Tägliche Neuigkeiten, Albumankündigungen, Festivalmeldungen, Interviews, Releases und Entwicklungen aus Deutschland, Europa und der weltweiten Jazzszene.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.

„Irgendwo auf der Welt…“ - das Bundesjazzorchester stellt sich vor

Das Bundesjazzorchester ist das führende Nachwuchsensemble für Jazz in Deutschland. Herausragende junge Musikerinnen und Musiker arbeiten hier mit renommierten Dirigentinnen, Dirigenten sowie erfahrenen Dozentinnen und Dozenten zusammen, um gemeinsam einen Klangkörper von höchstem musikalischem Niveau zu formen. Seit seiner Gründung im Jahr 1988 durch Peter Herbolzheimer hat sich das Bundesjazzorchester als exzellente Talentschmiede für die nächste Generation deutscher Jazzmusikerinnen und -musiker etabliert.

Kinga Głyk im Gespräch – Groove, Gefühl und künstlerische Freiheit

Im stimmungsvollen Ambiente des NICA Jazz Clubs in Hamburg trafen wir die charismatische E-Bassistin Kinga Głyk zu einem intensiven Gespräch über ihre Musik, künstlerische Entwicklung und das, was Jazz für sie bedeutet. Zwischen Groove und Emotion spricht sie über ihre Inspirationen, Herausforderungen auf der Bühne und ihre ganz persönliche Verbindung zum Jazz.

Szymon Mika: „Ich will meinen inneren Klang in Musik übersetzen“ – ein Gespräch über das neue Album Agma

Der polnische Gitarrist und Komponist Szymon Mika zählt zu den spannendsten Stimmen der europäischen Jazzszene. In seinem neuen Album Agma zeigt er sich als feinsinniger Klangforscher und sensibler Bandleader, der mit seinen Mitmusiker:innen eine musikalische Welt zwischen Intimität, Energie und Mystik erschafft. Im Interview mit jazz-fun.de spricht er über seinen kreativen Prozess, die Herausforderungen der Studioaufnahme und seine Vision von künstlerischer Tiefe jenseits kommerzieller Oberflächen.

Eine Feier des Lebens - Angelin Preljocajs „Requiem(s)“ bei den Osterfestspielen in Salzburg

„Wunden und Wunder“ ist die aktuelle Ausgabe der Salzburger Osterfestspiele überschrieben, die ihr Programm unter der künstlerischen Leitung von Nikolaus Bachler um die Sparten Tanz und elektronische Musik erweitert haben. So durfte man in diesem Jahr gespannt sein auf das jüngste Werk von Angelin Preljocaj: „Requiem(s)“ hat der französische Choreograf sein 90-minütiges Werk genannt, das sicher nicht zufällig bestens zum Festivalmotto passt. Ein Bericht von Robert Fischer

Im Dialog der Sinne – Stefanie Schlesinger & Wolfgang Lackerschmid im Gespräch

Der international renommierte Vibraphonist, Komponist und Arrangeur Wolfgang Lackerschmid und die Sopranistin Stefanie Schlesinger bilden seit vielen Jahren ein eingespieltes musikalisches Duo. Gemeinsam stehen sie regelmäßig auf der Bühne und begeistern mit ihren Konzerten ein breites Publikum. Anlässlich der Veröffentlichung ihres neuen gemeinsamen Albums Sharing Secrets am 25. April haben wir die beiden Künstler zum Gespräch eingeladen.

Der Kontrabassist Tilman Oberbeck ist Preisträger des renommierten Hamburger Jazzpreises 2025!

Der Kontrabassist Tilman Oberbeck ist Preisträger des renommierten Hamburger Jazzpreises 2025. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis zeichnet alle zwei Jahre Musiker*innen aus, die eine besonders herausragende qualifizierte Leistung im künstlerischen Beitrag zur Jazzmusik in Hamburg geleistet und sich für die Belange des Jazz in der Stadt eingesetzt haben.

Tanz den Elon Musk „K.I.nd of human“

Es beginnt zunächst einmal verstörend. Eben noch hat sich das Publikum in einem Vorraum des Bergson Kunstkraftwerks eingefunden, einen Drink in der Hand, gespannt in Erwartung eines unterhaltsamen Abends. Aber dann wird ein merkwürdiges Gefährt hereingefahren, das je nach individueller Fantasie an ein Krankenhausbett erinnert oder an einen überdimensionalen Brutkasten. Ein Bericht von Robert Fischer

Virtuosität trifft Vision: Gregory Hutchinson im Gespräch mit jazz-fun.de

Im Rahmen der Jazzwoche Burghausen 2025 hatten wir die Gelegenheit, mit dem weltbekannten Schlagzeuger Gregory Hutchinson zu sprechen – einem Musiker, der den modernen Jazz mit seiner kraftvollen, zugleich hochsensiblen Spielweise seit Jahrzehnten entscheidend prägt. Im Interview spricht Hutchinson über seine musikalischen Wurzeln, den Einfluss seiner Zusammenarbeit mit Größen wie Betty Carter, Roy Hargrove oder Joshua Redman – und über den kreativen Prozess.

Raf Ferrari Quartet - Waiting For Edo

Wir haben es hier mit farbenreichen Klängen zu tun, mit einer Musik, die reich an Bezügen ist, die eindeutig zeitgenössische Tendenzen aufgreift und die in Form von ausgefeilten Kompositionen daherkommt. Das Cello von Vito Stano und die interessanten Arrangements machen diese Musik sehr klangvoll. Raf Ferraris Phrasierung ist exzellent, was sein Spiel sehr interessant macht, und seine Soloparts sind überraschend energisch und frisch. Das Album ist wunderschön und vor allem faszinierend, inspirierend und farbenfroh.

Mathilde Grooss Viddal & Friensemblet - Tri vendur blés ho i den høgaste sky

Ein Album mit wunderbaren Musikern, bei dem die Kompositionen Ausgangspunkt für ausgedehnte, nicht nur improvisierte Passagen sind. Eine wunderbare Mischung aus Moderne, Tradition und orchestralen Arrangements. Man fühlt sich wie in einer Zeitmaschine, die in verschiedene Richtungen der Geschichte reist, einschließlich der Gegenwart. Selten haben wir es mit einer solchen Formel des Schaffens und Spielens zu tun. Ein Werk von außergewöhnlichem Wert, nicht nur musikalisch.

Deutsche Jazzunion begrüßt Koalitionsvertrag und betont Bedeutung der freien Künste

Berlin, 10. April 2025 | Die Deutsche Jazzunion, die Interessenvertretung der Jazzmusiker*innen in Deutschland, begrüßt die im gestern veröffentlichten Koalitionsvertrag enthaltenen kulturpolitischen Bekenntnisse. Insbesondere die angekündigten Stärkungen und die Stabilisierung der Bundeskulturförderung bewertet die Deutsche Jazzunion als wichtige Signale für die nachhaltige Unterstützung der freien Musikszene. Dennoch besteht weiterhin Bedarf an Verbesserungen für die freien Künste.

Klanglandschaften und lyrische Entfaltung: Fabienne Ambuehl im Interview

Fabienne Ambuehl, die in London lebende Pianistin, Sängerin und Komponistin, verbindet in ihrer Musik die Ruhe des Waldes mit der Energie der Großstadt. Ihre lyrischen Kompositionen, die von Jazz, Folkmusik und Dichtkunst inspiriert sind, zeichnen sich durch melodische Raffinesse und rhythmische Tiefe aus. Anlässlich der Veröffentlichung ihres neuen Albums "Thrive" haben wir die vielseitige Künstlerin getroffen und ihr einige spannende Fragen zu ihrer Musik, ihren Einflüssen und ihrem kreativen Schaffensprozess gestellt.

Auswahl der Preisträger:innen durch die Hauptjury des Deutschen Jazzpreises – VVK für die Preisverleihung startet am 3. April

Berlin, 03. April 2025 | Nach der Bekanntgabe der 76 Nominierten des Deutschen Jazzpreises 2025 ist es nun an den 17 Vertreter:innen der Hauptjury, bestehend aus Mitgliedern der Fachjury sowie namhaften Persönlichkeiten aus der Jazzszene und dem Kulturbereich, die diesjährigen Preisträger:innen in den 22 Kategorien final zu bestimmen.

46. Bergamo Jazz

Was für eine Klangmalerei. Wenn Danilo Pérez, John Patitucci und Brian Blade miteinander musizieren, dann ist da einfach dieses blinde, telepathische Verständnis dank der jahrelangen Zusammenarbeit. Ein Bericht von Christoph Giese

Jazz Life Podcast - Folge 3: Ganz-im-Moment-Sein

Die beiden erfahrenen Jazzmusiker Anja Mohr (Piano) und Lorenz Hargassner (Saxophon) unterstützen erwachsene Musikbegeisterte erfolgreich mit Struktur und viel Spaß Jazz zu lernen. In diesem Podcast lassen sie uns teilhaben an wertvollen Erkenntnissen und Erlebnissen, denn: „Ein Leben ohne Jazz ist möglich – aber sinnlos.“ Jazz Life Podcast - Folge 3: Ganz-im-Moment-Sein

New Baroque - Sonatas

„New Baroque Sonatas“ ist ein Album mit brandneuen Sonaten für Barockgeige(n) und Cembalo, komponiert von den Preisträgern des 5. Růžičková-Kompositionswettbewerbs (2024). Jede Sonate erkundet die klanglichen Möglichkeiten barocker Instrumente auf innovative Weise, hebt die einzigartigen Timbres der Darmsaiten hervor und überschreitet die Grenzen dessen, was wir von ihnen erwarten.

Die Gewinner des 15. Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis 2025

Burghausen, 26.03.2025 | Der gestrige Abend im Stadtsaal rund um den 15. Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis war erneut ein faszinierendes Ereignis, das die Vielseitigkeit und Leidenschaft des Jazz eindrucksvoll zur Geltung brachte. Die fünf Jurymitglieder, Ralf Dombrowski, Reinhard Köchl, Roland Spiegel, Johanna Summer und Simone Locarni (der als letztjähriger Gewinner Teil der Jury wurde), standen vor der anspruchsvollen Aufgabe, einen Sieger oder eine Siegerin zu küren.

Frode Kjekstad Trio - Jazz Detectives

Frode Kjekstad erweist sich hier als brillanter Improvisationskünstler, dessen Spiel im harmonischen Dialog mit Roy Powells Orgel eine faszinierende Mischung aus Jazz und Blues mit subtilen Rockeinflüssen entstehen lässt. Dieses außergewöhnliche Trio mag auf den ersten Blick vertraut klingen, doch bei genauerem Hinhören offenbaren sich kreative Interpretationen und herausragende Solopassagen, die begeistern.

Gellért Szabó’s Ideal Orchestra - Live at Berghain

Seit seiner Gründung im Jahr 2021 hat sich das Leipziger "Ideal Orchestra" unter der Leitung von Gellért Szabó von einem improvisationsorientierten Kammerensemble zu einer Plattform für avantgardistische Orchestermusik entwickelt. Durch die kontinuierliche Integration neuer Kompositionen von Szabó verschmelzen dirigierte Improvisationen und ausgearbeitete Stücke zu einem durchgehenden Konzerterlebnis mit fesselnder Dramaturgie.

Hof Jazz Nights 2025

Die Hof Jazz Nights 2025 finden vom 03.04. bis 06.04.2025 statt. Es ist bereits die dritte Ausgabe dieser Veranstaltung. Die musikalische Veranstaltungsreihe entsteht in enger Kooperation zwischen dem Tonkünstlerverband Hochfranken e.V., der Stadt Hof, der Freiheitshalle, dem Jean-Paul-Gymnasium, dem Johann-Christian-Reinhardt Gymnasium, der Musikschule der Hofer Symphoniker, dem Central-Kino Hof, sowie der Frankenpost & dem Jazz-Fun.de Magazin.

Ingi Bjarni - Hope

Dies ist ein Paradebeispiel für zeitgenössischen improvisierten Jazz, der auf interessant definierten Themen, harmonischen Strukturen und spannenden Arrangements basiert. Die Instrumentalisten, die diese Musik schaffen, bereichern das Ganze mit wunderbaren Improvisationsideen - sie alle haben Raum für lange und spannende Soloparts.

Markus Kaardal - Kaarma

Es gibt Kraft, es gibt Energie und es gibt eine Prise, wenn auch manchmal versteckte, Nachdenklichkeit. Obwohl das Projekt stilistisch dem Jazz nahesteht und die Musiker mit der Jazztradition vertraut sind, haben die meisten Songs eine echte Jazzrock-Intensität und -Energie. Die Soloparts sind frisch und melodisch, und die Klangideen überraschen von Titel zu Titel. Ein weiteres Juwel des Labels Losen Records, auf dem uns Markus Kaardal mit seiner Musik begeistert!

Eivind Austad Trio - Explore

Trotz des bekannten Formats strahlt diese Musik Authentizität und Originalität aus, so dass man beim Hören das Gefühl hat, dass der Komponist nicht versucht, wie jemand anderes zu klingen. Die Atmosphäre dieses Albums ist in seiner eigenen Welt angesiedelt und zeigt die Kraft des akustischen, europäischen Spiels. Wir hören Eivind Austad als einen faszinierenden Komponisten, der in der Lage ist, seine eigene unabhängige musikalische Welt zu erschaffen.