Tägliche Neuigkeiten, Albumankündigungen, Festivalmeldungen, Interviews, Releases und Entwicklungen aus Deutschland, Europa und der weltweiten Jazzszene.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.

Branford Marsalis - In My Solitude: Live In Concert At Grace Cathedral

Brandford Marsalis zählt ohne Frage zu einem der besten Jazz-Saxophonisten aller Zeiten. Das Album "In my Solitude" zeigt ihn auf eine selten zu hörende Art und Weise: Bislang wurde nur wenigen Künstlern die Ehre zu Teil, in der berühmten Grace Cathedral in San Francisco spielen zu dürfen. Brandford Marsalis ist einer davon. In dem Solokonzert spielte er eine faszinierende Kombination von klassischen Werken (Oboenkonzert von C. Ph. E. Bach), Jazzstandards und Improvisationen.

Nils Landgren - Redhorn Collection

Zwei Stunden Hörvergnügen mit Mr. Redhorn auf zwei CDs mit Maceo Parker, Brecker Brothers, Joe Sample, Roy Hargrove, Fred Wesley, Ray Parker Jr., Bernard Purdie, Till Brönner, Rigmor Gustafsson, Ida Sand, Esbjörn Svensson, Lars Danielsson, Per Ruskträsk Johansson, Magnum Coltrane Price, Magnus Lindgren, Wolfgang Haffner, Michael Wollny, NDR Bigband und vielen mehr.

Marcin Wasilewski Trio, Joakim Milder - Spark Of Life

Auf dem vierten ECM-Album des Wasilewski Trios gibt es einen besonderen Gast, den lyrisch spielenden schwedischen Saxofonisten Joakim Milder, den die drei Polen von seiner Mitwirkung an Tomasz Stankos Litania-Projekt her kennen. Zu den Affinitäten, die die vier hier beteiligten Musiker gemeinsam haben, gehört auch die Liebe zur Musik von Krzysztof Komeda. dessen Thema „Sleep Safe and Warm“, einst für Roman Polanskis Film „Rosemary’s Baby“ geschrieben, taucht hier wieder auf. Wie immer kombiniert das Wasilewski Trio eigene Kompositionen – ausgesprochen melodiöse neue Stücke von Marcin (darunter zwei Variationen des Titelstücks) – mit einer kühnen Auswahl an Coverversionen: Herbie Hancocks „Actual Proof“, „Message in A Bottle“ von The Police, und Slawomir Kurkiewicz‘ Arrangement einer Komposition von Grazyna Bacewicz.

Jamie Cullum - Interlude

Jamie Cullum präsentiert mit "Interlude" sein erstes Jazz-Album seit "Twentysomething" (2003). Mit seinen letzten Veröffentlichungen hat Jamie Cullum wie kein anderer auf leichte und zugleich energiegeladene Weise der Popmusik den Jazz eingehaucht. Der leidenschaftliche Live-Musiker begeisterte mit seinen Alben "Twentysomething" (2003), "Catching Tales" (2005), "The Pursuit" (2009) und zuletzt "Momentum" (2013) das Publikum rund um den Globus.

Anna Maria Sturm Quintett - Tales of Woe

Ursprünglich wollte die Schauspielerin Anna Maria Sturm nur Aufnahmen für ihr Demoband machen; die Chemie mit den Musikern stimmte jedoch von Anfang an und weniger als ein Jahr später wurde bereits ihr Debut-Album „Tales of Woe“ in gleicher Besetzung aufgenommen. Die Platte stellt vor allem Songs aus den 20er bis 50er Jahren des „Great American Songbook“, sowie Chansons des französischen „enfant terrible“ Serge Gainsbourg in den Mittelpunkt. Keineswegs beliebig war hier die Song-Auswahl: Sämtliche Songs und Chansons gehören zu den Lieblingsliedern der Schauspielerin, zu jedem einzelnen hat sie einen persönlichen Bezug.

Rolf Kühn - Timeless Circle

Weit über ein viertel Jahrhundert Jazzgeschichte: wenn wir jetzt mit einer Sonderausgabe Rolf Kühn zu seinem 85. Geburtstag gratulieren, kann man sich vor einem der wenigen weltweit bekannten und verehrten deutschen Jazz-Heroen verneigen. Aber auch vor einem nach wie vor aktiven, mit jungen Musikern arbeitenden Überzeugungstäter. Vor einem, der trotz aller erreichten Berühmtheit ein persönlich zurückhaltender, immer freundlicher und entgegenkommender Mensch geblieben ist.

Jazzkantine - Ohne Stecker

"Ohne Stecker" präsentiert das Beste aus 20 Jahren Jazzkantine und erscheint passend zum Geburtstag auf dem eigenen Label Rap Nation Records. 15 Titel im frischen Gewand: aufwendig arrangiert und akustisch eingespielt mit Kontrabass, Western-Gitarre, Flügel, Grammofon und der NDR Bigband unter Jörg Achim Keller.

Rita Marcotulli & Luciano Biondini - La Strada Invisibile

Jazz, Klassik und italienische Liedkunst, all das fließt in „La Strada Invisibile“ virtuos zusammen. Mit kleinen Bewegungen, Gesten und Linien entstehen spannende Momente und neue musikalische Offenbarungen ganz aus dem Moment heraus. Marcotulli und Biondini rufen dabei die gesamte Gefühlspallette ab. Ihre eingängigen musikalischen Themen sind der  Ausgangspunkt und Antrieb, sich solistisch auszuleben.

Tobias Christl - Wildern

Tobias Christl, Jahrgang `78, ist eine Rarität, ein Sänger, den es so im deutschen Jazz noch nicht gab. Weder Crooner, noch scattender Lautmaler. Und schon gar nicht als Jazzer getarnter Popmusiker. Eher schon kunstvoll-wandelbarer Geschichtenerzähler, irgendwo zwischen Indie und Improvisation. Der Wahlberliner ist Stimmkünstler, Songwriter, Improvisator, Sprecher, Komponist, DJ und Mitinitiator des Kölner KLAENG Kollektivs, spielt Klavier, Keyboards, Klarinette und Gitarre, studierte u.a. bei Theo Bleckmann in New York.

Emile Parisien - Spezial Snack

Die französische Tageszeitung „Le Monde“ schrieb über den 1982 geborenen Saxofonisten „Emile Parisien ist die beste Neuigkeit des europäischen Jazz seit langem.“  und der englische „Guardian“ stellte schon 2012 fest: “Emile Parisien verdient eine größere Bühne”. Besonders in seiner Heimat Frankreich ist dieser Wunsch inzwischen wahr geworden – er gewann die beiden wichtigsten Jazzpreise des Landes,  den „Prix Django Reinhard 2012“ und unlängst den „Victoires du Jazz 2014“ - jeweils als Künstler des Jahres.

Till Brönner - The Movie Album

Mit “The Movie Album” hat der mehrfache ECHO-Preisträger, Till Brönner nicht nur seinen Fans, sondern auch sich selbst einen langgehegten Traum erfüllt: “Wir alle sind mit Filmen aufgewachsen, die uns im Kopf geblieben sind. Ich bin zwar kein wandelndes Filmlexikon, doch ich glaube, dass spezielle Filmmomente auch mich und meine Musik immer mitgeprägt haben”.

Spielstättenprogrammpreis verbessert Bedingungen für Musiker

Berlin, 17. September 2014 | Anlässlich des zum zweiten Mal in Hamburg durch Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters verliehenen Spielstättenprogrammpreis Jazz, Rock, Pop unterstreicht die Union Deutscher Jazzmusiker die Bedeutung einer vitalen Spielstättenlandschaft für die gesamte Jazzszene in Deutschland. In diesem Jahr konnten insgesamt 58 Preise, davon 31 für Spielstätten und 27 für Veranstaltungsreihen vergeben werden. Das große Interesse von Veranstalterinnen und Veranstaltern am Preis war auch bei der zweiten Ausgabe ungebrochen was sich in über 300 eingereichten Bewerbungen niederschlug.

Tom Gaebel - So Good To Be Me

Er ist der letzte große Gentleman unter den Sängern der Republik und ein musikalisches Phänomen. Tom Gaebel macht eine Musik wie niemand sonst. Ein Sound, der an Zeiten erinnert, als Männer noch richtige Männer waren und mit Anzug und Schlips vor dem Mikrofon standen. Frank Sinatra zum Beispiel oder Dean Martin: In der einen Hand den Whiskey, in der anderen locker die Zigarette. Ganz nach dem Motto ‘Easy Living’.

Les Brünettes - A Women Thing

A Women Thing. In der Tat ist dieser Titel treffend ausgesucht für das zweite Album des a cappella Quartetts Les Brünettes. Seit ihrem Erstlingswerk aus dem Jahre 2012 haben die vier jungen Frauen eine Menge an Furore gemacht. Sie sind Preisträgerinnen des Internationalen A Cappella Wettbewerb Leipzig 2013 und der internationalen A Cappella Competition Vokal.total.2013 Graz und haben darüber hinaus weit über 100 Konzerte gespielt.

Kenny Barron & Dave Holland - The Art Of Conversation

Wie sehr Pianist Kenny Barron und Bassist Dave Holland, beide Koryphäen und Stars ihres jeweiligen Instrumentes, die hohe Kunst der intimen musikalischen Konversation beherrschen, beweisen sie auf ihrem ersten gemeinsamen Album "The Art Of Conversation". Bevor die beiden diese Aufnahmen machten, verfeinerten sie ihr Zusammenspiel zwei Jahre lang in erfolgreichen Konzerten, die sie in den USA und Europa gaben.

Medeski, Scofield, Martin & Wood - Juice

Gitarrist John Scofield ist ein Meister der Improvisation und stand mit Größen wie Chet Baker, Gerry Mulligan, Charles Mingus und Gary Burton auf der Bühne, bevor ihn seine Zusammenarbeit mit Miles Davis in den 1980er Jahren endgültig zu einem der größten Jazzmusiker werden ließ. 1998 tat sich Scofield schon einmal mit dem trio Medeski, Martin & Wood zusammen um das Album "A Go Go" einzuspielen. Jazz Times nannte diese Kollaboration "a match made in heaven"! Einer weltweiten Konzerttournee folgte dann das Album "Out Louder" und das Live-Album "In case the world changes it's mind".

Stefano Bollani - Joy In Spite Of Everything

Stefano Bollani ist ein Musiker von übersprudelnder Virtuosität mit einer ungewöhnlichen Sensibilität und stilistischen Reichweite. Der Pianist aus Italien hat längst gezeigt, wie sehr er sich bei ECM künstlerisch zuhause fühlt, sowohl als improvisierender Solist wie als Leader eines Trios oder in Duos mit Enrico Rava, Chick Corea und dem brasilianischen Bandolim-Spieler Hamilton de Holanda.

Maria Baptist - Self-Portrait

Maria Baptist ist eine wahre Verführerin auf den schwarzweißen Tasten eines Flügels (WDR), ein Phänomen, über die sich Grammy Gewinnerin Maria Schneider anerkennend äußert: Baptists Musik ist ein Geschenk, durchdrungen von der Kreativität, Kraft, Emotionen, Größe und Wärme, die sich in ihrem gesamten Leben widerspiegelt.

Lars Danielsson - Liberetto II

Vielleicht ist dem ein oder anderen Jazzspezialisten "Liberetto II" des Quartetts um Lars Danielsson und seinen Gastmusikern melodisch zu beglückend. Was soll’s: Wenn man sich den einzelnen Stücken hörend annähert, stellt man fest, dass trotz oder gerade wegen der wunderschönen Melodik die Komplexität nicht zu kurz kommt. "Strenge" Formen wie die "Passacaglia" sind das offensichtlichste Beispiel dafür.

Jacob Karlzon - Shine

"Strahlend". Wenn ein Wort sowohl die Musik, als auch die Persönlichkeit von Jacob Karlzon beschreibt, dann dieses. Unüberhörbar, aber fast schon Nebensache: Karlzon zählt zu den besten Pianisten Europas. Aber Karlzon will MEHR - klanglich, kompositorisch, konzeptionell. Und er schert sich dabei wenig um die Frage, welchem Genre man seine Musik nun zuordnen mag. Am liebsten spricht er von "improvisierter Instrumentalmusik" und schöpft so lustvoll wie geschmackssicher aus dem Besten zweier Welten - der Offenheit, Experimentierfreude und Energie des Jazz und der Kraft und Eingängigkeit des Pop.

Jerry Léonide - The Key

"The Key", das Debütalbum des aus Mauritius stammenden, heute in Frankreich lebenden Pianisten Jerry Léonide, ist der Schlüssel zu einer ganzen Welt. Zur Musik und dem Lebensgefühl eines Inselparadieses. Léonide übersetzt die unwiderstehlich federnd-tanzbaren, deutlich afrikanisch geprägten Grooves und luftigen, leichten, klaren Melodien seiner Heimat in das Vokabular des Jazz. Sein weltenumspannendes Klavierspiel begeisterte auch die Jury der "Solo Piano Competition 2013" des renommierten Montreux Jazz Festivals und brachte Léonide den ersten Preis des Wettbewerbs ein.

Hattler - Live Cuts II

Jazz-Echo-Preisträger Hellmut Hattler gilt als Garant für markante (Bass-) Grooves, der ungebrochen innovativ gleichsam Ton und Takt angibt, ganz gleich ob mit der Rock- / Jazz-Fusion-Legende Kraan, dem Hip-Jazz-Duo Tab Two oder seiner aktuellen Formation Hattler. Gleichsam bekannt ist darüber hinaus seine besondere Vorliebe für Livealben, gibt es doch von fast all seinen Formationen – zur einhelligen Freude der Fans – diverse Konzertmitschnitte, bei denen der Ausnahmebassist und seine stets hochkarätigen Mitmusiker zu improvisationsfreudigen Exkursionen voller spielerischer Virtuosität und stilistischer Eleganz ausholen.

Arve Henriksen - The Nature Of Connections

Seit 2001 hat Arve Henriksen eine Reihe exquisiter Soloaufnahmen aufgenommen, die elektronische Texturen, Holzbläser, ethnische Instrumente, Percussion, Keyboards und seine traurige, sehnsuchtsvolle Stimme vereinen. Dies ist sein erstes akustisches Album, das sich um vier großartige Streicher rankt und mit einigen seiner wärmsten und organischsten Tracks aufwartet. Aufgenommen mit Jan Erik Kongshaug in der kristallklaren Akustik des legendären Rainbow Studios in Stockholm ist „The Nature Of Connections“ Jazz mit einer engen Verbindung zur nordischen Folklore und der zeitgenössischen minimalistischen Kammermusik.