Europe Jazz Media Chart

Europe Jazz Media ist eine Gruppe von Jazzmagazinen aus ganz Europa die sich unter dem Banner Europe Jazz Media zusammengeschlossen hat, um gemeinsame Ziele zu verfolgen, nämlich das Interesse am Jazz zu fördern und zu stärken und das Bewusstsein für die Entwicklung und Vielfalt der Musik zu schärfen. Eine der ersten Initiativen ist die Europe Jazz Media Chart: eine nicht Verkaufs bezogene Chart, die einige der heißesten neuen Werke vorstellt, die derzeit auf dem europäischen Kontinent erscheinen.
Weitere Infos: https://www.europejazz.net/media-charts

Europe Jazz Media Chart - November 2021

Olga Konkova: Open Secret (Losen Records)

von: Jacek Brun, Jazz-fun.de (Germany)

Olga Konkova - Klavier, Fender Rhodes, Per Mathisen - Kontrabass und Gary Husband - Schlagzeug. Es ist ein Album, dessen Schönheit in den Details und in der faszinierenden und geheimnisvollen musikalischen Geschichte liegt. Wunderschön und äußerst fesselnd. Irgendwo in dieser Musik verbirgt sich ein wahrer und unentdeckter Schatz.... es sich wirklich lohnt, ihn zu suchen.

Olga Konkova: Open Secret (Losen Records)

Pent Järve Trio: 3+2 (Sound at Data)

von: Madli-Liis Parts, Muusika (Estonia)

Das Pent Järve Trio hat sich 2016 zusammengefunden, um Musik in einem Trio-Format zu kreieren und aufzuführen, bei dem jedes Mitglied die gleiche Verantwortung für die Aufführung trägt. Das Debütalbum "Kalamaja Session" wurde 2018 veröffentlicht. Das Album zeichnete sich durch einen "Americanalik"-Sound aus, der die Grenzen von Rock, Blues, Country und Jazz auslotete. Außerdem war es ein persönliches Ziel, tiefer in die Orchestrierung und die klanglichen Möglichkeiten der Gitarre einzusteigen. In diesem Jahr veröffentlichte das Trio sein zweites Album "3+2", das zwar den Weg ihres früheren Stils weiterverfolgt, aber musikalisch potenziell viel dynamischer und abwechslungsreicher ist.

Pent Järve Trio: 3+2 (Sound at Data)

Zk Collaboration: Slow Food (Polskie Nagrania)

von: Paweł Brodowski, Jazz Forum (Poland)

"Z" steht für Zagórski und "K" für Kądziela. Der Schlagzeuger Adam Zagórski und der Saxophonist Maciej Kądziela sind die Co-Leader der Fusion-Gruppe ZK Collaboration. Slow Food ist ihr zweites Album, das soeben in der ehrwürdigen Polish Jazz-Reihe erschienen ist. Adam und Maciej lernten sich in Dänemark kennen, als sie an einer Musikakademie in Odense studierten.

Zk Collaboration: Slow Food (Polskie Nagrania)

Nikolai Mishchenko: Amberflection Vol. 2 (Luch)

von: Anna Filipieva, Jazz.ru (Russia)

Der Pianist Nikolai Mishchenko ist erst 23 Jahre alt, aber dies ist bereits sein zweites Album als Leader: diesmal nicht als Solist, wie bei Volume 1, sondern mit seinem in Moskau ansässigen Trio (Bassist Nikolai Olshansky und Schlagzeuger Mikhail "Mike" Fotchenkov). Auf einer sublimen Grenze zwischen modernem Jazz/Power Trio-Sound und russischer klassischer Tradition ist der Pianist bestrebt, seinen eigenen Weg zu suchen, zu finden und nicht aufzugeben. Das Ergebnis ist vielversprechend: Nikolai beim Suchen und Finden zu folgen, erweist sich als ziemlich fesselnd.

Nikolai Mishchenko: Amberflection Vol. 2 (Luch)

Andreas Røysum Ensemble: Fredsfanatisme (Motvind Records)

von: Jan Granlie, Salt-peanuts.eu (Pan-Scandinavian)

Der Klarinettist Andreas Røysum ist zweifelsohne einer der sozial engagiertesten Jazzmusiker Norwegens. Er steht nicht nur an vorderster Front im Kampf gegen den Kongsberg-Konzern, der Waffenexporte in Länder durchführt, mit denen wir uns lieber nicht vergleichen möchten, sondern auch beim Kongsberg Jazz Festival. Er ist auch eine treibende Kraft in der gesamten Motvind-Organisation mit Plattenfirma, Verlag, Jazzclub und Festival.

Andreas Røysum Ensemble: Fredsfanatisme (Motvind Records)

F.S. Blumm and Nils Frahm: 2x1=4 (Leiter)

von: Christine Stephan, Jazzthetik (Germany)

F.S.Blumm und Nils Frahm veröffentlichen ihr viertes gemeinsamen Album am 03. September 2021: »2X1=4« erscheint bei LEITER, dem neuen Label von Frahm und dessen langjährigen Manager Felix Grimm. Auf den sieben Tracks des Albums überrascht das Duo mit einer gemeinsamen Leidenschaft für Dub, betritt dabei aber musikalisches Terrain, das beiden Musikern keineswegs fremd ist.

F.S. Blumm and Nils Frahm: 2x1=4 (Leiter)

Dave Meder: Unamuno Songs and Stories (Outside In)

von: Viktor Bensusan, Jazzdergisi.com (Turkey)

Soziale und politische Unruhen inspirieren immer wieder, da sie nie wirklich abklingen... Der Pianist Dave Meder, der Jazz-Standards mit seinen Eigenkompositionen mischt, hat die Ideen des Philosophen Miguel de Unamuno aus der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs als seine Muse genutzt, um das aktuelle politische Spektrum um uns herum zu beschreiben. Und tief drinnen spüren wir die raffinierte Romantik, die er als preisgekrönter Jazzpianist der letzten Jahre offenbart.

Dave Meder: Unamuno Songs and Stories (Outside In)

Vels Trio: Celestial Greens (Rhythm Section)

von: Dick Hovenga, Written in Music (Netherlands)

Celestial Greens vom Londoner Vels Trio beweist, dass aus der New Wave Of British Jazz immer wieder Bands mit großen musikalischen Ambitionen hervorgehen. Auch Bands, die ihren eigenen musikalischen Weg gehen und keine Zugeständnisse machen und deshalb auch einen besonderen Eindruck hinterlassen. Celestial Greens ist ein überwältigend abenteuerlicher Flow aus Jazz, Fushion, Electonics und Hiphop basierten und funky Grooves.

Vels Trio: Celestial Greens (Rhythm Section)

Kansas Smitty: Plunderphonia (7K!)

von: Sebastian Scotney, LondonJazz News (UK)

Das wunderbar ausdrucksstarke und fokussierte Schlagzeugspiel von Jas Kayser verleiht dem Kansas Smitty's eine ganz neue Dimension. Kayser wurde in Berklee ausgebildet, wo sie von Neil Smith, Ralph Peterson und Terri Lyne Carrington lernte, und all diese Einflüsse kommen hier zusammen: Sie ist eine Offenbarung.

Kansas Smitty: Plunderphonia (7K!)

Jazzmeia Horn And Her Noble Force: Dear Love (Empress Legacy)

von: Patrik Sandberg, Jazz (Sweden)

Die amerikanische Sängerin Jazzmeia Horn eroberte die Jazzwelt im Sturm, nachdem sie 2017 ihr hochgelobtes und Grammy-nominiertes Debütalbum A Social Call (Prestige) veröffentlichte. Mit ihrer von Sarah Vaughan und Betty Carter inspirierten Stimme gewann sie die Herzen von Publikum und Kritikern gleichermaßen.

Jazzmeia Horn And Her Noble Force: Dear Love (Empress Legacy)

Anne Mette Iversen: Round Trip (Brooklyn Jazz Underground)

von: Cim Meyer, Jazz Special (Denmark)

Das Anne Mette Iversen Quartet +1 ist die Erweiterung ihrer am längsten eingeführten Band, des Anne Mette Iversen Quartets, welches sie bereits 2002 in New York City gründete. Die musikalischen Beziehungen und improvisatorischen Verbindungen der Musiker dieser Band haben sich - zusammen mit Anne Mette Iversen´s Kompositionen - über die Jahre hin entwickelt und sind zu etwas Besonderen zusammen gewachsen.

Anne Mette Iversen: Round Trip (Brooklyn Jazz Underground)

John Coltrane: A Love Supreme Live in Seattle (Impulse!)

von: Lars Mossefinn, Dag og tid (Norway)

John Coltrane gilt genreübergreifend als einer der wichtigsten Musiker aller Zeiten und einer der wahren musikalischen Innovatoren des letzten Jahrhunderts. „A Love Supreme“ ist die berühmteste Musiksuite in der Geschichte des Jazz. Jahrelang dachte man, dass Coltrane das Programm seines ikonischen Studioalbums von 1965 nur einmal live beim Antibes Jazz Festival aufgeführt hatte … bis jetzt.

John Coltrane: A Love Supreme Live in Seattle (Impulse!)

Ayumi Tanaka Trio: Subaqueous Silence (ECM)

von: Anne Yven, Citizenjazz.com (France)

Einfach kraftvoll. Eine Lektion in Dramaturgie ohne Zwietracht und das Gefühl, den Raum zu füllen und mit der Stille zu tanzen, nur mit dem richtigen, perfekten Klang. Ayumi Tanaka wird in Norwegen seit 10 Jahren als aufstrebendes Klaviertalent präsentiert, und heute kann sie eindeutig behaupten, zu den Besten zu gehören. Dies ist die zweite Veröffentlichung ihres Trios (bestehend aus dem Bassisten Christian Meaas Svendsen und dem Schlagzeuger Per Oddvar Johansen) und sie ist bei ECM erschienen.

Ayumi Tanaka Trio: Subaqueous Silence (ECM)

Marc Johnson: Overpass (ECM)

von: Axel Stinshoff, Jazz Thing (Germany)

Trotz nur eines Instruments haben wir es hier mit einem farbenfrohen, überraschenden Album zu tun, das keine Langeweile aufkommen lässt. Marc Johnson muss nichts beweisen, er spielt wunderbar, meisterhaft und zieht uns wieder einmal mit seinem Spiel in den Bann. Must have für alle jazz fans.

Marc Johnson: Overpass (ECM)

Ghost Horse: Live at Area Sismica (HORA Records)

von: Luca Vitali, Giornale della Musica (Italy)

Am 26. Januar 2020 beendeten Ghost Horse ihre Wintertournee mit ihrem ersten Konzert in der Area Sismica, einem legendären Veranstaltungsort für zeitgenössische Kunstmusik in Mittelitalien. Es war ihr letztes Konzert, bevor Italien Anfang März in die COVID-Sperre ging, und diese knackige Mid-Fi-Stereo-Raumaufnahme fängt den Schweiß und die Energie einer der vitalsten Gruppen des italienischen zeitgenössischen und experimentellen Jazz auf der Bühne perfekt ein.

Ghost Horse: Live at Area Sismica (HORA Records)

Eskina: We Were the Moon (Challenge)

von: Yves Tassin, JazzMania (Belgium)

Eskina ist eine einzigartige Instrumentalband unter der Leitung des Gitarristen Merel van Hoek aus Den Haag. Im Jahr 2018 erreichten sie das Viertelfinale von De Grote Prijs van Nederland, wo sie das Publikum und die Jury mit ihrer sensiblen und emotionalen Ästhetik, die die Genres Pop und Neoklassik verbindet, begeisterten.

Eskina: We Were the Moon (Challenge)

Eve Beuvens: Inner Geography / Piano solo (Igloo)

von: Jos Demol, Jazzhalo.be (Belgium)

"Hier ist sie solo, eine introspektive Herangehensweise, die es ihr erlaubt, ihre Persönlichkeit und ihre Sensibilität zu ergründen. Dieses Projekt wurde 2019 dank einer Carte blanche von Jean-Pierre Bissot auf dem Gaume Jazz Festival ins Leben gerufen. Für Igloo entschied sie sich, diesen einsamen Ansatz fortzusetzen." (Claude Loxhay)

Eve Beuvens: Inner Geography / Piano solo (Igloo)

Horse Orchestra: The Milkman Cometh (self-released)

von: Katherine Zyabluk, Meloport (Ukraine)

The Milkman Cometh des pan-nordischen Ensembles Horse Orchestra könnte man als Anthologie bezeichnen - Aufnahmen von verschiedenen Auftritten aus dem Jahr 2018, die unter einem Cover zusammengefasst sind und eine wesentliche Stimmung dieser hellen und zukunftsorientierten Band repräsentieren.

Horse Orchestra: The Milkman Cometh (self-released)

Barney Wilen: French Ballads (Elemental Music)

von: Christof Thurnherr, Jazz’n’More (Switzerland)

Dies ist eine Neuauflage des Albums von 1987, remastered von Hervé Le Guil, der die Original-Sessions aufgenommen hat, mit vier bisher unveröffentlichten alternativen Takes und mit neuen Liner Notes von Ashley Kahn.

Barney Wilen: French Ballads (Elemental Music)

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