Tägliche Neuigkeiten, Albumankündigungen, Festivalmeldungen, Interviews, Releases und Entwicklungen aus Deutschland, Europa und der weltweiten Jazzszene.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.

Ulita Knaus - The Moon On My Doorstep

„The Moon On My Doorstep“, das sechste Album der Sängerin und Songwriterin Ulita Knaus, bringt uns den Mond näher denn je. Es ist ihr persönlichstes Werk, enorm freigiebig und von ungeheurem Format. Dabei gibt sich die Sängerin internationaler denn je: Eigene englische Songs glänzen neben auf die Essenz reduzierten Interpretationen von Pink Floyd („Have A Cigar“), Tom Waits („Clap Hands“) oder Peter Fox („Steine“).

Alon Nechushtan - Venture Bound

Alon Nechushtan wurde in Israel geboren und ausgebildet. Seit 10 Jahren ist New York sein Lebensmittelpunkt. “Venture Bound” ist ohne Zweifel seine bisher persönlichste Produktion, ein glänzender Höhepunkt seiner New Yorker Jahre der sich aus einer ausgesuchten Palette von Klängen, Leuten, Plätzen speist. Eine lange Reise durch die New Yorker Nacht auf der Suche nach dem Abenteuer. Sie führt durch Bumslokale in denen es im Souterrain jam sessions laufen, durch uptown swing clubs, und wenn er die Brücke nach Brooklyn überquert beginnt eine Spritztour.

Michael Wollny - Weltentraum Concert Edition

„jedem anfang wohnt ein zauber inne.“ dieses hermann-hesse-zitat dürfte michael wollny im moment bedingungslos unterschreiben. darf man doch behaupten, dass er binnen kurzem zwei mal vater geworden ist: gerade kam sein erstes kind zur welt, schon im vergangenensommer aber erblickte sein neues trio das licht der musikwelt – als quereffekt einer weiteren genese. denn nach der geburt ihres zweiten kindes hatte sich eva kruse, bassistin von michael wollnys stammtrio [em], zu einer babypause entschlossen. woraufhin wollny und schlagzeuger eric schaefer bei tim lefebvre anklopften, dem bassisten von rudder, jenerwilden us-truppe, mit der man drei jahre zuvor gemeinsam auf „jazz today“-tour war

JazzrockTV #81 Martin Sasse

Martin Sasse ist einer der gefragtesten Jazzpianisten in Deutschland. Seit Jahren arbeitet Martin Sasse mit vielen internationalen Musikern zusammen: Al Foster Quartett, Jimmy Cobb, Steve Grossman, Bobby McFerrin, Till Brönner, Tommy Emmanuel, Philip Cathrine und begleitete Sting zusammen mit den Bochumer Symphoniker.

Slowly Rolling Camera

Slowly Rolling Camera, ist das neue Projekt von Komponist & Pianist Dave Stapelton (Chef bei Edition Records), Produzent Deri Roberts, Sängerin Dionne Bennett und Drummer Elliot Bennett. Das Ergebnis ist Musik, die nicht wirklich Jazz, sondern viel mehr im Stile von Cinematic Orchestra und Portishead ist.

Sonny Rollins - Road Shows Vol.3

Sonny Rollins ist ohne Wenn und Aber eine wandelnde Legende. Der amerikanische Tenorsaxophonist begann vor 70 Jahren seine beeindruckende Karriere. Dabei ist nicht nur das Studio, sondern auch die Bühne seine eigentliche künstlerische Heimat, auf der er sich frei entfalten kann. Er gilt also nicht von ungefähr als das nach wie vor größte Improvisationstalent des zeitgenössischen Jazz und als einer seiner erfindungsreichsten Komponisten.

Melanie De Biasio - No Deal

Angekündigt als eine neue Stimme im Jazz, wie von „outer space“ kommend, war ihr erstes Album „A Stomach Is Burning“ nah am rauchigen, glimmenden Sound, über den man gerne im Traum in einem Jazzkeller im Paris oder New York des Jahres 1959 stolpern möchte. „No Deal“, ihr nun folgendes zweites Album, offenbart sich einem zunächst in monochromen Minimalismus: eine simple Fotoaufnahme auf dem Cover, sieben Songs, in denen ihre eigene Stimme sehr anmutig erscheint und manchmal aber auch komplett verschwindet.

Union Deutscher Jazzmusiker legt gemeinsam mit über 50 Veranstaltern Willenserklärung zu Mindestgagen und Clubförderung vor

Berlin, 25. April 2014 | Gemeinsam mit über 50 Veranstalterinnen und Veranstaltern hat die Union Deutscher Jazzmusiker eine Willenserklärung vorgelegt. Darin werden Mindeststandards für die Förderung von Spielstätten und die Bezahlung von Musikerinnen und Musikern festgelegt. Demnach soll eine Einstiegsgage von 250,- Euro pro Musiker gelten, wenn die Spielstätte gleichzeitig zu mindestens 1/3 öffentlich gefördert ist.

Magos & Limon - Dawn

Die lateinamerikanische, in New York lebende Sängerin Magos Herrera ist die Cassandra Wilson des Latin-Jazz. Die renommierte Jazz Times bezeichnete sie als „ohne Zweifel eine der besten Jazzsängerinnen aus Mexico“. Sie vereint in ihrer Musik ihre Latino-Wurzeln mit der Jazzmusik von heute und hat den Begriff „Flamenco-Jazz“ maßgeblich geprägt.

Kronos Quartet - A Thousand Thoughts

Avantgarde, Filmmusik, Arrangements von Weltmusik: In den 40 Jahren seines Bestehens ist musikalisches Grenzgängertum für das Kronos Quartet zum Markenzeichen geworden. 1973 zu einer Zeit gegründet, in der Streichquartett-Ensembles mit „seriösem“ Repertoire von Haydn bis Bartók auftraten, machte es mit Crossover weltweit Furore – wobei es diesen Begriff damals noch gar nicht gab. Zum 40. Geburtstag veröffentlicht das Warner-Label Nonesuch das neue Kronos-Album „A Thousand Thoughts“

Musiker fordern bessere Bedingungen für die jazzahead!

Bremen, 24. April 2014 | Anlässlich der Musikmesse jazzahead! in Bremen fordert die Union Deutscher Jazzmusiker bessere Bedingungen bei den Showcases im Rahmen der German Jazz Expo. „Es ist nicht vertretbar, dass Musikerinnen und Musikern weder Hotel- und Reisekosten erstattet werden, noch eine Vergütung für den Rundfunkmitschnitt der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gezahlt wird; von einer Gage ganz abgesehen“, so Gebhard Ullmann, Vorsitzender der Union Deutscher Jazzmusiker. „Eine Veranstaltung, die sich dem Jazz verschreibt, kann nicht in finanzieller Hinsicht völlig unangemessen mit seinen wichtigsten Protagonisten umgehen“.

Philipp Weiss & Walter Lang - PWL

Lebendig, poetisch und voller Leidenschaft präsentieren Philipp Weiss und Walter Lang erlesene Kompositionen der Jazzliteratur. Reif und tief im Jazz verwurzelt, entführen sie den Zuhörer an einen Ort der Schönheit und Poesie. In ihrem intimen Dialog entfaltet sich Musik von schimmernd leicht bis orchestral kraftvoll.
Den Zuhörer erwartet ein kammermusikalischer Abend, als ob Schubert seine Winterreise in ein Jazzgewand gekleidet hätte.

Am 22. Mai erhält Pat Metheny in Hamburg den ECHO Jazz 2014 als Instrumentalist des Jahres international Gitarre

„Das Unity Band Prokjekt hat mein Leben verändert“, sagt Gitarrist Pat Metheny. „Ich habe schon viele Bands mit talentierten Musikern geleitet, aber was mit dieser Band Abend für Abend passiert, ist auf eine Weise inspirierend, die ich so noch nicht erleben durfte. Als wir nach unserem letzen Konzert von der Bühne gingen, war alles, an was ich denken konnte, dass ich nicht wollte, dass diese Band aufhört – und ich wusste, dass es Chris, Antonio und Ben genauso ging.“

Max Merseny - Everlasting

„It don’t mean a thing, if it ain’t got that swing“ – dass Jazz nichts bedeutet, wenn er nicht swingt, dieser Song und zugleich Diktum von Duke Ellington ist dem Starnberger Saxofonisten Max Merseny noch deutlich zu wenig. Bei ihm muss es grooven und knacken: „Reiner Jazz war nie mein Standbein“, sagt er, seine Musik soll vor Energie strotzen, weshalb eine geballte Ladung Soul und Funk die Soli und Improvisationen einbettet. Auch Hip-Hop kommt als Element hinzu, weil Merseny findet: „Ob guter Hip-Hop oder schlechter, was die Jungs fast immer hinkriegen, ist ordentlich Bumms dahinter.“

Organ Explosion

Ein Album voller Spielfreude und verblüffender Hakenschläge: Im einen Moment entlockt Enzensperger seinen Tasten seidige Klangwolken, im nächsten lässt er seine Hammond-Orgel blubbern, kreischen, beben. Mildenberger gibt die reduziert-präzise Rhythmus-Maschine, um sich nach ein paar aberwitzigen Breaks in einen wahren Rausch zu trommeln. Klöckner steht dabei unverschämt-lässig wie eine Wand hinter seinen Mitmusikern. Vier Takte später treibt er sie mit einem wahren Tieftongewitter zur Ekstase. Da rotieren die Leslies, da blitzt die Disco-Kugel, wenn die Orgel vom Tanzboden durch die Decke schießt.

Nils Petter Molvaer - Switch

In den Achtzigern machte Nils Petter Molvaer an der Seite der norwegischen Jazzpioniere Jon Christensen und Arild Andersen in der Band Masqualero auf sich aufmerksam. Später schuf er mit seiner Band Khmer die Grundlage für die inzwischen typisch norwegische Symbiose aus Jazz und Elektro. Er findet auf jedem Album einen neuen musikalischen Ansatz, doch der rote Faden, der sich durch sein Gesamtwerk zieht, ist die Suche nach der optimalen Balance zwischen Synthetischem und Organischem.

Ulf Wakenius - Solo - Momento Magico

Die fortwährende Suche und die Sucht nach den magischen Momenten in der Musik ist das, was Jazzmusiker antreibt: „Ich war gesegnet, solche Momente bei meiner Arbeit mit wundervollen Künstlern wie Oscar Peterson [in dessen Quartett er 10 Jahre lang spielte], Herbie Hancock, Pat Metheny, und natürlich der wundervollen Youn Sun Nah [mit der er seit 2009 im Duo rund um den Globus erfolgreich ist) zu erleben“, erzählt der Gitarrist Ulf Wakenius.

David P. Stevens - Exclusivinterview

Jazzgitarrist, Sänger, Songwriter und Produzent David P. Stevens lädt uns ein, die „DPS Experience“ mit ihm zu erkunden. Was ist die „DPS Experience“? DPS steht für David Paul Stevens. Und David´s Musik und Bühnenpräsenz ist in der Tat eine Erfahrung! Sein Sound ist stark geprägt von Größen wie George Duke, Herbie Hancock, Quincy Jones und Stevie Wonder. Sein Gitarrenspiel sprüht vor Energie. Einprägsame Melodien, intensiver Gesang, aufregende Grooves – das alles zeichnet die „DPS Experience“ aus.

George Mraz & Emil Viklicky - Duo Art: Together Again

George Mraz und Emil Viklický – zwei der führenden tschechischen Jazzmusiker wieder vereint: Ersterer zählt weltweit zu den profiliertesten Bassisten und machte Karriere in den USA. Auf bald 1.000 Platten und CDs findet sich sein Name, kaum ein Großer des Jazz, mit dem er nicht gespielt hätte. Das Thad Jones / Mel Lewis Orchestra, Stan Getz, Tommy Flanagan und Richie Beirach waren die wichtigsten festen Stationen.

Joachim Kühn - Birthday Edition: Live At Jazz Fest Berlin / Europena

Mit Daniel Humair und Jean-François Jenny-Clark bildete Joachim Kühn über Jahrzehnte hinweg eines der maßgeblichen Trios des europäischen Jazz. Die auf der „Birthday Edition“ enthaltenen, bisher unveröffentlichten Konzertmitschnitte vom JazzFest Berlin lassen dieses Ausnahmetrio wieder lebendig werden. Hört man die nun vorliegenden Aufnahmen vom Jazz Fest Berlin, so wird schnell deutlich, welche Sprengkraft diese Formation für die Entwicklung des europäischen Jazz hatte.

Entdeckt: TRIAZZ & Roth - Too Early to Give Up

Kammermusikalischer Jazz "unplugged". Nach dem Motto "Weniger ist mehr" möchte TRIAZZ trotz seiner minimalistischen Besetzung eine maximale musikalische Wirkung erzielen. TRIAZZ & Roth: Das Trio wird durch den renommierten Münchner Jazzmusiker und Komponisten Wolfgang Roth (Saxofon, Klarinette, Flöte) verstärkt, der zuletzt unter anderem Musik für die Filme von Marcus H. Rosenmüller (“Wer früher stirbt ist länger tot”) arrangierte.

Bettina Pohle & Ralf Ruh - Sophisticated Lady

Sophisticated Lady - Von tiefstem Dunkelblau ist der Blues "Things ain't what they used to be", den Bettina Pohle auf ihrer neuen, zum Valentinstag 2014 bei Octason Records erschienenden CD "Sophisticated Lady", mit der zuverlässig eleganten Unterstützung des Ralf Ruh Trios (derzeit nominiert für den Swiss Jazz Award) und dem Saxofonisten Wolfgang Frister, mit ihrer unvergleichlichen, tiefen, warmen Stimme singt.

Aldo Romano - Corners

Auf „Corners“ bewahrt Aldo Romano einige der Orte, die ihn auf seinen Konzertreisen nachhaltig prägten, vor dem Vergessen – insgesamt fünfzehn Stücke mit Namen wie „Port Au Prince“, „Belleville“ oder „Tompkins Square“, an deren Aufnahmen Gitarrist Tim Miller, Klarinettist Mauro Negri, Micherl Benita am Kontrabass und Ronnie Paterson (Klavier) mitwirkten.