Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Für ihr neues Album „Standing On The Rooftop“ verpflichtete Madeleine Peyroux ein All Star Ensemble mit dem Pianisten Allen Toussaint, dem Bassisten Me'shell Ndegeocello, den Gitarristen Marc Ribot und Chris Bruce sowie Drummer Charly Drayton. Die Produktion lag in den Händen von Craig Street, der auch schon für Norah Jones und K. D. Lang arbeitete.
Hamburg, 29. Mai 2011 – Mit netten Sprüchen hat der amerikanische Bassist Charlie Haden nichts im Sinn. Der 73jährige hat Jazzgeschichte gemacht – und sich beim ELBJAZZ Festival ins Hamburger Publikum verliebt: „Die Welt wäre ein besserer Platz, wenn es nur Leute gäbe, die so offen sind wie ihr!“ Obwohl die Maschinenbauhalle von Blohm + Voss schier aus den Nähten platzte, hatten ihm die Konzertbesucher die Ehre andächtiger Konzentration erwiesen.
Weiterlesen … Der Hamburger Hafen als riesige Jazz-Bühne
Die Presse hat ihn längst ausgemacht als den derzeit "herausragenden Pianisten aus Schweden" (Karsten Mützelfeldt, DLF). Insider kennen ihn seit 1999 als musikalischen Leiter von Viktoria Tolstoj, seit kurzem erst tritt er aus den Schatten anderer heraus. Und das völlig zu Recht: Er vereint amerikanische Jazztradition mit skandinavischem Ausdruck, kann swingen - was viele seiner Altergenossen nicht mehr wirklich können, wagt sich andererseits aber auch an populäre Songs wie Michael Sembello´s 'Maniac' oder 'In God´s Country' von U 2.
Marylin Mazur, Dänemarks Vorzeige-Perkussonistin (u. a. Miles Davis, Wayne Shorter, Gil Evans) und langjährige Mitstreiterin der Jan Garbarek Group, mit ihrem dritten Soloalbum auf ECM. Als Nachfolger des 2008 erschienenen Bestsellers "Elixir" ist "Celestial Circle" Mazur's erstes Album mit ihrer noch jungen Band feat. Josefine Cronholm (Vocals), John Taylor (Piano) und Anders Jormin (Bass).
Der amerikanische Pianist Bill Carrothers ist ein stiller Querdenker. Einst in New York als sensationelle Entdeckung und Partner von Größen wie Gary Peacock und Bill Stewart gefeiert, zog der Musiker vor ein paar Jahren nach Michigan. Von dort aus spürt Carrothers, der unter anderem Auszeichnungen wie den Deutschen Schallplattenpreis und den französischen "Diapason d'or" erhielt, radikal seinen eigenen musikalischen Vorstellungen und Programm-Konzepten nach.
Die derzeitige Queen des Bossa Nova Paula Morelenbaum legt mit ihrer Kooperation mit dem mittlerweile 76jährigen Grandseigneur der brasilianischen Bossa Nova, dem Jazzpianisten Joao Donato, bereits ihr drittes Album für SKIP vor. Nach der in Deutschland entstandenen Bigband – Produktion „Bossarenova“ mit der SWR Bigband (SKP 9089), die von Medien und Publikum gleichermaßen bejubelt wurde und sogar Veröffentlichungen in den USA und Brasilien erfuhr, und dem sowohl in den deutschen Jazz und World Music Charts platzierten „Telecoteco“ (SKP 9095), einem Album, auf dem sie die Geschichte der Samba – Musik aufarbeitet und in aktuelle Klänge transferiert.
Diese grandios arrangierten Jazz-Hymnen sprühen vor Energie, Spiritualität und Sinnlichkeit. Zuallererst machen sie einfach Spaß, beim zweiten Hören kann man dann Vorbilder wie die Jazz-Ikonen Pharoah Sanders und Max Roach, die politischen Soulstars Marvin Gaye und Roy Ayers, oder sogar psychedelische Folk-Figuren wie die Byrds und Jefferson Airplane entdecken. Klassische Stilmittel und Formen bei einem betont zeitgemäßen und modernen Sound, genau für diesen Brückenschlag steht Nicola Conte.
Als im Januar 2010 „Dan Berglund’s Tonbruket“ erschien, war die Neugier groß, was wohl aus dem Bassisten des Esbjörn Svensson Trios geworden ist. Als „atemberaubend“ feierte Kulturnews das Album an der Schnittstelle zwischen Rock und Improvisation, und Jazz Thing stellte fest, dass Berglund mit neuer Band den Weg exakt dort fortsetze, „wo der Stern von e. s.t. verglühte." In Schweden wurde die rauschhaft rockige Soundfabrik mit dem GRAMMY als bestes Jazzalbum 2010 gewürdigt.
Auf "A Moment's Peace" schlägt Scofield mit typisch kantigem Ton erstaunlich ruhige, in Teilen fast balladeske, Klänge an. Das Groove und Energie dabei nicht zu kurz kommen, versteht sich bei einem echten Scofield-Album von selbst - dies hier ist ein Solches!
Nach "Give me that slow knowing smile", Ihrem letzten Studioalbum aus dem Jahre 2009, ist das schwedische Gesamtkunstwerk Lisa Ekdahl wieder da - mit dem ersten Livealbum Ihrer mehr als fünfzehnjährigen Karriere.
The Absolute Ensemble featuring Marcel Khalifé
Arabian Nights symbolisiert das Engagement des Ensembles und der Komponisten zum Wechsel in der Musik, zum Niederreissen der Grenzen, die nicht nur zwischen Kulturen, sondern auch zwischen Musikern bestehen.
Wirklich für möglich gehalten haben wir es genauso wenig, wie Marcus persönlich, der auch bereits Mitte letzten Jahres mit Dreyfus Records in Kontakt getreten war, um sein grossartiges Konzertspektakel in angemessenem Zustand für den „Zuhaus-gebliebenen“ aufzubereiten.
Nels, der Zwillingsbruder des Perkussionisten Alex Cline wurde 1956 in Los Angeles geboren. Er spielt zeit-genössische, improvisatorische Musik seit seinen Teenager Jahren. Als er mit 15 John Coltrane hörte, war seine bis dato Rock’n’Roll Karriere beendet. ’82 – ’84 spielte er mit Wayne Peets Doppler Funk – einer Avantgarde Funk Gruppe, die sich später in das kollektive Trio Rhythm Plague umbenannte.
Komplex, vielschichtig und dynamisch: Ein neues Orchesterwerk mit einem grandiosen James Carter am Saxophon! Wenn sich Jazz und Klassik treffen, kommt oft eine gepflegte Mischung aus Cocktail-Musik und Streicher-Background dabei heraus. Anders ist es bei der "Caribbean Rhapsody", einem neuem Werk aus der Feder des klassischen Komponisten Roberto Sierra, das James Carter, einer der Top-Saxophonisten unserer Zeit, als Solist veredelt.
Craig Taborn gehört zu den jungen Pianisten, die derzeit im Verdacht stehen ähnliche musikalische Höhenflüge wie Keith Jarrett exerzieren zu können. Im Raum zwischen Kollegen wie Stefano Bollani und Tigran Hamasyan schiebt Craig Taborn aktuell wahrscheinlich die größte Bugwelle voraus.
Mit Hommagen an Nesuhi und Ahmed Ertegun, Gründern des Label Atlantic Records, oder an Chris Blackwell, Gründer des Labels Island Records, feierte das Montreux Jazz Festival stets auch die grossen Talente neben den Bühnen. Jene Produzenten nämlich, die unternehmerische Risiken eingingen, neue künstlerische Wege beschritten und so die Musiklandschaft sowie ihre Industrie massgeblich Industrie massgeblich prägten. Mit Tommy LiPuma und Tom Silverman stehen 2011 zwei Produzentenikonen im Mittelpunkt, die zwar den selben Vornamen teilen aber auf zwei äusserst unterschiedliche Karrieren zurückblicken.
Weiterlesen … Tommy LiPuma 75th Birthday
Was die 4 hier mit ihrem Debütalbum präsentieren, ist wirklich neu. Die Instrumentierung aus Sax / EWI (Stefan Koschitzki), Hammond B-3 / Moog (Martin Meixner), Gitarre (Fabiano Pereira) und Drums (Jan-Philipp Wiesmann) hebt sich erfrischend vom Angebot einer klassischen Jazzquartett-Besetzung ab – das macht per se schon einmal neugierig: den agierenden Musiker, genauso wie den potentiellen Zuhörer.
Ihre Stimme ist intensiv wie ein Sonnenstrahl im Frühling, ihre Songs so angenehm melancholisch wie entspannter Sommerabend. Mit ihrem Debüt-Album Seasons Of My Soul hat RUMER sich auf Anhieb in die Herzen der Fans gespielt und treibt dort die schönsten Blüten.
In der Tat ist die in Pakistan geborene Britin RUMER eine Ausnahme-Künstlerin, die mit ihrer Stimme und ihren Songs, die zwischen Jazz, Soul und elegantem Pop changieren, seit Beginn des Jahres auch ihr deutsches Publikum verzaubert.
Manche Alben sprechen schon für sich selbst bevor man sie überhaupt gehört hat. Im Fall von "Live at Birdland" passiert dies derartig eloquent, dass auch der härteste Jazzfan keinen Grund mehr findet die chronisch nervösen Augenbrauen zu runzeln. Im Gegenteil, denn die hier dargebotenen Klassiker vom Schlage "Lover Man" und "Lullaby of Birdland" hatten in ihrem Schmiss schon immer die Fähigkeit auch erklärte Nicht-Jazz-Hörer auf ihre Seite zu ziehen.
Ganz neue Wege beschreitet der britische Filmmusik-Komponist, Arrangeur und Keyboarder Colin Towns mit seinem neuen Bandprojekt Blue Touch Paper.
Nachdem Towns mit den Bigbands vom NDR und HR aufsehenerregende Projekte realisiert hat und die Musiken von John Lennon, Frank Zappa, Miles Davis, Kurt Weill und des Mahavishnu Orchestra neu arrangiert hat, wechselt er nun das Format und hat mit britischen und deutschen Musiker das Sextett Blue Touch Paper gegründet.
Die Sängerin Nikola Materne und ihre Band „Bossanoire“ haben sich ganz dem akustisch gespielten Jazzsong verschrieben – Musik wie zu einem Film, déjà-vu und doch ganz neu. Mit silbriger, intensiver Stimme intoniert Nikola die schwebend-melancholischen, manchmal ironischen Lieder in deutscher Sprache, für die ihr die Band - aus wunderbaren Musikern - einen roten Teppich ausbreitet.
Hanriot, französischer Pianist und Komponist, verdient in seinem Heimatland bereits Geld mit dem, was er kann und liebt – als es ihn dann doch in die USA zieht. New York City und das Berklee College sind seine Ziele – und die Erfahrungen die er dort mit Künstlern wie Me’shell Ndegeocello, Dee Dee Bridgewater, Joe Lovano, und Cindy Blackman macht, sein Lohn.
Selten werden in Jazzzirkeln Debütalben so gefeiert wie im vergangenen Jahr "Sounding Point", der Erstling von Gitarrenwunderkind Julian Lage. Mit gerade mal etwas mehr als zwanzig Lenzen wurde die Young Gun aus der kalifornischen Bay Area für einen Grammy nominiert. Grund genug das jetzt erscheinende Folgealbum "Gladwell" mit gespitzten Ohren zu erwarten.
Vorverkauf für JazzBaltica 2011 startet
Heute, Mittwoch 4. Mai, startet der öffentliche Vorverkauf für JazzBaltica 2011. Unter dem Motto „piano, piano – remembering Esbjörn“ ehrt das Festival vom 30. Juni bis zum 3. Juli in Kiel, Husum und Salzau einen ganz Großen der Jazzgeschichte: Esbjörn Svensson, dessen Trio e.s.t. Geschichte geschrieben hat und von Salzau aus zu einer einmaligen Karriere startete.
Der englische Posaunist, Bandleader und Teilzeit-Bassist Chris Barber veröffentlicht anlässlich seines 80. Geburtstags eine großartige 2CD Anthologie. Barber ist schon seit 60 Jahren im Musikgeschäft und hat mit den Besten der Jazz- und Bluesrock-Szene gearbeitet. Diese faszinierende Vielfalt an Gästen beinhaltet praktisch nur Highlights, wie z. B. Kollaborationen mit Louis Amstrongs Klarinettisten Ed Hall und Joe Drensbourg, oder die Zusammenarbeit mit den Legenden Trummy Young und Eddie Durham.
Bremen, 02.05.2011. Nach 4 Tagen mit Musikerlebnissen der Extraklasse, gelungenen Premieren, ausverkauften Konzerten, zufriedenen Ausstellern und einem großen Medieninteresse zieht die internationale Jazzmesse jazzahead! heute eine positive Bilanz.
Weiterlesen … jazzahead! 2011 begeistert über 5.600 Besucher
Das gesamte Album wurde in nur 3 Monaten aufgenommen, gemixt und gemastert - die kürzeste Aufnahmezeit die bisher für ein Frisell Album verwendet wurde.
JazzBaltica 2011 - "piano, piano - remembering Esbjörn"
Unter dem Motto „piano, piano – remembering Esbjörn“ findet vom 30. Juni bis zum 3. Juli in Kiel, Husum und Salzau JazzBaltica 2011 statt. Damit ehrt das Festival einen ganz Großen der Jazzgeschichte: Esbjörn Svensson, dessen Trio e.s.t. Geschichte geschrieben hat und von Salzau aus zu einer einmaligen Karriere startete. Alles nahm 1996 bei JazzBaltica den Anfang, vor drei Jahren kam Esbjörn Svensson bei einem tragischen Unfall ums Leben. 2011 würde e.s.t. 20 Jahre existieren.
Wenn Rainer Tempel voller Respekt von den alten Herren spricht – seinen Vorbildern und Vorgängern als Big-Band-Komponisten und Arrangeure – dann fallen Namen wie Maria Schneider, Bill Holman und Bob Brookmeyer, drei nach wie vor aktive und aktuelle Erneuerer des Genres Big Band.
Der erste Künstler überhaupt, der für Warner Germany unter Vertrag genommen wurde! Und immer noch bei uns ist! Zu seinem 75. Jubiläum und dem 40-jährigen Bestehen von Passport kommen gleich 2 neue Alben.
Inner Blue enthält 9 brandneue Stücke mit seiner legendären Formation "Passport".
Der erste Künstler überhaupt, der für Warner Germany unter Vertrag genommen wurde! Und immer noch bei uns ist! Für das Symphonic Project hat Klaus Doldinger seine Band Passport mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz zusammengebracht. Er hat dafür ein 25 minütiges Jazzconcertino, klassische Suiten für die Themen von "Das Boot", "Tatort", "Die Unendliche Geschichte", sowie 2 weitere neue Stücke komponiert und arrangiert.
James Farm ist ein Projekt! Nicht nur das neue Album von Joshua Redman. Darauf legt der Künstler in allen Interviews größten Wert. Sein Quartett mit dem grandiosen Pianisten Aaron Parks, dem Bassisten Matt Penman und dem Drummer Eric Harland hat diesen Titel auch verdient.