Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Suno Suno, die zweite Aufnahme der Rez Abbasi Gruppe Invocation ist ein inspirierender Schritt vorwärts in der Entwicklung eines Künstlers der einerseits fest im Jazz und in der klassischen andererseits unter dem Einfluss der indisch / pakistanischen Musik steht. Seit einer Dekade geht Rez mit seinen Mitstreitern Vijay Iyer and Rudresh Mahanthappa - den Meistern des amerikanisch – indischen Musik - neue Wege.
Paris, die Lichterstadt an der Seine…
Götz Alsmann, der König des deutschen Jazz-Schlagers… Wie geht das zusammen? Das passt perfekt zusammen!
Im Oktober erscheint das dritte BLUE NOTE Studioalbum von Götz Alsmann "In Paris." - und es heißt nicht ohne Grund so, wurde es doch ebenda an historischer Stätte, im berühmten Studio Ferber, eines der ältesten und traditionsreichsten Studios der Stadt, im Mai diesen Jahres aufgenommen.
Seit mehr als fünf Jahrzehnten hat der Pianist Jacques Loussier die Struktur der klassischen Musik mit dem spontanen Charakter des Jazz verbunden. In den frühen Jahren seiner Karriere konzentrierte er sich mit seinem Play Bach Trio auf die Entwicklung improvisatorischer Kompositionen rund um die Werke von Johann Sebastian Bach. In späteren Jahren - mit Hilfe eines neu formierten Trio in den 1980er Jahren gegründet - erweiterte Loussier sein Repertoire mit einem ähnlichen Ansatz bei Komponisten wie Debussy, Ravel, Vivaldi, Beethoven und anderen. Seine verjazzte Bearbeitungen und Interpretationen machten ihn zum erfolgreichsten Pianisten dieses Genres. Für seine Interpretation von Vivaldis Vier Jahreszeiten wurde er in Deutschland mit dem Jazz-Award ausgezeichnet.
Der Saxophonist Rudresh Mahanthappa ist ohne Zweifel der aktuelle Shooting Star der amerikanischen Jazzszene: Schon 2008 wurde die CD „Kinsmen“ seines Dakshina Ensembles von mehr als 20 wichtigen Zeitungen, Magazinen und Sendern (darunter die New York Times und die BBC) unter die besten Alben des Jahres gewählt, was seine jüngste Einspielung „Apex“ mit Saxophonlegende Bunky Green, Pianist Jason Moran und Schlagzeuger Jack DeJohnette im vergangenen Jahr noch übertraf. Von der amerikanischen Jazz Journalist Association seit 2009 jährlich zum Altsaxophonisten des Jahres gewählt, schaffte Mahanthappa dieses Kunststück 2011 erstmals auch im Downbeat International Critics Poll, der weltweit wichtigsten Kritikerumfrage, in der er seit 2003 ununterbrochen vertreten ist und 2010 bereits die Kategorien „Rising Star Alto Saxophonist“ und „Rising Star Jazz Artist“ gewonnen hatte.
Es geht um Gegensätze, um Kraftfelder und den Fluss der Energien. Das liegt schon in der Besetzung begründet, denn die Kombination Altsaxofon, Kontrabass und Schlagzeug verweist auf etwas Grundlegendes. Angelika Niescier sucht nach der Basis der Gestaltungskraft und schafft Freiräume, die es möglich machen, ihr Instrument zu erforschen. Die Perspektive, zwei gleichgesinnte Alleskönner in New York als Gegenüber zu haben, die mit ähnlich kompakten Klangvorstellungen an Form und Inhalt heran gehen, führt zu einer pfiffigen Ausweitung der Spielzone. Und zu einem Aufstieg Niesciers in eine andere Liga der Improvisatoren.
Jazz hautnah! Die IG Jazz Burghausen präsentiert erstmalig das neue Konzept zur Internationalen Jazz Akademie Burghausen auf der Salzburger Musikmesse vom 14.-16. Oktober 2011
Ziemlich genau vor 40 Jahren nahm die in der Welt des Jazz einmalige Beziehung zwischen Keith Jarrett und dem Schallplatten-Produzenten Manfred Eicher mit dem Solopiano-Album "Facing You" ihren Anfang. Es folgten viele großartige Aufnahmen, die Millionen von Menschen weltweit begeisterten.
Das neue Album der Norwegerin Solveig Slettahjell wirft seine Schatten voraus. Es ist ein wunderschönes Album mit akustischen Coverversionen, eingespielt im Duo mit dem Pianisten Morten Qvenild.
„Berlin ist immer was besonderes“ sagt Joachim Kühn und erinnert an seinen ersten Auftritt bei den Berliner Jazztagen 1966: „mit meinem Bruder Rolf und der Rhythmusgruppe von Mangelsdorff. Berlin war damals mein Sprungbrett in die große weite Welt des Jazz“, resümiert er im Rückblick auf eine Karriere, die ihn von Berlin direkt zum Newport Jazzfestival führte, später nach Paris, wo er mit Daniel Humair und Jean-François Jenny-Clark über Jahrzehnte eines der maßgeblichen Trios des europäischen Jazz leitete.
Jazz ist eine musikalische Weltsprache, die keine Grenzen kennt und die weitesten Entfernungen überbrücken kann. Trotzdem stößt man immer noch auf kulturelle Barrieren, nicht zuletzt zwischen Deutschland und Frankreich, den zwei Nachbarländern, die doch ansonsten inzwischen so besonders eng und freundschaftlich verbunden sind. Oder wie soll man es sonst erklären, dass der Altsaxophonist Perrick Pédron in Deutschland bislang nahezu unbekannt ist? Seit einem Vierteljahrhundert ist der 42-jährige Ausnahmekönner, der in seiner Heimat den „Concours de la Defense“ und andere wichtige Preise wie den „Prix Django Reinhardt“ oder den „Prix Boris Vian“ gewann, als professioneller Jazzmusiker unterwegs.
Der amerikanische Bassist, Komponist, Arrangeur und Grammy-prämierte Produzent (Herbie Hancock / „Future Shock“) Bill Laswell zählt seit mehr als drei Jahrzehnten zu den innovativsten und vielseitigsten Vertretern der zeitgenössischen Musikszene. Seit jeher grenzüberüberschreitend zwischen Rock, Jazz, Worldmusic und elektronischer Musik aktiv, gab er mit seinen vor allem von Dub und Funk geprägten Grooves den tieftönenden Takt in wegweisenden Fusion-Formationen wie Material, Massacre, Last Exit, Painkiller oder Praxis an.
Mit der Siegerehrung des jazz:kritik-Awards Gewinners im Rahmen des Abschlusskonzertes von Nils Wülker ging am Samstag, den 1. Oktober 2011, das 12. Darmstädter Jazzforum erfolgreich zu Ende. Drei Tage Symposium rund um das Thema JAZZ.SCHULE.MEDIEN bildeten das Herz des Forums und boten Teilnehmern und Referenten reichlich Anlässe für lebhafte Diskussionen und bleibende Eindrücke.
Weiterlesen … Das 12. Darmstädter Jazzforum – Erfolg auf ganzer Linie!
Sharon Isbin gilt als eine der besten und erfolgreichsten Gitarristinnen weltweit. Erst 2010 wurde sie mit einem Grammy für ihr Album "Journey To The New World ausgezeichnet. Ein Jahr vorher gab sie zusammen mit Geiger Joshua Bell auf Einladung von US-Präsident Barack Obama ein Konzert im Weißen Haus.
Auf ihrem neuen Album ”Dansk” gibt es endlich wieder Susi Hyldgaard pur: Allein und mit ihrem Trio. Undhier kommen ihre Stärken am besten zur Geltung : Lyrics mit Humor und Tiefgang, raffinierte Soundbastelleien und starkes Songwriting, sinnlich, witzig, innovativ und mit großartiger Stimme !
At The Crossroads, das neue Album von James Carter.
Der Titel von George Bensons neuem Album ist Programm. Denn auf Guitar Man stellt der zehnfache Grammy-Gewinner nach langer Zeit endlich mal wieder sein fabelhaftes Gitarrenspiel in den Vordergrund. Zu hören ist Benson mit einem buntgemischten Dutzend aus Jazz- und Popstandards, die er teils mit anderen Musikern, teils vollkommen solo aufnahm.
Dieses Album geht auf eine lange Freudschaft zurück, die Brad Mehldau und Kevin Hays verbindet, nicht erst, seit die beiden sich als Pianisten in der Band von Joshua Redman ablösten. Beide sind auch mit dem Saxophonisten Patrick Zimmerli bekannt, der sich einen Namen als Komponist zeitgenössisch-klassischer Musik gemacht hat. Ihn engagierten die zwei Pianisten als Produzenten eines gemeinsamen Duo-Albums unter dem Motto "Modern Music".
Christian McBride: Bassist bei u. a. Chick Corea, Herbie Hancock, Pat Metheny. Arrangeur oder Begleiter von Sting, James Brown, Chaka Khan, Isaac Hayes. Klingt nach 50 Jahren Bühnenerfahrung. Aber McBride ist noch ziemlich jung, nicht mal 40 Jahre alt. Und hat tatsächlich schon fast alle Musiker begleitet, die (nicht nur) im Jazz zu den bekanntesten der Welt gehören.
Der weltberühmte britische Geiger Nigel Kennedy stellt als Label-Debüt bei Sony Classical sein neues Werk vor: Four Elements, geschrieben für Violine, Orchester, Band und Vokalstimmen. Nigel Kennedys Komposition ist inspiriert von den Elementen Luft, Erde, Feuer und Wasser und nimmt den Hörer mit auf eine musikalische Reise durch unterschiedliche Genres.
Jeder Musiker muss sich eines Tages von Vorbildern, Traditionen lösen, wenn er den Schritt über die Grenze des Bekannten gehen will. Pascal Schumacher macht das auf nachdrückliche, lustvolle Weise. Er wählt den schwierigen Weg des aus selbst heraus schaffenden Künstlers, der nicht den Segnungen der modernen Soundvielfalt und Studio-Technik erliegt, sondern Klänge abwägt und gewichtet, Musik herausfordert und mit ihr kämpft. Genau genommen ist er damit mehr Purist als mancher, der sich vor der Vergangenheit verneigt. Denn es geht ihm um sein Instrument, dem er Eigenwilliges abringt, ohne dabei die Hilfestellung der Heroen zu benötigen.
Sie poetisieren die Melodien, den Groove, sie verbinden die Musik mit jedem einzelnen Augenblick ihres Lebens (mit Liebe, Wut, dem Nichtstun). Sie sind Komplizen, schöpfen aus Jazz, Rock, Funk und orientalischer Musik gleichzeitig. Sie nehmen uns mit auf eine Reise, auf der wir die Welt mit den Augen der boNObos sehen.
Kip Hanrahan geht in seiner Musik immer respektvoll mit den Ursprüngen um, vermischt aber gleichzeitig wunderbar verspielt wie ernsthaft Latin und Jazz. „Ich bin in der Bronx aufgewachsen, ging zur selben Highschool wie Gil Scott-Heron. Aber ich war der einzige hellhäutige Jude und irgendwie auch noch irisch, in einer überwiegenden Latino-Nachbarschaft aus Puerto-Ricanern, Kubanern und Mexikanern.
Minimalistisch sphärisch, romantisch, !nstrumental...'Klingend über blühend Grasland...', So wurde das Debutalbum von Land Über im Jahr 2007 beschrieben. Nun endlich, vier Jahre später, erscheint ihre neue CD mit dem Titel 'Weitblick'! ,Wir hatten keinen Zeitdruck", sagt Saxophonist Karl Helbig lächelnd, für uns war klar, eine weitere CD kommt dann, wenn die Zeit reif dafür ist!" Cellist Benni Gerlach fügt hinzu: ,Wir haben Anfang diesen Jahres sehr engagierte Partner gefunden mit denen wir uns dann auch Hals über Kopf in die Arbeit gestürzt haben."
Max Merseny ist ein junger Münchner Ausnahme Altsaxofonist mit ungarischen Wurzeln der zurzeit in New York residiert und überhaupt viel unterwegs ist (das nächste Ziel ist ein Mailand Aufenthalt). Der Titel Thank Y‘all bezieht sich auf seine vielen befreundeten Gastmusiker wie Tony Lakatos, Patrick Scales, Roger Reckless die ihm bei der Realisierung seines hiphoppigen Souljazz zur Seite standen. Impulse zur Entwicklung der Musik kamen von Ferdinand Kirner und Matthias Bublath. Zu Dank verpflichtet ist Max auch den hochkarätigen Mentoren seiner langjährigen Musikausbildung die er 2008 mit dem Diplom der Münchner Hochschule für Musik und Theater abschloss. Neben seinem Vater Thomas Merseny förderte die Zusammenarbeit mit Michael Riessler, Leszek Zadlo und Gregor Hübner sein Talent am Altsaxophon.
Das in Los Angeles ansässige Boutique-Label Hidden Beach Recordings gab heute die Unterzeichnung des legendären Jazz-Pianisten Ramsey Lewis bekannt. Der dreifache Grammy-Award-Gewinner der im Jahre 1970 prominent wurde, wird seine 80ste Kollektion, mit dem Titel 'Ramsey, Taking Another Look', im September veröffentlichen. Auf der 10-Song-CD hauchen Lewis und seine Electric Band neues Leben in vielen von Lewis' Lieblingsmelodien ein, inklusive einer neuen Darbietung von Stevie Wonders verfasstem "Living for the City" und einer neuen Ausgabe der Originalen "Sun Goddess"-Aufnahme feat. Earth, Wind & Fire.
jazz & more 2011 30.09 - 02.10.2011
Mit der in Berlin lebenden Japanerin Aki Takase kommt zum Auftakt von jazz & more ein Fixstern der europäischen Jazzszene nach Ulm.
Das Duo Eric Vloeimans (tp) und Florian Weber (p) aufgenommen im weltberühmten "Concertgebouw" in Amsterdam am 12. April 2011. Ein einzigartiges Album voller musikalischer Landschaften ohne Grenzen zwischen Jazz und Klassik, unmittelbar und intim.
Fünf Jahre nach ihrem erstaunlichen Debütalbum "Starflowers", das von der Presse exzellent besprochen wurde, veröffentlicht die norwegische Sängerin und Kantele-Spielerin nun die Fortsetzung "The Land That Is Not".
Mit "Orvieto" erscheint das Sensationsalbum dieses Herbstes. Nicht nur, dass nach 27 Jahren Abwesenheit wieder eine Aufnahme mit Chick Corea auf ECM veröffentlicht wird; an seiner Seite steht als kongenialer Duopartner auch noch kein geringerer als Italiens Starpianist Stefan Bollani. Zwei Genies am Klavier zelebrieren die Kunst der gemeinsamen Improvisation in einzigartiger Weise und mit riesigem Spaß am Spiel.
Olivia Trummer ist ein höchst feinsinniger Mensch, ein großes und selbstbewusstes Mädchen von 26 Jahren, ein Temperamentbündel, das gerne lacht und die Welt mit offenem und klugem Blick betrachtet. Die in Stuttgart geborene und lebende Pianistin und Komponistin hat mit ihrem nunmehr vierten Album ihren musikalischen Kosmos tiefgreifend erweitert. Die hoch talentierte Musikerin, die sich bereits viele Meriten als klassische Konzertpianistin verdient hat, aber vor allem als Jazzpianistin in den letzten Jahren für Furore sorgte, steuert mit POESIEALBUM wohlgemut und optimistisch allen vorgefestigten Meinungen und Erwartungshaltungen entgegen. Die vielseitige Künstlerin erweitert auf den neun Aufnahmen ihr ohnehin weit gefasstes stilistisches Spektrum mit gesungenen Liedern, besser noch, sie konzipiert Musiklandschaften, die sie mit ihrer Stimme und mit ihren Gedanken füllt, mit heiteren bis besinnlichen lebensphilosophischen Reflexionen. So hat man Jazzsongs wahrlich selten, wenn überhaupt gehört.
So intensiv wie expressiv! So vielfältig wie stilsicher! Etwas Gleichartiges sucht man in der Jazz- und Rocklandschaft vergebens. Triowabohu sprechen eine eigene Sprache! Im Kern der Musik stehen Stimmungen und Bilder, die durch einen unverwechselbaren, warmen und offenen Klang immer wieder neu gestaltet werden. Ausdrucksstarke Melodien, treibende Grooves und der intensive Dialog der Musiker erschaffen einen Gruppensound, der dicht am Puls der Zeit schlägt.
Die im September 2011 bei enja erscheinende CD „Loreley“ ist das erste Album des Saxophonisten, Klarinettisten und Komponisten Alexander von Hagke unter eigenem Namen. Neben dem aktuellen Quartett spielt er in so unterschiedlichen Gruppen wie der Heavy-Metal-Jazzband Panzerballett, dem Klassik-und-Jazz-Crossover-Quartett Passo Avanti oder der Hardbopformation Munich Uptown Jazz Sextett. Insbesondere als Mitglied von Panzerballett ist er auch international einer wachsenden Fangemeinde bekannt.