Joo Kraus - Public Jazz Society

Joo Kraus - Public Jazz Society

Joo Kraus
Public Jazz Society

Erscheinungstermin: 29.01.2016
Label: Skip, 2015

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Joo Kraus gehört zu der halben Handvoll Ausnahmetrompetern aus Deutschland, die es auch international zu Ansehen gebracht haben. War es zunächst die Formation Tab Two mit Helmut Hattler, die ihn über die Grenzen hinaus bekannt machte, beeindruckte der Ulmer nach deren Auflösung vor allem durch instrumentale Klasse und künstlerische Neugierde.

Egal, ob als Gast bei Projekten wie De Phazz oder Soullounge, in wechselnden Formationen mit dem kubanischen Pianisten Omar Sosa (wie gerade aktuell auf dem Album »Jog« als Duo / Trio nachzuhören) oder mit der brasilianischen Bossa Nova Queen Paula Morelenbaum im Bossarenova Trio (»Samba Preludio«), der Trompetenstil von Joo Kraus, oftmals in Kombination mit gehauchten Rap-Parts ist stets einzigartig. In Deutschland wurde er 2012 mit einem Echo Jazz geehrt.

Sein auch kommerziell erfolgreichstes Projekt neben Tab Two war dabei das Projekt »Public Jazz Lounge«, in dem er 2003 gemeinsam mit der SWR Big Band und seinem Alter Ego, dem Arrangeur Ralf Schmid, eine ebenso verwegene wie geschmackvolle Melange aus Jazz und Pop kreierte, die die Top 10 der deutschen Jazz Charts erreichte und unlängst mit einem Jazz Award in Gold für mehr als 10.000 in Deutschland verkaufte Tonträger ausgezeichnet. Furiose Konzerte sorgten dafür, dass das Konzept über die letzte Dekade hinaus durch neues Repertoire immer frisch und aktuell blieb. So war es absolut überfällig, den aktuellen Stand der Dinge zu dokumentieren und das Projekt live aufzunehmen.

Das Beste aus Heimspiel-Konzerten in Ulm, Tübingen, Karlsruhe, Ludwigsburg und Mannheim wurde jetzt unter dem Titel »Public Jazz Society« festgehalten. Neben einigen Klassikern des Konzertrepertoires wie dem Simon & Garfunkel-Hit »Scarborough Fair« oder »Birdland« von Joe Zawinul sind es vor allem eine Vielzahl von neuen Stücken, die die Balance zwischen fetzigem Bigband Sound (zum Beispiel beim Auftaktstück »In The Stone«, einer Earth, Wind & Fire Coverversion) und Trompeten Features für Joo Kraus (wie etwa in dem David Bowie-Song »Let's Dance«) herstellen.

Dabei sind es immer wieder auch die herausragenden Arrangements von Pianist Ralf Schmid (man höre sich etwa den Maurice Ravel Klassiker »Bolero« in völlig neuem Ansatz an), aber auch die hervorragenden Solisten der SWR Big Band, die das Album zum Hörgenuss machen.

  1. In the stone
  2. Scarborough fair
  3. Let's dance
  4. Fast forward
  5. Bolero
  6. Birdland
  7. Getaway
  8. Don't stop 'til you get enough
  9. San Fran safari club
  10. Magic cube
  11. Black or white

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