Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Das neue Album "Muse" von Lyambiko ist durch und durch weiblich. Der durchgehende rote Faden ist die Stimme von Lyambiko und die Arrangements der Band. Die ausgewählten Stücke führen durch unterschiedliche Genres von Pop und Jazz. Alle Songs des Albums stammen von Frauen. Dabei gibt es viel zu entdecken. Songwriterinnen aus verschiedenen Generationen und Ländern schrieben diese Lieder: Jede unter anderen Bedingungen, mal gegen große, mal gegen geringe Widerstände. Gesungen von Lyambiko wird daraus eine kohärente Geschichte.
Energetisch, frisch & aufregend - Ein absolutes Highlight! Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die beiden Stars der luxemburgischen Jazzszene zusammen finden würden. Nun haben sie sich entschieden, mit dem libanesischen Percussionisten nach zwei sehr erfolgreichen Festivalauftritten in Berlin und Hamburg dieses aufregende Trio ins Leben zu rufen. alle Künstler wohnen in Europa, daher das ganze Jahr verfügbar! die Veröffentlichung vom Album ist für Anfang 2014 geplant. Konzerte können dann ab Mai 2014 gebucht werden.
„Mein Beethoven“ ist die logische Folge: Klang doch Dieter Ilgs letztes Album „Parsifal“ – seine kammerjazzige Interpretation von Richard Wagners Bühnen-Weihfestspiel, die das Magazin Focus einen „Höhepunkt im Richard-Wagner-Jahr 2013“ nannte – mit dem hingehauchten Thema aus Beethovens Neunter („Freude schöner Götterfunken“) aus. „Sehnsucht“ nannte Ilg, der „zu den besten Jazzbassisten unserer Zeit gehört“ (Fono Forum), seine Version. Jetzt hat er seine Sehnsucht gestillt, und mit „Mein Beethoven“ ein ganzes Album eingespielt, das sich dem Olympier der deutschen Klassik, dem klassischsten unserer Komponisten, dem einstigen „Superstar der Musikmetropole Wien“ widmet: Ludwig van Beethoven.
Kenny G kann schon heute auf eine der eklektischsten und erfolgreichsten Karrieren im Musikbusiness zurückblicken. Für sein titelloses Debütalbum von 1982 erhielt er in den USA gleich seine erste Goldene Schallplatte, der noch viele weitere Gold- und Platinauszeichnungen folgen sollten.
Einer Augsburger Musikerfamilie entstammend, bekommt Sandro Roy mit sieben Jahren seinen ersten Geigenunterricht. Mit 13 wird er Bundespreisträger bei „Jugend musiziert“, es folgen Meisterkurse in Salzburg, Bern, Lichtenberg, klassischer Unterricht in München, Auftritte mit Orchestern dort und in Augsburg, 2011 Kunstförder-Sonderpreisträger der Stadt Augsburg. Die Vielseitigkeit seiner künstlerischen Entwicklung, nun erstmalig auf dem Debutalbum umfassend dokumentiert, macht ihn zu einem Künstler für Konzertsaal, Festivalbühne und Jazzclub.
Anniques beseelte Stimme öffnet Ohren und Herzen und erzählt Geschichten, die das Leben der Sängerin auf den Leib schrieb. Annique ist in in Rainham (Essex) aufgewachsen und hat ihr Talent früh der Academy of Contemporary Music in London anvertraut. Nach ihrer Ausbildung warteten Anfragen von Größen wie Gorillaz und The Streets. Zusammen mit dem Drum’n’Bass Kollektiv Step 13 hat Annique gleich zweimal Glastonbury gerockt.Eine Facette Anniques langjähriger Freundschaft mit Koby Israelite ist das gemeinsame Songwriting, und die beiden haben das Album Heads Up zusammen in Kobys Hausstudio ausgeheckt.
Mit 12 nagelneuen Kompositionen, maßgeschneidert auf das ungewöhnliche line-up mit Pedal-Steel und Klarinette. Einerseits eine Rückkehr zu den Wurzeln von Florian Ross, der als Teenager Wochenende für Wochenende als Keyboarder in seiner ersten Jazz-Rock Band “Moove” unterwegs war, andererseits die Verbindung mit aktuellem Jazz des 21. Jahrhunderts, freier Improvisation, Soundscapes, Grooves und der musikalischen Erfahrung der letzten 25 Jahre als Pianist und Organist.
SILENT von Nemo Project ist eine Reise auf der Suche nach Neuem, nach Andersartigem, aber ebenso ein inneres Forschen, eine Gelegenheit für Reflektionen des Lifestyles und der Welt, die uns umgibt. Das neue Album des Trios kann mit vielen Charakteristika beschrieben werden: Minimalismus, Ambient, Improvisation, Tollheit, Zusammenspiel, Theatralik; all das ist hier vereint.
EAT MY DOG ist der ebenso provokante wie „bissige“ Titeltrack des gleichnamigen Debütalbums des Verena Nübel Quartetts. Mit dem entsprechenden Biss, aber auch dem nötigen Augenzwinkern liefert die Band den Einstieg in ein Album so bunt wie das Leben selbst: Mal traurig und nachdenklich klingend, mal aufgedreht glücklich.
Die legendäre Sängerin, Performerin und Schauspielerin präsentiert ein neues Album: Mit „It’s The Girls!“ zollt The Divine M den berühmten Girl Groups Tribut und erreichte bereits hohe Chartpositionen in den USA und in England!
JOOLS HOLLANDs Compilations sind Meisterwerke. Außergewöhnliche Künstler brillieren mit herausragenden Songs und werden dabei von JOOLS HOLLAND und seinem Rhythm & Blues Orchestra begleitet. Und die Fans lieben das: So verkaufte sich das Album “Golden Age Of Song” (UK 2011 / D 2013) allein in England über 200.000 Mal. Nun meldet sich HOLLAND mit einem brandneuen Album zurück, das die Elite der weiblichen Künstlerinnen auf einem Album vereint, darunter Kylie Minogue, Emeli Sandé, Joss Stone, Laura Mulva, Imelda May und Rumer.
Wie beim ersten Akt des "Lost Memory Theatre" bezaubert und fordert Jun Miyake seine Hörer mit diesem Theater der verlorenen Erinnerungen. Die einzelnen Stücke sind ausgetüftelt und in sich geschlossen komponiert. Durch die Abwechslung der stilistischen Mittel, der Instrumentierung und der Anspielungen auf – gefühlt – fast alles, was die Popularmusik und Klassik des 20. Jahrhunderts prägte, wirkt dieser zweite Akt dennoch insgesamt fragmentarisch. Die aristotelische Einheit von Raum, Zeit und Handlung dieses "Dramas" besteht in Miyakes Vorstellung – sie nachzuvollziehen oder zu rekonstruieren ist eine lustvolle Höraufgabe.
Unter Jazzmusikern ist der Pianist, Komponist und Produzent Meeco alias Michael Maier längst eine international respektierte und gefragte Größe. Dem breiten Publikum hingegen blieb er bislang weitgehend unbekannt. Das sollte sich jetzt schlagartig ändern. Sein viertes Album „Souvenirs Of Love“ vereint unwiderstehliche Refrains mit komplexen Improvisationen und ist zugleich sein persönlichstes Werk.
Kenny Wheeler (1930-2014) war ein bescheidener Gigant des modernen Jazz, ein kühner Improvisator, und der Komponist vieler schöner und verschmitzt unorthodoxer Melodien. Sein musikalisches Vermächtnis enthält Alben wie Gnu High, Deer Wan, und Music For Large And Small Ensembles, die heute als Klassiker des zeitgenössischen Jazz gelten.
"Imaginary Cities" ist das Album-Debüt von Saxophonist Chris Potters neuem Underground Orchestra. Den Kern dieses größeren Ensembles bildet sein schon länger etabliertes Underground-Quartett – mit Adam Rogers, Craig Taborn und Nate Smith – die hier von zwei Bassisten, einem Streichquartett sowie dem Vibraphonisten und Marimba-Spieler Steve Nelson, ergänzt werden. Das Titelstück ist eine Suite mit Sätzen, die Untertitel wie "Compassion", "Dualities", "Disintegration" und "Rebuilding" tragen.
Einige der Stücke hier sind Neufassungen anderer Iyer-Kompositionen. Einige stammen aus einer Suite, die ihre Premiere im New Yorker Museum of Modern Art hatte, andere aus Open City, einer Zusammenarbeit mit dem Romancier Teju Cole. Das Trio formt alles, was es hier anfasst, voller Energie um.
Mit dem erfrischenden Livealbum Made In Chicago feiert Jack DeJohnette seine Wiedervereinigung mit alten Freunden. 1962 waren DeJohnette, Roscoe Mitchell und Henry Threadgill Klassenkameraden im Wilson Junior College in der Southside von Chicago gewesen und hatten ihre Energien und ihren Enthusiasmus in gemeinsamen Jamsessions gebündelt.
Das neue Album von Kat Edmonson, “The Big Picture”, wurde von dem mehrmals für einen Grammy nominierten Produzenten Mitchell Froom (der u. a. mit Paul McCartney zusammenarbeitete) in seinem Studio in Los Angeles aufgenommen. Kat Edmonson sagt über ihr Album: “Die Titel kreisen nicht um ein bestimmtes Thema, doch gibt es einige Gemeinsamkeiten, wozu auch der bei mir stets latente Einfluss von Spielfilmen und Filmmusik gehört.
Mit "Love And Other Manias" veröffentlich Badi Assad ihr elftes Album. Die brasilianische Sängerin, Songwriterin und virtuose Gitarristin hatte sich acht Jahre aus dem Musikbusiness zurückgezogen. Grund war ihre wichtigste Veröffentlichung überhaupt, die Geburt ihrer Tochter. Da sie es für ratsam hielt, ihr Kind nicht im Moloch São Paulo aufwachsen zu lassen, zog sie sich aufs Land zurück und führte ein ruhigeres Leben.
Das Album "Ao Vivo" von Marcos Valle und Stacey Kent zeigt einmal mehr, wie wertvoll Musikerfreundschaften sind. Seit 50 Jahren prägt Marcos Valle die populäre Musik Brasiliens in all ihren Stilrichtungen und Gattungen. Schon Mitte der sechziger Jahre war er mit Bossa-nova-Stars wie Antonio Carlos Jobim und João Gilberto befreundet und landete seine ersten großen Erfolge. 2011 lernte Marcos Valle Stacey Kent und ihren Mann, den Saxophonisten Jim Tomlinson, anlässlich eines gemeinsamen Konzerts in Rio de Janeiro kennen. Schon ein Jahr später gingen sie gemeinsam auf eine Brasilien-Tournee. Der Anfang einer wunderbaren Freundschaft.
Eugenio Polacchini und Matteo Minozzi, das Bruskers Guitar Duo, wurden von der Fachpresse als “zwei Spitzenfiguren der vielseitigen Welt der Gitarre” und als “eine Quelle der Inspiration für Gitarristen” beschrieben. Die zwei Künstler wurden von ihrer klassischen (Eugenio) und modernen (Matteo) Ausbildung und ihren unterschiedlichen Erfahrungen geprägt und haben in einer sehr persönlichen Jazzwelt eine gemeinsame Ausdrucksform gefunden.
Wer vom Schicksal mit berühmten Eltern geschlagen wurde, rennt in der Show-Welt zwar zuweilen offene Türen ein, muss aber auch mit der Skepsis der Öffentlichkeit rechnen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Lisa Simone, Tochter der legendären Sängerin, Pianistin und Songwriterin Nina Simone, erst einmal einen ganz anderen Weg einschlug und einen technischen Beruf bei der US-Air Force ergriff. Dann aber zog es sie rasch nicht nur vor die Filmkamera, sondern auch als Musicalsängerin auf die Bühne des Broadway. Bei der Acid Jazz Band »Liquid Soul« verdiente sie sich weitere Meriten, und ihre ersten Soloalben ließen erahnen, dass sie ein gehöriges Maß an Talent vererbt bekommen, aber vor allem ihren eigenen Stil konsequent entwickelt hat.
„Nomadic“ ist die letzte bewusstseinerweiternde Erkundung der Jazz Legende Sonny Simmons. Mit 82 Jahren hat sich Simmons mit Moksha Samnyasin, ein Bass- Schlagzeug- Sitar Trio bestehend aus den Französischen Musikern Thomas Bellier (Spindrift, Blaak Heat, Shujaa), Sebastien Bismuth (Abrahma) und Michel Kristof (Other matter) zusammen geschlossen. „Nomadic“ steht auf dem Höhepunkt Simmons' Suche nach mittelöstlicher, psychodelischer Tongeschirre, die letzte akustische Erfüllung einer Karriere über 7 Jahrzehnte, in denen Simmons jede Art von geistesumfassender Musik erforschte und dekonstruierte.
Mit seinem 2009 bei ECM auf Tonträger erschienenen Projekt "The Astounding Eyes Of Rita" begeisterte Anouar Brahem in den vergangenen Jahren Konzertbesucher weltweit. Nun stellt der tunesische Oud-Meister lang erwartete neue Kompositionen vor und überrascht dabei mit der von ihm als Idee schon lange gehegten, nun aber erstmals realisierten Einbindung eines Ensembles für Streichinstrumente.
Eugenio Polacchini und Matteo Minozzi haben in Italien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Portugal, Österreich, Bulgarien, Belgien, Ungarien und in USA (Kalifornien) gespielt, entweder als Duo oder als Solisten in der “Lybra Guitar Orchestra”. Beim Musiklabel fingerpicking.net haben die Bruskers zwei CDs aufgenommen: “Guitar Sketch” (2009) und “Addition” (2011). Beide Alben wurden von der italienischen und internationalen Fachpresse äußerst positiv rezensiert und verkaufen sich nicht nur in Italien gut, sondern in ganz Europa, den USA und Japan.
Benny Greb führt ein musikalisches Doppelleben. Er sitzt permanent im Flieger von Russland in die USA, nach Italien und UK. Das Reisegepäck lässt kaum erahnen, dass es sich um einen der führenden internationalen Drummer handelt, und, er kommt aus Deutschland und gibt weltweit Clinics in Sachen Drumming. Sein Gesicht ziert zahllose Drum Mags und doch ist er in Musikerkreisen noch immer ein Geheimtipp. Im Grunde gilt es zu erspüren, wer diese Person ist.
Das legendäre Keith Jarrett-Trio, live im NDR-Funkhaus, Hamburg. ECM hatte die 1972er Tour des Jarrett Trios organisiert. Zu ihr gehörte auch das deutsche Radiokonzert, aus der nun dieses Album gewonnen wurde. Manfred Eicher nahm sich 42 Jahre später wieder der Originalbänder an und mischte sie im Juli 2014 zusammen mit Jan Erik Kongshaug in Oslo für die vorliegende Edition neu ab.
Der Westfalen-Jazz-Preis 2015 geht an Michael Schiefel. Einstimmig votierte die Jury für den 44-jährigen Wahl-Berliner und gebürtigen Münsteraner. Kostproben seines Könnens liefert der Ausnahmevokalist bei seinem Preisträgerkonzert am 9. Januar beim 25. Internationalen Jazzfestival Münster.
Münster (SMS) Jazz-Heroen, Rising-Stars der jungen Generation, musikalische Überflieger, Jazzer mit westfälischem Bezug - das vom städtischen Kulturamt ausgerichtete 25. Internationale Jazzfestival Münster verspricht vom 9. bis 11. Januar aktuellen Jazz in ästhetischer Vielfalt und musikalischer Klangfülle. Zugleich erweist es bei diesem besonderen Jubiläum Musikern der ersten Festivalstunde vom Sommer 1979 Reverenz.
Weiterlesen … Jazz-Helden und musikalische Überflieger
Nach dem erfolgreichen Debüt Album gehen Ali Neander und Band auf die zweite Reise in die wundersame Welt zwischen Jazz und Rock. Wieder mit Hellmut Hattler am Bass; Martin Kasper an den Keyboards und Moritz Müller an den Drums.
Manfred Krug und Uschi Brüning singen seit vier Jahrzehnten auf Ostdeutschlands Bühnen. Sie haben ihre Gesangskarrieren zusammen und gemeinsam begonnen - und mit der neuen Produktion „Auserwählt“ beenden sie nun gemeinsam Manfred Krugs Tätigkeit als Recording Artist, also als im Studio schaffender Künstler und Sänger. Man kann getrost von Manfred Krugs letztem Studio-Album sprechen, und auch von einer berührenden Duo-Produktion im kleinen Kreise „auserwählter“ Musiker.
Er besteht aus einem musikalischen Flow außerhalb aller starren Grenzen. Es ist eine große Mischung von Wünschen, Expressionen, verschiedenen Sprachen die in sich verwoben und verschmolzen sind. Der Nahe Osten, der Mittelmeer-Raum, Jazz und die Blue Notes, die Blitze der Improvisation aber auch Flamenco und Zigeuner Musik machen ihre Welt aus. Die Alchemie der Klänge ist wie ein chemischer Prozess, und die CD Revelation ist der Entwickler darin.