Wanja Slavin Lotus Eaters - For Very Sad and Very Tired Lotus Eaters

Wanja Slavin Lotus Eaters - For Very Sad and Very Tired Lotus Eaters

Wanja Slavin Lotus Eaters
For Very Sad and Very Tired Lotus Eaters

Erscheinungstermin: 17.01.2014
Label: WhyPlayJazz

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Wanja Slavin, Alto saxophone, Clarinett
Philipp Gropper, Tenor saxophone
Rainer Böhm, Piano
Andreas Lang, Double Bass
Tobias Backhaus, Drums

Wanja Slavin Lotus Eaters ist den Lotophagen gewidmet, einem Volk der griechischen Mythologie, das ganz der Welt abgewandt lebt. Die Musik ist eine Reise ins Innere und in einen Zustand abseits der Welt. Im Gegensatz zu den Namensgebern verfallen die Lotus Eaters dabei aber nicht in Lethargie sondern verwandeln düsteren Weltschmerz mit kraftvoller Dringlichkeit in faszinierende Musik. Die ist formal traditionell und doch begegnen die Lotus Eaters Erbe der Jazzgeschichte mit Selbstbewusstsein, adaptieren unterschiedlicher Stimmungen, Genres und Bilder, um sie klug und virtuos weiterzuentwickeln. Das klingt mal nach elegischer Klangmalerei, dann wieder wild und kämpferisch, im Gestus einer Rockband. Es ist eine sehr persönliches Projekt, in dem nicht um eine neue Definition des zeitgemäßen Jazz gerungen wird, sondern um emotionale Hingabe. Dieses Ringen ist nicht minder spannend. Wanja Slavin: „Es geht nicht um Intellektualität sondern um ein Gefühl, eher um etwas Spirituelles.“ Die Lotus Eaters beweisen, daß im 21. Jahrhundert ein aktueller Weg gefunden werden kann, die Jazztradition weiterzuführen und doch etwas relevantes hinzuzufügen. Mit diesem Konzept konnten sie 2011 auch die Jury des internationalen BMW Jazz Award überzeugen und den 2. Preis gewinnen.

Wanja Slavin:
Haltung sie gespielt sein sollte und doch brauchte es fünf Jahre, bis endlich der richtige Zeitpunkt war. Dann ist die Aufnahme letztlich nur an zwei Nachmittagen entstanden.

In all den Jahren gab es viele Veränderungen in der Band. Über 20 Musiker waren in den Jahren an dem Projekt beteiligt und obwohl sie jetzt nicht Teil der Band Lotus Eaters sind, haben sie alle dazu beitragen, daß die Musik jetzt ist, wie sie ist. Ich möchte mich an dieser Stelle besonders bei Wolfgang Zechlin, Daniel Glatzel und Jan Leibnitz für ihre Inspiration bedanken.

Der Klang dieser Platte reflektiert die Schwierigkeiten und das Ringen um ihre Entstehung ebenso wie die Lösung. Deutliche Ahnungen von Melancholie, Verlorenheit sind zu hören, Zustände durch die ich gegangen bin, nachdem ich 2006 nach Berlin gezogen bin. Trotz all dieser Schatten hat mich der kreative Prozess immer wieder gehalten und die Schönheit, die sich mir dabei offenbart hat, hat mich immer weiter gehen lassen.

Verglichen zu meiner ersten Platte „Scirocco“ habe ich mich hier mehr auf mehr oder weniger simple Kompositionen konzentriert. Erst beim Schreiben dieser Liner-Notes ist mir aufgefallen, dass jedes Stück in einem eher abstrakten Sinn seine eigene Referenz und Inspiration besitzt. Diese sind allerdings nicht als formale Kopien oder Reharmonisationen zu verstehen, sondern eher als der Versuch, subjektive Stimmungen ganz bestimmter Aufnahmen einzufangen.

Diese Musik hat mich über die Jahre begleitet:
Hippie Song: Back Woods Song (from „Gateway“ by John Abercrombie, Dave Holland, Jack DeJohnette)
Hommage: Love Theme from Spartacus (from „Eastern Sounds“ by Yusef Lateef)
Odense: Chords (from „The Remedy - Live at the Village Vanguard“ by Kurt Rosenwinkel)
PAF: inspired by Charles Lloyd
A Long Day's Journey into Night: dedicated to Hermeto Pascoal

  1. Hippie Song
  2. Hommage
  3. Ballad for Very Sad and Very Tired Lotus Eaters
  4. Odense
  5. Paf
  6. A Long Day's Journey into Night

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