Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Branford Marsalis ist dreifacher Grammy-Gewinner und einer der bekanntesten Saxophonisten weltweit. Sein neues Album (VÖ 2011 | Marsalis Music/Universal) präsentiert Marsalis mit seinem Quartett im April 2012 auf einer ausgedehnten Europa Tournee.
Der Tsunami in Japan verursachte auch in der Westamerikanischen Jazz-Szene Turbulenzen, schließlich ist Japan nicht nur geographisch pazifischer Nachbar, sondern auch wichtiges Tourneeziel zahlreicher US-Jazzmusiker. Auf der gedanklichen Basis der japanischen Jazzgemeinde in der Not beizustehen, entstand zu Gunsten der Tsunami-Opfer die Idee eines All Star-Projektes der Superlative.
„Anthem“ fasziniert von Beginn an mit Frische und musikalischem Zartgefühl. Es zieht den Hörer in die Musik völlig hinein, so dass man davon nicht genug bekommen kann. Gille überzeugt mit harmonischer Vielschichtigkeit und subtiler Verschmelzung von klaren Klängen mit emotionaler Tiefe, die jeden sensiblen Hörer durchdringt. Die Musikstücke haben eine starke Ausdruckskraft und beeindrucken mit Improvisation sowie der meisterhaften Art, wie die Musiker des Quartetts miteinander in Dialog treten.
"Hollywood" ist eine Hommage an die großen US Film-Klassiker und Musicals: "Blondinen bevorzugt" (Diamonds Are A Girls Best Friend), "West Side Story" (I Feel Pretty), "Die oberen Zehntausend" (True Love) "Frühstück bei Tiffany (Moon River), "Der Pate" (Parle Plus Bas). Fünf weitere Interpretationen sowie eine Eigenkomposition mit dem Album-Titel "Hollywood" präsentieren uns Marcella Puppini (brünett), Stephanie O'Brian (rot) und Kate Mullins (blond) aus London im Stil der Andrew Sisters.
Ein Interview mit Sebastian Gille: In meiner Familie war Musik immer ein wichtiger Bestandteil, allerdings nicht in professioneller Hinsicht. Musik stand bei uns zu Hause immer für Unterhaltung. Zu besonderen Anlässen, wenn die Familie und Freunde zusammen kamen, war das gemeinsame Singen und Tanzen ein sehr wichtiges Ritual.
Das letzte Mal, dass man den kleinen Sohn von Serge Gainsbourg öffentlich zu Gesicht bekam, war 1988 auf der Bühne des "Zenith" in Paris, als der damals Zweijährige seinen Vater bei dem Song "Hey Man Amen" begleitete. Heute ist Lulu 25 Jahre alt und just dabei, sein erstes Album zu veröffentlichen - "From Lulu to Gainsbourg", ein Tribute an seinen legendären Vater.
Toni Kitanovski kehrte nach 12 Jahren USA-Aufenthalt nach Mazedonien zurück.
Er war maßgeblich am Aufbau der dortigen Jazzszene beteiligt (in jeder maz. Stadt gibt es mindestens fünf Jazz-Clubs) und half der legendären Gypsyband Cherkezi aus den Slums von Skopje zu internationalem Ansehen.
Aufgenommen in Deutschland, speist sich "Oasis" aus drei Eigenkompositionen des Bandleaders, eines energiegeladenen Samba-Songs seines Pianisten Christof Sänger und einer komplexen Komposition des Schlagzeugers Heinrich Koebberling, ergänzend dazu die Interpretationen von Jazz-Klassikern wie "Shaw Nuff" von Parker / Gillespie, "One Day I'll Fly Away" von Joe Sample oder "Crecent" von John Coltrane. "Blackbird" von Lennon / McCartney hat man so auch noch nicht gehört. Das Zusammenspiel des Quartetts ist frei von Effekthascherei und voll von Energie. Nicht zu künsteln, das ist die Kunst des Ernie Watts - eine erfrischende Oase für offene Ohren.
Hier dreht sich alles nur um Musik: montreuxjazz.com, die Webseite des Montreux Jazz Festival, wird neu zu einer multimedialen Plattform mit News und aktuellen Beiträgen über Konzerte und Neuerscheinungen.
Das Jazzfest Rottweil lockt jedes Frühjahr mit einem hochkarätigen, breitgefächerten Programm eine große Schar von Musikliebhaber in die älteste Stadt Baden Württembergs. Im nächsten Jahr feiert der Jazzfest Rottweil Verein, der das renommierte Musikfestival eigenverantwortlich und größtenteils ehrenamtlich veranstaltet, vom 30. April bis zum 16. Mai das 25. Jazzfest-Jubiläum.
Weiterlesen … Jazzfest Rottweil - 30. April - 16. Mai 2012
Endlich ist es so weit, das Geheimnis wird gelüftet, das Geheimnis, was TOK TOK TOK in den letzten drei Jahren, seit sie 2008 mit "She And He" bei Universal-Music landeten, hinter verschlossenen Türen und abgedunkelten Fenstern im Schilde führten.
"If grief could wait" ist weder ein Popalbum, noch folgt die Aufnahme den strikten Geboten historischer Aufführungspraxis, in deren Kontext man Giovanna Pessi vermuten könnte. Die beiden Künstlerinnen spielen einfach Musik, die sie lieben und bringen dabei ihre Persönlichkeit und musikalischen Erfahrungen ein - Grenzen gibt es dabei keine, nur Sinnlichkeit.
Paolo Conte, geboren 1937, ist heute der international erfolgreichste italienische Liedermacher. Conte arbeitete zunächst als Rechtsanwalt und übernahm die Notarpraxis seines Vaters. Nebenbei spielte Paolo Conte Vibraphon in verschiedenen Jazzbands.
GONG-OH ist eine hochkarätige Best Of Zusammenstellung mit einer Neuinterpretation von "Via con me" und der neuen Single "La musica è pagana".
Al Di Meolas fulminanter Auftritt im Jahre 2009 war ebenso ein Gipfeltreffen unterschiedlicher Kulturen und Religionen: Al Di Meola (Gitarre), Peo Alfonsi (2. Gitarre), Fausto Beccalossie (Akkordeon), Gumbo Ortiz (Percussion), Victor Miranda (Bass), Peter Kaszas (Schlagzeug) und als marokkanische Special Guest: Said Chraibi (Oud), Abdellah Meri (Violine) und Tari Ben Ali (Percussion)
Kurztour der Jazz-Pianistin Ayako Shirasaki in Deutschland und der Schweiz – 17. bis 27. November 201
Nach erfolgreicher Tour in Deutschland im Herbst 2009, während der in der Hamburger Laeiszhalle die aktuelle CD aufgenommen wurde, tritt die in New York lebende Jazz-Pianistin Ayako Shirasaki erneut in Deutschland und zum ersten Mal in der Schweiz auf.
Scofield, Medeski, Martin, Wood
Auf ihrem ersten Album "A Go Go" hatte John Scofield das Zepter fest in der Hand und schaffte es erneut, sich in den Olymp des Jazz zurück zu spielen. Nicht zuletzt dank des jungen New Yorker Trios, dessen Bekanntheit ebenfalls eine bedeutende Steigerung erfuhr. Ein Jahrzehnt später schaute die Sache schon ein wenig anders aus. Medeski, Martin & Wood haben sich längst etabliert, ihren Sound weiterentwickelt, fünf herausragende Alben auf Blue Note herausgebracht und die Welt mehrmals betourt. Ebenso Scofield, der sich nach neuen Möglichkeiten umsah und sich immer mehr zum Funk bekannte. Auf "Out Louder" kreuzten sich dann die Wege ein zweites Mal und heraus kam ein musikalisches Feuerwerk an originellen Kompositionen und abenteuerlichen Improvisationen welches seinesgleichen sucht.
"Kreative Seelen muss man einfangen!" so in der Art könnten die Gedanken von Wolfgang Lackerschmid gewesen sein, als er dem amerikanischen Trompeter Ryan Carniaux vorschlug, dessen Debütalbum Reflections of the Persevering Spirit in Lackerschmids eigenem Traumraum Tonstudio aufzunehmen. Ein wenig sanfte Gewalt mag erforderlich gewesen sein: Carniaux ist offenbar keiner derjenigen Musiker, die es für nötig empfinden, sofort nach dem Studium mit der ersten eigenen Platte auf den Markt zu kommen. Im Gegenteil, vordringlich war für ihn das Konzertieren auf internationalen Bühnen. Und seit seiner Zeit am Berklee College ist Carniaux weit gereist, viel unterwegs gewesen.
Der Komponist, Arrangeur, Produzent, musikalische Leiter und Saxophonist Jason Yarde schreibt Musik, die abwechselnd als kraftvoll, spirituell, bewegend, schwärmerisch und fantastisch beschrieben wurde. Er komponiert quer durch die Stile – von Avantgarde-Jazz zu Klassik über Hip-Hop Fusion, Broken-Beats, R&B, Reggae, Soul bis hin zu Singer / Songwriter-Tunes – und das für die unterschiedlichsten Medien und Besetzungen, von Orchestern und Kammermusikensembles.
Pulcinella ist ein Französisch-Band, die seit fast 6 Jahren eine ganz besondere Mischung aus Jazz, Tango, Musette, Rock und Zirkusmusik präsentiert. Mit Saxophonen, Kontrabass, Akkordeon, Schlagzeug, Percussion, Metallophon, Melodica, Glockenspiel und diversen Flöten, ist Pulcinella ein Quartett das vorgibt, ein Orchester sein. Pulcinella überrascht den Hörer mit unbändiger Energie und ungezügelter Phantasie
Nach seiner Grammy-Nominierung für ‚Now Is The Time‘ (2010) veröffentlicht Jeff Lorber mit ‚Galaxy‘ sein achtes Album unter eigenem Namen. Begleitet wird er von echten Können ihres Fachs: Jimmy Haslip, Eric Marienthal, Paul Jackson, Jr., Vinnie Colaiuta, Lenny Castro, Dave Weckl, Larry Koonse and Randy Brecker.
Vor einhundert Jahren stirbt der österreichische, jüdischkatholische Künstler Gustav Mahler. Kein anderer zeitgenössischer Komponist hat sich so sehr mit dem Werk Gustav Mahlers auseinandergesetzt wie Uri Caine. In Mahlers Musik klingt das Fin de Siècle mit Symphonien in grandiosen Besetzungen, Militärmärschen, österreichischen Tänzen, Liedern und jüdischen Melodien aus.
Es ist schwer, in Wien zu leben, ohne irgendwann auf Sigmund Freud zu stoßen. Auch das radio. string. quarlet. vienna hat sich bei der Vorbereitung zu seinem neuen Album mit dem berühmten Psychoanalytiker und Traumdeuter auseinandergesetzt. Denn "Radiodream" ist eine musikalische Expedition durch das Reich unserer Träume - umgesetzt vom derzeit wohl innovativsten zeitgenössischen Streichquartett.
Der Strom und die Strenge. Der Pianist Kevin Hays mit seinem Pirouet-Solo-Album Variations: der nie versiegende Ideenfluss eines Improvisators, gegossen in Form. Musik, die klassisch erscheint und doch viel Jazz-Geist atmet.
Ein Film von MICHAEL RADFORD
Kinostart: 8. Dezember 2011
Weltpremiere: Internationale Filmfestspiele Cannes, 14.05.2011
Frankreich / Italien / Deutschland 2011
Sein Leben würde kurz sein und das wusste er, also hat er es mit doppelter Energie gelebt: Michel Petrucciani. Seine Musik war zeitlose Magie, sie schien direkt aus seiner Seele zu kommen. Alle, die das Glück hatten, ihm zu begegnen, schwärmen heute noch von seinem unersättlichen Hunger nach Leben.
Ndidi O (das N spricht man nicht mit!) ist in Kanada bei den Inuit aufgewachsen, hat eine deutsche Mutter, einen nigerianischen Vater und lebt in Frankreich. Bei so viel kultureller Vielfalt ist es kein Wunder, dass sie seit ihrer Kindheit vielen musikalischen Einflüssen ausgesetzt war. Von der Mutter mit Sounds von Chuck Berry über Donna Summer bis Bessie Smith und Billie Holiday "gefüttert", vom Vater mit afrikanischen Beats angesteckt, entwickelte sie eine eigene künstlerische Identität als Sängerin mit Roots in Pop, Rock und Folk...
Stacey Kent singt ihre Songs aus tiefstem Herzen. Sie intoniert mit makelloser Phrasierung und einer glasklar verzaubernden Stimme. Im letzten Mai trat Stacey im Pariser Club La Cigale auf und teilte mit einem auserlesenen und gebannten Publikum, das aus aller Welt für dieses Event eingeflogen worden war, einige der denkbar intensivsten und intimsten künstlerischen Momente, die nun das vorliegende Livealbum bilden. Blue Note kann stolz sein auf Dreamer In Concert, das eine strahlende, großherzige und ernsthafte Künstlerin von ihrer besten Seite präsentiert.
„November 2009 – 'Painting Pop' war eine Projekt-Idee. Es hat großen Spaß gemacht, mit dem Tales In Tones Trio Pop-Hits unserer Wahl zu skizzieren, sie zu kolorieren und sie mit anderen Techniken in neue Farbwelten zu übertragen. Das Artwork nahm Bezug, die Veröffentlichung war arrangiert - unser kleines Pop-Album war fertig. Dann starb der King Of Pop. Schauen Sie sich das Tracklisting an … sollten wir ein Album veröffentlichen, das „Painting Pop“ heißt und diesen enormen und tief empfundenen Verlust übergeht? Unmöglich. „Songs From Neverland“ unser Tribut an Michael Jackson entstand. Spontan – mehr oder weniger von selbst – und wir sind sehr dankbar, dass dieser Nachruf nicht ungehört verhallte. Nun wäre es stilvoll und an der Zeit, damit abzuschließen. Und das tun wir auch. Gestatten Sie - lieber Hörer - uns aber, unser Pop-Album um einige Michael Jackson-Songs zu erweitern – sie sollten hier nicht fehlen.“
IV. Akt von Giuseppe Verdis Oper ,,Otello", das Geschehen kulminiert: Der schwarze Admiral geht rasend vor Eifersucht daran, seine Gattin Desdemona zu meucheln. Verdi hat hier einen genialen musikalischen Einfall: Ein dräuendes Bass-Motiv, das durch Mark und Bein geht. Eine Stelle, die seither für Bassisten zu den Höhepunkten der klassischen Literatur gehört. Auch der Bassist Dieter llg entdeckte diese Passage früh. Seither beginnt er seine täglichen Übungen damit...
Es ist das zweite ECM Album von Batagraf, dem "Percussion Think Tank", einberufen von Jon Balke und Helge Andreas Norbakken. Ersterer ist bestens bekannt als Komponist und Arrangeur des Magnetic North Orchestra, sowie als hochbegabter Jazzpianist und Percussionist. Norbakken ist Percussionist und setzt, beeinflusst von westafrikanischen Musiktraditionen, neue Maßstäbe in diesem Bereich.
"Frère Jacques" ist das dritte Album des sehr beliebten Duos Gianluigi Trovesi und Gianni Coscia. Nach den Alben "In Cerca Di Cibo" und "Round about Weill" feiern sie mit dieser Aufnahme nun einen französischen Seelenverwandten - Jacques Offenbach, den Meister der Operette. Das geschieht mit viel musikalischem Können und einer großen Portion feinen Humors. Offenbach, französischer Komponist deutscher Abstammung, schrieb einige der beliebtesten Kompositionen des 19. Jahrhunderts - geistreich, schön und oft sehr satirisch. Wie also könnte Offenbach kein Held für die beiden Musiker sein?
Macher, Partner, Förderer und Besucher sind sich einig: Vive Le Jazz – Es lebe der Jazz!
Nach elf Veranstaltungstagen mit einem exzellenten Jazz-Programm rund um die kreativen Ergebnisse der deutsch-französischen Freundschaft steht fest: die vierte Ausgabe des Festivals Vive Le Jazz war ein voller Erfolg! Ob Solo, Duo, Trio oder gar Tentett, das zahlreiche Publikum erlebte verschiedenste Facetten des Jazz diesseits und jenseits des Rheins, spitzte gebannt die Ohren und dankte es immer wieder mit nahezu frenetischem Applaus.
Weiterlesen … Vive Le Jazz - 2011
Nach seiner Rückkehr zu ECM mit "Easy Living" im Jahr 2003 hat der Altmeister des italienischen Jazz eine ganze Serie von großartigen Alben aufgenommen. In diese reiht sich nun das neueste Werk - "Tribe" - auf wunderbare Weise ein.