Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Our new bi-weekly show that will be issued on Fridays every 2 weeks. We talk about news, new releases, tour dates and other current stuff. This episode is about: Musikmesse 2013, new album from David Sanborn and Bob James, Hiromi, Delicious Date and the new book of Peter Erskine.
Pianist Aaron Goldberg, Bassist Omer Avital und Drummer Ali Jackson Jr. haben schon unzählige Male zusammen auf der Bühne gestanden und kennen und schätzen sich schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Aus dieser tiefen Verbundenheit heraus entstand 2011 ein gemeinsames Album, das völlig aus einem Guss klingt und durch seine warm-soulige Grundstimmung bezaubert.
Mit "Spellbound" legt der indische Perkussionist und Schlagzeuger Trilok Gurtu, bekannt unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit Jan Garbarek, ein Meisterwerk vor, ein Konzeptalbum allerhöchster Qualität. Die Trompete steht im Mittelpunkt der Aufnahmen.
Nach dem riesen Erfolg mit seinem Studio-Album "Durch Einander" hat Max Mutzke nun mit seinem neuen Album "Live" die Clubtour auf CD gebannt. Die Live-Umsetzung seines viel beachteten und bewunderten Jazz-Debüts "Durch Einander" ist zu einem Meisterstück geworden.
Sie mischt bekannte Bossa-Nova-Standards mit schönen Originals, die ihrer warmen, temperamentvollen Stimme und dem virtuosen Harfenspiel viel Raum lassen (das hat ihr eine Einladung von Sting eingebracht, ihn auf einem Konzert zu begleiten). Als Überraschung taucht auf der CD ein Vibraphon auf, das eine leichte, luftige Stimmung erzeugt.
Mit dem Album „La Notte“ erweist der norwegische Komponist, Pianist und Schriftsteller Ketil Bjørnstad einem seiner frühesten und nachhaltigsten künstlerischen Einflüsse einen klangvollen Tribut: den Filmen von Michelangelo Antonioni.
Die Jazz-Pop-Sensation des Frühjahrs 2013 heißt Alexander Stewart. Sein Debüt „All Or Nothing At All“ erinnert an die jungen Frank Sinatra und Mel Tormé. Es swingt elegant, schmeichelt mit klassischen Crooner-Balladen und spannt mit Jazzadaptionen ausgesuchter Pop-Klassiker bewusst einen Bogen von den zeitlosen Standards des Great American Songbook zur Gegenwart.
Nach ihren zwei viel beachteten Alben auf ECM „The End Of A Summer“ und „Imprint“ mit Marc Muellbauer am Bass und Heinrich Köbberling am Schlagzeug, wird nun aus dem Julia Hülsmann Trio das Julia Hülsmann Quartett . Als starke neue Stimme nimmt Trompeter Tom Arthurs auf „In Full View“ eine prominente Rolle ein.
Geht man nach dem Coverfoto, dann könnte es sich bei “Vintage Gal Hour” durchaus auch um ein Album aus den Golden Fifties handeln. Klassisch geschnittenes Kleid, Bauchschleife und Haarband, der Blick verträumt in die Ferne gerichtet – so präsentiert sich IriS Romen auf der Hülle ihres Solodebüts. Die abgebildete Pose im Retrolook verweist stilsicher auf die Klangwelt, die uns hinter der CD-Verpackung erwartet, und die wirkt mit ihrem Rückgriff auf Musikarten früherer Dekaden zunächst ebenfalls wie aus der Zeit gefallen.
Offen für musikalische Spezialitäten präsentieren wir hier das erste Soloalbum von Felix Rüedi. Der Bündner Perkussionist und Bassist, bekannt durch seine Mitarbeit bei Produktionen von Kouglof und ErRic Is Blue bei Brambus, hat sein Projekt lange reifen lassen, und jetzt steht diese intensive Klangbegegnung mit den Tierkreiszeichen.
Der renommierte Jazz-Gitarrist Ulf Meyer und der international erfolgreiche Kontrabassist Martin Wind sind trotz zahlreicher eigener Projekte seit über 20 Jahren Duo-Partner, und sie überzeugen immer wieder auch auf den Bühnen mit "faszinierendem, kompaktem Schlagabtausch ebenbürtiger Solisten, der nur selten in unnötige Eile ausartet."
Alleine am Klavier zu sitzen und ruhige, fein abgestimmte Miniaturen zu spielen, hätte wohl die wenigsten von John Medeski erwartet. Mit seinem ersten Soloalbum gelingt es dem herausragenden Jazz-Pianisten einmal mehr seine Musik in eine völlig unerwartete Richtung zu lenken. "Ich hatte mir vorgenommen ein besonders vielschichtiges Album aufzunehmen", sagt Medeski selbst.
Eine neue große Stimme gemeinsam mit dem feinsten Pianisten im Schweizer Jazz, Nicole Herzog - Stewy von Wattenwyl Group. Stewy von Wattenwyl begleitet Brambus seit bald zwei Dekaden und präsentierte eine lange Reihe exzellenter CDs für das Label und immer wieder auch neue Besetzungen. Diese hier ist von besonderer Intensität und Feinfühligkeit!
Diegesis: Musik, die erzählt. Der Trompeter und Flügelhornspieler Bastian Stein lässt in hochkarätiger Besetzung faszinierende Töne sprechen. Es helfen ihm dabei: Pianist Pablo Held, Bassist Matthias Pichler und Schlagzeuger Tobias Backhaus.
Das Portico Quartet hat sich seit seiner Gründung 2005 zu einem der innovativsten und beliebtesten Jazz-Acts der britischen Insel entwickelt. Aber auch hierzulande haben die vier aus dem Osten Londons mit ihren bislang drei Alben Fans in und außerhalb der Jazzszene gewonnen.
Bei den ECHO JAZZ Awards 2012 wurde das Tingvall Trio sowohl mit dem Kritikerpreis „Bestes Ensemble, national“ als auch mit dem Publikumspreis „Live-Act des Jahres“ ausgezeichnet. Schlichtweg bemerkenswert, denn sowohl eine Fach-Jury als auch die Fans zu überzeugen, gelingt wahrlich nicht jedem Künstler, eindrucksvoll wurde dadurch der Ausnahmestatus der drei Musiker auf allen Ebenen dokumentiert. Mit ihrem Konzept aus starken Melodien, packenden Grooves und einer Natürlichkeit und Authentizität, die ihnen in der Folge der mittlerweile drei Jazz ECHOS (2010 waren sie zum ersten Mal „Ensemble des Jahres, national“) auch international begeisterte Reaktionen und Auftritte bei zahllosen europäischen Festivals und in den Top-Clubs des Kontinents verschafften, wurde das Tingvall Trio schnell zu einem der gefragtesten Jazz-Acts der aktuellen Szene.
Our new bi-weekly show that will be issued on Fridays every 2 weeks. We talk about news, new releases, tour dates and other current stuff. This episode is about: Musikmesse 2013, new album from NIACIN and Steve Gadd, Mike Keneally, Joe Satriani and Aristocrats on tour.
Madeleine Peyroux gehört zur Spitze jener Sängerinnen, die erfolgreich die Genres Folk, Singer-Songwriter und Jazz-Ballade verschmelzen. Jetzt lädt sie den Hörer ihres neuen Albums in einen "Blauen Raum", in dem eine ganz besondere Atmosphäre herrscht. Vielleicht ist dieser Raum eine Cocktail Bar? Die lässig-melancholischen Klänge, die ihr Star-Produzent Larry Klein auf den Leib schneiderte, passen auf jeden Fall hervorragend zu einem stilvollen Drink nach Sundown. Oder bedeutet "Blue" einmal mehr "traurig"? Peyroux's bluesgeschwängerte Vocals und die Song-Klassiker aus der Feder von Randy Newman, Leonard Cohen, Buddy Holly u. a. legen diese Vermutung nah.
Die schwedisch-amerikanische Sängerin lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Sie begann als Popsängerin, ist daraufhin zur Disco-Queen mit ihrer Band namens Ray-Dee-Ohh geworden und dann zum Jazz konvertiert und das mit beinahe unheimlichem Erfolg. Auf ihrem neuen Album widmet sie sich ganz den Liedern Kurt Weills und hat dabei einige überraschende Wendungen parat. Mit ihrer warmen, souligen Stimme erklingen die Lieder wie Mac The Knife, Speak Low oder September Song völlig neu.
Klassik hier und Jazz dort. Die rigide Trennung in komponierte und improvisierte Musik ist so falsch wie unnütz. Damals wie heute: Improvisation war schon immer selbstverständlicher Teil der klassischen Musik - von der Barockmusik bis hin zu Mozart - auch wenn die von der Romantik ausgehende Verehrung der Interpretation diese Tatsache verzerrt hat. Ebenso war Komposition und Arrangement stets auch Teil des Jazz. Glücklicherweise sind diese konstruierten Gräben in den vergangenen Jahren von immer mehr Musikern beider Genres zugeschüttet und überschritten worden.
Die Latin-Grammy-Gewinner Bajofondo veröffentlichen bei Sony Music ihr neues Album Presente. Der Titel des Albums bezieht sich auf den augenblicklichen Stil der Band: eine spannende Mischung aus Tango, Milonga, Folklore, Rock, Hip-Hop, Electronica, Jazz, Klassik und der Klangwelt des Río de la Plata, dem Fluss, der Argentinien und Uruguay sowohl trennt als auch verbindet. Presente ist eine epische Tour de Force, bei der 21 energiegeladene Tracks nahtlos eine Vielzahl traditionell unvereinbarer Genres verbinden.
Neue Wiener Streicherschule at its best
„Ich habe ihm einmal die Hand geschüttelt, eine nähere Bekanntschaft kann man das wohl nicht nennen“, antwortet Bernie Mallinger typisch wienerisch auf die Frage nach seiner persönlichen Bekanntschaft mit Joe Zawinul. Trotzdem war die Musik seines österreichischen Landsmannes für ihn wie auch die anderen Mitglieder des radio.string.quartet.vienna ( r.s.q.v ) allgegenwärtig.
Jazz at Berlin Philharmonic: Die neue Konzertreihe im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin greift Norman Grantz bahnbrechende Idee auf. Das dem Jazz mehr Aufmerksamkeit zusteht, davon war die Stiftung Berliner Philharmoniker überzeugt, als ACT-Inhaber Siggi Loch sich der „Jazz at the Philharmonic“-Konzertreihe erinnerte und solch ein Konzept für Berlin vorschlug. Und bei der Premiere von „Jazz at Berlin Philharmonic“ am 11. Dezember 2012 zeigte sich gleich: Der Jazz ist ein gern gesehener Gast.
Sängerinnen, die es vermögen, ein ganzes Genre wachzurütteln, sind selten. Diana Krall und Norah Jones waren solche Ausnahmeerscheinungen und haben dem Jazzgesang einen neuen Stempel aufgedrückt. Auch die Koreanerin Youn Sun Nah ist solch ein Phänomen. In den letzten Jahren und vor allem mit den beiden ACT-Alben „Voyage“ (2009) und „Same Girl“ (2010) hat sie die Musikwelt im Sturm erobert.
Als Musikerkollektiv, das vor kreativem Potential strotzt, packt Third Reel reichlich musikalische Information in die sechzehn lebhaft-expressiven Tracks seines Debütalbums. Nicolas Masson, Roberto Pianca und Emanuele Maniscalco sind alle engagierte Improvisatoren und gleichzeitig begabte Komponisten, jeder mit einer klar erkennbaren Handschrift. Die daraus resultierenden Kontraste und das allen gemeinsame feine Gespür für den musikalischen Raum geben der Gruppe ihre klangliche Identität.
RECITAL, das in den legendären Londoner Abbey Road-Studios aufgenommen wurde, ist Nigel Kennedys bislang persönlichstes Album, eine Hommage an die beiden einflussreichsten Musikhelden seines Künstlerlebens: Yehudi Menuhin und Stéphane Grappelli. RECITAL enthält neben zwei Kompositionen von Johann Sebastian Bach auch neue Arrangements von Stücken, denen die Jazz-Pianisten und -Komponisten Fats Waller und Dave Brubeck einst zu Ruhm verhalfen. Natürlich in typischen Kennedy- Versionen, deren musikalische DNA aus charakteristischen Verbindungen unterschiedlicher Genres gespeist wird. Basierend auf dem Live-Programm, mit dem der Violinist und sein Ensemble zurzeit um die Welt reisen, offenbart das Album gleichermaßen Kennedys musikalische Einflüsse und seine persönlichen Musikinteressen.
Wenn Lorenz Kellhuber Musik macht, ist er verbunden mit allem. Dann übernimmt er die Kontrolle – und lässt gleichzeitig los. Dieser junge Ausnahmepianist findet seine kreative Kraft vor allem dort, wo Gegensätze aufeinandertreffen. Seine Konzerte sind Ausdruck und Ausgangspunkt musikalischer Ideen und Musikalität an sich: Filigranes Vortasten in lyrische Regionen, farbenreiche Erfindung großer Klangwelten, stringent und facettenreich. Jugendlicher Charme trifft musikalische Reife.
In manchen Menschen schlummern zeitlebens unbemerkte Naturtalente. Bei der in Griechenland geborenen (Geburtsort: die griechische Insel Kefalonia) und in Holland lebenden Maria Markesini war das zum Glück anders. Mit fünf Jahren erhielt sie den ersten Klavierunterricht. Ihre heimliche Liebe zum Jazz und dessen Improvisationsreichtum war dadurch nicht aufzuhalten und ein eigentlich unglücklicher Zufall half bei der endgültigen Berufswahl.
Nach vielen Jahren in verschiedenen Duobesetzungen hören wir den Jazzgitarristen Frank Haunschild erstmals seit 1996 wieder mit einer Band. „Electric Trio“ heißt diese, und der Name ist Programm, wenn auch hin und wieder die akustische Gitarre mit Nylonsaiten zu Wort kommt. Durchweg elektrische Musik der angenehmen und unaufgeregten Art wird geboten, in einem bunten Kaleidoskop von Stilrichtungen, Stimmungen und Grooves.
"Quercus" bedeutet im Lateinischen "Eiche" - und die Wurzeln dieses speziellen Baums reichen tief in die britische Folkmusik hinab, seine Zweige und Blätter aber richten sich aufwärts, um jazz-inspiriertes lyrisches Improvisieren zu umfassen.
Die Liebe zum Jazz hat Kyle Eastwood zweifelsohne seinem Vater Clint zu verdanken.
Das neue Album The View From Here besticht durch energiegeladene, kraftvolle Grooves und innovative Melodien. Kyle Eastwood zeigt einmal mehr, dass er ein talentierter Komponist ist und zu den erfindungsreichsten und weltoffensten Jazz-Bassisten gehört.
Was die drei Jazzer des Henning Wolter Trio umtreibt, ist die Magie des Verborgenen – und so erschaffen sie kurzerhand die kongeniale Allianz von Musik und dem Nichtoffensichtlichen. Für ihr aktuelles Konzeptalbum „Undercover Job“ schlüpfen Henning Wolter (Agent 002 ½ – Piano, Komposition), Lucien Matheeuwsen (Agent Bascrobat – Bass) und Marcel van Cleef (Agent Taxi – Drums, Percussion) überzeugend in die Rollen dreier Agenten.