Z3 - Pale Fire

Z3 - Pale Fire

Z3
Pale Fire

Erscheinungstermin: 16.05.2014
Label: WhyPlayJazz, 2014

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Die Formation Z3 entstand aus dem Gedanken heraus an die Musik des Jimmy Guiffre Trios der 60er Jahre anzuknüpfen. Einerseits war dabei die vorbildhafte Synthese von Komposition und Improvisation ein wichtiger Ausgangspunkt, andererseits erlaubt uns das Beibehalten der Besetzung Bass/Klavier/Klarinette eine erstaunlich große Bandbreite an Klangfarben. Eine zeitgemäße Adaption dieser Musik und der damit verbundenen Spielhaltung bedeutet für uns aber nicht, auf die Orginalkompositionen zurückzugreifen, sondern - von dem Erfahrungsschatz der drei Improvisatoren ausgehend - neue Stücke eigens für diese Formation zu komponieren, die Neue Musik genauso wie Jazz einschließen. Letztlich ist aber das entscheidende Merkmal der Musik die vielschichtige und flüssige Kommunikation zwischen den Musikern, die kammermusikalische Kompositionen und Improvisationen auf Basis einer gemeinsamen Sprache ermöglicht.

Christian Weber (b)
Benjamin Weidekamp (as, bcl, cl)
Philip Zoubek (p)

"In der freieren Jazztradition der 60er Jahre gab es immer eine Band, die ich ganz besonders bewundert habe: das Jimmy Guiffre Trio mit Paul Bley am Klavier und Steve Swallow am Bass. In ihrer Subtilität, ihrem Raumsinn und der spielerischen Direktheit hat die Musik dieses Trios bis heute eine besondere Bedeutung in meiner musikalischen Entwicklung. Mich fasziniert die bruchlose Verbindung von Improvisation und Komposition, die Art wie diese Musik mit Raum und Dichte umgeht, eine klangliche Mobilität offenbart, wie sie unterschwellig Intensität und Spannung schafft, eine einfache Art von Schönheit schafft ohne auch nur ansatzweise banal oder andererseits kopflastig zu sein.

Genau da wollte ich ansetzen, und zwar nicht im Sinne einer historisierenden Hommage, sondern als Fortführung, die meine eigenen musikalischen Erfahrungen aufgreift. Als ich zu komponieren anfing, interessierten mich vor allem die kompositorischen Möglichkeiten, die sich aus der Nähe der Klangfarben dieser Besetzung ergeben. Besonders in rhythmisch komplexen Strukturen entsteht ein Klang, in dem die einzelnen Stimmen verschmelzen, ineinander übergehen, nivellieren. Genau dort sollte sich auch die Improvisation abspielen: in einem hoch kommunikativen Raum, in dem jeder Spieler einen klaren Sinn vom Ort und Bewegung des anderen hat und in dem die funktionalen Rollen ständig getauscht werden.

Als ich Benjamin Weidekamp und Christian Weber vor ungefähr vier Jahren fragte, ob sie bereit wären, nach einer Musik zu suchen, die unsere Erfahrungen mit freier Improvisation, neuer Musik und verschiedenen Spielformen von Jazz auf der Basis dieses Spielansatzes konzentriert und uns gleichzeitig neue Räume schafft, waren beide sofort dabei. Mir war wichtig, auf Mitmusiker zählen zu können, die bereit sind, sich intellektuell und emotional an der Entstehung der Musik zu beteiligen und in oft intensiven und manchmal frustrierenden Probephasen gemeinsam an der Musik zu arbeiten. Nach dem ersten Zusammentreffen war uns allen klar, dass wir uns „gefunden“ hatten und es sich lohnen würde, zusammen auf eine musikalische Reise zu gehen. Umso mehr freut es mich, als Resultat unserer bisherigen Arbeit das Album „Pale Fire“ vorzustellen. Aufgenommen im Kölner Loft nach zwei kräftezehrenden Studiotagen, stammen die meisten Stücke dennoch aus dem anschließenden Live-Konzert."
Philip Zoubek

Mehr Info und Hörproben: http://whyplayjazz.de/releases/RS014

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