John Beasley im Gespräch mit Cosmo Scharmer von jazz-fun.de

John Beasley
John Beasley, Foto: Rainer Ortag

John Beasley, ein US-amerikanischer Jazzmusiker, arbeitete mit den Trompeten-Ikonen Freddie Hubbard und Miles Davis, als er noch in seinen 20er Jahren war, und hat später mit Größen wie Herbie Hancock, Al Jarreau, Steely Dan, Chaka Khan und Christian McBride gespielt. Er ist Musikdirektor für die weltumspannenden Konzerte des Herbie-Hancock-Instituts zum Internationalen Jazz-Tag, während er mit der MONK'estra um die Welt tourt. Darüber hinaus hat er ausgiebig für Film und Fernsehen gearbeitet, vor allem an den Soundtracks des bekannten Komponisten Thomas Newman, darunter die James-Bond-Hits Spectre und Skyfall. Auf seinem Weg hat Beasley fünf Nominierungen für den GRAMMY® Award und einen Emmy® Award erhalten.

Hier spricht er über sein neues Album MONK'estra Plays John Beasley.

Jazz-Fun.de
Die erst kürzlich erschienene CD MONK'estra Plays John Beasley kann als Teil einer Monk-Trilogie gesehen werden. Auf den beiden vorangegangenen CDs MONK'estra Vol. 1 und 2 werden ausschließlich Titel von Monk interpretiert. Auf dem dritten Album gibt es zwar auch einige Titel des Meisters, aber hauptsächlich sind Kompositionen von John Beasley zu hören. Dennoch scheint Ihre eigene Musik den Geist von Monk so zu leben, wie seine Musik intendiert war? Ist das so?

John Beasley:
Bei der Musik und der Spielweise von MONK'estra geht es wirklich um den Mut von Thelonious Monk: so zu spielen, wie er es wollte, was er in seinem Kopf hörte. Er war authentisch sich selbst gegenüber. Er hat nicht versucht, Klavier zu spielen oder Musik zu machen wie jeder andere in dieser Generation, er ging seinen eigenen, entscheidenden Weg. Er wurde viel kritisiert. Die Leute verstanden sein Spiel und seine Musik nicht. Also lehnten sie seine Musik ab. Monk hörte nicht auf sie und blieb beharrlich. Manche Leute brauchten Jahrzehnte, um zu erkennen, dass Monk seiner Zeit sehr weit voraus war. Das ist der Grund, warum seine 70 Songs so oft gespielt werden: Es ist die Musik im Jazz, die am zweithäufigsten auf Alben aufgenommenen wurde, nach Ellingtons Tausenden von Songs. Die Essenz von MONK'estra ist es, mutig zu sein, indem wir spielen und Grenzen verschieben. Es ist nicht das, was der Hörer vielleicht erwartet zu hören.

Also habe ich mir Monks Geist zu Herzen genommen, wenn ich seine Musik arrangiere, auch wenn ich eigene Songs schreibe und in Konzerten spiele. Ich beschloss, ich selbst zu sein, Risiken einzugehen. Und wenn ich scheitere, dann stolpere ich vielleicht über einen anderen Weg. Ich habe sieben Eigenkompositionen für die neue Platte geschrieben, ein paar Titel von Monk hinzugefügt und je einen von Ellington und Charlie Parker. Ich habe im neuen Album auch mehr Klavier gespielt, was ich in den ersten beiden Alben nicht getan habe.

Was ich beim Spielen mit Miles Davis gelernt habe ist: Es ist wichtig, sich als Musiker und Mensch ständig zu verändern, sich weiterzuentwickeln. Die Hörer werden also eine Entwicklung von einem Album zum nächsten hören: von MONK'estra Vol. 1 zu Vol. 2, dann zum dritten aktuellen Album.

jazz-fun.de:
Ja, MONK'estra spielt John Beasley. Der Titel verrät bereits, dass es eine weitere Entwicklung gab, die gehören werden kann. Daher ist es weniger überraschend.

John:
Das ist alles organisch passiert. Ich habe 2013 den ersten Song arrangiert und für ein paar weitere Titel habe ich einen Club-Gig gebucht, um zu hören, wie die Musik klingt. Diese Musik ging in das erste Album ein. Für das zweite Album waren wir ein Jahr lang auf Tournee, so dass ich meine Musiker sehr gut kennenlernte und begann, mit ihnen zusammen Soli zu schreiben. Außerdem fand ich weitere Monk-Songs, mit denen ich noch abenteuerlicher sein wollte - das hört man auf Vol. 2. Beim dritten Album wollte ich zeigen, dass ich Musik auch komponieren, nicht nur arrangieren kann. Und, ich wollte mehr Piano spielen.

jazz-fun.de:
Beim Hören der aktuellen CD fällt auf, dass es längere Passagen gibt, in denen das Piano solistisch und thematisch führt. Diese Wirkung des Pianospiels ist in einigen Titeln besonders gut zu hören: Be.YOU.tiful, Song for Dub, Implication. Masekela. Stimmt das?

John:
Ich wollte für diese Platte wirklich mehr Klavier spielen. Die Inspiration kam von zwei Platten von Duke Ellington: "Piano in the Foreground" und "Piano in the Background". Sie wurden in den frühen 1960er Jahren aufgenommen und stellen heraus, wie Duke Piano mit seiner Big Band spielt.

John Beasley und Cosmo Scharmer
John Beasley und Cosmo Scharmer, Foto: Rainer Ortag

jazz-fun.de:
Also ist das Pianospiel der Unterschied zu den beiden früheren Alben?

John:
Bei den ersten beiden Platten habe ich das Orchester zum „Klavier“ gemacht, also hört man Monks Piano-Part in den Bläsern. Für meine eigene Musik dachte ich an Songs, die gut zu den Monk-, Duke- und Bird-Melodien passen würden. Aber manchmal habe ich einfach nur für mich selbst geschrieben.

Nach dem Aufnehmen und Anhören aller 14 Songs -, nach einer Zwischenpause -, hatte ich das Gefühl, Glück gehabt zu haben. Denn ich bemerkte, wie sich mit der Kombination der Songs eine Geschichte entfaltete. Es war eine Geschichte, in der sich der Kreis schloss, wie all diese Jazz-Ikonen mich beeinflusst haben. Das waren alle Gast-Solisten, die ich eingeladen hatte, um auf meinen Aufnahmen zu spielen. Das waren Leute, mit denen ich seit meinen 20ern Jahren zusammen spielte, wie Vinnie Colaiuta und John Patitucci, mit denen ich in einer Band durch Europa tourte. Hubert Laws nahm mich in seine Band, als ich etwa 20 war, um in der Carnegie Hall in New York zu spielen. Ich ersetzte Joey DeFrancesco an den Keyboards, als er die Miles Davis Band verließ. Ich lernte Gregoire Maret und Ralph Moore kennen, als wir jung waren. Und ich ging auf dieselbe Middle School mit dem klassischen Bariton und Gospelsänger Jubiliant Sykes. Man hätte das dritte Album also auch "John Beasley comes Full Circle" nennen können.

jazz-fun.de:
Sehr aufschlussreich. Für John Beasley schließt sich der Kreis.
Obwohl das MONK'estra eine große Band ist, ist es keine klassische Big Band mit 8 Bläsern und 5 Saxophonisten. Was ist der Grund dafür?

John:
MONK' estra ist eine echte klassische Big Band: vier Trompeten, vier Posaunen und fünf Saxophone. Wenn ich mehr Geld hätte, so würde ich jeweils fünf haben. Für das dritte Album präsentiert sich MONK'estra in kleineren Besetzungen: ein Septett, ein Quintett und ein Trio. Damit können wir mehr touren, denn eine Big Band ist sehr teuer. Ich habe die Größe der Aufstellung nach Bedarf angepasst.

jazz-fun.de:
Kommen wir zu den einzelnen Titeln. Donna Lee von Miles und Come Sunday von Duke sind unkonventionelle Interpretationen dieser Kompositionen. Welche Aspekte der Musik sollen hier besonders zum Ausdruck kommen?

John:
Bei "Donna Lee" habe ich die Harmonie und die Akkorde komplett verändert. Birds "Donna Lee" basiert auf den Akkordwechseln des Jazz-Standards "(Back Home Again in) Indiana". Viele Songs wurden über einen Zyklus geschrieben, wie zum Beispiel Rhythmuswechsel. Also habe ich für meine Neuinterpretation von "Donna Lee" die Harmonie geändert, um sie einfach zu machen. Dieser Einfluss stammt von Ivan Lins, dem großen brasilianischen Songwriter, den ich jahrelang studierte und spielte. Und dann bekam ich die Chance, mit dem Meister aufzutreten. Außerdem hat der Song eine afro-kubanischen Stimmung. Ich habe am Anfang mit dem Rhodes E-Piano wie Claire Fisher improvisiert. Ich habe herausgefunden, wie man die Improvisation mit der Melodie harmonisieren kann. Dann habe ich in der Mitte des Titels Rumba-Takte (Sechs-Acht) geschrieben, die sich immer noch jazzig anfühlen. Und für mich swingt das.

jazz-fun.de:
Was ist mit den Titeln Masakela und Come Sunday?

John:
"Masekela" ist so gedacht, dass es ein südafrikanisches, karibisches und ein bisschen Gospel-Feeling hat, da es eine Widmung an den großen südafrikanischen Musiker und Aktivisten Hugh Masekela ist.

Ich schrieb "Come Sunday", als ob ich für einen Film schreiben würde. Ich hatte gerade wieder den Film "To Kill a Mockingbird" („Wer die Nachtigall stört“) gesehen. Der Film basiert auf einem amerikanischen Roman über den hartnäckigen Rassismus gegenüber schwarzen Menschen. Es gibt eine Szene in dem Film, wie die schwarze Gemeinde sonntags in die Kirche geht. Schwarze Menschen erleiden eine lange Arbeitswoche, die immer mit Vorurteilen behaftet ist. Aber sonntags machen sie sich schick und gehen in die Kirche, um zu singen, sich angenommen zu fühlen, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Der Gottesdienst hilft ihnen, ihre Kräfte zu erneuern, damit sie eine weitere Woche harter Arbeit voller Vorurteile bewältigen können

jazz-fun.de:
Die Bewunderung für die großen Klassiker des Jazz ist deutlich spürbar. Das ist einer der Titel, Sam Rivers. Was fasziniert Sie an dem Spiel des Tenor-Saxofonisten?

John:
Zu der Zeit, als ich fürs Album schrieb, hörte ich oft sein Album "Contours" auf Blue Note mit einer Traumband: Freddie Hubbard an der Trompete, Herbie Hancock am Piano, Ron Carter am Bass und Joe Chambers am Schlagzeug. Sams Tenorspiel ist so unverwechselbar, weil es kehlig und dunkel war. Er spielte ohne Hemmungen. Das inspirierte mich zu meinem Song, den ich Sam gewidmet habe, also konnte ich ihn nur "Sam Rivers" nennen.

jazz-fun.de:
Andere Titel klingen wie schöne Balladen, wie Song for Dub oder der etwas melancholische November-Titel Monk Mood. Betonen diese Stücke den harmonisch-melodischen Gourmet John Beasley?

John:
Auf jeden Fall, ja. Ich liebe Harmonie. Ich liebe Akkordwechsel, Änderungen der Stimmen und Bewegungen, die irgendwie Emotionen erzeugen. Manchmal stelle ich mir vor, ich hätte in den 30er, 40er, 50er und 60er Jahren gelebt, als die Filmmusik noch diese Art von harmonisch-melodischer Musik hatte. Das war die Popmusik dieser Epochen.

jazz-fun.de:
Wiederum andere Stücke zeigen den eher subtilen oder auffallend swingenden Sound. Hinzu kommen die Vorzüge einer Big Band wie ineinandergreifende, raffinierte Bewegungen der Holz- und Blechbläser inklusive hervorragender Soli. Sind diese Themen John Beasley zeitgenössische Interpretation des großen klassischen Big-Band-Sounds?

John:
Ich bin sehr stark von Thad Jones, Mel Lewis, Gil Evans, Johnny Mandel, Nelson Riddle und dem frühen Quincy Jones inspiriert. Ja, ich liebe die Klassiker der Big Bands. Als zeitgenössischer Autor kreiere ich meinen eigenen Sound innerhalb dieses Stils. Aber die Idee (von Kunst) ist es, seine eigenen Entscheidungen zu treffen, dabei ein wenig Tradition zu haben ist sehr wichtig. Wir müssen wissen, dass man als Musiker lernen muss, seine eigene Stimme, seine eigene Klangfarbe zu finden. Das ist die Hauptsache.

Ein Jazzmusiker zu sein bedeutet: mit dem eigenen Sound mit einem Fuß in der Vergangenheit zu stehen, und mit anderen Fuß in der Zukunft. Also, die Regeln zu kennen, um zu wissen, wann man die Regeln bricht.

jazz-fun.de:
Ja, eine Menge sehr interessanter Informationen.
Vielen Dank, John!

John:
Es war mir eine Freude.

Lesen Sie das Zweite Teil des Interviews bei jazzreportagen.com:
"Ich freue mich sehr über die Anerkennung meiner neuen Grammy-Nominierungen. Es ist immer etwas ganz Besonderes, weil die Entscheider -Musiker, Produzenten, Techniker und andere – aus der Branche sind. Wenn sie also für dich stimmen, dann ist das das höchste Kompliment – es ist kein allgemeiner Publikumspreis oder ein Popularitätspreis."
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Durchführung: Cosmo Scharmer
Foto: Rainer Ortag

Mehr über John Beasley

John Beasley - ein Portrait bei Jazz-Fun.de
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English version

jazz-fun.de:
The recently released CD MONK'estra Plays John Beasley can be seen as part of a John Beasley’s Tribute to Monk trilogy. In the two previous CDs MONK’estra Vols 1 and 2 only titles from Monk are interpreted. In the third album there are also some titles by the master, but mainly compositions by John Beasley can be heard. Nevertheless, the original titles seem to breathe the spirit of Monk's music as it was intended? Is that so?

John:
The music and playing behind MONK’estra is really about Thelonious Monk’s courage to play the way he wanted to and what he heard in his head. He was authentic to himself. He didn't try to play piano or make music like anybody else in that generation, so he cut his own decisive path. He was criticized a lot. People didn't understand his playing and music, so they rejected it, but he didn’t listen and persevered. It took some people decades to realize that Monk was so ahead of his time. That’s why his 70 songs have been the 2nd most recorded music in jazz, after Ellington’s thousands of songs. The essence of MONK’estra’s is to feel courageous when we play and to push boundaries. It’s not what you may expect to hear.

So, I took Monk’s spirit to heart when I arrange his music and when I write my songs and play in concerts. I decided to be myself, take chances, and if I fail, then I may stumble upon another path. I wrote seven original songs for the new record, added a few by Monk, and one each by Ellington and Charlie Parker.

I also played more piano in the new album, which I didn't in the first two albums.

What I learned from playing with Miles Davis is the important to keep changing and evolving as a musician, as a person. So, you will hear an evolution from one album to the next: from MONK’estra Vol. 1 to Vol. 2, then to the third album.

jazz-fun.de:
Yeah, MONK´estra Plays John Beasley. The title will tells you that there was another development which could be heard. Therefore, no can one should be surprised it.

John:
This all happened organically. I arranged the first song in 2013 and after a few more, I booked a club gig to hear how the music sounds. That music went into the first album. For the second album, we had been touring for a year, so I got to know my musicians really well, so I started writing with them in mind for solos. Also, I found more Monk songs, which I wanted to be even more adventurous with -that’s what you hear in Vol. 2. Then, when I got to the third album, I wanted to show that I can compose music not just arrange. And, I wanted to play more piano.

jazz-fun.de:
When listening, is it is it noticeable that there are longer piano passages in which the piano leads solo and thematically. This effect of piano playing can be heard especially well in some titles: Be.YOU.tiful, Song for Dub, Implication. Masekela. Is this true?

John:
I really wanted to play more piano for this record. The inspiration came from two Duke Ellington’s records “Piano in the Foreground” and “Piano in the Background”. They were made in the early 1960s. They feature Duke on piano playing with his big band.

jazz-fun.de:
Yeah, so the piano playing is the difference to the two earlier records?

John:
With the first two records, I made the orchestra be the piano, so you hear Monk’s piano parts in the horns.

For my original music, I thought of songs that would blend well with the Monk, Duke, and Bird tunes, but sometimes I just wrote for myself. After recording and listening back to all 14 songs, with an intermission, I felt I got lucky because I saw a story unfold with the combination of songs. It was a full circle story of how all these jazz icons influenced me, all the guest artists I invited to play on the record were people with whom I played with since my 20s, like Vinnie Colaiuta and John Patitucci -we were in a band together and toured Europe. Hubert Laws hired me when I was about 20 to play at Carnegie Hall in New York. I replaced Joey DeFrancesco on keyboards when he left the Miles Davis band. I met Gregoire Maret and Ralph Moore when we were young. And, I went to the same Middle School with baritone classical and gospel singer Jubiliant Sykes. So, the third album could have been called “John Beasley comes Full Circle”.

jazz-fun.de:
Although the MONK'estra is a big band, it is not a classic big band with 8 wind players and 5 saxophonists each. What is the reason for this?

John:
MONK’éstra is a real classical big band size: four trumpets, four trombones, and five saxophones. When I have more money, I have five, five, and five. For the third album, MONK’estra presents in smaller ensembles: a septet, quintet, and a trio so we can tour more because a big band is very expensive. I have resized the charts as needed.

jazz-fun.de:
Let us come to individual titles. Donna Lee by Miles and Come Sunday by Duke are unconventional interpretations of these compositions. What aspects of the music should be expressed here in particular?

John:
With “Donna Lee”, I completely changed the harmony and the chords. Bird’s Donna Lee is based on the chord changes of the jazz standard "(Back Home Again in) Indiana".

A lot of songs were written over a cycle, like rhythm changes. So, for my reimagination of “Donna Lee”, I changed the harmony to make it simple. This influence is from Ivan Lins, the great Brazilian songwriter, whom I have studied and played for years, then I got a chance to perform with the master. Also, the song has an Afro-Cuban vibe. I made a vamp like Claire Fisher in the beginning with the Rhodes, figured out how to make those harmonize with the melody, then in the middle I wrote a six-eight Rumba feel, which is still jazzy. And to me that swings.

jazz-fun.de:
The title Masakela is the rumba?

John:
“Masekela” is meant to have a South African, Caribbean, and a little gospel feel since it is a dedication to the great South African musician and activist Hugh Masekela.

I wrote “Come Sunday” like I was writing for film. I had just watched the movie “To Kill a Mockingbird” again. The film is based on an American novel about entrenched racism against Black people. There's a scene in the movie where you see the Black community going to church on a Sunday. Black people suffer a long week of work that always has an air of prejudice against them, but on Sundays, they dress up and go to church so they can sing, feel acceptance, feel part of a community, and the church service helps them renew their strength so they can face another week of hard work and prejudice.

jazz-fun.de:
The admiration of the great classics of jazz is clearly noticeable. This is one of the titles, Sam Rivers. What fascinates you about the tenor's playing?

John:
At the time of writing the record, I was listening a lot to his album “Contours” on Blue Note with a dream band: Freddie Hubbard on trumpet, Herbie Hancock on piano, Ron Carter on bass, and Joe Chambers on drums. Sam’s tenor playing is so distinctive because it was throaty and dark. He played without inhibition. This inspired my song which I dedicated to Sam, so I could only call it “Sam Rivers”.

jazz-fun.de:
Other titles sound like beautiful ballads, like Song for Dub or the somewhat melancholic November title Monk Mood. Do these pieces emphasize the harmonic-melodic gourmet John Beasley?

John:
Definitely, yes. I love harmony. I love chord changes, voicings and movement that somehow create emotion. Sometime I imagine if I had lived in the 30s, 40s, 50s and 60s when movie scores still had this type of harmonic-melodic music. This was the pop music during those eras.

jazz-fun.de:
Again other pieces show the rather subtle or strikingly swinging sound. In addition, there are the advantages of a big band such as interlocking, refined movements of the woodwinds and brass including excellent solos. Are these themes John Beasley's contemporary interpretation of the great classical big band sound?

John:
I'm very much inspired by Thad Jones, Mel Lewis, Gil Evans, Johnny Mandel, Nelson Riddle, and early Quincy Jones. Arugula. Yeah, I love the classic the big band. As a contemporary original writer, I create my own sound within that style.

jazz-fun.de:
But the idea (art) is to make his own choices, to have a little tradition is very important. We have to know that as musicians you have to should learn a then to find your own voice, your own color of sound. That’d the main thing.

John:
I hope so. To be a jazz musician means having one foot in the past, your sound, and having one foot forward. So, know the rules to know when to break the rules.

jazz-fun.de:
OK, a lot of very interesting information. Thank you very much John.

John:
My pleasure.

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