Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
In seiner Heimat zählt Oleg Pissarenko zu den bekanntesten Musikern. Seit vielen Jahren ist der klassich ausgebildete Gitarrist ein fester Bestandteil der estnischen Musikszene. Dabei überwindet Pissarenko spielend musikalische Grenzen und fühlt sich im Rockgenre ähnlich wohl wie in Jazz-Gefilden oder dem Folkerbe seiner estnischen Heimat. So finden sich bei der Beschreibung seiner Musik Begriffe wie Minimal Jazz, Post Rock oder Ambient Music – und irgendwie stimmt alles.
Das Hamburger ELBJAZZ Festival ist am 6. Juli zu Gast beim Copenhagen Jazz Festival – zum zweiten Male: Nach dem erfolgreichen Erstbesuch der Hamburger beim renommierten Jazzfestival in der dänischen Hauptstadt im vergangenen Jahr macht sich ELBJAZZ nun wieder auf den Weg in die Heimat der kleinen Meerjungfrau – begleitet von vier Bands, die am kommenden Sonntag im Skuespilhuset im Herzen von Kopenhagen im Rahmen des Copenhagen Jazz Festivals auftreten werden. Mit von der Partie sind die ELBJAZZ Projektband Kehrwieder, die aus Hamburger und Berliner Musikern bestehende Formation Young, Rich & Famous, das Quartett KUU! sowie der Posaunist und Komponist Nils Wogram, der gemeinsam mit dem aus Belgrad stammenden Pianisten Bojan Z auf der Bühne stehen wird. Eine Auswahl, mit der ELBJAZZ nicht nur sich selbst in Kopenhagen präsentieren möchte, sondern auch einen großartigen Ausschnitt dessen, was der deutsche Jazz zu bieten hat.
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In drei Jahren über 100 Konzerte in Europa. Mehr als 150.000 Fans haben die Show Live gesehen. TV- Auftritte bei Inas Nacht oder ARD Morgenmagazin halfen, die Konzerthallen zu füllen. Die zweite Generation des Buena Vista Social Clubs, so Bandleader Luis Frank Arias hat sich prächtig entwickelt und machen ihren Gründungsmitgliedern alle Ehre. Pio Leiva, Buena Vista Social Club, Puntillita, Buena Vista Social Club Maracaibo, Buena Vista Social Club, Rubalcaba, Afro Cuban All Stars, Rudy Calzado, Mario Bauza Orquesta. Zusammen haben sie seinerzeit den Deutschen Jazz Preis gewonnen.
Der 3-fache Grammy-Gewinner Sergio Mendes ist einer der erfolgreichsten brasilianischen Künstler aller Zeiten. Er arbeitete bereits mit Künstlern wie Justin Timberlake oder den Back Eyed Peas zusammen.
Zeitlos-sensible Melange aus Jazz, Klassik, Pop, Weltmusik, die den Hörer auf zarte Weise zu einer stimmungsvollen Reise einlädt. Gjertrud Lunde’s „Hjemklang“ ist eine eindrucksvolle Sammlung von Songs, die den Hörer auf zarte Weise zu einer stimmungsvollen Reise einladen und dabei von Erlebnissen und Eindrücken des zurückgelegten Weges erzählen.
Karabash ist die Schnittstelle der drei verschiedenen musikalischen Seelen des Belém Trios, deren unterschiedlicher persönlicher Geschichten und musikalischer Backgrounds. Scheinbar weit voneinander entfernt verflechten sich ihre kompositorischen Visionen zu einem gemeinsamen Leitfaden und gehen in einer stimmigen Alchemie aus Jazz Musik auf.
Unwiderstehliche Tonmotive mit Ohrwurmqualitäten, lyrische Passagen, kontrastiert von rhythmisch pulsierenden Widerparts, Elektronik-Effekten und Freejazz-Eruptionen – auf „Noé“ beweist Raffaele Casarano zum wiederholten Male, dass er das komplette Vokabular der heutigen Jazzklangsprache souverän beherrscht.
Paolo Fresu zählt bereits seit drei Dekaden zu den führenden Musikern in der europäischen Jazzszene. Der Mann aus Sardinien hat an rund 300 Alben mitgewirkt, davon 30 als Bandleader. Zu Beginn der Karriere wurde das Trompetenspiel des Italieners häufig mit dem eines Miles Davis verglichen, schnell emanzipierte er sich jedoch vom großen Vorbild und fand zu einem ureigenen Stil.
Andreas Dombert (g) und Chris Gall (p) sind ein überaus frisch und locker klingendes Gespann. Für ihre neue CD „Duo“ haben die beiden ihr Spiel perfekt aufeinander abgestimmt: Das Verhältnis von Komposition zu Improvisation könnte hier nicht besser gewählt sein.
Mit Eighteen legt die SAP Big Band ihr sechstes Studioalbum vor. Wie die bisherigen Produktionen ist es unter der Leitung von Thomas Siffling entstanden, der die Band seit nunmehr vierzehn Jahren mit ungebrochenem Enthusiasmus leitet.
Zum 75. Labeljubliäum kehrt eine Blue-Note-Legende in Bestform zum Label zurück: Vibraphonist Bobby Hutcherson startete seine Solokarriere 1963 bei Blue Note und spielte dort 22 Alben ein. Er gilt trotz seines eher seltenen Instrumentes als internationale Größe des Modern Jazz und hat auch bei Groove-Fans und Mojo-Club-Besuchern den allerbesten Ruf.
Der 27-jährige Dan Peter Sundland aus Norwegen gibt sein Debüt als Komponist und Ensembleleiter eines 11-köpfigen Kammerensemble – ein Treffen zwischen Komposition und Improvisation. Vier klassische und sieben improvisierende Musiker treffen durch Sundlands Kompositionen zusammen in einer Kreuzung von Gedichten und Musik. Die Gedichte stammen von englischen Poeten und Sängerin Emilie Nicolas Kongshavn interpretiert diese zart und klar und zieht mit ihrer Stimme als roter Faden durch das Album. Die Musik bewegt sich mühelos durch die reiche Orchestrierung, den offenen Improvisationen und den Kammer-Sound, welcher die musikalische Vision und den persönlichen Kompositionsstil Sundlands widerspiegelt.
„Business is bad“ (Das Geschäft läuft schlecht) räumt Karen Mantler ein, und viele in der Musikwelt werden da mit ihr fühlen. Fast 20 Jahre sind seit Karens letztem Album unter eigenem Namen auf XtraWatt („Farewell“) vergangen. In der Zwischenzeit veröffentlichte sie ein Album ihres Pet Project auf Virgin, tauchte auf verschiedenen Platten ihrer Eltern Michael Mantler („The School of Understanding“) und Carla Bley („The Carla Bley Bigband goes To Church“, „Looking for America“, „Appearing Nightly“) auf, war Bandmitglied bei den Golden Palominos, beteiligte sich an verschiedenen Robert-Wyatt-Tribute-Bands sowie an Hommagen an Disney und an Nino Rota, spielte an Straßenecken Akkordeon, gab Mundharmonika-Unterricht und kellnerte in Cafes in Soho.
Die 24-jährige chilenische Tenor- Saxophonistin Melissa Aldana, der chilenische Bassist Pablo Menares und der kubanischen Schlagzeuger Francisco Mela veröffentlichen mit Melissa Aldana & Crash Trio ihr erstes Album für Concord Jazz.
Die Konzertserie des Marc Ribot Trios im Sommer 2012 im legendären New Yorker Village Vanguard wurde von der New York Times zu einem der besten Konzertereignisse des Jahres gewählt. Die Aufnahme versetzt den Hörer direkt vor die Bühne des geschichtsträchtigen Raums, dessen Aura die sensibel aufeinander abgestimmte Band intuitiv aufnimmt.
„Alive“, Hiromis neuntes Album, lebt wesentlich von einem spannenden Dreigestirn: Anthony Jacksons fließendes, glühendes Bassspiel und Simon Philips kraftgeladene und trotzdem geradezu lyrische Behandlung der Percussion setzen Hiromis leidenschaftliche Improvisation wunderbar in Szene, die Stücke pulsieren vor überschäumender Energie.
„Move – Live in Tokyo“ wurde auf dem Tokyo International Forum Hall A während Hiromis sehr erfolgreicher Japan-Tournee im Dezember 2012 aufgenommen. Ihr Trio-Projekt mit Anthony Jackson an der Kontrabass-Gitarre und Simon Phillips am Schlagzeug haben das erfolgreiche Studio-Album Move vor einem ausverkauften und enthusiastischen Haus neu interpretiert. Das 96-minütige Konzert unterstreicht die unglaubliche Musikalität und musikalische Bindung dieses Trios. Ein Konzert, das unter die Haut geht.
Keith Jarrett und Charlie Haden erweitern das Spektrum ihres Duo-Projekts, indem sie sich mit Jazzklassikern wie Thelonious Monks „Round Midnight“ und Bud Powells munterem „Dance Of The Infidels“ befassen. Lovesongs sind in dieser neuen Auswahl allerdings in der Überzahl – mit zärtlich gespielten Fassungen von „My Old Flame“, „My Ship“, „It Might As Well Be Spring“, „Everything Happens To Me“, und „Every Time We Say Goodbye“ sowie Alternate takes von „Where Can I Go Without You“ und „Goodbye“, letztere Ton für Ton so berührend wie die Versionen auf ihrem 2010 erschienenen Album „Jasmine“.
"Joshua Redman ist einer der präsentesten Jazzmusiker der vergangenen 15 Jahre, was einiges über ihn sagt – nicht nur über seinen natürlichen Flow als Improvisationskünstler und seine Stärke als Bandleader, sondern auch über seine Bereitschaft Worte zu benutzen, um den Jazz draußen zu repräsentieren.“ (New York Times)
Über die gefeierte amerikanische Sängerin mit ostafrikanischen Wurzeln schreibt die renommierte JazzTimes: "eine Mischung aus Nina Simone mit dem vokalen Schmelz von Dianne Reeves", und Billboard meint, "alles ist von anbetungswürdiger Eleganz … einfach hinreißend".
Die Band stellt eine brachiale, mitreißende und nicht zuletzt wunderbar melodische Mischung aus Rock, Jazz und Funk her, die jeden Saal zum Schwingen bringt. Diesmal wurde die be-währte Symbiose weiter verfeinert und noch mehr explosive Energie der Live-Performance auf dem Tonträger gespeichert. Jede Menge Power also, und dazu kommt eine Klarheit im Sound, die Maßstäbe setzt.
Fast wäre Luca Aquino der Musikwelt noch vorm eigentlichen Beginn seiner Karriere verloren gegangen, denn aus dem Sicherheitsdenken eines noch ungefestigten jungen Mannes heraus studierte er zunächst Wirtschaft, doch dann erwies sich die Liebe zur Musik doch als stärker.
Mit seinem sophisticated look wirkt Arto Lindsay bisweilen wie ein weltfremder Intellektueller, wie ein Denker im Elfenbeinturm, und in der Tat besitzt er einen übereifrigen Geist, mit dem er gern verwegene Theorien entwirft und Sachzusammenhänge kühl analysiert. Doch es gibt auch noch den anderen Arto Lindsay, den Sinnenfreuden zugeneigten Genussmenschen und verspielten Kindskopf, der spitzbübisch aus den runden Gläsern seiner Akademikerbrille hervorguckt. Verstandesarbeiter und Träumer, Bildungsbürger und Bonvivant – beides trägt der US-Amerikaner in sich und beides wird von “Encyclopedia of Arto” in ausgewogener Form widergespiegelt. Dies Doppelalbum deckt in von Lindsay selbst ausgewählten Stücken all seine Persönlichkeitsmerkmale ab und liefert zugleich einen guten Überblick über das vielseitige Soloschaffen.
Der preisgekrönte Produzent, Bandleader, Arrangeur und Trompeter David Weiss (Mastermind der erfolgreichen Jazz-Supergroup „The Cookers“) präsentiert sich mit einem intensiven Album unter eigenem Namen, das seinen Ruf als Schlüsselfigur der New Yorker Jazz-Szene und wichtiger Komponist der zeitgenössischen Jazzszene festigt.
Zum 10. Todestag: 75 unsterbliche Klassiker in einer 3-CD-Box. Er war der unumstrittene Wegbereiter des Souls, eine faszinierende Persönlichkeit und einer der vielleicht zehn bedeutendsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Kein anderer Künstler konnte sich so viele Plätze im Pop-Olymp sichern wie Ray Charles: Rock and Roll Hall Of Fame , Blues Hall Of Fame, Songwriters Hall of Fame, Grammy Hall Of Fame, Jazz Hall of Fame – um nur einige zu nennen. Ray Charles ist eine Musiklegende wie keine zweite und prägte in einer sechs Jahrzehnte währenden Karriere Soul, Jazz, Rock ’n’ Roll, Country und Pop.
Music written or inspired by Bill Evans (feat. Orchestra Filarmonica Marchigiana)
Bill Evans wäre dieses Jahr 85 Jahre alt geworden. Er zählt zu den am häufigsten genannten Musikern, wenn es darum geht, die diversen Einflüsse und Prägungen mit einem Namen zu verbinden. Dementsprechend zahlreich sind die musikalischen Ehrerbietungen, und sie fallen höchst unterschiedlich aus – denn allein die faszinierende Schönheit der Evansschen Musik macht noch kein schönes Tribute. Aber es gibt sie.
Eine Bluesgitarre führt die Melodie ein, verhalten, elegisch, aber doch verspielt und energiegeladen; eine klare Frauenstimme übernimmt, deren Kraft durch die eigentümliche Ruhe des Gesangs noch potenziert wird; ein Klavier versammelt das Thema noch einmal, bevor es von allen plus einem dazu stoßenden Trio durch eine mächtige dynamische Schleife geführt wird, bis es am Schluss fast ins Nichts ausklingt. „Ingen Vinner Frem Til Den Evige Ro“ heißt das alte norwegische Kirchenlied, das Knut Reiersrud, Solveig Slettahjell, Bugge Wesseltoft, Morten Qvenild und sein Trio In The Country am 11. März 2014 im ausverkauften Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie so faszinierend in eine moderne nordische Hymne verwandelten.
„Wenn es möglich wäre, Musik mit Worten zu beschreiben, bräuchten wir keine Instrumente, sondern würden uns einfach nur an einen Tisch setzen und darüber reden.“ Der schwedische Gitarrist Johan Leijonhufvud spricht nicht allzu gern über Musik. Lieber lässt er seine Gitarre sprechen.
Deepness ist der entscheidende Wert des neuen Nicola Conte Albums, etwas das zwischen Bewusstsein und Spiritualität liegt. „Free Souls“ ist purer Soul, wenn Marvin Parks Stimme die Melodie von „Shades Of Joy“ warm umarmt und auch auf „If I Should Lose You“ (ein Standard von Leo Robin und Ralph Rainger, der durch die Hank Mobley Version berühmt wurde). „Free Souls“ ist Afrika in den Tunes, wo Tasha’s World und Bridgette Amofah von den Soli von Magnus Lindgren und Timo Lassy umgeben sind (beide spielen Solo Flöte auf „Solo Revelation“ und „Baltimore Oriole“).
Nur wenige junge Musiker haben die Jazzszene in einem derartigen Tempo aufgewirbelt wie der polnische Geiger Adam Bałdych. „Zweifellos der größte lebende Geigentechniker des Jazz. Von ihm kann man alles erwarten“, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung über den damals noch völlig unbekannten 24-jährigen nach dessen umjubelten Auftritt beim JazzFest Berlin 2011. Im Mai des folgenden Jahres erschien dann Bałdychs ACT-Debüt „Imaginary Room“, für das er mit der „Baltic Gang“ - Lars Danielsson, Morten Lund, Jacob Karlzon, Verneri Pohjola und Marius Neset - eine All-Star-Band zusammentrommeln konnte wie wohl kaum ein Debütant vor ihm.
Checking cool and new CDs from Nathan East, Holdsworth Pasqua Haslip Wackerman, Richard Schumacher, M.E.A.N., Snow Owl, Tohpati and Dewa Budjana.
19. Jazztage Idar-Oberstein
Auf insgesamt fünf Bühnen im Stadtteil Idar wird vom 30.05. - 01.06.2014 ein hervorragendes Programm mit hochkarätiger Musik gespielt. Die Vielfältigkeit des Jazz präsentiert sich mit renommierten Gruppen aber auch mit jungen Senkrechtstartern und nicht wegzudenkenden Lokalmatadoren.