Grooves, klar fokussierter Rhythmus, Rhodes-Sounds und elektronische Effekte prägen den Sound ihrer Eigenkompositionen.

Das Saxophon, Klavier und Schlagzeug Trio „demonstrate power and intention“ (Downbeat – USA) plus Courage und Kreativität, das sowohl von Branchenprofis als auch von Fans anerkannt wurde. Dieses „klug unorthodoxe Trio“ (Musica Jazz – Italien) wurde als „eine originelle, stilistisch interessante“ (Concerto – Österreich) Cross-Genre-Band bezeichnet, die „zu einer neuen Generation“ (Jazz ‚N‘ More -Schweiz) des europäischen Jazz gehört.

Auf UP geht die Band noch einen Schritt weiter und bedient sich noch mehr elektronischer Helfer, die immer sehr subtil eingesetzt werden und dadurch eine starke Wirkung insgesamt ausstrahlen.

„Ich wollte die Möglichkeit haben, auf eine andere Art und Weise mit Klavier und Schlagzeug zu interagieren, den Klang des Saxophons einzufangen und zu manipulieren. Ich habe mir deswegen ein analoges Pedalboard gebaut, das es mir erlaubt, nur nur wie ein Solist zu spielen“, sagt Emiliano Vernizzi und Alessandro Sgobbio fügt hinzu: „Wir wollten neue Sounds hinzufügen, jedoch ohne die typischen Einschränkungen durch die Benutzung von Laptops. Ich wählte nur Stand-Alone-Effekte, um die Freiheit/Mindset eines akustischen Instruments beizubehalten. Wir experimentierten mit diesem Setup an neuen Songs (Disco Gagarin, Gorod Malinov) und älterem Repertoire (Danza di Kuwa und Martyrlied, wo ich auch Segmente der Rede von Thomas Sankara hinzufüge).“

„Mein ursprünglicher Impuls war es, die Effekte und Loops, die unserem Vorgängeralbum (Legacy) hinzugefügt wurden, in der Postproduktion umzusetzen. Wie Emiliano richtig sagte: Es inspirierte mich, mit der Band auf eine neue Art und Weise zu interagieren, als Erweiterung des Schlagzeugs, und neue Sounds zu kreieren,“ ergänzt abschliessend der Mann am Schlagzeug aus New York City, Nick Wight.

UP ist ein einfaches Wort mit mehreren Bedeutungen: Hoffnung in einer Gesellschaft, in der die Menschen immer auf ihr Telefon herabblicken. Eine Erinnerung daran, unseren Kopf zu heben, unsere Perspektiven zu verbessern und positive Veränderungen zu schaffen. Eine nach vorne gerichtete, aufsteigende Richtung, die Künstler und Zivilisationen benötigen, um zu überleben. Pericopes+1 greifen auf diese Inspirationen zurück, um Geschichten, Melodien, Rhythmen und Elektronik mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verbinden.

Es drückt Lebensfreude im lyrischen La Rentrée aus, Einfachheit und Raum im Wunderland. Stücke wie Danza di Kuwa und Ucronia entwickeln eigene rhythmische Motive, die den Zuhörer aufrückeln und aus dem apathischen Zustand erwachen lassen, in dem die Gesellschaft uns hält.

Vernizzis ausgefallener Disco Gagarin und die weichere Erdform sind Tribut an den menschlichen Sieg – inspiriert von Jurij Gagarin, dem ersten Menschen, der den Weltraum erkundet hat.

Sgobbios Martyrlied erfindet ein altes lutherischen Kirchenlied neu, während Gorod Malinov symbolisch Osip Mandelstams Prosa neu interpretiert und In ihrem ersten aufgenommenen Cover, Sultans Of Swing, so weit entfernt und fragmentiert er auch sein mag, von der ursprünglichen Dire Straits Version, findet die Band ihren ganz eigenen Zugang.

Die Musik von Pericopes+1 widerspiegelt den grossen musikalischen Horizont und die Virtuosität dieser Formation und lässt sich vielleicht so beschreiben: Hinreißender, junger Jazz in bester europäischer Tradition – mit Zitaten aus der amerikanischen, afro-amerikanischen und europäischen Folk-Musik, einer Prise Post-Prog und einem Schuss Avantgarde gewürzt.

Somit bleiben und wachsen die Pericopes+1 weiter als wichtige junge Vertreter des Neuen Jazz mit Wurzeln in der europäischen traditionellen und der afroamerikanischen Musik mit einem guten Schuss Improvisation und einer Affinität für Melodie und Komposition.

Seit der Veröffentlichung von These Human Beings (2015) und Legacy (2018) touren Pericopes+1 weiter durch die Welt, obwohl sie durch Ozeane getrennt leben – New York City, Paris und Mailand.

  1. Wonderland
  2. Ucronia
  3. Disco Gagarin
  4. The Earth?s Shape
  5. Danza di Kuwa
  6. Martyrlied
  7. Gorod Malinov
  8. La Rentrée
  9. Sultans of Swing

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