Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Fooling Around ist das Debüt des Marie Mørck Quartet, einem jungen, internationalen Quartett, das die Eigenkompositionen und Arrangements der Leiterin und Sängerin Marie Mørck präsentiert. Unabhängig von ihrem jungen Alter gelingt es Mørck, einen sehr ausgereiften und kompetenten musikalischen Ausdruck zu zeigen - sowohl als Sängerin, Komponistin als auch als Improvisatorin. Ihre eigentümliche Mischung aus Einflüssen wie Ella Fitzgerald, Esperanza Spalding und Björk erzeugt einen einzigartigen und komplexen Sound.
Wenn eine Sängerin aus der Alpenrepublik Kultstatus in Japan, Thailand, Malaysia und Singapur genießt, ist das schon eine Sensation. Eine Weitere ist es, dass diese junge Künstlerin auf bereits 14 Tonträger zurückblicken kann. Jetzt zeigt Simone Kopmajer auf ihrer neuen Doppel-CD „My Favorite Songs“ eine Werkschau ihrer besten Stücke – und die können sich sehen – und vor allem hören lassen.
Das Konzept von Tele-Port könnte man als eine Destillation von sorgfältig ausgewählten Zutaten definieren, die weitgehend aus dem Herzen Europas (mit seinen romantischen Bezügen, seiner weisen Erfahrung und seiner Ruhe), den Vereinigten Staaten (mit ihrer Jazz-Geschichte) und östlichen Einflüssen (mit ihren starken volksmusikalischen Traditionen) stammen.
Er gilt als eine Art europäischer Steve Coleman. Seine Risikobereitschaft, neuen Jazz, Elemente der E-Musik und rhythmische Energie mit akustischen Strukturen und elektronischen Beigaben zu verweben, gebiert eine ganz besonderen Klangwelt, die es ihm ermöglicht, einen Weg abseits gepflasterter Vorbilder-Straßen einzuschlagen. Hugo Read ist ein Grenzgänger par excellence, einer, der sich längst selbst als Maßstab begreift und sich nie mit Dingen zufrieden gibt, die schon irgendwo, irgendwann und von irgendwem einmal gespielt wurden.
Anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums als Pianist veröffentlicht der norwegische Musiker und Schriftsteller sein neues Album "The World I Used to Know", das er in den berühmten Abbey Road Studios in London aufgenommen hat. Mit seiner Entscheidung für einen Ortswechsel im Gegensatz zu seinen bisherigen Aufnahmen, wollte Ketil Bjørnstad sich einer neuen Herausforderung stellen.
Mit preußischer Pünktlichkeit - Schlag 22:30 Uhr - betritt das halbe Dutzend der „Dreckigen Zwölf“ die Bühne im längst unpreußisch gewordenen Berlin. Die Ansage des Trompeters Gregory Davis nach dem Anfangstitel macht klar, wo die gestandenen Jungs herkommen: New Orleans, Louisiana. Und so wird ihre Musik auch klingen, zumindest teilweise. New Orleans, als Geburtsstadt des Jazz, war und ist Verpflichtung für alle, die sich für Jazz begeistern. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer
Konstantin Kölmel ist das neue Gesicht der Jazzmusik in Deutschland. Der aus Baden- Baden stammende Jazzschlagzeuger bildet mit seinen ebenso talentierten Kollegen, Justin Zitt (Piano) und Jakob Bänsch (Trompete) das „Konstantin Kölmel Trio“. Die Musiker sind Jungstudenten im Fach Jazz an der Musikhochschule Stuttgart und ehemalige Mitglieder des Förderprogramms „Jazz-Juniors“ des Landes Baden- Württemberg. Sie verfügen über Konzert- und Wettbewerbserfahrung (Trompeter Jakob Bänsch war u.a. Bundespreisträger bei Jugend musiziert und Gewinner des Lions Jazz Award).
In seiner gut 20-jährigen Karriere hat der norwegische Saxophonist Marius Neset kontinuierlich beweisen, dass er zu den spieltechnisch virtuosesten und kompositorisch kreativsten und innovativsten Musikern überhaupt gehört. Er hat sein Publikum als spektakulärer Solist überzeugt, zuletzt vor allem mit seinem Quintett berauscht, aber auch schon mit großer Besetzung begeistert.
Es ist Jazz – und gleichzeitig viel mehr als das. Die Band um Sängerin Anna Margolina bedient sich vieler Facetten dieses Genres und überschreitet immer wieder bewusst und gern seine Grenzen. Stücke aus unterschiedlichen Epochen werden neu arrangiert und interpretiert. Sehr unterhaltsam und wunderbar beschwingt. Ein Fotobericht von Jacek Brun
Mit zusätzlichen Takes, Texten und Fotos erscheint hier in überarbeiteter Fassung die allererste ECM-Session, aufgenommen im November 1969 in Ludwigsburg mit dem großartigen amerikanischen Pianisten Mal Waldron, dessen Lebenslauf die Arbeit mit Coltrane, Mingus, Dolphy und Billie Holiday umfasste.
„Ich will originelle Klezmermusik machen – betrunken, dreckig, politisch und leidenschaftlich! Als Jude osteuropäischer Abstammung sehe ich es als meine Pflicht, diese Musik lebendig zu machen, und sie nicht hinter Glas aufzubewahren, wie in einem Museum.“, so Geoff Berner.
Das neue Album Organic Machines von Pol Belardi’s Force soll im Herbst 2019 in Zusammenarbeit mit dem französischen Label Cristal Records erscheinen. Nach Creation/Evolution, die musikalisch die Entstehung und Entwicklung eines Planeten darstellte, führen die vier Musiker den Hörer nun einen Schritt weiter in eine Ära der Technik und Maschinen. Dadurch werden die Kompositionen etwas minimalistischer und weniger arrangiert, was mehr Raum für Interaktion, spontane Konstruktion und große Dynamik schafft.
Sagen wir das Wichtigste gleich am Anfang: Das ist ein Weihnachtsalbum. Wobei, damit ist ja jetzt noch nicht sehr viel gesagt. Wenn man sich nämlich umsieht (oder besser: hört) stellt man schnell fest, dass es so etwas wie eine „definitive“ Weihnachtsmusik ja eigentlich nicht gibt.
Das „Seitwärts“ Avantgarde-Jazz-Festival 2019 in Hannover wurde am Freitag, 08.11.19 mit einem Konzert des NYC Trios der Kölner Saxophonistin Angelika Niescier im „Jazz-Club Hannover“, Am Lindener Berge 28, 30449 Hannover, geöffnet. Ich war dabei und habe einige Fotos gemacht. Ein Fotobericht von Jacek Brun
"Zugabe!" Nachdem sich das KRAAN-Album "The Trio Years – Live" im letzten Jahr zu einem echten Verkaufsrenner entwickelt hatte, nahmen die Rufe nach einer Fortsetzung zu. "THE TRIO YEARS – ZUGABE!" ist gleichermaßen Fortsetzung und Vollendung des KRAAN Live-Albums – sozusagen das "Kraanehäubchen" auf dem bisherigen Live-Vermächtnis der Band
Verlosung 3 x CD "Charles lloyd Montreux 1967" wurde gestern Abend am 16.11.2019 abgeschlossen. Zusammen mit MaWeMarketing - Martina Weinmar Musikpromotion Hamburg haben wir gestern das Gewinnspiel beendet, in dem man das Album "Charles lloyd Montreux 1967" gewinnen konnte. Mehrere hundert Teilnehmer nahmen an dem Spiel teil. Vielen Dank für Ihr Interesse!
"Venture" ist das Debütalbum des jungen, vielversprechenden norwegischen Jazz-Drummers Amund Kleppan. Die Kombination aus hochstrukturierten Akkordfolgen und Melodien, kombiniert mit ausgeprägten Improvisationen, wird den Zuhörer auf eine intensive Reise der Melancholie und des Entzückens entführen, wobei die Stücke so komponiert sind, dass sie weiter als die Ohren des Publikums reichen.
...Die Musik ist sinnlich, ausdrucksstark wie die Hölle selbst und weiß sich Zeit zu nehmen, um sich durch wechselnde Verhältnisse zu bewegen, Steps, die sich zu einer Art grandiosem ekstatischem Crescendo zusammenfügen. Sie strahlt Freiheit und Frische aus, ist eine unverwechselbare Ankündigung des kommenden Free Jazz sowie verschiedener Strömungen der "spirituellen" Musik...
Der Keyboarder Bill Laurance, Gründungsmitglied der dreifach Grammy ausgezeichneten, international gefeierten Gruppe Snarky Puppy, die von den Lesern des DownBeat Magazins zur Jazz-Band des Jahres 2017 gewählt wurde, bewegt sich seit langem als Musiker auch außerhalb der Grenzen dieser beliebten, Genre-überschreitenden Jazz- und Funk-Band. Laurance hat elektronische Musik, faszinierende modale Jams, Trommel- und Bass-Rhythmen, bezaubernde Weltmusik-Grooves und eine ganze Reihe anderer Stimmungen und Stiele, insbesondere auch die klassische Musik, erforscht.
Die unendlichen Weiten der Prärie – und von fern klingt leise eine Orgel: acht Töne wie ein Signal. Dann faucht die Hammond, es knackt der Bass, die Drums rollen heran – unerbittlich, wie eine Kavalleriestaffel in der sengenden Hitze. Die Drei kommen mit schwerem Gerät, doch sie kommen in Frieden und mit ihrem neuen Werk im Gepäck: Organ Explosion is back!
Schon früh hat Terri Lyne Carrington die höchsten Jazz-Weihen erhalten, beispielsweise von Herbie Hancock, Jack DeJohnette und Dianne Reeves, die an der Schlagzeugerin ihre ungemeine Brillanz und Vielseitigkeit bewunderten. Für die aus Boston stammende mehrfache Grammy-Gewinnerin war es immer auch wichtig, mit ihren Projekten politisch Flagge zu zeigen.
Selva wurde 1990 von dem klassischen Gitarristen und Komponisten Antonio Cosenza gegründet. In den ersten Jahren wurde in der Band mit verschiedenen Formationen experimentiert. Latin Jazz bildete das Zentrum des Repertoires, bis die Band sich schließlich auf eigene Kompositionen konzentrierte. In der aktuellen Besetzung besteht die Band seit 2004 und hat 2 CDs veröffentlicht. "Aventura tropical" und "Manantial".
10 Jahre JazzrockTV - Live-Show
JazzrockTV Live-Show mit erstklassigen musikalischen Gästen im Pantheon Theater Bonn zum 10-Jährigen Bestehen des Internet Video Kanals. Seit 10 Jahren berichtet JazzrockTV mit Interviews, Konzertmitschnitten, Sessions und Infos zu Jazzrock & Fusion. Dank vieler Fans, Unterstützer und Freunde in Deutschland und weltweit hat sich JazzrockTV fest in der Welt des Jazzrock etabliert.
In seiner sehr produktiven Karriere hat sich Hendrik Meurkens sowohl auf der Mundharmonika als auch auf dem Vibraphon in vielen verschiedenen Bereichen von Straight Ahead Jazz bis hin zu brasilianischer Musik hervorgetan. Er hat mit namhaften Persönlichkeiten wie Herb Ellis, Mundell Lowe, Charlie Byrd, Ivan Lins, Monty Alexander, Claudio Roditi, Manfredo Fest, dem Ray Brown Trio, Paquito D'Rivera, Oscar Castro-Neves, James Moody und vielen anderen zusammengearbeitet.
Nach Tourneen in Schweden, Norwegen, der Schweiz und Spanien mit verschiedenen Bands veröffentlicht Calle Stenman nun sein erstes Album als Bandleader. Die Musik auf der Platte kann als dynamisch beschrieben werden und kann in Sekundenbruchteilen von etwas Zartem und Zerbrechlichem zu etwas Explosivem und Wildem werden. Das ganze Projekt fühlt sich etwas roh an und die Gruppe versteht sich stolz als "Schwedens selbsternannte raueste Jazz-Gruppe".
Wenn eine junge österreichisch-deutsche Formation schon in ihren ersten zwei bis drei Jahren zu den renommiertesten internationalen Festivals eingeladen wird, muss sie etwas besonderes sein. Das 2016 gegründete Solisten-Septett Shake Stew erlebt seit seiner Premiere im gleichen Jahr beim Jazzfestival Saalfelden und seinem Debütalbum The Golden Fang (VÖ Anfang 2017) eine ungewöhnlich steile Karriere.
Die Location verspricht viel, besonders was die Akustik betrifft. Die ist ausgezeichnet. Dagegen kann die Optik eines relativ großen Kammermusiksaals nicht mit der Intimität eines (Jazz-)Clubs mithalten. Die empfindsame, zarte und bisweilen fast zerbrechlich wirkende Stimme von Youn Sun Nah könnte also ausgezeichnet mit der Akustik des Ortes harmonieren. Es verspricht, spannend zu werden. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer
Wilde Hip-Hop-Beats und epische Synth-Harmonien, gewürzt mit atemberaubenden Melodien, die sich in Ihrem Kopf verfestigen. Worte sind unnötig, wenn die dänische Band'Abekejser' Sie in ihr geräumiges, einzigartiges Universum einlädt, in dem Sie sowohl tanzen als auch in einem musikalischen Traum verschmelzen können.
Kinga Glyk ist ein Phänomen! Die junge Virtuosin macht auf „Feelings“ ihren Bass zum Ventil ihrer Emotionen. „Ich kann nicht so gut singen, deswegen spiele ich Bass“, sagt Kinga Glyk. Das klingt, gemessen an dem Rummel, der seit gut zwei Jahren um sie gemacht wird, beinahe verdächtig bescheiden. Und doch drückt die Bassistin aus Polen mit diesem knapp formulierten Satz exakt aus, worum es auf ihrem neuen Album „Feelings“ geht. Mit einzigartiger Kunstfertigkeit und Lässigkeit, lässt sie ihren Bass Geschichten erzählen.
Mit "Becoming" präsentiert Andreas Hellkvist mit seinem zweiten Soloalbum eine neue Sicht auf den Sound und den Stil des Orgeltrio-Formats. Eine Reise in den Jazz und benachbarte Genres mit eigenen Kompositionen. Im Mittelpunkt steht natürlich die Hammondorgel, aber seine Musikerkollegen Samuel Hällkvist an der Gitarre und Daniel Olsson am Schlagzeug, jeweils auf ihre Weise, spielen eine wichtige Rolle bei der Klanggestaltung des Trios.
Das halb polnische, halb norwegische Quartett unter der Leitung des temperamentvollen Altsaxophonisten Maciej Obara gewinnt derzeit als eine der spannendsten Gruppen der zeitgenössischen Jazzszene stetig an Bedeutung. Sowohl die Band als auch ihr ECM-Debüt "Unloved" wurden 2018 in Polen mit dem Fryderyk-Preis ausgezeichnet, Anfang 2019 belegte das Obara Quartett auch den ersten Platz bei den BMW Jazz Awards in München.
Am 10. Oktober 2001 spielte das Esbjörn Svensson Trio e.s.t. ein Konzert im Konzerthaus des schwedischen Göteborg. Im Nachgang wird Svensson dieses immer wieder als eines der besten bezeichnen, die das Trio je gespielt hat. Der Abend, dessen Mitschnitt nun auf „e.s.t live in Gothenburg“ erstmals als Album erscheint, war einer jener Glücksmomente, wie Svensson sie beschrieb.