Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Schon immer war Studnitzky als Wanderer zwischen den Genres Jazz, Klassik und Elektro unterwegs. Mit seinem neuen Album „KY - The String Project“ bringt er seine Vielseitigkeit und stilistische Aufgeschlossenheit eindrucksvoll auf den Punkt. Nur von einem Streichquartett begleitet zelebriert er sein faszinierend emotionales Spiel an Trompete und Klavier. Hier und da hat er den durchweg selbst komponierten Songs mit dezenten elektronischen Verfremdungen eine unerwartete Note hinzugefügt. Bei seiner ungewöhnlichen Musik erscheint kein Ton zu viel. Sie ist detailliert, minimalistisch, transparent, und dabei von großer emotionaler Tiefe und beeindruckend eigen.
Sechsundfünfzig/sechsundfünfzig – das ist im Leben eines Menschen genau einmal. Auch wenn es zunächst vielleicht wie eine etwas groß geratene Jeanshosengröße anmutet – sechsundfünfzig/sechsundfünfzig ist für Axel Fischbacher das Jahr 2012. Sechsundfünfzig geboren ist er sechsundfünfzig. Und 56/56 ist die aufregende "Kick off"-CD seiner neuen Band.
The amazing VOCAL NIGHT from Rüdiger Baldauf got released. We also present some information about upcoming episodes featuring George Whitty, Sandro Albert and our visit at the Warwick Basscamp 2013. Finally we announce the winners of the Thierry Condor CDs. Don’t miss our quick check of the great new CDs from GUT and Levin Minnemann Rudess.
Berlin, 27.11.2013 | Der Berliner Multiinstrumentalist und Komponist Gebhard Ullmann ist neuer Vorsitzender der Union Deutscher Jazzmusiker. „Nach zwei sehr intensiven und fruchtbaren Jahren freue ich mich über einen so renommierten und hochgeschätzten Kollegen als Nachfolger“, so Julia Hülsmann, die der Union Deutscher Jazzmusiker seit Februar 2012 vorgestanden hatte und auf eigenen Wunsch nicht mehr kandidiert hatte.
Auf dem neuen Album hat Ute Lemper gemeinsam mit dem argentinischen Bandoneonisten Marcelo Nisinman die Lyrik Nerudas zu einem Zyklus zusammengeschlossen und vertont. Zwölf Songs voller Emotionen und Liebe, die Ute Lemper besonders am Herzen liegen. „Mit diesem Album möchte ich den wunderbaren Dichter und Diplomat für Literatur ehren. Neben seinem politischen Erbe und den unvergessliche Schriften, die als Aufschrei gegen Unterdrückung und Diktatur stehen, gab er uns das schönste Geschenk - seine Liebesgedichte.“
Mit tristanesque präsentiert das Jazztrio um den Pianisten Helmut Lörscher (Bernd Heitzler, bass, Harald Rüschenbaum, drums) zum Abschluss des Jubiläumsjahrs 2013 eine ebenso tiefgründige wie unterhaltsame Reflexion der Musik Richard Wagners aus Sicht des modernen Jazz. Und es verfolgt den in der vorangehenden Produktion badinerie eingeschlagenen Weg konsequent weiter: bekannte Themen und Leitmotive im Stil des zeitgenössischen Jazz und mit dessen Mitteln zu verarbeiten.
Das Chris Kisielewsky 4-TETT verbindet in seinem Programm groovigen Soul mit Jazz & Latin zu einem einzigartigen Sound. Mit einem Repertoire aus eigenen Kompositionen und geschmackvoll ausgewählten Arrangements begeistern die 4 MusikerInnen ihr Publikum mit überaus souligem und tanzbarem ear f ood. 2006 gegründet gab das CK 4-TETT bisher neben nationalen und internationalen Clubs u.a. auch beim Salzburg Jazz-Festival und beim Donauinselfest Konzerte und tritt regelmäßig bei Veranstaltungen auf.
Ein junges Mädchen aus Korea entdeckt den Jazz. Das junge Mädchen mag den Jazz. Beeinflusst von John Coltrane, einem der ganz Großen des Jazz, entscheidet sie sich fürs Saxofon und übt und übt und übt. Und heute? Jazz aus Korea? Vor einigen Jahren sprach kein Mensch darüber. Mehr noch: Kaum einer konnte sich vorstellen, dass es so etwas überhaupt geben sollte. Heute ist Südkorea einer der Marker auf der globalen Landkarte des Jazz. In Südkorea und insbesondere in der Hauptstadt Seoul entwickelt sich seit einigen Jahren eine vielseitige und hochinteressante Jazzszene. Jazz ist cool in Korea!
Nachdem die 26-jährige Polar-Prinzessin Thea Hjelmeland vier Jahre in Paris gelebt hat, zog es sie zurück nach Bergen, Norwegen, um dort ihr Debütalbum "Oh, The Third..." zu veröffentlichen. Das Album bekam überragende Kritiken, und es folgten erfolgreiche Live Performances wie beim "by: Larm" Festival in Oslo. Die meisten Journalisten sahen Thea als eines der Highlights auf dem Festival, und sie begeisterte mit ihrem Auftritt auch den in Norwegen bestverkaufenden Künstler Jarle Bernhoft, so dass er sie einlud, ihn auf seiner Europatour einen Monat später zu begleiten.
Dusko Goykovich träumt, seit er denken kann. Von Musik, seiner persönlichen Metapher für das Leben. Sein Traum vom Jazz, dieser grenzenlosen Musik, in der keiner nach Nationalitäten oder Hautfarben fragt, konnte freilich in seiner jugoslawischen Heimat nie Gestalt annehmen. Also nützte er die erstbeste Gelegenheit, um nach Deutschland zu fliehen. Dort wollte er Jazz hautnah erleben, seine Helden treffen und irgendwann mit ihnen spielen. Der Weg in die Fremde war für ihn der Weg in die Freiheit.
Makiko Hirabayashi könnte das ideale Symbol für den multikulturellen Jazzmusiker von heute sein. Aufgewachsen in Tokio und Hongkong, begann sie mit vier Jahren klassisches Klavier zu spielen. Mit 20 erhielt sie ein Stipendium am renommierten Berklee College in Boston, und ihr musikalischer Fokus verlagerte sich auf den Jazz. Nach ihrem Studium zog sie 1990 nach Dänemark, wo ihre professionelle Karriere begann. Ihr Musikstil bewegt sich zwischen klassischer und fernöstlicher Musik, zwischen nordischem Folk und Jazz. Mit ihrem Improvisationstalent vermag sie es, aus diesen verschiedenen Einflüssen einen einzigartigen Sound zu erschaffen.
Elders: Der Pianist Pablo Held verbeugt sich. Und erweist anderen Generationen – neben den eigenen Eltern auch Musikern wie Wayne Shorter und Frederico Mompou – die Ehre mit einer Musik von ganz eigenem Charme und augenzwinkernder Schönheit. Seinem Trio gesellen sich hier zwei Bläser und ein Gitarrist hinzu. Und lassen eine beachtliche Klangfarbenpracht erblühen.
"Sabotage And Celebration" heißt das fünfte Soloalbum von einem der besten und originellsten Jazz-Pianisten und Komponisten weltweit, John Escreet. Auf diesem Album wurde er von Top-Musikern unterstützt, darunter John Escreet (Piano, Fender Rhodes), David Binney (Alto & Soprano Sax), Chris Potter (Tenor Sax), Matt Brewer (Double Bass) und Jim Black (Drums).
Nur Piano (Guillermo Rubalcaba) und Gesang (Luis Frank Arias). Als die beiden das Angebot bekamen eine Woche im Café del Mar diese Lieder vorzutragen, sagten sie sofort zu. Der Erfolg war so enorm, dass sie noch in der selben Woche ins Studio gingen um eine Musikaufnahme eben dieser Lieder zu machen. In dem Film „Wim Wenders Presents Musica Cubana“, der bereits in 18 Ländern in den Kinos war, wurde Luis Frank Arias als einer der bedeutendsten jüngeren kubanischen Sänger herausgestellt. Das wunderbare Album wurde im Rahmen einer Tour erstmals 2008 veröffentlicht. Damit aber größtenteils ungehört bleibt, wird es nun nochmal wiederveröffentlicht und das gleich mit einem weihnachtlichen Bonustrack – "Noches de Paz" (Stille Nacht, Heilige Nacht).
“Die ‘Bregenz / München Concerts’ waren Jarretts brillanteste Soloaufnahmen bis heute, das Niveau der Inspiration ist ziemlich außergewöhnlich, und die Musik deckt ein größeres musikalisches und emotionelles Spektrum ab denn je.“– Jarrett-Biograph Ian Carr. Nach „Bremen / Lausanne“, nach dem „Köln Concert“, nach den epischen „Sun Bear Concerts“ stellte die mit diesen Aufnahmen eingefangene, allumfassende Musik die nächste Entwicklungsstufe in Jarretts Solokonzerten dar. Zwei improvisierte Konzerte aus dem Jahr 1981 aus Österreich und Deutschland stehen hier im Blickpunkt, aufgenommen im Bregenzer Festspielhaus und im Herkulessaal, Konzerträumen mit bekannt herausragender Akustik.
StuttgarTango – ein neues Online Magazin, das aus der Leidenschaft heraus entsteht. Aus der Leidenschaft für den Tango, den Jazz, die internationale Musik und aus der Leidenschaft für Menschen, Länder und Kulturen. Inhalte sind exklusive Reportagen und Interviews mit Musikern, Tänzern und bekannten Persönlichkeiten aus dem Showgeschäft. Außerdem berichtet StuttgarTango aus ausgewählten Jazzclubs. Mit Fotografien aus der Musik- und Tanzszene blickt das Online Magazin zudem über die Stadtgrenze von Stuttgart hinaus in die Welt.
Marion Graeber/Journalistin http://www.stuttgartango.de/
Man könnte meinen, es war gestern, aber es sind bereits 9 Jahre vergangen, seit Concha Buika ihr erstes Album veröffentlichte. Seither hat Buika 4 Alben veröffentlicht, die in mehr als 22 Ländern veröffentlicht wurden und zusammen mehr als eine halbe Millionen mal verkauft wurden. Buika hat sich dabei mit Stilen wie Copla, Tango, Bulerías, Bolero, Kubanische Musik und dem Jazz zu einer einzigartigen und unverwechselbaren Künstlerin gemacht. In Deutschland hat sie für das Album "Mi Nina Lola" den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik erhalten.
Während der 70er- und 80er-Jahre entwickelten der Trompeter Randy Brecker und sein jüngerer Bruder, der Saxofonist Michael Brecker, einen neuen Musikstil: Sie mischten anspruchsvolle Jazzharmonien und gehaltvolle Soli mit energiegeladenen Funk-Grooves und Rock-Beats - der berühmte Brecker-Brothers-Sound. Im Laufe der Jahre entstanden großartige Einspielungen wie "Brecker Brothers", "Straphangin’", "Heavy Metal Be-Bop" und "The Return Of The Brecker Brothers".
Das Lund Quartet ist eine Instrumentalband aus Bristol. In ihrer Musik verschmelzen die Briten die Luftigkeit des skandinavischen Jazz mit den kreativen Möglichkeiten eines subtil arbeitenden DJs. Denn das Lund Quartet besteht aus dem Autodidakten Simon Adcock am Klavier und Theremin, den von Dub, Ska und Drum ’n’ Bass beeinflussten Rob Childs und Sam Muscat am Kontrabass und Schlagzeug sowie dem Hip-Hop-Produzenten Jake Wittlin am Plattenspieler.
Beyond the Double Bass gibt einen großartigen Einblick in das Phänomen RENAUD GARCÍA-FONS und beleuchtet dessen persönliche Höhepunkte seiner bisher erschienenen 10 CDs. Für eine Überraschung sorgt Renaud’s Tochter Soleá García-Fons auf dem brandneuen Stück Camino de Felicidad. Ihre wundervolle, expressiv-warme Flamenco-Stimme sticht aus dem Instumental-Album hervor und verleiht dem grandiosen Klangbild des Kontrabass-Virtuosen völlig neue Akzente.
Nein, Michel Haumont ist kein Erneuerer der Akustikgitarre. Aber er verwaltet das Erbe von Chet Atkins, Marcel Dadi und anderen großen amerikanischen und französischen Solisten auf sechs Saiten mit unvergleichlichem Charme und Stil.
Aufgenommen 1986 in seinem Heimstudio, offenbart “No End” bisher undokumentierte Aspekte in Keith Jarretts Musik. Er ist hier an elektrischen Gitarren, elektrischem Bass, Schlagzeug und Perkussion zu hören, wie er Overdubs über eigene Improvisationen spielt: „Irgendwie passierte in diesen Tagen während der 80er Jahre etwas, das sich nie wiederholen wird“, schreibt er in seinen Liner Notes. „Es gab, soweit ich mich erinnere, keinerlei Vorüberlegungen oder Kompositionen im herkömmlichen Sinn – nur ein Gefühl oder reine rhythmische Idee oder ein Konzept für eine Basslinie oder Melodie. Nichts davon war niedergeschrieben.“
“4 Elementos” oder “Four elements” ist der Nachfolger zu Naná’s unglaublichem Album ‘Sinfonia & Batuques’, für das er 2011 einen Latin Grammy gewonnen hat. Auf diesem neuen Album werden nun viele musikalische Grenzen überschritten und Brasiliens renommiertester Percussionist präsentiert sich in Bestform. Naná Vasconcelos kreiert Soundlandschaften in seinen Kompositionen, die so intensiv wie provokativ sind.
Gretchen Parlato releases her first live album on CD and DVD in one package featuring Taylor Eigsti, Alan Hampton, Burniss Earl Travis, Mark Guiliana, and Kendrick Scott.
Bei "Clear Tears / Troubled Waters" handelt es sich um den von den beiden Tuxedomoon-Musikern Steven Brown und Blaine Reininger sowie dem jungen belgischen Klangdesigner Maxime Bodson live während der Performance vorgetragenen Soundtrack für sieben Tänzer. Obwohl Brown und Reiniger schon mehrfach als Duo Alben veröffentlichten, gilt "Clear Tears / Troubled Waters" als explizite Fortführung der "Blaine & Steven"-Kollaboration.
Nach vielen Alben und etlichen Konzerten legt die gefeierte Sängerin aus Kanada erstmals einen Liveauftritt auch auf DVD vor. Das CD/DVD-Album "Steal The Night" wurde 2011 im Glenn Gould Studio in Toronto aufgenommen und produziert.
Fourth album by poet Black Cracker (vocals), Leo Tardin (piano/keyboards) and Dom Burkhalter (drums). The band has been performing from Mumbai to Istanbul, Prague to London, Berlin to Lisbon, from Montreux Jazz Festival to SXSW.
Von der beschaulichen Krämerbrücke im thüringischen Erfurt bis zur monumentalen Brooklyn Bridge in New York ist es nicht weiter als ein Schmetterlingsflug. Zumindest wenn das Trio Schmetterling den Metropolen- Groove und die Verklärtheit einer idyllischen mittelalterlichen Landeshauptstadt im Osten Deutschlands zu einer unwiderstehlichen Einheit zusammenführt. Denn der Sound dieses Trios - Gitarrist Keisuke Matsuno, Bassist Alexander Binder und Drummer Jan Roth - setzt sich auf Anhieb von landläufig Gehörtem ab.
Der Traum der perfekten Welt. Der Freiheit. Der Gleichheit. Der Verwirklichung. Eine Welt im Umbruch. Veränderung. Erneuerung. Neugier, auf der Suche nach Konstanz, nach Bekanntem. Großes wird klein. Grenzen verschwinden. Alles wird möglich...Und mitten drin ein Piano-Trio.
In den 50er Jahren hatte es Oscar Peterson mit einer schlagzeuglosen Besetzung zum bestbezahlten Trio des Jazz gebracht. Der Ausstieg seines Gitarristen und die wachsende Nachfrage für Auftritte in größeren Hallen ließen ihn und seinen künftigen Manager Norman Granz über eine neue Instrumentierung nachdenken: Anstelle einer kammermusikalischen Besetzung mit Klavier, Bass und Gitarre entschlossen sie sich für das klassische Pianotrio - und damit für einen akustisch wesentlich präsenteren Schlagzeuger. 1958 übernahm Gene Gammage die Rolle, im folgenden Jahr konstituierte sich jene Formation, die für nicht wenige als die beste des Pianisten gilt.
The John Coltrane Quartet. Solange man einen Saxophonisten als quasi „natürlichen“ Leader einer Gruppe mit begleitendem Klaviertrio betrachtet, eine treffende Bezeichnung. Doch eine feste Formation dieses Namens sollte erst im folgenden Jahr entstehen, jene Band mit McCoy Tyner, Jimmy Garrison und Elvin Jones, die alsbald den Gang der Jazzgeschichte verändern wird.
1958, zwei Jahre vor dem Essener Auftritt, hatte sich nach Umbesetzungen der Rhythmusgruppe jene Band formiert, die als das „klassische Brubeck Quartett“ Geschichte schreiben wird: Dave Brubeck, Paul Desmond, Gene Wright, Joe Morello. Die Gruppe verstand das Kunststück, Intellekt und kommerziellen Erfolg miteinander zu vereinen, und avancierte schnell zur herumgereichten Hausband der Universitäten und Colleges.