Philip Zoubek Trio - Outside

Philip Zoubek Trio
Philip Zoubek Trio
Philip Zoubek Trio - Outside

Philip Zoubek Trio
Outside

Erscheinungstermin: 26.10.2018
Label: WhyPlayJazz, 2018

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Philip Zoubek - piano, compositions
David Helm - bass
Dominik Mahnig - drums

Es gibt keine Grenze zwischen Improvisation und Komposition, keine zwischen Energie und Sensibilität. Musik, die auf Neugier setzt, auf hochenergetische Prozesse voller eingängiger innerer Logik, die sich überträgt, weil der Hörer spürt, wie hier Künstlern etwas unter den Nägeln brennt.

Das akustische Klaviertrio hat sich im Jazz als kammermusikalische Formation schlechthin emanzipiert und in den letzten beiden Jahrzehnten zu immenser Beliebtheit gefunden. In solcher Breitseite hat es sich auch inflationiert – und im Kopieren von Originalen. Von Philip Zoubeks Trio mit Kontrabassist David Helm und Schlagzeuger Dominik Mahnig ist so etwas nicht zu erwarten. Zoubek zelebriert auch hier seine Mischung aus Intensität und Kontrolle. Er war immer an Pianisten interessiert, die beides verbanden: Lennie Tristano, Paul Bley, Masabumi Kikuchi oder Glenn Gould. Bach war ihm stets näher als Liszt. Und überhaupt hat er sehr viel gehört, auch um zu entdecken, was er nicht will. So hat er zu seinem Personalstil gefunden, in den auch Cage, Xenakis und vor allem Morton Feldman diffundiert sind. Fein ziseliertes Spiel ist Philip Zoubek wichtiger als orchestrales.

Das Ich seiner neuen Musik ist ein Wir. Die Musik entsteht zu dritt. Eine ihrer Besonderheiten ist es, wie es zwischen Improvisation und Komposition keine identifizierbare Grenze gibt. Es gibt auch keine zwischen Energie und Sensibilität, zwischen Innehalt und Aufbruch. Keins der zehn Stücke wird geschwätzig, jedes hat neue Ideen, die sich einem großen Fluss zuordnen, der ohne Routine und simple Bedienung eines Publikumsgeschmacks auskommt, von dem ehrliche Künstler sowieso nicht wissen, wie er aussieht.

Diese Musik setzt auf Neugier. Sie unterschätzt den Hörer nicht. Sie führt Triomusik als hochenergetischen Prozess vor und verblüfft damit, wie eingängig eine innere Logik werden kann, wenn sich überträgt, wie Künstlern etwas unter den Nägeln brennt. Das ist viel mehr als einfach nur noch ein Pianotrio. Das ist ein kollektiver Aufbruch, raffiniert, wie aus einem Guss und voller sich übertragender Freude am gemeinsamen Gruppenklang.

Weitere Alben: Philip Zoubek Solo - Air

Text: WhyPlayJazz

  1. Scanning
  2. Rhetorics
  3. Now then
  4. Sketch
  5. Spaces in between
  6. Der König
  7. Gambit
  8. The clearing
  9. The long fade
  10. Distorted chants

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