Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Wie klingt Schweizer Jazz? Wohl nirgendwo sonst kann man dieser Frage jedes Jahr für ein paar Tage nachgehen wie im wunderschönen, am Rhein und Rheinfall gelegenen Schaffhausen, ganz im Norden der Schweiz, unweit zur Grenze nach Deutschland. Denn das Schaffhauser Jazzfestival, das seine 36. Ausgabe feierte, ist „die“ Werkschau des Schweizer Jazz, treten dort doch ausschließlich Schweizer Bands oder Künstler mit Bezug zur Schweiz auf. Ein Bericht von Christoph Giese
Donos Kulturalny: der Musik auf der Spur - Heute präsentiert uns Krzysztof Komorek das Album von Wojciech Jachna Squad - Ad Astra
Die estnische Gitarristin und Komponistin Anna Regina Kalk veröffentlicht ihr neues Album "Different Times", eine beeindruckende Reflexion über Veränderung, Verlust, Neuanfang und die unerwartete Schönheit der Transformation.
"Oneness" ist ein Zeugnis von Sivan Arbels Reise über die Grenzen ihrer eigenen Traditionen hinaus, eine Feier der vielfältigen globalen Einflüsse, die in Brooklyn, dem Schmelztiegel New Yorks, zu finden sind. Sivan Arbel war bereits eine gefeierte Künstlerin für ihre unkonventionellen rhythmischen Erkundungen und, wie All About Jazz es ausdrückte, für ihren engelhaften, elastischen Ton.
KNOBIL ist ein französischsprachiges Chansonprojekt zwischen Post-Bop und glitzerndem Jazz, das von der Lausanner Kontrabassistin, Sängerin und Komponistin Louise Knobil ins Leben gerufen wurde. Beeinflusst von Esperanza Spalding, Charles Mingus oder auch Boris Vian, lässt sie uns mit ihrem Kontrabass und ihrer Stimme an ihrem musikalischen Tagebuch zwischen Polyamorie, Schlafmangel und Pesto-Rezept teilhaben.
Was macht die jazzahead! so einzigartig? Und wie sieht die Zukunft der internationalen Jazzszene aus? Im Gespräch mit Götz Bühler, dem künstlerischen Leiter der jazzahead!, erfahren wir mehr über die Ideen, Herausforderungen und Visionen hinter Europas wichtigstem Branchentreffen für Jazz. Ein Interview über Leidenschaft, Programmgestaltung und die Kraft der Vernetzung.
Unter dem Pseudonym „Hyper Oz“ kreiert der in Berlin lebende Gitarrist und Produzent Igor Osypov eine faszinierende Fusion aus Jazz, R&B, Punkrock, Electronica und einem Mix weniger bekannter Subgenres. Das Album nimmt den Hörer mit auf eine Klangreise, auf der fesselnde Klanglandschaften mühelos von bizarren, synkopierten Beats in klare, melodische Strophen und Refrains übergehen. Knisternde Synthesizerklänge durchziehen die Tracks und werden von einer beeindruckenden Bandbreite an Gitarrenklängen - von sanftem, meisterhaftem Neo-Soul bis hin zu rohen, kantigen Riffs - ergänzt.
Am 30. März 2025 ging die 54. Internationale Jazzwoche Burghausen zu Ende. Rund 8.000 begeisterte Gäste besuchten das sechstägige Festival mit 22 Hauptkonzerten und einer JazzNight, bei der sich die Burghauser Altstadt in eine klingende Bühne verwandelte. Mit dabei: internationale Stars wie Gregory Porter, Kenny Garrett oder Billy Cobham - aber auch zahlreiche junge Acts, die in Burghausen ihre ersten großen Schritte machten.
Vom 13. bis 20. Juli 2025 lädt die JazzHall Hamburg erneut zum JazzHall SummerFestival an den Harvestehuder Weg ein. Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr wird das bewährte Konzept des längsten Jazzfestivals Hamburgs fortgeführt und erweitert: In den sieben Tagen des Festivals wird die Glasfront der JazzHall nachmittags zur Außenalster hin geöffnet, um das kostenlose und familienfreundlich umrahmte Open-Air-Programm nach draußen zu tragen. Abends spielen hochkarätige Acts und ganz neu arrangierte Formationen im Konzertsaal der JazzHall – eine Woche lang Jazz in all seinen Facetten!
Kooperation statt Konkurrenz – wenn sich starke Partner zusammentun, entstehen neue Impulse und Synergien. Genau unter diesem Vorzeichen nähern sich derzeit das renommierte Printmagazin JAZZTHETIK, das Online-Magazin jazz-fun.de und Qwest TV einander an.
Nach dem Erfolg ihres Debütalbums „WAW!“ und einer ausgedehnten Tournee durch die USA und Europa im Jahr 2024 kehrt das Trio mit „Steep Steps“ zurück, einem Album, das die rohe Energie und das dynamische Zusammenspiel der Band auf der Bühne einfängt. Die Tournee mit ausverkauften Konzerten in Philadelphia und New York sowie Auftritten von Girona (Spanien) bis Reykjavik (Island) festigte die lebendige Synergie der Gruppe.
Muskulös ist sein Spiel, rasend schnell mitunter seine Improvisationen. Ja, Amaro Freitas ist ein Virtuose auf den schwarz-weißen Klaviertasten, ein Klangsucher zwischen Jazzimprovisation und brasilianischen Folklore-Rhythmen. Aber der Pianist aus Recife im Nordosten Brasiliens ist noch viel mehr als nur das, was er bei seinem beeindruckenden Solokonzert beim Festival Jazz à Liège zeigte. Ein Bericht von Christoph Giese
Das Jazzfestival Saalfelden wurde vom Europe Jazz Network (EJN) mit dem renommierten EJN Award for Adventurous Programming 2025 ausgezeichnet. Der Preis würdigt besonders mutige, visionäre und künstlerisch herausragende Programmgestaltung im Bereich der kreativen Musik in Europa.
Mit Schubert NOW! führen die Harfenistin Anastasia Razvalyaeva, die Sängerin Veronika Harcsa und der Komponist und Elektronikkünstler Bálint Bolcsó das musikalische Erbe Franz Schuberts in eine neue Klangdimension. Ihr neues Album auf dem Label BMC ist nicht nur eine Hommage an den großen Romantiker, sondern auch ein künstlerisches Statement für die Gegenwart: Improvisation, experimentelle Klangfarben und genreübergreifende Gesangstechniken verbinden sich zu einer faszinierenden Neuinterpretation klassischer Lieder. Im Interview sprechen die drei Künstler:innen über kreative Prozesse, musikalische Grenzgänge und die Suche nach zeitgenössischer Ausdruckskraft.
Berlin, 13. Mai 2025 | Der Deutsche Jazzpreis würdigt 2025 eine unverwechselbare Stimme des deutschen Jazz: Uschi Brüning erhält den Deutschen Jazzpreis für ihr Lebenswerk. Seit mehr als fünf Jahrzehnten begeistert sie als stilistisch vielseitige Sängerin mit einer einzigartigen Mischung aus Jazz, Soul und Chanson. Ihre künstlerische Integrität, ihr musikalischer Mut und ihre gesellschaftliche Haltung machen sie zu einer herausragenden Persönlichkeit der deutschen Musiklandschaft – über Grenzen hinweg, zwischen Ost und West, zwischen Tradition und Innovation.
Balkantradition durchzogen von modernen Arrangements – July Morning ist die Begegnung zweier Kulturen und zahlreicher musikalischer Sehnsüchte, inspiriert vom Grenzgang ihrer Schöpferinnen und Schöpfer. Diese Musik beruhigt die Seele und fesselt zugleich mit ihrer Tiefe, ihrem Klangzauber und der Kraft des gesprochenen und gesungenen Wortes. Viktoria Lasaroffs charismatische Interpretationen treffen auf das emotional aufgeladene, virtuose Spiel des Ensembles unter der Leitung von Andreas Brunn. So entsteht ein Album voller Intensität und Poesie, das man vom ersten bis zum letzten Ton mit Staunen und Freude hört. Ein musikalisches Juwel, das man nicht überhören sollte.
Jazz ist auf der Bühne entstanden, Rockmusik ist auf der Bühne entstanden. Und zwar in Interaktion mit dem Publikum. Auf dem neuen Malstrom-Album "Bremen", dem zweiten Live-Album der Band, fließt all das zusammen: Jazz, Rock und ein zunehmend begeistertes Publikum, das immer wieder lautstark in die Musik hineinjubelt. Das Konzert, das auf Bremen" dokumentiert ist, fand im September 2024 statt und markierte den Abschluss einer Tournee sowie das Ende einer dreijährigen Förderung, die Malstrom die Freiheit gab, live immer mehr auszuprobieren.
Die beiden Original-Alben „I Advance Masked“ und ‚Bewitched‘, aufgenommen von Andy Summers und Robert Fripp, sowie ein neues Mini-Album mit unveröffentlichtem/neu entdecktem Material, alles in DTS-HD MA Surround (5.1) und hochauflösendem 24/96 Stereo. PLUS zusätzliche Schätze/Mixe und eine Audio-Dokumentation aus Fripps Sessions/Tapes, verpackt in einem Digi-Cover im Buchformat mit 10 Tafeln und neuen Anmerkungen von Sid Smith und Notizen zu den Aufnahmen von David Singleton, dem Produzenten von King Crimson.
Manon Mullener, 1997 im schweizerischen Fribourg geborene Jazzpianistin, ist eine Weltenbummlerin. Aus einer musikalischen Familie stammend, verbrachte sie als Kind Zeit in Kuba und war so fasziniert, dass sie als 17jährige zurückging, um Sprache und Musik zu lernen.
„Primal Colors“, komponiert vom renommierten Jazzkünstler Jim McNeely, ist eine außergewöhnliche Zusammenarbeit zwischen dem hr-Sinfonieorchester und der hr-Bigband. Das Album präsentiert eine bahnbrechende musikalische Erkundung der Farben - sowohl visuell als auch emotional - interpretiert durch die Verschmelzung von Jazz und klassischer Orchestrierung.
Das vierte Album der Edition mit aktuellen Werken des Jazzkomponisten Peter Fulda zeigt eine ganz eigene Perspektive auf die Jazztradition. Das Trio bedient sich eines breiten Spektrums zeitgenössischer musikalischer Konzepte, um den so genannten „Standards“ neue Geschichten zu entlocken.
Sie war erste Flötistin im renommierten Metropole Orkest, leitete Jazzabteilungen an Hochschulen und bringt heute ihre Erfahrung als künstlerische Projektmanagerin in die Talentförderung beim Metropole Orkest ein.
Bei der Jazzahead 2024 beschlossen sie ihre Zusammenarbeit. Danach trafen sie sich bei Double Bass Moritz Götzen im Ruhrgebiet und gaben im Dezember Workshop-Konzerte. Auf der diesjährigen Jazzahead, einer der größten Jazzmessen der Welt, gaben sie die Gründung ihres schwedisch-deutschen Trios FLUKE, übersetzt Glückstreffer", bekannt.
Im Interview sprechen Daniela Neumayer und Mario Steidl, die Leitung des renommierten Jazzfestivals Saalfelden, über Visionen, Herausforderungen und Highlights des kommenden Festivals. Zwischen alpiner Kulisse, innovativem Programm und internationaler Strahlkraft bleibt das Festival ein Ort der musikalischen Entdeckungen. Ein spannender Blick hinter die Kulissen eines der bedeutendsten Jazzereignisse Europas.
Am Anfang: das Wort. Eine Kinderstimme. Der Rest: ohne Worte. Musik. Instrumentale Musik. Ist sie wirklich „wortlos“? Schließlich sprechen wir immer wieder von ihr als nonverbaler Kommunikation. Von „Storytelling“, von Musikerinnen und Musikern, die ohne eine einzige Textzeile Geschichten erzählen. Davon, dass sie mit ihrem vermeintlich sprachlosen Medium zu uns sprechen, ja, dass die Musik selbst direkt zu uns spricht, uns anspricht.
Fabia Mantwill gehört zu den spannendsten Stimmen der jungen deutschen Jazzszene. Als Saxophonistin, Sängerin, Komponistin und Leiterin ihres eigenen Orchesters sprengt sie stilistische Grenzen und verbindet Jazz mit klassischer Musik, Weltmusik und poetischen Texten.
Mit einem neuen Besucherrekord, hochkarätigen Konzerten und spannenden Zukunftsperspektiven setzte die jazzahead! 2025 ein starkes Zeichen für die Jazzwelt. 2026 blickt Bremen nach Schweden – und feiert das 20-jährige Jubiläum des Festivals.
Bonn, 28. April 2025 – Volle Säle und hochkarätige Musik: Vom 1. bis 24. Mai bringt das Jazzfest Bonn internationale Stars, herausragende Ensembles und junge Talente auf die Bühnen der Bundesstadt. An elf Orten sind insgesamt 31 Konzerte an 16 Abenden geplant – fast alle als Doppelkonzerte. Rund die Hälfte aller Veranstaltungen ist vor Festivalbeginn ausverkauft.
Berlin/Bremen, 28. April 2025 – Im Rahmen der jazzahead! in Bremen hat die Deutsche Jazzunion am Samstag ihre erste Mitgliederversammlung des Jahres abgehalten und dabei einen neuen Vorstand gewählt. Michael Griener wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt und tritt die Nachfolge von Anette von Eichel an, die nach neun Jahren engagierter Arbeit im Vorstand, davon 3 Jahre als Vorsitzende, feierlich verabschiedet wurde.
Der Countdown läuft: Am 13. Juni 2025 wird im Kölner E-Werk zum zweiten Mal in Folge der Deutsche Jazzpreis verliehen – und das mit einem hochkarätigen musikalischen Line-up.
Die beiden erfahrenen Jazzmusiker Anja Mohr (Piano) und Lorenz Hargassner (Saxophon) unterstützen erwachsene Musikbegeisterte erfolgreich mit Struktur und viel Spaß Jazz zu lernen. In diesem Podcast lassen sie uns teilhaben an wertvollen Erkenntnissen und Erlebnissen, denn: „Ein Leben ohne Jazz ist möglich – aber sinnlos.“ Jazz Life Podcast - Folge 4
Freunde der alpenländischen Blasmusik lieben die Stadt Saalfelden, weil hier zwei Blasmusikkapellen um die Wette spielen. Im österreichischen Bundesland Salzburg gilt die 1872 gegründete Bürgermusik Saalfelden als eine der besten Blasmusikkapellen, ihr Mitglied Christoph Blatzer war sogar schon Weltmeister auf der Mundharmonika. Die Konkurrenz, die heute als Stadtkapelle firmiert, wurde vor über 100 Jahren ebenfalls als Eisenbahnerblasmusik gegründet und rekrutierte ihre Mitspieler aus dem Arbeitermilieu.