Elbjazz 2023

Die elfte Ausgabe des Hamburger Elbjazz-Festivals war für die Veranstalter wieder ein voller Erfolg. Ein tolles und abwechslungsreiches Programm, perfektes Wetter und ein wunderbares Publikum haben nicht enttäuscht.

Das Horst Hansen Trio eröffnete das ELBJAZZ am Freitagnachmittag auf der Hauptbühne und präsentierte Klänge zwischen Swing, Rock und Hip-Hop. Nach diesem Konzert ging es rasant weiter. Cécile McLorin Salvant, die wieder einmal mit ihrer Stimme und ihren wunderbaren Interpretationen verzauberte, das Jakob Manz Projekt und Camila George.

Am Samstag konnten wir unter anderem Adi Oasis, Lise Wulff, das Tingwall Trio und José James erleben.

Es war eine tolle Idee, Musiker aus der Hamburger Jazzszene zum Elbjazz einzuladen. Dank der Unterstützung der Haspa Musikstiftung und des Kurators Jazzbüro präsentierten sich sechs frisch gegründete Bands aus Hamburg: CLEO & David Grabowski, Moritz Hamm Quartett, Skilbeck, Another Heroes Band, Pelican Crossing und Norlyz.

Die Verleihung des Hamburger Jazzpreises an Dirk Achim Dhonau mit anschließendem Preisträgerkonzert fand am Samstag im Rahmen des Elbjazz Festivals in festlicher Atmosphäre statt. Zu Beginn der Preisverleihung stimmten Sarah Seidel vom NDR und Réka Csorba, Leiterin des Jazzbüros, in die feierliche Atmosphäre ein. Sie sprachen darüber, was das Jazzbüro als Dachverband der Hamburger Szene bewegt und was den Hamburger Jazzpreis so besonders macht.

Nach der Übergabe von Preis und Urkunde folgte ein furioses Konzert des Preisträgers Dirk Achim Dhonau mit seinem neuen Quartett, bestehend aus Anna-Lena Schnabel am Saxophon, Tilman Oberbeck am Bass und Mattie Winnitzky am Klavier. Der Preisträger und sein Ensemble begeisterten die voll besetzte Schiffbauhalle mit musikalischer Brillanz, Energie und Spielfreude.

Wer ELBJAZZ 2023 verpasst hat oder die besonderen Momente des Festivals noch einmal erleben möchte, hat dazu auf ARTE die Gelegenheit: ARTE Konzert zeigt ausgewählte Konzerte von der Hauptbühne und aus der Schiffbauhalle. Sie stehen mindestens 90 Tage lang als Video on Demand zur Verfügung. Weitere Informationen unter:
https://www.arte.tv/de/videos/RC-022547/elbjazz/

Auch das Resümee von ELBJAZZ-Festivalleiter Alexander Schulz fällt durchweg positiv aus: „Was für ein Wochenende: Großartiges Festivalwetter, großartiges Programm, großartiges Publikum – weniger euphorisch lässt sich das diesjährige ELBJAZZ einfach nicht beschreiben. Wir freuen uns sehr über den enormen Publikumszuspruch, an dem besonders erfreulich ist, dass er sich bereits im Vorverkauf abzeichnete und nicht nur auf das gute Wetter zurückzuführen ist. Auch wenn sich ein Großevent wie ELBJAZZ immer noch immensen Herausforderungen gegenübersieht, die sich nicht nur auf gestiegene Personal-, Material- und Energiekosten reduzieren lassen, ist der Erfolg der beiden ELBJAZZ-Ausgaben nach der Pandemie Ausdruck und Beweis der enormen Attraktivität und Beliebtheit des Festivals. Neben dem musikalischen Facettenreichtum spielt dafür sicherlich auch die ganz besondere Atmosphäre des Werft-Geländes als Hauptveranstaltungsort eine entscheidende Rolle. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, neben unseren Gästen, unseren Künstler*innen sowie Partnern und dem gesamten ELBJAZZ-Team insbesondere Blohm+Voss gegenüber ein Dankeschön auszusprechen, das nicht groß genug sein kann. Auf den ersten Blick mag der Aufwand für die Schiffbauer für ein Zwei-Tages-Festivals überschaubar erscheinen. Wenn man aber bedenkt, dass der Aufbau – bei laufendem Betrieb – spätestens eine Woche vor dem Festival beginnt und auch der Abbau einige Tage in Anspruch nimmt, lässt sich besser einschätzen, wie groß das Engagement auf Seiten Blohm+Voss ist, um ELBJAZZ zu ermöglichen. Ohne diese großzügige Unterstützung von Blohm+Voss und unserer weiteren Partner wäre ELBJAZZ in seiner bewährten Form nicht realisierbar."

Text & Foto: Jacek Brun

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