Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Mit ihrer voluminösen, warmen Stimme ist Jane Monheit eine Ausnahmeerscheinung der Jazz-Sängerinnen-Szene. Zwar kann auch sie scatten wie Ella und singt Songs, mit denen auch Diana Krall oder Madeleine Peyroux zu hören sind, bei ihr stehen aber immer Gefühl und Melodie im Vordergrund.
Elbjazz Festival 2013
Leinen los und volle Fahrt voraus: Am 24. und 25. Mai wird das ELBJAZZ Festival zum vierten Mal in Folge im Hamburger Hafen anlegen, um ihn erneut in einen Umschlagplatz für Jazz aus aller Welt zu verwandeln. „Bewegung, Begegnung, Begeisterung“ – auch in diesem Jahr bietet ELBJAZZ bei mehr als 60 Konzerten, außergewöhnlichen Spielorten, von denen einige zum ersten Mal ELBJAZZ-Schauplatz sind, und einem vielfältigen Rahmenprogramm Raum für spannende Entdeckungen und großartige Erlebnisse in der einzigartigen Atmosphäre des Hafens.
Von Schlagzeugern wird manchmal spöttisch behauptet, dass Sie gar keine richtigen Musiker seien, da sie oft keine Noten lesen und auch nicht komponieren könnten.
Als das kann Antonio Sanchez nicht im Geringsten stören, denn er ist nicht nur einer der besten Jazz-Schlagzeuger der Gegenwart, sondern auch ein hervorragender Komponist, was er mit seiner neuen CD “New Life” eindrucksvoll belegt. In der Vergangenheit ist der in Mexiko geborene Ausnahmemusiker vor allem als begehrter Sideman in Erscheinung getreten, z.B. als Mitglied der Pat Metheny Group, von Chick Corea oder bei Michael Brecker.
jazz baltica 2013
27.06.2013 - 30.06.2013
JazzBaltica – das ist Musik am Meer, an den Ufern der Ostsee. Auf dem Gelände der Niendorfer Evers-Werft und im Niendorfer Hafen geht es nun in die nächste Runde. Der künstlerische Leiter Nils Landgren richtet mit der JazzBaltica 2013 vom 27. bis 30. Juni den Blick wieder auf die europäische Jazzszene, aber auch darüber hinaus.
Jan Lundgren wurde einmal in seiner Jugend als einer der größten Tennis-Talente seit Björn Bork, Mats Wilander und Stefan Edberg gehandelt. Doch er kehrte dem Tennis den Rücken und wollte stattdessen Musiker werden, denn dafür hatte er auch seit Kindertagen ein ausgeprägtes Faible. Mitte der 80er kam er eher durch Zufall zum Jazz und war sofort fasziniert von dessen Ausdrucksmöglichkeiten. Bald schon wurde aus Schwedens einistiger Tennis-Hoffnung, einer der besten und kreativsten Jazz-Pianisten.
Sophistication hat viele Gesichter. Unter E-Gitarristen allemal. Marc Ribot gehört zu den ungewöhnlichsten, seit sein spröder, trashiger Sound und die störrische Intonation des New Yorkers Tom Waits' Klassiker Rain Dogs (1985) veredelte. Mit Your Turn, dem zweiten Album seines Power-Trios Ceramic Dog, ist dem mit vielen Wassern gewaschenen Gitarristen ein wunderbar dreckiges Album gelungen.
Aki Takases umwerfende Spieltechnik und ihr improvisatorisches Temperament sind sprichwörtlich, auch ihre Liebe zu den Klassikern des Jazz. Sie hat Stücke von Fats Waller interpretiert, im Duo eine «Ornette Coleman Anthology» eingespielt.
Ein Album, das durch seine Klangschönheit, seine Harmoniefülle und seine perfekte Improvisationskunst besticht, hat das finnische Kari Ikonen Trio mit "Bright" vorgelegt.
Our new bi-weekly show that will be issued on Fridays every 2 weeks. We talk about news, new releases, tour dates and other current stuff. This episode is about: Musikmesse 2013, new album from David Sanborn and Bob James, Hiromi, Delicious Date and the new book of Peter Erskine.
Pianist Aaron Goldberg, Bassist Omer Avital und Drummer Ali Jackson Jr. haben schon unzählige Male zusammen auf der Bühne gestanden und kennen und schätzen sich schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Aus dieser tiefen Verbundenheit heraus entstand 2011 ein gemeinsames Album, das völlig aus einem Guss klingt und durch seine warm-soulige Grundstimmung bezaubert.
Mit "Spellbound" legt der indische Perkussionist und Schlagzeuger Trilok Gurtu, bekannt unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit Jan Garbarek, ein Meisterwerk vor, ein Konzeptalbum allerhöchster Qualität. Die Trompete steht im Mittelpunkt der Aufnahmen.
Nach dem riesen Erfolg mit seinem Studio-Album "Durch Einander" hat Max Mutzke nun mit seinem neuen Album "Live" die Clubtour auf CD gebannt. Die Live-Umsetzung seines viel beachteten und bewunderten Jazz-Debüts "Durch Einander" ist zu einem Meisterstück geworden.
Sie mischt bekannte Bossa-Nova-Standards mit schönen Originals, die ihrer warmen, temperamentvollen Stimme und dem virtuosen Harfenspiel viel Raum lassen (das hat ihr eine Einladung von Sting eingebracht, ihn auf einem Konzert zu begleiten). Als Überraschung taucht auf der CD ein Vibraphon auf, das eine leichte, luftige Stimmung erzeugt.
Mit dem Album „La Notte“ erweist der norwegische Komponist, Pianist und Schriftsteller Ketil Bjørnstad einem seiner frühesten und nachhaltigsten künstlerischen Einflüsse einen klangvollen Tribut: den Filmen von Michelangelo Antonioni.
Die Jazz-Pop-Sensation des Frühjahrs 2013 heißt Alexander Stewart. Sein Debüt „All Or Nothing At All“ erinnert an die jungen Frank Sinatra und Mel Tormé. Es swingt elegant, schmeichelt mit klassischen Crooner-Balladen und spannt mit Jazzadaptionen ausgesuchter Pop-Klassiker bewusst einen Bogen von den zeitlosen Standards des Great American Songbook zur Gegenwart.
Nach ihren zwei viel beachteten Alben auf ECM „The End Of A Summer“ und „Imprint“ mit Marc Muellbauer am Bass und Heinrich Köbberling am Schlagzeug, wird nun aus dem Julia Hülsmann Trio das Julia Hülsmann Quartett . Als starke neue Stimme nimmt Trompeter Tom Arthurs auf „In Full View“ eine prominente Rolle ein.
Geht man nach dem Coverfoto, dann könnte es sich bei “Vintage Gal Hour” durchaus auch um ein Album aus den Golden Fifties handeln. Klassisch geschnittenes Kleid, Bauchschleife und Haarband, der Blick verträumt in die Ferne gerichtet – so präsentiert sich IriS Romen auf der Hülle ihres Solodebüts. Die abgebildete Pose im Retrolook verweist stilsicher auf die Klangwelt, die uns hinter der CD-Verpackung erwartet, und die wirkt mit ihrem Rückgriff auf Musikarten früherer Dekaden zunächst ebenfalls wie aus der Zeit gefallen.
Offen für musikalische Spezialitäten präsentieren wir hier das erste Soloalbum von Felix Rüedi. Der Bündner Perkussionist und Bassist, bekannt durch seine Mitarbeit bei Produktionen von Kouglof und ErRic Is Blue bei Brambus, hat sein Projekt lange reifen lassen, und jetzt steht diese intensive Klangbegegnung mit den Tierkreiszeichen.
Der renommierte Jazz-Gitarrist Ulf Meyer und der international erfolgreiche Kontrabassist Martin Wind sind trotz zahlreicher eigener Projekte seit über 20 Jahren Duo-Partner, und sie überzeugen immer wieder auch auf den Bühnen mit "faszinierendem, kompaktem Schlagabtausch ebenbürtiger Solisten, der nur selten in unnötige Eile ausartet."
Alleine am Klavier zu sitzen und ruhige, fein abgestimmte Miniaturen zu spielen, hätte wohl die wenigsten von John Medeski erwartet. Mit seinem ersten Soloalbum gelingt es dem herausragenden Jazz-Pianisten einmal mehr seine Musik in eine völlig unerwartete Richtung zu lenken. "Ich hatte mir vorgenommen ein besonders vielschichtiges Album aufzunehmen", sagt Medeski selbst.
Eine neue große Stimme gemeinsam mit dem feinsten Pianisten im Schweizer Jazz, Nicole Herzog - Stewy von Wattenwyl Group. Stewy von Wattenwyl begleitet Brambus seit bald zwei Dekaden und präsentierte eine lange Reihe exzellenter CDs für das Label und immer wieder auch neue Besetzungen. Diese hier ist von besonderer Intensität und Feinfühligkeit!
Diegesis: Musik, die erzählt. Der Trompeter und Flügelhornspieler Bastian Stein lässt in hochkarätiger Besetzung faszinierende Töne sprechen. Es helfen ihm dabei: Pianist Pablo Held, Bassist Matthias Pichler und Schlagzeuger Tobias Backhaus.
Das Portico Quartet hat sich seit seiner Gründung 2005 zu einem der innovativsten und beliebtesten Jazz-Acts der britischen Insel entwickelt. Aber auch hierzulande haben die vier aus dem Osten Londons mit ihren bislang drei Alben Fans in und außerhalb der Jazzszene gewonnen.
Bei den ECHO JAZZ Awards 2012 wurde das Tingvall Trio sowohl mit dem Kritikerpreis „Bestes Ensemble, national“ als auch mit dem Publikumspreis „Live-Act des Jahres“ ausgezeichnet. Schlichtweg bemerkenswert, denn sowohl eine Fach-Jury als auch die Fans zu überzeugen, gelingt wahrlich nicht jedem Künstler, eindrucksvoll wurde dadurch der Ausnahmestatus der drei Musiker auf allen Ebenen dokumentiert. Mit ihrem Konzept aus starken Melodien, packenden Grooves und einer Natürlichkeit und Authentizität, die ihnen in der Folge der mittlerweile drei Jazz ECHOS (2010 waren sie zum ersten Mal „Ensemble des Jahres, national“) auch international begeisterte Reaktionen und Auftritte bei zahllosen europäischen Festivals und in den Top-Clubs des Kontinents verschafften, wurde das Tingvall Trio schnell zu einem der gefragtesten Jazz-Acts der aktuellen Szene.
Our new bi-weekly show that will be issued on Fridays every 2 weeks. We talk about news, new releases, tour dates and other current stuff. This episode is about: Musikmesse 2013, new album from NIACIN and Steve Gadd, Mike Keneally, Joe Satriani and Aristocrats on tour.
Madeleine Peyroux gehört zur Spitze jener Sängerinnen, die erfolgreich die Genres Folk, Singer-Songwriter und Jazz-Ballade verschmelzen. Jetzt lädt sie den Hörer ihres neuen Albums in einen "Blauen Raum", in dem eine ganz besondere Atmosphäre herrscht. Vielleicht ist dieser Raum eine Cocktail Bar? Die lässig-melancholischen Klänge, die ihr Star-Produzent Larry Klein auf den Leib schneiderte, passen auf jeden Fall hervorragend zu einem stilvollen Drink nach Sundown. Oder bedeutet "Blue" einmal mehr "traurig"? Peyroux's bluesgeschwängerte Vocals und die Song-Klassiker aus der Feder von Randy Newman, Leonard Cohen, Buddy Holly u. a. legen diese Vermutung nah.
Die schwedisch-amerikanische Sängerin lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Sie begann als Popsängerin, ist daraufhin zur Disco-Queen mit ihrer Band namens Ray-Dee-Ohh geworden und dann zum Jazz konvertiert und das mit beinahe unheimlichem Erfolg. Auf ihrem neuen Album widmet sie sich ganz den Liedern Kurt Weills und hat dabei einige überraschende Wendungen parat. Mit ihrer warmen, souligen Stimme erklingen die Lieder wie Mac The Knife, Speak Low oder September Song völlig neu.
Klassik hier und Jazz dort. Die rigide Trennung in komponierte und improvisierte Musik ist so falsch wie unnütz. Damals wie heute: Improvisation war schon immer selbstverständlicher Teil der klassischen Musik - von der Barockmusik bis hin zu Mozart - auch wenn die von der Romantik ausgehende Verehrung der Interpretation diese Tatsache verzerrt hat. Ebenso war Komposition und Arrangement stets auch Teil des Jazz. Glücklicherweise sind diese konstruierten Gräben in den vergangenen Jahren von immer mehr Musikern beider Genres zugeschüttet und überschritten worden.
Die Latin-Grammy-Gewinner Bajofondo veröffentlichen bei Sony Music ihr neues Album Presente. Der Titel des Albums bezieht sich auf den augenblicklichen Stil der Band: eine spannende Mischung aus Tango, Milonga, Folklore, Rock, Hip-Hop, Electronica, Jazz, Klassik und der Klangwelt des Río de la Plata, dem Fluss, der Argentinien und Uruguay sowohl trennt als auch verbindet. Presente ist eine epische Tour de Force, bei der 21 energiegeladene Tracks nahtlos eine Vielzahl traditionell unvereinbarer Genres verbinden.
Neue Wiener Streicherschule at its best
„Ich habe ihm einmal die Hand geschüttelt, eine nähere Bekanntschaft kann man das wohl nicht nennen“, antwortet Bernie Mallinger typisch wienerisch auf die Frage nach seiner persönlichen Bekanntschaft mit Joe Zawinul. Trotzdem war die Musik seines österreichischen Landsmannes für ihn wie auch die anderen Mitglieder des radio.string.quartet.vienna ( r.s.q.v ) allgegenwärtig.
Jazz at Berlin Philharmonic: Die neue Konzertreihe im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin greift Norman Grantz bahnbrechende Idee auf. Das dem Jazz mehr Aufmerksamkeit zusteht, davon war die Stiftung Berliner Philharmoniker überzeugt, als ACT-Inhaber Siggi Loch sich der „Jazz at the Philharmonic“-Konzertreihe erinnerte und solch ein Konzept für Berlin vorschlug. Und bei der Premiere von „Jazz at Berlin Philharmonic“ am 11. Dezember 2012 zeigte sich gleich: Der Jazz ist ein gern gesehener Gast.
Sängerinnen, die es vermögen, ein ganzes Genre wachzurütteln, sind selten. Diana Krall und Norah Jones waren solche Ausnahmeerscheinungen und haben dem Jazzgesang einen neuen Stempel aufgedrückt. Auch die Koreanerin Youn Sun Nah ist solch ein Phänomen. In den letzten Jahren und vor allem mit den beiden ACT-Alben „Voyage“ (2009) und „Same Girl“ (2010) hat sie die Musikwelt im Sturm erobert.