Dee Dee Bridgewater

Dee Dee Bridgewater
Dee Dee Bridgewater

Biographie

Dee Dee Bridgewater, eigentlich Denise Garrett, (* 27. Mai 1950 in Memphis, Tennessee) ist eine US-amerikanische Jazzsängerin und Schauspielerin sowie mehrfache Grammy-Preisträgerin.

Dee Dee Bridgewater wurde geboren als Denise Garrett. Bereits ihre Mutter und Großmutter waren als Sängerinnen erfolgreich. Ihr Vater, der ihr Talent förderte, war Musiklehrer und spielte als Trompeter in der Band von Dinah Washington. Ab 1966 trat Bridgewater als Soul- und Jazzsängerin in verschiedenen Clubs in Michigan auf. 1969 wurde Dee Dee Bridgewater von John Garvey entdeckt, der sie mit auf eine Russlandtournee nahm. In diesem Jahr lernte sie auch den Trompeter Cecil Bridgewater kennen, den sie bald darauf heiratete. Als dieser ein Engagement von Horace Silver erhielt, zog sie mit ihm nach New York.

Bridgewater sang ab 1971 vier Jahre lang als Leadsängerin  bei der Thad Jones - Mel Lewis Band. Von 1974 bis 1976 spielte sie am Broadway in dem Musical The Wiz  mit. Für ihre Rolle als Glinda erhielt sie im Jahr 1975 den Musicalpreis Tony Award, im Jahr darauf einen Grammy für den Soundtrack zum Musical. 1974 erschien ihr Debüt-Album Afro Blue. In den 1970er Jahren trat sie gemeinsam mit vielen Jazzgrößen wie Sonny Rollins, Dexter Gordon, Dizzy Gillespie, Clark Terry und Ray Charles auf. 1986 verließ sie die USA und ging nach Paris, wo sie die nächsten fünfzehn Jahre lebte und ihren zweiten Ehemann kennenlernte.

Heute lebt sie in der Nähe von Las Vegas. Ihre erfolgreiche Karriere als Jazzsängerin in Europa begann mit dem Album Live in Paris (1987). Sie trat bei den wichtigsten Jazzfestivals auf. Mittlerweile zählt sie zu den besten Jazzsängerinnen ihrer Generation.

Ihre CD Dear Ella als Tribut an Ella Fitzgerald gewann 1997 einen Grammy. Schauspielerisch erfolgreich war Dee Dee Bridgewater unter anderem in dem Stück Lady Day, in dem sie Billie Holiday darstellte und in Cabaret. Seit 1999 engagiert sich Bridgewater als UN-Botschafterin der FAO gegen den Welthunger. Ihre Tochter ist die Jazzsängerin China Moses.

Ausgewählte Diskographie

  • Afro Blue, 1974
  • Dee Dee Bridgewater, 1976
  • Just Family, 1978
  • Bad for Me, 1979
  • Dee Dee Bridgewater, 1980
  • Live in Paris, 1987
  • Victim of Love, 1987
  • Live in Montreux, 1993
  • Keeping Tradition, 1993
  • Love and Peace: A Tribute to Horace Silver, 1995
  • Prelude to a Kiss – The Duke Ellington Album, 1996
  • Dear Ella, 1997
  • Live at Yoshi’s, 2000
  • This Is New, 2002
  • Dee Dee Bridgewater Sings Kurt Weill Live at North Sea Jazz Festival, 2004
  • J’ai Deux Amours, 2005
  • Red Earth, (mit Compared to What), 2007
  • To Billie With Love From Dee Dee, 2010
  • Dee Dee's Feathers, 2015

Links

Dee Dee Bridgewater Internetseite:
http://www.deedeebridgewater.com/

Diese Artikel über Dee Dee Bridgewater wurde veröffentlicht unter GNU Free Documentation License
Quelle: Wikipedia

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