Tägliche Neuigkeiten, Albumankündigungen, Festivalmeldungen, Interviews, Releases und Entwicklungen aus Deutschland, Europa und der weltweiten Jazzszene.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.

Bryan Ferry Orchestra - The Jazz Age

Wenn es jemals einen Popstar und eine Dekade gegeben hat, die zusammenpassen, sind das Bryan Ferry und die "Roaring Twenties". Das Jahrzehnt der Erfindungen, der Dekadenz und des Modernismus. Und Ferry, die Stilikone, der kreative Antreiber mit einer Karriere voller Überraschungen und Innovation - was läge näher? Bryan Ferry feiert sein 40-jähriges Jubiläum als Soloartist und mit den unvergessenen Roxy Music. Deshalb hat er einige seiner eigenen Kompositionen mit dem Bryan Ferry Orchestra im Stile der 1920er neu aufgenommen. Angetrieben von seiner Faszination für diese kreative Blütezeit zwischen den Weltkriegen - die man ja auch als "The Jazz Age" bezeichnet - nahm er die Songs als Instrumentals auf.

Rusconi - Revolution

Stefan Rusconi, Fabian Gisler und Claudio Strüby – drei weltweit aktive Schweizer Musiker und Klangforscher. Zusammen sind sie seit 8 Jahren unterwegs und spielten bislang mehrere Hundert Konzerte hauptsächlich in Europa und Asien sowohl auf renommierten Festivalbühnen als auch in Indie-Locations. Der starke freundschaftliche Zusammenhalt der Musiker ist mit ein Grund für den wachsenden internationalen Erfolg der Band.

Oregon - Family Tree

Schon Mitte der 80er Jahre schrieb das amerikanische Jazzmagazin Down Beat, Oregon sei "eine der dauerhaftesten und konstant interessanten akustischen Fusion-Gruppen". Damals war das US-Quartett 15 Jahre alt, inzwischen befindet es sich im 42. Jahr, und das erwähnte Zitat ist gültiger denn je. Noch erstaunlicher als die Beständigkeit über einen solch langen Zeitraum mutet einen freilich die ungeminderte Kreativität an, mit der Oregon noch immer auf die Bühne und ins Studio gehen. Selbst nach vier Dekaden kennt das Ensemble keinen Stillstand, es ist zur künstlerischen Weiterentwicklung bereit wie eh und je.

Rüdiger Oppermann - The Winding Road

Rüdiger Oppermann lebt seit über dreißig Jahren globale Utopie: Als führender Harfenist Europas und Begründer der Klangwelten-Festivals brachte er bereits Musiker aus 42 Ländern, von Laos bis Uganda, von der Türkei bis in die USA auf Konzertbühnen und im Studio zusammen. „We are the global players", annektiert er selbstbewusst ein Attribut der Finanzwelt.

Anne Paceo - Yokai

Seit 2007 folgt und begleitet das Label LABORIE Jazz aufmerksam die Karriere von Anne Paceo. So war das Label schon bei den ersten beiden Alben mit von der Partie. Mit ihrer Gruppe Triphase, mit der sie 2011 einen Victoire du Jazz und 2010 einen Django d’Or erhalten hat, macht Anne Paceo ihren Weg als Schlagzeugerin, und dies einerseits als Kopf der Gruppe aber eben auch als “sidewoman”. Sie gehört zu der jungen Generation von Musikern, die die französische, sowie europäische Jazzszene beleben. Anne Paceo versteht es ihr Talent, wie auch ihre Gabe zu Komponieren weiter zu entwickeln und zu vertiefen.

Caroll Vanwelden - Sings Shakespeare Sonnets

Aus Belgien kommt nicht nur köstliche Schokolade. Die charismatische Sängerin und Pianistin Caroll Vanwelden, die mit den "Shakepeare Sonnets" ihr ungewöhnliches JAZZ'n'ARTS-Debut gibt, wagt sich mit ihrer kongenialen Musikern Thomas Siffling (Trompete), Markus Faller (drums) und Mini Schulz (bass) selbstbewusst und souverän auf ein neues Terrain. Sie verwandelt Shakespeare Sonette mit ihren eigenen Kompositionen in ein so noch nie gehörtes jazzig-akustisches Gewand voller Emotionalität und Frische. Das Maß an Intensität, das hier aufgebaut wird, ist außerordentlich und verleiht den Worten Shakespeare eine neue Dimension.

Bobo Stenson - Indicum

Der große Schwedische Pianist veröffentlicht mit "Indicum", nach dem zuletzt sehr erfolgreichen Album "Cantando" (2008), eine neue, hervorragende Aufnahme. Die weit ausgreifende Wahl des Repertoires ist längst ein Markenzeichen von Bobo Stensons Alben geworden. Hier reicht sie vom Liedklassiker "Tit er jeg glad" des dänischen Komponisten Carl Nielsen, Stücken von Bill Evans und George Russell, zeitgenössischer Komposition von Ola Gjeilo, einem Protestsong von Wolf Biermann, bis hin zu freiem Spiel.

Rabih Abou-Khalil - Hungry People

Der mit internationalen Preisen überhäufte libanesische Komponist, Oud-Spieler und Bandleader beeindruckt auf seinem neuen Studio-Album "Hungry People" mit einer ganzen Reihe brandneuer Kompositionen, die seine charakteristische Handschrift tragen, aber zugleich unmissverständlich frisch, faszinierend komplex und mitreißend virtuos daherkommen.

Manu Katche - Manu Katche

Auf seinem vierten Album für ECM, schlicht "Manu Katché" betitelt, gibt der Franzose mit den afrikanischen Wurzeln den Rahmen und die Richtung mit seinem unverwechselbaren Schlagzeugspiel vor, wobei seine Kompositionen und Arrangements förmlich aus den Rhythmus-Mustern herausstrahlen. Sein kraftvoll vorwärtstreibender und dabei doch entspannter Groove unterscheidet sich von dem aller anderen Schlagzeuger und trägt die Solisten in neue Höhen.

EMI Blue Note - The Ultimate Serie Teil 2

Nach „Jazz Inspiration“ folgte im August 2012 eine weitere inhaltlich überzeugende, neue Budget Price Jazz-Serie der EMI. Diesmal allerdings in Form von 10 Doppel-CD’s, die randvoll gespickt mit den besten Stücken der jeweiligen Künstler aus dem EMI-Repertoire überzeugte. Bereits im Oktober 2012 folgen nun acht weitere Compilations, die sich in 6 Artistportraits und 2 Themenkopplungen aufteilen.

Joscho Stephan & Helmut Eisel Quartett - Gypsy meets the Klezmer

Das ist neu, gewagt und schlicht genial! Mit ihrem virtuosen Mix aus Gypsy Swing, Jazz und Klezmer halten die beiden hochkarätigen Solisten Joscho Stephan (Gitarre) und Helmut Eisel (Klarinette) ihre Zuhörer in Atem, faszinieren mit ausdrucksstarken Soli und gewitzten Dialogen und begeistern mit einer Vielzahl brillanter Improvisationen. Günter Stephan an der Rhythmusgitarre und Max Schaaf am Kontrabass bieten den solistischen Höhenflügen die Basis und den Gegenpol für spannungsgeladene Reibungen.

Daniel Humair - Sweet & Sour

Das Label LABORIE Jazz wurde 2006 mit dem Leitprinzip gegründet junge Künstler und talentierte Komponisten, die sich auf europäischer Ebene bewiesen haben, zu unterstützen. Es war also nur eine Frage der Zeit, dass diese jungen Talente mit schon renommierten Musikern zusammenarbeiten werden. So haben die Künstler des Labels LABORIE es einerseits verstanden über die letzten Jahre hinweg ihre Projekte realisieren zu können und andererseits ihren Platz und ihre Persönlichkeit in der Welt des Jazz zu finden.

Lee Ritenour - Rhythm Sessions

Auf “6 String Theory” hat Lee Ritenour 2010 vorgemacht, wie ein Gitarren-All-Star-Album zu klingen hat. Nun trommelte er für “Rhythm Sessions” erneut ein hochkarätiges Team zusammen: diesmal sind seine Partner Musiker, die zur Crème de la crème der Keyboarder, Bassisten und Drummer gehören: in der Besetzungsliste tauchen illustre Namen wie Chick Corea, George Duke, Dave Grusin, Larry Goldings, Stanley Clarke, Marcus Miller, Christian McBride, Dave Weckl, Vinnie Colaiuta und Peter Erskine auf. Als ganz besondere Gäste sind außerdem Vokalist Kurt Elling und die südafrikanische R&B-Sängerin Zamajobe Sithole mit von der Partie.

Hiromi - Move

Hiromi spielt mit extremer Virtuosität und ihre Kompositionen bieten eine Mischung aus Jazz, Avantgarde und Rock. Sie gilt als eine der weltbesten und erfolgreichsten Künstlerinnen auf diesem Gebiet. Mit ihrer Virtuosität, ihrer unendlichen Energie und ihrem Spielspaß bringt sie neue Frische. Ihre Musik ist technisch sehr anspruchsvoll, die Grundlage bilden aber meistens leicht zugängliche Melodien.

Kurt Elling - 1619 Broadway: The Brill Building Project

Mit seinem neuen Album feiert Kurt Elling - der unbestritten herausragende Jazzvokalist der Gegenwart - ein legendäres Vermächtnis der Popwelt. Auf “1619 Broadway - The Brill Building Project” zollt er einem Ort Tribut, den der Londoner Telegraph einst als “die bedeutendste Erzeugungsstätte von Popsongs in der westlichen Welt” bezeichnete. Und wenngleich Elling ein unablässig einfallsreicher Sänger und Lyriker ist, kommt dieser Schritt doch unerwartet, bestätigt zugleich aber auch seine Reputation als kühner Innovator und superber Musiker.

Johanna Borchert - Orchestre Idéal

Das Orchester ist die wohl größte Idee unserer Musiktradition. Bis ins frühe 20. Jahrhundert repräsentierte es das Universum aller denkbaren musikalischen Möglichkeiten. Schon immer reizte es Musiker, diesen umfassenden Klangkörper, diese Idee von Musik greifbar zu machen. Als ich in Porto in einem Antiquariat stöberte erzählt Johanna Borchert, entdeckte ich dort eine Kiste mit der Aufschrift "Orchestre Ideal" - eine kleine Musikmaschine, in der, wenn man den Deckel aufklappte, kleine Zinnmännchen und Zahnrädchen Musik hervorbrachten. Das erinnerte mich an meine eigene Musikmaschine, den Flügel, in dem ja manchmal Klänge eines ganzen Orchesters wohnen, der aber mitunter auch ganz ähnlich klingt wie dieser vergilbte und mit romantischen Buchstaben verzierte Kasten.

Tim Allhoff - Hassliebe

Mit seinem 2008 gegründeten Trio, mit Andreas Kurz (bass) und Bastian Jütte (drums), gewann Tim Allhoff 2010 den „neuen deutschen Jazzpreis“ und wurde 2011 mit dem ECHO JAZZ als „Newcomer des Jahres national“ ausgezeichnet. Er erhielt den Ingolstädter Jazzförderpreis, den Augsburger Kunstförderpreis und den 2. Preis des Münchner Gasteig-Wettbewerbs. Er spielte mit Johannes Enders, Dieter Ilg, Thomas Quasthoff, Larrry Grenadier und vielen anderen.

Lutz Häfner & Rainer Böhm - Deep

Till Brönner über Deep: „Es gibt in der Welt der Aufführungsformen eigentlich nur eine Königsklasse neben der Solo-Performance: Das Duo. Sich hier zu versuchen, markiert sicher einen der besonderen Momente in der Laufbahn eines Künstlers. Denn es bedarf zweier bis an den Rand mit Möglichkeiten ausgestatteter Individuen, die ein Terrain beschreiten, welches für einen Moment jede bisherige Regel und Resteitelkeit komplett außer Kraft setzt.

David Helbock - Purple

David Helbock gilt nicht erst seit heute als Enfant Terrible des jungen europäischen Jazz. Selbst wer noch keinen einzigen Ton des Vorarlberger Tastenwizards gehört hat, verbindet seine äußere Erscheinung womöglich mit jenem zauselig hageren Bartgesicht unter der charakteristischen Wollmütze im Pianotastendesign, das man nicht so schnell vergisst. Helbock hat das Zeug zur Ikone. Doch unter seiner markanten Kopfbedeckung vereinen sich die unterschiedlichsten musikalischen Ideen von Genial bis Naheliegend, die eben nur in seinem Kopf so zusammengehen können und für jeden Außenstehenden die gegensätzlichsten Positionen besetzen.

gigly.de - The best gigs and concerts around you

Gigly ist ein Online-Konzertkalender mit Fokus auf lokale Musikszenen. Es handelt sich hierbei um kleinere Konzerte, mit weniger als 300 Besuchern, da diese in den gängigen Konzertkalendern und Suchmaschinen kaum auffindbar sind.
Insgesamt ist es jedoch die große Masse an Konzerten ("Long-tail Konzertmarkt").

Head Radio Retransmissions - A Tribute to Radiohead

Den teilnehmenden Musikern auf „Head Radio Retransmissions“ ging es nicht darum sich mit ihren Coverversionen oder /Radiohead-eskem mit den Originalen messen zu wollen. Der musikalische Stil-Mix der einzelnen Interpreten befindet sich irgendwo zwischen Jazz, Pop und Minimal Music, bewegt sich gleichermaßen hypnotisierend, melancholisch wie introvertiert. Das geschieht unorthodox im klassischen Jazztrio, im Duo, oder in größeren Besetzungen – bis hin zur Big Band.

Sub. Vision - Nashira

Saxophonistin Gilda Razani und Pianist Hans Wanning formen mit ihren Kompositionen, einen einzigartigen stark atmosphärischen Sound. Dabei mischen sie Jazz, Romantik, Avantgarde, Rock und Elektro Samtweich schwebende Melodien von fast beiläufiger Gelassenheit, perlende Soli, druckvolle Momente von hypnotischer Kraft, bestimmen das Klangbild zwischen entspannten Meditationen und halsbrecherischen Dramaturgien.