Jens Thomas - Neil Young Collage

Jens Thomas - Neil Young Collage

Jens Thomas
Neil Young Collage

Erscheinungstermin: 31.03.2023
Label: O-Tone, 2023

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Der Jazz-Pianist und Stimmperformer Jens Thomas, dem die Süddeutsche Zeitung 2019 eine ganze Seite Drei widmete, singt und spielt Neil Young. Eigenwillig, überraschend und hochemotional. Seine Neil Young Collage ist eine Klangreise jenseits der Stile und Kategorien, die Bilder und Erinnerungen im Kopf der Zuhörer*innen provoziert.

Der Begriff „Collage“ steht dem Ausdruck „Bricolage“ nahe, und bedeutet hier mit den vorgefundenen Songs und Texten von Neil Young „herumzubasteln“ (französisch „bricoler“) und durch intuitives „Abhören“ des Materials zu neuen und eigenständigen Lösungen zu kommen. Was bei der Produktion des Albums ein instinktiv-malerischer Vorgang der Schichtung von Klavierimprovisationen, Gesängen und Perkussionsinstrumenten war, wandelt sich live zu einem faszinierenden „Herumwerkeln“ im Moment vor den Augen und Ohren der Zuhörer.

Jens Thomas singt dabei, „als sei er ein Medium, das unterschiedlichen Persönlichkeiten von der Sopranistin bis zum Obertonsänger vorübergehendes Asyl bietet. In seiner Musik ist Thomas ein Ekstatiker, der Töne und Geschichten in einen Strom des Gefühls verwandeln kann“, so die Hannoversche Allgemeine Zeitung.

Der SWR-Jazzpreisträger veröffentlichte nach seinem Jazzstudium als Pianist von 2000 bis 2003 vier Alben beim Label ACT (u.a. „Plays Ennio Morricone“ mit Paolo Fresu und Antonello Salis, „Pure Joy“ und „The Sting Project“ mit Christof Lauer). Von 2003-2012 improvisierte er live die Bühnenmusik in der legendären „Othello“ Inszenierung von Luk Perceval an den Münchner Kammerspielen (ZDF Live-Mitschnitt) und entdeckte dabei seine eigene Stimme, die er in den nachfolgenden Jahren kontinuierlich autodidaktisch weiterentwickelte. Er befreite sich gänzlich von Konventionen und Routinen des zeitgenössischen Jazz und hinterfragte alle Elemente seiner Konzertperformance. Improvisation bedeutete für Thomas nun auch Körper und Raum, Sprache und Publikum mit in seine Auftritte zu integrieren.

Verschiedenste Theater- und Tanztheaterproduktionen (u.a. NT Gent, Thalia Theater Hamburg, Folkwang Tanzstudio Essen, Burgtheater Wien), eigene Kunstperformances in Galerien und eine zweijährige „artist in residence“ am Schauspielhaus Bochum, führten ihn über außergewöhnliche Albumproduktionen wie „Goethe! Gesang der Geister“ (2007, ITM) und „Speed of Grace-A Tribute To AC/DC“ (2012, ACT) sowie dem aus dem Rahmen fallenden ARD „Tatort“- Drama „Ich hab im Traum geweinet“ („getragen wird es von der herausragenden Musik von Jens Thomas“ SZ) bis hin zu der Begegnung mit dem Schauspieler Matthias Brandt. Mit ihm und den gemeinsam kreierten „Wort-Musik-Collagen“ ist Thomas seit 2013 auf den großen deutschsprachigen Theaterbühnen zu erleben. Für Brandt ist der Musiker „die wichtigste künstlerische Begegnung, die ich je hatte.“ 2016 wurde das Album „Memory Boy“ (Roofmusic) mit ausschließlich eigenen Songs veröffentlicht, das parallel zum Buch „Raumpatrouille“ von Matthias Brandt entstand, 2020 erschien das Chanson-Album „jENS tHOMAS“ (misitunes) mit eigenen deutschen und englischen Texten.

Text: O-Tone

jazz-fun.de meint:
Das Album ist ein Beispiel für die Weitergabe des Generationsstabs und zeigt die wesentlichen Elemente der Musik auf. Das Album ist ein unwiderlegbarer Beweis dafür, dass musikalische Meister, unabhängig von der Art des Ausgangsmaterials und den angewandten Konventionen, ihrer Kunst immer die nötige Raffinesse verleihen können.

  1. Sleeping In The Eye Of The Storm
  2. Cortez The Killer
  3. After The Gold Rush
  4. Hey Hey, My My
  5. After Berlin
  6. Comes A Time/ Deep Forbidden Lake
  7. Helpless
  8. Love Is A Rose
  9. Old Man
  10. Like A Hurricane
  11. Cortez The Killer (Reprise)
  12. Sink In True Love

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